DFL

Hammer-Auftakt für den HSV

Der HSV eröffnet die Saison der Zweiten Fußball-Bundesliga. Mal wieder! Das verkündete die Deutsche Fußball Liga (DFL) heute. Am 18. September geht es um 18.30 Uhr zuhause gegen Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf. Parallel trifft Jahn Regensburg auf den 1. FC Nürnberg. Diese beiden Partien sind die einzigen, die von der DFL bislang fest terminiert wurden. Und auch die darauf folgenden Gegner haben es für den HSV in sich: „Mit Düsseldorf, Paderborn und Aue haben wir ein ordentliches Auftaktprogramm und werden mit den beiden Bundesliga-Absteigern zum Start direkt gefordert. Die Hoffnung bleibt, dass unsere Heimspiele mit unseren Fans stattfinden“, freute sich Sportdirektor Michael Mutzel. Das brisante Stadtduell zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli findet am 6. Spieltag (30. Oktober bis 2. November) statt. Eine Woche nach dem Derby (6. bis 9. November) kommt es schon zum nächsten Nordduell, wenn die Kieler den HSV empfangen.

Die neue Bescheidenheit beim HSV

Wettertechnisch hätte es der HSV kaum besser treffen können. Das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit strahlend blauer Himmel, dazu 28 Grad und eine nahezu perfekt dosierte Dosis Nordwind. „Sowas nennt ihr also Schietwetter?“, lachte HSV-Trainer Daniel Thioune nach seiner ersten knapp zweistündigen Trainingseinheit mit dem HSV auf dem ebenfalls perfekt präparierten Rasen neben dem Volksparkstadion. Dem neuen Coach hat bislang gefallen, was er bei seinem neuen Arbeitgeber vorgefunden hat. Es würde ihn nicht überraschen, sagte er uns heute, aber eben doch sehr freuen. Bei Thioune sind es auch die kleinen Dinge, die große Freude bereiten können. Und genau so äußerte sich der neue HSV-Trainer auch heute, als er auf die Ziele mit dem HSV angesprochen wurde.

Wie der HSV von einer Bundesliga-Reform profitieren würde

Der zweite Tag hatte lediglich einen Seitenwechsel zur Folge. Soll heißen, die Spieler, die gestern im UKE ihre medizinischen Leistungstests abgelegt hatten, waren heute im Gym des HSV-Campus am Volksparkstadion – und umgekehrt. Morgen soll es dann das erste Mal auf den Platz gehen mit allen Spielern. Alles unter Ausschluss von Zuschauern – leider. Und: Noch. Denn die DFL hat heute einen ersten Schritt hin zur Öffnung für Zuschauer bei Spielen gemacht. Der Weg zu Zuschauern beim Training dürfte dementsprechend ebenfalls nicht mehr weit sein. „Der Profifußball kann wie alle anderen Bereiche nur in Etappen zurückkommen in einen Normalbetrieb. Es wird nicht diesen einen initialen Moment geben, dass die Politik den Startschuss gibt für volle Stadien ab dem nächsten Spieltag“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert heute im Anschluss an die Vollversammlung der 36 DFL-Klubs. Ansätze wie „alle oder keiner“ seien zwar nachvollziehbar, so Seifert, aber eben auch nicht zielführend. Der DFL-Boss: „Der Fußball muss in kleinen Schritten die Normalität für uns zurückerobern, das geht nicht von null auf 100.“

Wie die DFL Zuschauer wieder ins Stadion lassen will

Wenn in 49 Tagen endlich wieder der Ball in den Bundesligen rollen soll, plant die DFL auch wieder Zuschauer zuzulassen und hat dafür am 15. Juli 2020 ein insgesamt 41 Seiten umfassendes Pamphlet erstellt, das mir vorliegt. Titel: „Grundlagen & Leitfaden für die Konzepterstellung zwecks Wiederzulassung von Stadionbesuchern“. Am kommenden Dienstag lädt die geschäftsführende Dachorganisation der Profiklubs zudem zu einer weiteren außerordentlichen Mitgliederversammlung der 36 Erst- und Zweitligisten. Dabei soll es vor allem darum gehen, „ein einheitliches Vorgehen aller Klubs zu gewährleisten", teilte die DFL am Dienstag mit. Vier Vorschläge sollen dabei zur Abstimmung gebracht werden, wobei jeweils eine einfache Mehrheit genügen würde: Es soll keine Stehplätze geben Es soll keinen Alkoholausschank im Stadion geben Gäsetefans sollen bis Jahresende nicht zugelassen werden Alle Zuschauer sollen datentechnisch erfasst werden. wobei jeweils eine einfache Mehrheit genügen würde: Und wer jetzt dachte, das sei doch alles ganz einfach, nicht im Land der Ingenieure. Denn hier wurden mathematische Rechenschlüssel erstellt, damit die unterschiedlich großen Stadien einen gemeinsamen Nenner in der Berechnung des erlaubten Publikums haben. Deutschland. Die Anordnungen der Sitzplätze bei 12,5 Prozent Auslastung sowie für 33,3 Prozent, 44,4% und für 50%. Immer geregelt sein muss dabei, dass „horizontal ein Abstand von 1,00 Meter“ und dass vertikal 1,60 Meter Abstand eingehalten werden. Auch die Nutzung der Treppenstufen auf den Sitzplatzbereichen wird geregelt.

Thiounes Plan für den HSV-Kader

„Wer den Schaden hat, der braucht für Spott nicht zu sorgen“ - heißt es . Und auf wenige Klubs trifft das momentan noch mehr zu, als auf den HSV. Wobei, ein Verein würde mir da sofort einfallen: Der arg gebeutelte Clemens-Tönnies-Klub FC Schalke 04, dem nach etlichen auf Jahre bereits vorfinanzierte Einnahmen und dem Verlust von Milliardär Tönnies schnell ein sehr ähnliches Schicksal wiederfahren könnte, wie dem HSV. Dass sich heute ausgerechnet ein Schalke-Idol und einer meiner absoluten Lieblingsspieler aus meiner Jugend (vor allem wegen des geilen Fallrückziehertreffers im WM-Halbfinale 1982 gegen Frankreich) über den HSV ärgert – es entbehrt nicht einer gewissen Komik.

Krankenhaus! Kittel droht gegen Bielefeld auszufallen

Das Wichtigste vorweg: Uwe Seeler hat die Hüftoperation gut überstanden und ist auf dem Weg der Besserung. Und diesen Weg will der HSV mit einem Sieg noch gangbarer machen. Wobei es dieses Spiel in sich hat. Im ersten Geisterspiel der HSV-Geschichte im Volksparkstadion kommt es für den HSV gleich zu einem möglicherweise schon vorentscheidenden Topspiel gegen den aktuell Tabellenersten Arminia Bielefeld. Und dieser Bedeutung sind sich tatsächlich alle bewusst. Während Arminen-Coach Uwe Neuhaus die große Chance für seine Bielefelder betont, sich schon entscheidend in Richtung Erstligaaufstieg absetzen zu können, betont HSV-Trainer Dieter Hecking, dass dieses Spiel für seine Mannschaft nur einen kurzweiligen Effekt haben werde. Ein „Zwischenziel“ sei es, den zweiten Tabellenplatz auch nach dem Duell mit den Ostwestfalen zu halten, so Hecking. Und das am besten mit einem Sieg. Auch für Seeler. Logisch.

Augen zu - und durch...

Vatertag - damit haben bei den HSV-Profis nur die wenigsten zu tun. Von daher war es für niemanden heute ein großes Problem, statt mit Bollerwagen durch die Gegend zu ziehen auf dem Platz zu stehen. Auch nicht für Trainer Dieter Hecking, dessen Sohn ihm am Sonntag auf der gegnerischen Seite gegenübersteht. Als Chefscout arbeitet Sohnemann Jonas für Arminia Bielefeld und wird versuchen, zuhause noch mal alles aus Vater Dieter herauszuholen, was dem Tabellenführer am Sonntag helfen kann. Auf der anderen Seite versucht Trainer Dieter Hecking seinerseits, alles aus der Mannschaft herauszuholen - und dabei setzt er auf Konstanz. Zumindest stellte er heute im Training wieder so auf, wie zuletzt in Fürth. Daniel Heuer Fernandes im Tor, davor Josha Vagnoman, Timo Letschert, Jordan Beyer und Tim Leibold erneut in der Viererkette. Im Angriff stünden Jairo, Joel Pohjanpalo und Bakery Jatta auf dem Platz. Wobei Hecking hier während des Trainings eine Änderung vornahm und Lukas Hinterseer anstelle Pohjanpalos in der Sturmspitze spielen ließ. Soll heißen: Auch im Mittelfeldzentrum setzt der HSV-Trainer erneut auf sein Dreigestirn Fein/Dudziak/Hunt, das in Fürth nicht gut funktioniert hat. Sage ich. Der Trainer und viele andere sahen das anders. Ganz offensichtlich.

In der Luft geht dem HSV die Puste aus

50 Tore hat der HSV in dieser Saison geschossen. Auch in Fürth gab es zum Auftakt gleich zwei Treffer. Und obwohl man schon jetzt fünf Tore mehr erzielt hat als in der gesamten Vorsaison, sind es doch noch immer zu wenige Tore, um in der Tabelle nach ganz oben zu klettern. Wobei ich behaupte, dass die geschossenen Tore trotz der vielen ausgelassenen guten Gelegenheiten am Ende locker hätten reichen müssen, um in der Tabelle ganz oben zu stehen. Allein Bielefeld hat mit +26 ein um sechs Treffer besseres Torverhältnis. Und das größte Problem sind meiner Meinung nach auch nicht die ausgelassenen Torchancen. Es sind vielmehr die zu vielen unnötigen Gegentore. 30-mal musste HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes bislang schon hinter sich greifen. davon allein achtmal nach Standardsituationen. Wobei man hier bei der Beschreibung der Problematik durchaus den Gegentreffer vom Sonntag in der Nachspielzeit nehmen kann.

Drei Verletzte, keine Masken - so startet der HSV in Fürth

Es geht wieder los. Am Sonnabend werden die ersten Bundesliga- und Zweitligaspiele gespielt. Und alle freuen sich drauf. Zumindest innerhalb der Ligen und bei deren Fans herrscht größtenteils eine gespannte Vorfreude. Auch, weil niemand so wirklich weiß, was uns mit den Geisterspielen erwartet. Am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) geht es für den HSV zum spielstarken Tabellenfünften SpVgg Greuther Fürth gelingen. „Wir wissen, dass wir nach dem Restart noch mal in die Vollen gehen wollen“, sagte Trainer Dieter Hecking am heutigen Freitag per Videoschalte. In Der Coach verbreitete in dem Gespräch sehr wohl gute Laune, musste allerdings auch einen Rückschlag einräumen. Gleich drei Spieler haben das Vier-Sterne-Hotel Herzogspark bereits verletzt verlassen: die Defensivakteure Gideon Jung und Ewerton sowie Ersatztorhüter Julian Pollersbeck. „Die drei sind zu genaueren Untersuchungen nach Hamburg abgereist“, sagte der Coach. Zudem fehlt seit gut einer Woche auch Rechtsverteidiger Jan Gyamerah wegen einer Muskelverletzung. „Da sollten nicht mehr allzu viele dazukommen“, hofft Hecking.

Wie zwei Spiele alles entscheiden

Jonas Boldt zählt zu den wenigen Bundesliga-Vorständen, die sich bislang öffentlich nur wenig bis fast gar nicht zu den Vorgängen und Entscheidungen seitens der DFL äußern. Es sei alles andere als selbstverständlich, die Saison sportlich beenden zu können, von daher dürfe man nicht auch noch anfangen, Wünsche zu stellen. Das sagt HSV-Sportvorstand Jonas Boldt. Immer wieder. „Klappe halten und machen“, so sein Motto - und dabei müssten alle Beteiligten auch bedingungslos beisammenstehen und bereit sein, auch schwierige Kompromisse einzugehen. So, wie jetzt. Denn jetzt steht er als Vertreter des HSV vor der schwierigen Aufgabe, einen solchen Kompromiss schlucken zu müssen, der mit der durchaus gegebenen Wahrscheinlichkeit ausgestattet ist, dass es für den HSV nachteilig ist. Zumindest sollen bei der Mitgliederversammlung der 36 deutschen Profivereine am morgigen Donnerstag wichtige Regelungen für den Fall eines Saisonabbruchs getroffen werden. Das sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Fußball Liga, Peter Peters. Und Fakt ist: Alle zu besprechenden und abzustimmenden Regelungen beinhalten viel Streitpotenzial.

Hunt: „Wir haben die beste Mannschaft“

Viele Highlights hat das Hotel "Herzogs Park" in Herzogenaurach nicht zu bieten. Da müssen schon die selbst mitgebrachten Playstation herhalten, um das tägliche Training und das gemeinsame Essen als bisherige Höhepunkte des Tages zu überbieten. Es ist eben alles anders als sonst. Kein Wellnessbereich, der geöffnet hat, selbst das Personal gebe sich zwar sehr viel Mühe, soll aber auch den Kontakt zu den Spielern nach Möglichkeit minimieren.Trotzdem versucht Aaron Hunt der ungewöhnlichen Situation etwas Positives abzugewinnen. Es bleibt ja auch nichts anderes übrig angesichts der weiterhin unwirklich wirkenden Situation, die dem Profifußball in den nächsten Wochen Geisterspiele bescheren wird. „Das wird vom Kopf her etwas ganz anderes“, weiß Hunt. Der HSV-Kapitän hat sich schon mit der neuen Situation befasst, was zum Vorteil werden könnte. „Die Mannschaft, die sich am besten auf die neuen Umstände einlässt, wird die Spiele gewinnen. Und das muss nicht immer der Favorit sein.“

Dresden als letzter Warnschuss - mehr darf nicht passieren

Wir liegen hier im Blog thematisch exakt auf Kurs, das darf man angesichts der letzten Tage und Wochen so festhalten. Sowohl im Blog selbst als auch im Chat darunter wird seit Wochen sehr viel über die Sinnhaftigkeit der Saisonfortsetzung diskutiert. Vor allem aber beschäftigt uns hier der Gedanke an die Zeit danach. Und jetzt nimmt die längst entstandene und durch Corona noch einmal verschärfte Diskussion über die Einführung von Gehaltsobergrenzen Mitten in der Corona-Krise weiter Fahrt auf. „Ich bin dafür, das zumindest zu versuchen“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Sonnabend im „Aktuellen Sportstudio“ über die Einführung einer Gehaltsobergrenze. Und der Manager der Stunde ging sogar noch weiter: Solche Grenzen könnten sich nicht nur auf die teils exorbitanten Spielergehälter, sondern auch auf Beraterhonorare und Ablösesummen beziehen.

Die Kritik an Werder Bremens Verhalten ist berechtigt

Der HSV hat sein erstes Spiel seit der Coronapause absolviert - wenn auch nur per internem Test elf gegen elf im Volksparkstadion. Aber endlich wurde wieder der Wettkampfmodus gelebt - eine Art Generalprobe vor dem ersten Spieltag der Saisonfortsetzung am kommenden Sonntag bei der SpVgg Greuther Fürth. Insofern ist der HSV sportlich auf dem Weg zurück Richtung Normalität - wenn man die Fortsetzung mit Geisterspielen denn so nennen darf. Ich persönlich freue mich auf Fußball, aber mit mehr als nur einem Magengrummeln. Wobei dieses Gefühl nicht allein auf den Moment abzielt, sondern vor allem auf die Zeit danach. Denn ich bin mir sicher, dass der Fußball in seiner jetzigen Struktur früher oder später scheitern wird oder sich komplett in die Hand von finanzstarken Investoren gibt. Auf der anderen Seite muss ich anerkennen, dass alle mehr oder weniger denkbaren Gegenmaßnahmen einfach nicht realistisch sind. Der Fußball befindet sich in einer Sackgasse - nur aufgeben mag ich einfach nicht…

Was erlauben Werder Bremen?

Es geht wieder los. Die Bundesliga hat sich mit fleißigem Konzipieren von glaubhaft realistischen Sicherheitskonzepten bei der Politik Grünes Licht für die Fortsetzung der Bundesliga abgeholt. Und das durchaus hart verdient. Monatelang haben alle gleichermaßen den sozialen Aspekt in den Vordergrund gestellt und ihre Verantwortung für Klubs und noch mehr für die Mitarbeiter der selbigen betont. Öffentliche Diskussionen, dass die Bundesliga hier Sonderrechte genießt, wurden hingenommen - und per Schweigegelübde (um nicht Maulkorb zu sagen) aller Klubfunktionäre, Spieler und Mitarbeiter - auch beim HSV! - nicht größer zum Thema gemacht, als es von außen eh schon der Fall war. Und noch immer ist. Denn eines ist klar: Die Bundesliga wandelt längst nicht mehr nur finanziell auf einem ganz schmalen Grat, sondern auch sozial.

Hecking: „Nichts wird sein, wie es war“

DFL-Boss Christian Seifert war die Erleichterung anzusehen, als er die ersehnte Fortsetzung der Saison in der Ersten und Zweiten Bundesliga mit dem 26. Spieltag am 16. Mai verkündete. „Das ermöglicht allen Clubs die Weiterführung ihrer betrieblichen Tätigkeit und bedeutet für manche Clubs das wirtschaftliche Überleben“, betonte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga am Donnerstag nach der Mitgliederversammlung der 36 Profivereine. Für den HSV bedeutet das, dass es nicht am Freitag wie zuletzt am 13. März nach Fürth geht, sondern erst am Sonntag den 17. Mai. Und auch für die HSV-Fans ohne Sky-Abo gab es eine gute Nachricht. Der Pay-TV-Sender Sky zeigt die Live-Konferenzen beider Ligen an den ersten zwei Spieltagen jeweils im Free-TV. Ein kleines, aber gutes Zeichen wie ich finde.

Opokus Vertragsverlängerung ist ein gutes Zeichen

„Im Rahmen einer ersten Welle sind seit Donnerstag insgesamt 1724 Corona-Tests bei den 36 Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga erfolgt. Dabei wurden Proben von Spielern und weiterem Mannschaftspersonal wie Trainerstab und Physio-Therapeuten entnommen und von fünf Fachlabor-Verbünden im gesamten Bundesgebiet untersucht. Zehn Infektionsfälle konnten identifiziert und den Gesundheitsämtern gemeldet werden.“ Das teilte die DFL heute mit, nachdem bekanntgeworden war, dass inzwischen nach den drei Fällen in Köln zehn der insgesamt 1724 Corona-Tests positiv ausgefallen waren. Welche anderen Klubs nun betroffen sind, gab die DFL nicht bekannt. Beim HSV sollen zwar alle gesund sein, heißt es. Dennoch dürften auch die HSV-Offiziellen die neuen Zahlen mit Schrecken vernommen haben. Denn diese zeigen zwar, dass das neue Kontrollsystem funktioniert. Aber eben auch, wie nahe das Virus auch an den Spielern und derem direktem Umfeld sind.

Was wollen eigentlich die Spieler?

Ich hatte gestern geschrieben, dass die Saisonfortsetzung am seidenen Faden hängt. Und damit war ich offensichtlich etwas zu optimistisch. Denn laut übereinstimmenden Medienberichten will sich Innenminister Horst Seehofer zwar grundsätzlich für eine Fortsetzung der Saison stark machen. Allerdings unter Einhaltung aller auch sonst gültigen Richtlinien. Das klingt jetzt erst einmal total selbstverständlich. Allerdings beinhaltet das eben auch, dass bei einem positiven Corona-Test die gesamte Mannschaft in Quarantäne muss. „Ich finde den Zeitplan der DFL plausibel und unterstütze einen Neustart im Mai. Für mich ist aber auch klar, dass es keine Privilegien für die Fußball-Bundesliga geben kann“, sagte Seehofer der „Bild am Sonntag“. Grundbedingung seien strikte Auflagen im Falle eines Positiv-Tests: „Wenn es einen Corona-Fall in einer Mannschaft oder bei der Mannschaftsbetreuung gibt, dann müssen der gesamte Club und gegebenenfalls auch die Mannschaft, gegen die man zuletzt gespielt hat, zwei Wochen lang in Quarantäne.“ Inwieweit das beim 1. FC Köln jetzt so eingehalten wird -  offen. Und ich bezweifele es stark.

Politik vertagt Entscheidung - neue Chance für Pollersbeck?

Am Mittwoch hatte es erste Gerüchte gegeben, der HSV hätte sich intern intensiver mit Union Berlins Keeper Rafal Gikiewicz beschäftigt. Letztlich hätte man auf eine Verpflichtung verzichtet, da man ,sich von der aktuellen Entwicklung Julian Pollersbecks viel versprechen würde. Heute teilte Union Berlin mit, dass man den im Sommer auslaufenden Vertrag von Gikiewicz auf keinen Fall verlängern wird. Oder anders gesagt: Gikiewicz hatte abgelehnt, wie der Erstliigst mitteilte: „Union bietet dem 32-Jährigen keinen neuen Vertrag mehr an, nachdem dieser das Angebot des Vereins nicht angenommen hatte“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Und schon sprießen die Gerüchte wieder, ob der HSV es sich noch einmal anders überlegt hat. Ich hoffe: Nein. Denn ich bleibe bei dem, was ich seit jeher schreibe: Der HSV hat sich 2017 einen extrem talentierten Keeper geholt, der es wert ist, dass man ihm eine zweite Chance gibt.

Der Fußball muss seiner Vorbildrolle gerecht werden - nur wie?

Ich weiß, dass der Fußball sehr vielen Menschen in Deutschland (und anderswo) sehr fehlt. Mir sicherlich mit am meisten, behaupte ich! Und ich weiß auch, dass der Fußball sehr viele Arbeitsplätze hinter sich herzieht, die es auch tatsächlich allesamt zu erhalten gilt. So, wie es bundesweit überall und in allen Wirtschaftszweigen versucht werden muss. Aber ich hatte es gestern im Blog schon angedeutet, und ich bin weiterhin nicht überzeugt, dass diese Saison wirklich bald aufgenommen und beendet werden kann. Und das aus den unterschiedlichsten Gründen. Deshalb versuche ich einen Tag vor der nächsten Entscheidung seitens Bundesministerinnen und -minister die Szenerie, die auch hier zunehmend ins polemische abzudriften droht, einzuordnen. Denn ich glaube, dass uns etwas mehr Sachlichkeit allen gut zu Gesicht steht bei einem solch wichtigen Thema.

HSV will im Sommer seine Nachwuchsarbeit optimieren

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie oft wir an dieser Stelle schon das Thema Nachwuchsarbeit beim HSV hatten. Zurecht. Denn dieses Thema sollte für jeden Profiklub, der nicht über endlose finanzielle Ressourcen verfügt, immer essentiell sein. Dementsprechend ganz sicher auch beim HSV, der sich durch jahrelanges Missmanagement nicht nur bis in die Zweite Liga hat durchreichen lassen, sondern auch finanziell schon häufiger am Rande des Exitus stand. „Klaus Michael Kühne hat den HSV in den zurückliegenden Jahren mit seinem Geld mehrmals am Leben gehalten und mir bist bei er Bewertung seiner Person eines ganz wichtig: Es ist nicht sein Verschulden, dass mit seinem Geld nicht gut gearbeitet wurde. Wenn mit den Summen, die er zur Verfügung gestellt hat, besser umgegangen worden wäre , hätte es für ihn auch nie einen Anlass zu negativen Äußerungen gegeben.“ Ein Konjunktiv, den ich einfach mal unwidersprochen so stehen lasse.

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