Hecking

Endlich wieder zuhause - der HSV empfängt den 1. FC Heidenheim

Beim Abschlusstraining mischte Lukas Hinterseer das erste Mal wieder voll mit. Der Österreicher ist, wenn er denn selbst Grünes Licht gibt, überraschend ebenso wie Aaron Hunt, Xavier Amaechi und Jatta nach seiner abgesessenen Rotsperre wieder einsetzbar, wenn morgen das Spitzenteam des 1. FC Heidenheim im Volkspark zu Gast ist. Bislang wurden 41.000 Tickets abgesetzt, nur 400 davon gingen nach Heidenheim. Und nicht nur Trainer Dieter Hecking erwartet ein Duell nahezu auf Augenhöhe.

Hinterseer fällt aus - der Nachwuchs drückt (zu wenig)

Zugegeben, mir ging es beim gestrigen Blog darum, mehr Klicks als sonst zu bekommen. So habe ich nicht nur die Miete für diesen, sondern auch gleich für den nächsten Monat gesichert. Und das alles nur mit einer simplen Lüge über das gestrige Training. Ich habe einfach mal erfunden, was sich dort abgespielt haben soll. Mein Problem dabei: Einigen von Euch entgeht hier nichts. Einige wissen eben einfach mehr. Einige wissen einfach mehr als amtierende HSV-Vorstände und -Trainer. Insbesondere bei denen möchte ich mich entschuldigen.

Wie erzwungene Maßnahmen den HSV auch besser machen

Es war nur eine Trainingseinheit. Ganz klar. Da ist maximal eine Tendenz zu erkennen. Wirklich eindeutige Rückschlüsse auf bevorstehende Spiele bzw. die Leistungen in diesen Spielen geben die Einheiten maximal in größerer Summe. Und selbst da hat man sich gerade beim HSV in den letzten Jahren sehr oft getäuscht. Dennoch behaupte ich heute das erste Mal seit langer Zeit wieder, dass ich etwas erkannt zu haben glaube. Neben dem durch viele Rückkehrer zweifellos neu befeuerten Konkurrenzkampf agierte Ewerton heute beispielsweise auffällig motiviert. Er war sich für keinen Weg zu schade, war am Ball sicher und in den Zweikämpfen sehr robust sowie bei Kopfbällen (gab es kaum) unschlagbar. Aber vor allem war zu erkennen, dass funktionierte, was sich Trainer Hecking ausgedacht hatte, als er zunächst auf verkürztem Feld auf sechs kleine und später auf noch einmal verengtem Spielfeld auf zwei große Tore spielen ließ: Es gab Zweikämpfe en masse und die Spieler waren durchgehend in Bewegung. „Sehr gut, Männer“, waren dann auch die drei Schlussworte von Trainer Dieter Hecking, dem die sehr Kräfte raubende, intensive Einheit sichtlich gefallen hatte.

Heckings Auswahl wird wieder größer

Dieter Hecking wollte das Thema nicht. Ganz eindeutig. In aller Deutlichkeit lehnte er am Tag nach dem 1:2 in Osnabrück jede Frage nach möglichen Neuzugängen im Winter ab. Und anstatt über mögliche neue Spieler zu sprechen, wurden die anwesenden, enttäuschenden Spieler geschützt. Bobby Wood zum Beispiel, wie ich Euch ja gestern schon im Blog beschrieben hatte. Zurecht. Dennoch darf das eine das andere nicht ausschließen, denn am Ende steht über allen Einzelschicksalen doch noch der Erfolg des HSV.

Bobby Wood - mehr als ein Problem

Es werden Schuldige gesucht. Immer. Im Erfolg ist die Auswahl groß. Im Misserfolg trifft es nicht selten einzelne. So, wie jetzt nach dem insgesamt schwachen Auftritt des HSV bei der 1:2-Niederlage in Osnabrück. Schon vor dem Anpfiff wurden ob er Aufstellung Schreckensszenarien gezeichnet. Hauptdarsteller: Gideon Jung und Bobby Wood. Zwei Spieler, die in dieser Saison bislang nicht in Topform sind. Wie einige andere sicher auch. Aber insbesondere diese beiden werden nochmal ein Stück weit anders gesehen. Jung gilt seit letzter Saison schon als Unsicherheitsfaktor.

Pleite in Osnabrück - Hecking und eine bittere Erkenntnis

Der HSV kann auswärts nicht mehr gewinnen. Auch im sechsten Ligaspiel in Folge blieb die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking in der Fremde ohne Erfolg. Dieses Mal wurden die Rothosen sogar für eine erschreckend schwache Phase im ersten Durchgang mit einer verdienten Niederlage bestraft: 1:2 hieß es vor 15.800 Zuschauern am Ende an der Bremer Brücke. Diese Pleite lieferte eine bittere Erkenntnis: Bei der Vielzahl an Ausfällen (Hinterseer, Hunt, Jatta,  Gyamerah, Vagnoman) stößt der HSV-Kader qualitativ an seine Grenzen. Trainer Dieter Hecking übte darüber hinaus deutliche Kritik an der Mannschaft in einem weiteren Punkt.

Der HSV reist ohne Hunt zum VfL Osnabrück

HSV-Trainer Dieter Hecking ließ das Feld heute beim Abschlussspiel bewusst klein. Er wollte simulieren, was am morgigen Freitag an der Bremer Brücke auf den HSV wartet. Denn der VfL Osnabrück hat nicht erst beim 1:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart zuletzt bewiesen, wozu er vor heimischem Publikum in der Lage ist. Worauf es in Osnabrück ankommt, was den HSV erwartet, wer ausfällt, wie Hecking spielen lassen will, und noch viele Mehr - wie immer im Spieltags-Check von Christian (Osnabrück) und mir:

Wood darf hoffen - und muss liefern

Es hätte lauter sein können. Nein, ich behaupte sogar, in jedem einzelnen der letzten fünf bis zehn Jahre wäre es deutlich lauter geworden, wenn ein stolzer Spieler wie Kyriakos Papadopoulos sich aus der Versenkung heraus gemeldet hätte. Es wären keine netten Worte in Richtung Klub gefallen. Und es wäre der aktuelle Trainer mehr oder weniger indirekt angegriffen worden. Schließlich stellt er ihn ja nicht mehr auf. Aber in diesem Fall war mal wieder die Überschrift das Dramatischte an der ganzen Geschichte über den bei der U21 zwischengeparkten Griechen, der gern eine neue herausfordernde Aufgabe hätte. Überraschend, da Papadopoulos durchaus bekannt dafür ist, sein Herz auf der Zunge zu tragen. Dass er letztlich aber die Möglichkeit eines ihm wohl gesonnenen Mediums nur dafür nutzt, um sich anderweitig beim 1. FC Köln anzubieten und beim HSV noch mal öffentlich über einen letzten Auftritt zu bitten - schon DAS allein ist ein sehr gutes Zeugnis für alle HSV-Verantwortlichen.

Osnabrücks Erfolgsarchitekt Schmedes warnt vor HSV-Kapitän Aaron Hunt

Er geht wieder rund. Zumindest zwischendurch scheint das Knie von Trainer Dieter Hecking weniger Probleme zu machen. „Dabei habe ich mit der Reha noch gar nicht angefangen“, so der Coach mit einem Lächeln. Vor ein paar Wochen wurde bei ihm ein Meniskusschaden festgestellt, der konservativ behandelt werden soll. Mit Erfolg offensichtlich. Der Trainer war heute zumindest sichtlich gut gelaunt nach der Vormittagseinheit und fügte hinzu: „Was meint ihr, wie es erst danach aussieht.

Bitte genau so weiter, HSV...!

Er hat ja nicht Unrecht. Wirklich nicht. Wenn Trainer Dieter Hecking das Schwarzweiß-Denken in Hamburg thematisiert, ist das mit Sicherheit sinnhaft. Mit der übertriebenen Häufigkeit dieser Kritik will Hecking die Erwartungshaltung in Hamburg realistischer gestalten. Und ich für meinen Teil würde behaupten: Mission erfüllt. Der HSV ist für mich inzwischen ein Zweitligist, der das realistische Ziel Wiederaufstieg verfolgt. Und in den Bewertungen der Spiele kann ich für meine Hamburger Kollegen und mich behaupten, dass wir das auch auf genau dieser Basis bewerten. Soll heißen: Auch ein knapper Sieg gegen Dynamo Dresden kann gut sein. Denn auch wenn ein Tabellen-17. der Zweiten Liga dem HSV im eigenen Stadion alles abverlangt, heißt das längst nicht mehr, dass der HSV unter seinen Möglichkeiten geblieben ist. Das Kurioseste an dem Ganzen: Diese Erwartungshaltung kommt tatsächlich eher von denen, die Heckings Kritik an der Berichterstattung bejubeln und davon sprechen, dass der HSV endlich einen Trainer hat, „der es der Presse mal so richtig zeigt“.

HSV: Trotz Raute zum Erfolg

Die taktische Formation des Hamburger SV war in dieser Saison meist dieselbe. Trainer Dieter Hecking bevorzugt eine Mischung aus 4-2-3-1 und 4-3-3. Gegen Dynamo Dresden wagte Hecking etwas Neues. Viel gewagt, wenig gewonnen: Erst nachdem der HSV im Spielverlauf zur Stammvariante zurückgekehrt war, dominierten sie die Partie.

Der HSV baut gegen Dresden um - in allen Mannschaftsteilen?

Mehr als 50.000 Zuschauer werden beim Spiel des HSV am Sonnabend (13 Uhr) im Volksparkstadion gegen Dynamo Dresden erwartet. Zudem ein Gegner, der sich bislang nie darauf beschränkte, sich hinten reinzustellen. Im Gegenteil: Mit 6.244 gespielten Pässen und 87 Prozent Passgenauigkeit belegen die Dresdner ligaweit Rang 3 bzw. Platz 2. Zum Vergleich: Der HSV rangiert mit 6.150 Pässen und 86 Prozent Passquote in den beiden Kategorien jeweils auf Platz 4. Insofern bietet das Duell gegen die Sachsen eine Basis, die zumindest auf ansehnlichen Fußball schließen lässt. Allerdings muss der HSV morgen umbauen. Was es ansonsten noch vor diesem Duell an interessanten Daten gibt, hier:

HSV-Trainer Heckings Startelf-Poker - Hinterseer droht auszufallen

Und das in einem Spiel, in dem erst nach mehr als einer Stunde eingewechselt wurde und das sogar noch mit 0:1 gegen Fußballzwerg Lettland verloren ging: Lukas Hinterseer hat es doch ein wenig doller erwischt. „Eine stärkere Prellung“ sei der Grund, weshalb der Angreifer auch heute nicht mittrainieren konnte. Das ließ der HSV zumindest offiziell so verlautbaren. Ergo: Es läuft aktuell wirklich nicht rund für Lukas Hinterseer, der beim HSV nach nur zwei Treffern aus den letzten neun Ligaspielen intern wie extern in die Kritik geraten ist.

Die neue Stabilität des HSV kommt von außen

Ich muss sagen, ich war wirklich überrascht. Bei der Torabschlussübung heute sollten die Innenverteidiger lange Pässe über die durch Plastikmännchen simulierte gegnerische Abwehr in den Lauf des einrückenden Angreifers spielen - und Timo Letschert zauberte einen schönen Pass nach dem anderen aus dem Fuß. Der Spieler, der einen Großteil seiner Daseinsberechtigung aus seiner robusten Art und Körperlichkeit auf dem Platz zieht, fiel mir mit Zuckerpässen auf - und das ausgerechnet in dem Moment, indem er eh schon für Diskussionen sorgt.

Die HSV-Offensive ist gut - und ausbaufähig

Auch heute stand beim HSV wieder eine Spielform mit vielen Torabschlüssen auf verkürztem Feld auf dem Trainingsplan. Denn sie treffen zu selten. Für Stürmer sind Tore entscheidend. Und davon gab es in dieser Saison noch deutlich zu wenig. Zumindest werden das Bobby Wood, Lukas Hinterseer und Co. so sehen. Und auch hier sind wir uns alle einig gewesen, dass beispielsweise ein Zweitliga-Toptorjäger wie Lukas Hinterseer allein schon vier, fünf Tore mehr hätte machen müssen. Oder?

Das Mittelfeld macht den Unterschied

Auslaufen und dann - langes Wochenende. Für die Nicht-Nationalspieler hat die Länderspielpause meist ein nettes Schmankerl parat. „So ein freies Wochenende ist gut für den Kopf. Das brauchen die Jungs auch mal“, sagte Trainer Dieter Hecking, dem ob seiner Knieprobleme etwas Ruhe sicher auch nicht schaden wird. „Akkus aufladen und Montag gehts wie gewohnt weiter“, so der Trainer, der von allen HSV-Mitarbeitern derzeit sicherlich eine der besten Zwischennoten bekommen wird. Die Frage ist nur, ob er oder ein Mann, mit dem Mann vor der Saison so nicht rechnen konnte, die Bestnote erhält.

HSV bezwingt Aalborg - neuntes Bilanz-Minus in Folge veröffentlicht

Ein Traum! Windstill und sonnig - wenn auch bei nur vier, fünf Grad. Aber das Wetter war sensationell für einen netten Test wie den heutigen gegen den dänischen Erstlisten Aalborg BK, derzeit Tabellen-Siebter bei unseren Nachbarn. Und das Spiel sollte tatsächlich interessant werden, hoffte ich. Zumal Ewerton von Beginn an auf dem Platz stand und zusammen mit Gideon Jung und Timo Letschert eine Dreierkette bildete. Zumindest in den ersten 45 Minuten. In der zweiten Halbzeit wechselte Hecking wieder auf Viererkette.

Die HSV-Abwehr: Alte Probleme, neue Hoffnung

Jonas Boldt kann das. Er ist smart. Vor allem aber kann er sich ausdrücken - und geschickt Antworten auf einfache Fragen vermeiden, ohne dabei zu lügen. Manche nennen es „glatt“. Ich behaupte, Boldt hat sein Business einfach gelernt. Er weiß, dass es ihm auf die Füße fallen würde, wenn er immer (oft würde schon reichen) alles sagen würde, was er denkt. „Wenn wir zusammen im Stadion sitzen ist er schon derjenige, der am meisten durchdreht“, sagt Bernd Hoffmann über seinen knapp 20 Jahre jüngeren Vorstandskollegen, dem man diese Emotionalität ansonsten nicht anmerkt.

Bilanz fällt besser aus als erwartet

Im Laufe dieser Woche wird die Bilanz veröffentlicht. Und damit ist nicht das sportliche Abschneiden, sondern nackte Zahlen gemeint. Die Finanzen werden Thema sein, oder besser gesagt: Sie sind es schon. Vorstandsboss Bernd Hoffmann hat im Hamburger Abendblatt den Anfang gemacht und die Zahlen vorab gelobt. „Der Veranstalter lobt die eigene Veranstaltung“ hätte meine Mutter jetzt gesagt - und sie hätte zunächst einmal Recht. Denn Hoffmann kann ja schon aus seiner Position als AG-Verantwortlicher nicht das eigene Ergebnis zerpflücken.

Wie dem HSV Langeweile helfen kann

Ich muss Euch alle vorwarnen: Heute wird es relativ langweilig. Normalerweise müsste ich den Stift weglegen und es das für heute lassen. Denn wenn es mal nichts Großes gibt, muss man auch nichts Großes daraus machen. Einfach mal einen Tag langweilig sein. Oder? Nein, das geht irgendwie nicht. Natürlich nicht. Denn irgendwie bietet der HSV immer etwas an. Auch diesmal.

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FAQs

Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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