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Bilanz fällt besser aus als erwartet

Im Laufe dieser Woche wird die Bilanz veröffentlicht. Und damit ist nicht das sportliche Abschneiden, sondern nackte Zahlen gemeint. Die Finanzen werden Thema sein, oder besser gesagt: Sie sind es schon. Vorstandsboss Bernd Hoffmann hat im Hamburger Abendblatt den Anfang gemacht und die Zahlen vorab gelobt. „Der Veranstalter lobt die eigene Veranstaltung“ hätte meine Mutter jetzt gesagt - und sie hätte zunächst einmal Recht. Denn Hoffmann kann ja schon aus seiner Position als AG-Verantwortlicher nicht das eigene Ergebnis zerpflücken.

Wie dem HSV Langeweile helfen kann

Ich muss Euch alle vorwarnen: Heute wird es relativ langweilig. Normalerweise müsste ich den Stift weglegen und es das für heute lassen. Denn wenn es mal nichts Großes gibt, muss man auch nichts Großes daraus machen. Einfach mal einen Tag langweilig sein. Oder? Nein, das geht irgendwie nicht. Natürlich nicht. Denn irgendwie bietet der HSV immer etwas an. Auch diesmal.

Die Sache mit der Unterzahl

Der Hamburger SV und Rote Karten – das ist aktuell eine unschöne Kombination. Vergangene Woche kam der HSV gegen Wehen-Wiesbaden trotz einer Halbzeit in Überzahl nicht über ein 1:1 hinaus. Gegen Holstein Kiel musste der HSV nach einer Roten Karte gegen Bakary Jatta (26.) über eine Stunde in Unterzahl agieren. Erst spät fand der HSV die richtige Formation, um die Unterzahl zu kaschieren.

Heckings großes Invest in Kinsombi

Da hat mein Kollege aber mal für Aufregung gesorgt. Seit 17 Uhr bimmelt mein Handy. Mal sind es Anrufe, dann sind es Whattsapps. Und zuletzt dann noch die Hinweise auf neue Kommentare unter unseren Artikeln in den sozialen Netzwerken. „Steckt der #HSV in einer handfesten Krise oder handelt es sich bloß um ein kurzes Formtief?“, hatte mein Kollege gefragt und dabei auf die Diskussion im Community-Talk hingewiesen. Und, (Achtung, Spoiler!!) eines vorweg: Ich sehe beim HSV alles mögliche - außer den Ansatz für eine Krise.

OP in München: Auch Vagnoman fehlt zum Rückrundenauftakt 2020

Am Mittwochabend landete er. Frisch aus München eingeflogen kam er an Krücken, denn Josha Vagnoman darf seinen lädierten rechten Fuß noch nicht belasten. Was bisher noch nicht bekannt ist: Der Rechtsverteidiger des HSV ist am Montag in München in der Schön-Klinik von Professor Dr. Walther „erfolgreich“ operiert worden, wie mir der HSV auf Nachfrage mitteilte. Gut sechs Wochen muss der Fuß des jungen Rechtsverteidigers vorerst unbelastet gehalten werden. Nachdem man zuerst davon ausgegangen war, den gebrochen Fußwurzelknochen, auch ohne operativen Eingriff aushebeln zu können, ergab eine zweite Untersuchung ein anderes Ergebnis. Vor allem gab es die Möglichkeit, schnell zu operieren und die Ausfallzeit somit nicht noch weiter nach hinten hinauszuzögern.

Dieses Konstrukt verdient Geduld

Der HSV hat es nicht exklusiv, dass man schnell und hitzig über seine Spiele diskutiert. Das ist überall gleich. Ich behaupte, in südlicheren Ländern ist das sogar noch deutlich schwieriger, weil deutlich emotionaler. Und auch hier ist ebenso normal wie abträglich, da es schlichtweg nicht mehr sachlich ist. So auch die Diskussion nach dem 1:1 in Wiesbaden. Da stellen sich einige hin und wollen tatsächlich alles in Frage stellen. Um es in Dieter Heckings Worten zu sagen: Was für ein Quatsch! Dafür hat die Mannschaft vorher zu konstant gespielt. Aber Fakt ist auch: Der HSV  hat in Wiesbaden Fehler gemacht. Fehler, die man so nicht gewohnt war und die man benennen muss, wenn man sie abstellen will. Denn eine so unkonzentrierte Halbzeit wie die erste in Wiesbaden habe ich seit dem Stadtderby nicht mehr gesehen. ganz im Gegensatz zu der Schwäche bei hohen Bällen in der Defensive. Die habe (nicht nur) ich vorher schon gesehen und fühlte mich bestätigt, dass der HSV hier seine Achillesferse hat. So, wie in Wiesbaden.

Behäbiges HSV-Spiel, trauriges Ende

Taktikanalysen sind meist wie die Spiele, die sie beschreiben. War das Spiel ein wildes Duell, fehlt auch der Analyse manches Mal die Struktur. Dominiert eine Mannschaft das Geschehen, neigt man wiederum dazu, die Taktik dieser Mannschaft in den Vordergrund zu stellen und den Gegner auszublenden. Bei der Taktikanalyse der Partie zwischen dem Hamburger SV und Wehen Wiesbaden muss ich wiederum aufpassen – dass sie nicht so behäbig wird und vor sich hin plätschert wie das Spiel selbst.

Rotiert Hecking zurück? Fein ist dabei

Das Wichtigste vorweg: Er war dabei! Adrian Fein gehörte zu den Spielern, die heute auf den Trainingsplatz kamen und dementsprechend zum Kader für das Spiel morgen beim Tabellenletzten SV Wehen Wiesbaden gehören. warum ich das erwähne? Ganz einfach: Fein hatte gestern das Training zehn Minuten vor dem Rest abgebrochen - und keiner hatte es so recht bemerkt. Zumindest meine Kollegen und ich nicht. Erst, als ich abends von einem Blog-User (bzw. dessen Tochter) darauf aufmerksam gemacht wurde, fragte ich beim HSV nach.

Hecking warnt vor Zufriedenheit - fällt Adrian Fein in Wiesbaden aus?

Er war nicht mit auf dem Platz, wobei das von Trainer Dieter Hecking schon angekündigt worden war. „Er wird definitiv nicht spielen können. Seine Oberschenkelzerrung braucht ein paar Tage. Aber wir wissen, dass er sich dann wieder rankämpft“, sagte Hecking heute. Wissend, dass Hunt genau das schon oft gemacht hat. Eigentlich sogar schon zu oft, wie ich meine. Denn der Mannschaftskapitän sollte schon seit langem eine tragende Rolle im Team und vor allem auf dem Platz übernehmen - dafür aber fehlt er schlichtweg zu oft.

Schockdiagnose: HSV-Verteidiger Vagnomann fällt monatelang aus

Zuerst dachte er an einen Krampf. So, wie der, den er schon beim Spiel in Bielefeld kurz vor Schluss hatte. Da er auch auf der Alm weiterspielen und sogar bis zum Schluss auf dem Feld stehen konnte, dachte er sich zunächst nichts Schlimmes. Zumindest nicht im ersten Moment. Dann aber bemerkte Josha Vagnoman, dass er nicht mehr richtig auftreten konnte und sackte wieder zu Boden, bis Hilfe kam. HSV-Mannschaftsarzt Wolfgang Schilling untersuchte den lädierten Fuß. Und es dauerte keine zwei Minuten, bis klar war, dass der junge Rechtsverteidiger nicht weiterspielen kann.

Der VfB zog die richtigen Schlüsse

Es war eine mittelschwere Überraschung, als vor dem DFB-Pokal-Spiel zwischen dem Hamburger SV und dem VfB Stuttgart die Aufstellungen eintrudelten. Dass VfB-Trainer Tim Walter vier neuen Spielern das Vertrauen schenkte, damit war nach dem 2:6-Debakel am Wochenende zu rechnen. Doch dass auch Dieter Hecking auf vier Positionen rotierte, verwunderte, schließlich hatte seine Mannschaft am Wochenende überzeugt. Die große Rotation wirkte sich auf die Partie aus: Angesichts insgesamt acht neuer Spieler auf dem Feld lief die Pokal-Partie gänzlich anders als die Liga-Partie am Wochenende.

Wie ausgewechselt - HSV rotiert sich ins Pokal-Aus gegen starke Stuttgarter

Der HSV kann gegen den VfB Stuttgart einfach nicht gewinnen – zumindest nicht im DFB-Pokal. Wie in der Pokalgeschichte zuletzt in allen vier Duellen ging der HSV auch heute vor 45.503 Zuschauern als Verlierer vom Platz. Mit 2:1 behielten die Schwaben im zweiten Duell binnen drei Tagen die Oberhand - und das auch nicht unverdient. Der HSV war heute einfach nie in der Lage, das Spiel zu bestimmen, geschweige denn, sich echte Torchancen zu erspielen. „Die schlechteste Saisonleistung“, schrieb mir ein Ex-HSV-Prof direkt nach Schlusspfiff.

Heckings Personalpoker vor dem DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart

Wie so oft vor Spielen standen wir auch heute wieder beim Abschlusstraining in einer größeren Runde mit den Kollegen zusammen und spekulierten, was wohl aufstellungstechnisch passieren würde. Und während es bei Dieter Heckings Vorgänger Hannes Wolf in der vergangenen Saison immer schon anhand der Trainingseinheiten deutlich wurde, wer spielen wird, lässt Dieter Hecking hier deutlich mehr Raum für Spekulationen.

Die defensive Meisterleistung des HSV

Die Vorbereitung auf ein Spiel gegen den VfB Stuttgart ist nicht leicht. VfB-Trainer Tim Walter hat ein ganz eigenes taktisches System entworfen, das es in dieser Form kein zweites Mal gibt. Umso beeindruckender war die Leistung des Hamburger SV. Sie ließen den VfB selten zur Entfaltung kommen und errangen einen furiosen 6:2-Erfolg. Die zweite Halbzeit zeigte jedoch, dass der HSV durchaus mit Respekt in das Pokal-Duell am Dienstag gehen sollte.

HSV feiert „verrückten“ 6:2-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart

Die schwäbischen Wochen haben begonnen - und wie! Mit einem 6:2-Sieg „in einem verrückten Spiel“ (Eröffnungssatz Pressesprecher Till Müller bei er Pressekonferenz) konnte der HSV das erste von zwei Duellen binnen dreier Tage vor allem im Ergebnis deutlich für sich entscheiden. Und das, obgleich man zwischenzeitlich zittern musste. So schwer vorstellbar das auch bei einem 6:2-Sieg erscheint, aber es war tatsächlich so. Einfach ein höchst unterhaltsames, aber auch komisches Spiel.

HSV gegen den VfB Stuttgart - heißer Kampf um die Zweitliga-Spitze

Das Abschlusstraining blieb unspektakulär. Wie fast immer. Einziger Höhepunkt war dien Rückkehr von Rick van Drongelen, der sich vor Beginn der Einheit noch auf dem Platz länger mit Trainer Dieter Hecking unterhielt. Dieser wiederum hatte zuletzt angedeutet, sich vorstellen zu können, van Drongelen mal eine Pause zu geben. Nachdem der Abwehrchef am Donnerstag mit einer Magenverstimmung ausgefallen war, kehrte er heute auf den Trainingsplatz zurück und dürfte in gesundem Zustand für das Spiel gegen Stuttgart gesetzt sein.

Dieser HSV hat Potenzial für mehr

Dass die ersten großen Töne vor diesem Topspiel aus Stuttgart kommen - okay. Mario Gomez klopft ein bisschen auf den Busch - allerdings mit moderaten Worten, wie ich finde. „Ich glaube, dass wir beide Spiele gewinnen werden. Wir haben das Potenzial dazu“, sagte Gomez der „Bild“. „Ich glaube, es gibt keinen besseren Zeitpunkt, um gegen Hamburg zu spielen. Es ist ein guter Moment, um eine Antwort nach den beiden Heim-Niederlagen zu geben und unser wahres Gesicht zu zeigen.“ Was soll er auch sonst sagen? Okay, er hätte schweigen können. Wäre vielleicht sogar besser gewesen. Zumal zwischen hohen Erwartungen und überhöhten Erwartungen nur ein schmaler Grat.

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FAQs

Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.