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Community Feedback 2020

Natürlich befindet sich der HSV aktuell zwischen den Saisons in einer ungewissen Phase des Umbruchs (oder nicht - je nachdem, was passiert). Insbesondere nachdem das ausgerufene Ziel, der Wiederaufstieg, (wieder) nicht erreicht werden konnte. Aber statt direkt zu spekulieren, wie es wohl weitergehen könnte (Trainer, Kader und Co), wollen wir uns ein, zwei Tage Zeit nehmen und uns mit etwas viel Wichtigerem beschäftigen: mit euch! 

Wer hat den passenden HSV-Schlüssel?

Von der zu großen Erwartungshaltung und vom ungemeinen Druck haben schon viele erzählt. Vom Druck, der von Medien, Fans und dem Umfeld ausgeht und sich wie ein viel zu enges Korsett um die Protagonisten des HSV legt und nachhaltige Erfolge erschwert oder gar verhindert. All das ist nichts Neues. Nur Staub, der immer wieder aufgewirbelt wird. Beispiel gefällig?

Psychogramm des HSV

Fans, Trainer und Funktionäre sind sich einig, dass “Psychologie” eine wichtige Rolle für Erfolg und Misserfolg spielt, denn in Interviews fallen häufig Formulierungen wie “Barriere im Kopf”, “mental nicht frei”, “im Kopf woanders gewesen”.

Die letzten paarunddreißig Jahre: Eine von vielen Leidensgeschichten

Wenn man wie ich, Mitte der 70er Jahre geboren, in einer kleinen Großstadt oder großen Kleinstadt in der Mitte Deutschlands aufwächst, dann hängt man als Kind sein Fußball-Herz nicht nur an den lokalen Club. Denn man braucht darüber hinaus ja noch einen Bundesliga-Verein. In meinem Fall war das der HSV. Das hatte familiäre Gründe und beschäftigt mich bis heute. Spoiler-Alarm: Nicht nur positiv.

Community-Beitrag: Raute_im_Herzen

Heute erreichte uns eine Mail von unserem Blog-User Raute_im_Herzen. Er ist Mitglied der ersten Stunde sowohl bei „Matz ab“ als auch bei uns gewesen. Ihr werdet ihn vermutlich nicht kennen, weil er im Blog selten bis nie etwas kommentiert. Uns schreibt er allerdings regelmäßig Mails mit seiner Sicht der Dinge, die uns auch schon oft zum Nachdenken gebracht haben. Jetzt hat er allerdings etwas Besonderes gemacht, das wir mit Euch teilen wollen. Er hat gestern unseren Aufruf „Blogautoren gesucht“ gesehen und uns direkt gefragt, ob es uns uns interessieren würde, wenn er uns heute mal eine sehr persönliche Geschichte über sich als HSV-Fan schreiben würde. Wir müssten es ja nicht veröffentlichen, aber er schrieb, er wolle sich in diesen schweren Zeiten einmal alles von der Seele schreiben, was ihn gerade beschäftigt.

(K)Eine Frage der Taktik

Nachdem Dieter Hecking monatelang gescholten wurde ob seiner taktischen Einfallslosigkeit, probierte er im Spiel gegen Sandhausen noch einmal alles aus. Nur: Die gewählte Aufstellung funktionierte weder personell noch taktisch. Dass der verkorkste Auftritt beim 1:5 gegen Sandhausen nicht maßgeblich taktische Gründe hatte, bewies die zweite Halbzeit.

Werder machts vor - letzte Hoffnung: Nordderby

Natürlich ist das, was Köln da abgeliefert hat, einfach nur bitter. Dieses 1:6 wirft kein gutes Licht auf den Klub, der sich unter Markus Gisdol die Klasse bereits gesichert hatte. Dass dieser Spieltag das eh schon stark belastete Verhältnis der Düsseldorfer mit den Kölnern nachhaltig verschlechtern wird ist zudem höchstwahrscheinlich. „Wir haben letzte Woche unser Ziel erreicht, da fallen Fokus und Anspannung ein bisschen weg. Die Woche war nicht so einfach für uns. Deshalb werde ich nicht auf der Mannschaft rumhacken. Ich möchte nicht ins Detail gehen, warum es eine schwere Woche war. Die Mannschaft braucht dringend eine Pause, sowohl körperlich als auch mental“, sagte Ex-HSV- und jetzt Köln-Trainer Markus Gisdol nach der Partie und sorgte für wilde Spekulationen.

„Charaktertest“: HSV-Trainer Hecking schwört seine Mannschaft ein

Interessiert es mich noch wirklich, was der HSV wie trainiert? Ist das jetzt noch wichtig? Nein, behaupte ich. Denn dieser Sonntag erklärt alles von selbst. Ein Blick auf die Tabelle reicht. Mal wieder ist klar, dass der HSV seine Aufgabe selbst lösen muss, ehe er auf irgendwas von außen hoffen darf. „Wir müssen unser Ding machen, wir können uns nicht auf die anderen verlassen“, sagte HSV-Trainer Dieter Hecking, ehe er hinzufügte: „Wenn wir es am Ende schaffen“, und das sehe ich genauso wie er, „dann haben wir es verdient. Wenn wir es nicht schaffen, haben wir auch das verdient.“ Zumal er Heidenheim nach einer starken Saison auch entsprechend Respekt zollen wolle.

Letscherts trauriger Abschied - Ewertons Chance?

Das ist wirklich bitter. Nachdem Timo Letschert ebenso wie seine Nebenleute in den letzten Wochen den sicher geglaubten Aufstieg des HSV durch zu viele individuelle und gesamttaktische Fehler aus der Hand gegeben hatte, musste der Niederländer heute den nächsten Tiefschlag hinnehmen – und was für einen! Denn im Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit verletzte sich der Innenverteidiger so schwer am Knie, dass er noch am Nachmittag ins MRT (Röntgen) geschoben wurde. Eine Prozedur, die ich gerade hinter mir habe und von der ich weiß, dass sich jeder Sportler vor dem Ergebnis fürchtet. Für Letschert aber bedeutet das zumindest das Saisonende. Denn sein Einsatz, so heißt es, sei für Sonntag ausgeschlossen. Insofern scheint Letschert einen persönlich noch traurigeren Abschied als eh schon befürchtet zu haben.

Boldt kann sich vorstellen, mit Hecking weiterzumachen

Jonas Boldt ist eloquent. Und er weiß das auch. Er demonstriert das auch gern – so, wie heute. Da stand der Sportvorstand des HSV auf eigene Initiative hin vor laufenden Kameras und beantwortete Fragen. Fragen nach den letzten, enttäuschenden Spielen des HSV, nach einer noch immer möglichen Relegation – und natürlich auch nach der Zukunft von Trainer Dieter Hecking. „Boldt sagt JA zu Hecking“ titelt die BILD heute nach der Medienrunde. Und man konnte die Worte Boldts heute sicher auch so deuten. Fakt aber ist, dass Bildt sich eben genau auf diese Frage eine klare Antwort aussparte. Eloquent, wie er ist: „Die Entscheidung wird nach der Saison fallen. Für uns ist das selbstverständlich, dass wir uns sagen, was wir uns sagen wollen. Deshalb arbeiten wir so gut zusammen. Was man will, ist klar. Das ist uns allen klar. Ich kann es mir sehr gut vorstellen“, so Boldt, der dabei nicht einmal den Namen „Hecking“ oder „Trainer“ nannte.

Dieser HSV schreit nach dem nächsten Umbruch

Clever war es. Von allen Beteiligten. Denn während Sportvorstand Jonas Boldt jegliche Personalentscheidungen seit Wochen schon unkommentiert ließ und Entscheidungen hier erst auf die Zeit nach Saisonende legte, nahm sich Dieter Hecking am Montag nach dem bitteren 1:2 in Heidenheim das Recht heraus, Fragen zu beantworten, die in den Medien aufgekommen waren. Sky hatte zuerst berichtet, dass der HSV mit bestimmten Kandidaten bereits in Gesprächen stünde. Trainerkandidaten wohlgemerkt, die für den Fall des Nichtaufstieges für seine Nachfolge interessant sein sollen. Er habe es immer gesagt und betone daher noch einmal, dass er sich einen Verbleib beim HSV auch in der Zweiten Liga vorstellen könne, sagte Hecking – und Boldt kündigte seinerseits eine Presserunde für den morgigen Mittwoch an. Offensive Verteidigung nenne ich das. Wobei ich mir sicher bin, dass die Hecking-Frage auch morgen weiter ungeklärt blieben wird.

Viel riskiert, viel vergeigt

Als die Hamburger Aufstellung über den Bildschirm flimmerte, wurden unschöne Erinnerungen wach. Erinnerungen an den 33. Spieltag der vergangenen Saison, als der Hamburger SV unter Trainer Hannes Wolf seine letzte Aufstiegschance wahren wollte. Wolf hatte sich entschieden, eine gänzlich neue taktische Ausrichtung auszuprobieren. Wie es endete, wissen wir alle. Mit Douglas Santos als Zehner und Gotoku Sakai als Linksverteidiger ging der HSV 1:4 unter.

Heidenheim muss das Spiel des Jahres werden

Teamvergleich? Nein. Heute nicht. Denn egal, was ich heute über die beiden Mannschaften schreiben, über die taktischen Systeme, ihre Spezialitäten, die besonderen Schwachpunkte und die hervorzuhebenden Stärken – all diese Merkmale werden am morgigen Sonntag in Heidenheim von einer Sache komplett überlagert: dem größeren Willen. Denn der wird entscheiden. Der Wille, es zu packen, ist morgen Abwehr, Angriff und Sturm zugleich. Kein Spieler wird morgen ab 15.30 beim Finale beim 1. FC Heidenheim wichtiger sein, nichts kann die Beine mehr beschwingen. Nicht umsonst hatte Trainer Dieter Hecking noch einmal klargestellt, dass er der Mannschaft vor dem Spiel beim Aufstiegskonkurrenten noch einmal die besondere Brisanz klarmachen wolle. Und obwohl noch unklar ist, wer morgen beginnen wird, will ich an dieser Stelle ein paar Worte an ein paar Spieler loswerden.

Hecking: „Man darf Angst haben“

Es ist das immer selbe Spielchen: Auf der Pressekonferenz gibt HSV-Trainer Dieter Hecking einen Ausblick auf das, was man am Wochenende sehen wird. Mal grimmig, mal bocklos, mal gut gelaunt, selten euphorisch. Und auch heute hatte der HSV-Trainer eine Stimmungslage gewählt, die sich auf das Finalspiel am Sonntag beim 1. FC Heidenheim: „Ich freue mich auf diese Spiele. Das ist genau das, was jeder will am Ende einer Saison – dass es um alles geht, dass wir sehr viel von dem erreichen können, was wir wollen. Ich habe eine Riesenvorfreude auf die beiden letzten Spiele und ich weiß, dass meine Jungs das auch spüren. Es ist Feuer in der Truppe, die Jungs wollen. Das hat man auch heute wieder im Training gespürt.“

Werdet erwachsen, ihr tragt Verantwortung!

Ich kann mich nicht einfach lossagen. So gern ich HSV-Spiele manchmal auch emotional einfach an mir vorbeiziehen lassen würde – es geht nunmal nicht. Vor wichtigen Partien ist das noch etwas stärker als vor vergleichsweise belanglosen – aber Auswirkungen auf meinen Blutdruck hat der HSV immer. So auch vor dem Spiel gegen Osnabrück – schon Tage vor dem Anpfiff.  Live im Stadion mitzuerleben und zu sehen, wie die HSV-Profis auf dem Platz von Minute zu Minute lebloser wurden – das war fast unerträglich. Das Spiel wurde verschleppt, der Gegner wurde starkgemacht – und Hoffnung auf einen zweiten Treffer hatte ich schon sehr früh nur noch aus Prinzip. Zu sehen, wie sich gestandene Männer plötzlich kleinmachen und wegknicken war enttäuschend. Und: Dass der einzige, der einen stabilen Eindruck machte, auch noch ausgewechselt wurde – es machte meine Stimmung auf der Tribüne nicht besser. Das  Spiel setzte bei mir Adrenalin  frei – weil es mich wütend machte.

Querpass-Festival gegen Beton-VfL

​​​​​​​Manchmal benötigt es keine ausführliche Taktikanalyse, um ein Fußballspiel zu sezieren. Manchmal genügen zwei Zahlen, um alles Relevante zu sagen. Im Fall der Partie zwischen dem Hamburger SV und dem VfL Osnabrück lauten diese Zahlen 193 und 244. 193 Pässe spielten Hamburgs Innenverteidigung Timo Letschert (104) und Gideon Jung (89). 244 spielte die gesamte Osnabrücker Mannschaft.

Hecking ist die Konkurrenz „scheißegal“

Ich hatte es gestern im Blog schon geschrieben: Jetzt zählt nichts mehr - außer der Sieg. Und genau so präsentierte sich heute auch Trainer Dieter Hecking. Einsilbig, fokussiert, und immer darum bemüht, dem ganzen Saisonendspurt nicht mehr psychologischen Background zu liefern, als nötig ist. Er sei am gestrigen Sonntag, während der VfB Stuttgart beim Karlsruher SC mit 1:2 verlor und dem HSV den zweiten Tabellenplatz überließ, sogar einfach an der Alster spazieren gegangen. Zwar hätten ihm Passanten, die ihn erkannten, die Spielstände durchgegeben. „Aber das war mir egal. Ich muss mir auch meine Auszeit nehmen. Und die Ausgangslage hat sich null verändert. Wir haben noch nichts gewonnen“, warnte der Coach am Montag.

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