HSV

Es gibt Gewinner - aber es ist noch nichts gewonnen

Natürlich gleichen sich die Themen in den verschiedenen Medien immer wieder stark. Das war schon immer so - und das wird in aller Regel auch so bleiben, da sich alle am Tagesgeschehen orientieren. Beim HSV heißt das, dass aktuell Bakery Jatta, Pierre Michel Lasogga und natürlich der neue Trainer Hannes Wolf selbst Thema sind. Im positiven Sinne, denn es wird das Erfolgsgeheimnis gesucht. Es wird dabei ebenso an taktischen Maßnahmen festgemacht wie natürlich an einzelnen Personalien. Und das gewohnt überschwänglich, wenn gewonnen wird. Liest sich halt gut.

Wolf: „Wir freuen uns über die Siege - aber wir feiern noch nichts…“

Auch sonst herrscht beim HSV derzeit gute Stimmung vor. Allen voran bei Sportvorstand Ralf Becker, der nach dem Trainerwechsel viel Kritik einstecken musste. Dementsprechend erleichtert ist er nach nunmehr vier Siegen aus vier Spielen unter Wolf dann auch: „Das waren gute 14 Tage. Wir freuen uns, dass wir vor der Länderspielpause noch mal nachlegen konnten. Man muss sich das Selbstvertrauen immer hart erarbeiten. Wir sind auf einem guten Weg, merken aber von Woche zu Woche, dass uns nichts geschenkt wird. Deswegen ist es so wichtig, dass man das Gefühl des Siegens in sich hat. In der einen oder anderen Situation kann das dann auch entscheidend sein. Heute waren wir nach dem 1:1 zehn, 15 Minuten etwas unsicher. Und dann kommt man aber nach der Halbzeit raus und legt direkt nach. Das ist wichtig, dass man auch mit so einem Rückschlag gut umgeht. Das sind alles Prozesse.“

„Erwachsenes“ 3:1 in Aue - Jatta trifft zum ersten Mal

Viertes Pflichtspiel für HSV-Trainer Hannes Wolf - und der vierte Sieg in Folge. Mit 3:1 siegte der HSV verdient beim zweifellos mutig mitspielenden FC Erzgebirge Aue und verteidigte so die Tabellenführung vor dem 1. FC Köln. Lasogga, Narey und Bakery Jatta mit seinem erste Profitor besorgten den Sieg vor der Löänderspielpause, während Auers Fendrich in der Zwischenzeit zum 1:1 vor 16.000 Zuschauern im Erzgebirgsstadion ausgeglichen hatte. „Wir haben hier 3:1 gewonnen. Wir wussten, wie schwer es wird. Gerade in der zweiten Halbzeit waren wir sehr gut und haben die Tore gemacht. Aue war sehr gut, daher haben wir auch noch zwei, drei Möglichkeiten zugelassen“, war HSV-Coach Wolf nach dem Spiel zwar zufrieden, deutete im selben Atemzug aber wieder an, dass es weiterhin viel Arbeit geben würde. Er kann einfach nicht aus einer Haut.

Ohne Hwang gegen die Auer Fünferkette

Es wird wenig Überraschungen geben, wenn man das heutige Abschlusstraining als Indiz nimmt. Denn in der vermeintlichen A-Elf gab es gegenüber de, Köln-Sieg keine einzige Umstellung. Pollersbeck - Sakai, Lacroix, van Drongelen, Santos - Mangala - Narey, Holtby, Hunt, Arp - Lasogga. Soll heißen, Leo Lacroix agierte erneut neben Rick van Drongelen in der Innenverteidigung, während Jann Fiete Arp erneut auf der linken Außenbahn spielte. Lacroix erhält offenbar den Vorzug vor dem wieder spielberechtigten David Bates und kann damit aktiv dabei helfen, sich seine Zukunft beim HSV zu sichern.

Santos - der etwas andere Topspieler

Er ist in bestechender Form - und das sogar sehr konstant. Douglas Santos zuzusehen als HSV-Fan macht einfach mächtig Spaß. Der Brasilianer ist bislang allen Gegenspielern überlegen. Hinten hat er die Außenstürmer kaltgestellt, während er nach vorn immer wieder gefährliche Situationen kreiert hat. Zuletzt gegen das Spitzenteam 1. FC Köln war er es schließlich, der mit einem fulminanten Sololauf samt Torschuss den spielentscheidenden Treffer initiierte - Lasogga brauchte nur noch abzustauben. Er gehöre in die Champions League, und,  er könne innerhalb des Teams immer wieder hervorstechen lobten Torhüter Julian Pollersbeck und Sportvorstand Ralf Becker den Linksverteidiger, der im Sommer noch auf einen Wechsel gedrängt hatte. Der HSV hatte ihm diesen Wunsch allerdings damals in Person Beckers verweigert und eine Mindestablösesumme in Höhe von 25 Millionen Euro für ihn aufgerufen. Daraufhin sprangen alle Interessenten ab. Zu teuer.

Wolfs Art kommt an

„Ich hatte die Möglichkeit, heute Abend zu spielen, weil David eine Rote Karte hatte. Und ich glaube auch, dass ich es ganz gut gemacht habe.“ So sah Leo Lacroix sein Spiel gegen den 1. FC Köln, in dem er niemand geringeres gegen sich hatte, als den erfolgreichsten Torschützen der Zweiten Liga. Wie das Duell mit Simon Terodde war? „Eigentlich nicht so hart. Aber ich weiß natürlich auch, dass er der erfolgreichste Torjäger der Zweiten Liga ist.“ Selbstbewusste Worte des 197 Zentimeter langen Innenverteidigers, der dem Trainer ob seiner Leistung gegen Köln ein Problem bereitet, dem sich dieser gern annimmt. Es sei kein Problem, wenn intern gute Konkurrenz herrscht, so Trainer Hannes Wolf heute.

Lasogga sorgt für verdienten Sieg - und die Tabellenführung

Das Gigantenduell der zweiten Liga. Das Duelle der Torjäger Lasogga und Terodde – dieses Duell des HSV gegen den 1. FC Köln hatte im Vorfeld viele wiederkehrende Bezeichnungen – aber heute nur noch eine Mannschaft, die sich am Ende den Sieg verdiente: den HSV. Während in der Nordkurve zusammen mit der Mannschaft gehüpft und der 1:0-Sieg gefeiert wurde, ernteten die Kölner auf der anderen Seite beim Gang zu ihren Fans Pfiffe. Pierre Michel Lasogga hatte das Duell in der 86. Minute vor 53.876 Zuschauern mit seinem Treffer des Tages entschieden und dem HSV somit zum Sprung an die Tabellenspitze verholfen. Übrigens: Mit 24 Punkten ist der HSV jetzt Erster, während dahinter der FC St. Pauli mit 22 Punkten den zweiten Rang einnimmt. Und ganz ehrlich: So darf es auch gern am Saisonende aussehen. Und: Macht der HSV so weiter, kann das tatsächlich so kommen.

Das System Wolf vor der ersten Härteprobe

Der Trainerwechsel von Christian Titz zu Hannes Wolf traf die HSV-Welt völlig unerwartet. Knapp zwei Wochen später ist der erste Schock verdaut. Für Wolf steht indes die erste echte Härteprobe an: Im Spitzenspiel geht es gegen den spielstarken 1. FC Köln. Was hat Wolf bisher beim HSV verändert? Und wie gut wird sein System gegen Markus Anfangs Kölner funktionieren? Wer nach der Entlassung von Titz auf eine große taktische Revolution gehofft hat, dürften die ersten beiden Pflichtspiele unter Wolf enttäuscht haben. Wolf baut behutsam auf dem Grundgerüst seines Vorgängers auf. So lässt auch Wolf seine Mannschaft aus einem 4-3-3-System ein ruhiges Ballbesitzspiel aufziehen, dass vornehmlich über die Innenverteidiger läuft.

Das riskante Spiel mit Lacroix

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber für mich ist es immer noch sehr ungewohnt, um 13 Uhr den Fernseher anzumachen, um die HSV-Konkurrenz live zu erleben. Mein Bio-Rhythmus ist noch immer auf 15.30 Uhr getrimmt. Wobei ich mir das auch inzwischen 43 Jahre lang antrainiert habe. Dennoch, heute war ich wieder zu spät dran mit der Zweiten Liga live. Aber aus gutem Grund, denn der HSV hat heute Vormittag schon trainiert.

Bei Wolf ist weniger oft mehr

Hannes Wolf ist kein Mann zu vieler Worte. Er reduziert sich auf das Nötigste, wie er selbst sagt. Und das gilt auch für die Mannschaft. Hier hatte der neue HSV-Trainer zuletzt auf Veränderung so weit wie möglich verzichtet. Wolf betonte immer wieder, dass er eine intakte Mannschaft vorgefunden habe und nur kleine Stellschrauben drehen müsse. Und diesem Motto bleibt er sich auch vor dem Spitzenspiel am Montag gegen den 1. FC Köln treu. Zumindest deutet vieles daraufhin.

Becker springt Hoffmann zur Seite

„Ich weiß, dass viele HSV-Anhänger unsere Entscheidung des Trainerwechsels nicht nachvollziehen konnten und daher frustriert oder sogar sauer sind. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal anmerken, dass es sich bei diesem Schritt nicht um eine Spontanentscheidung handelte, sondern um eine wohl überlegte, zu der ich weiterhin stehe. Als Sportvorstand ist es meine Aufgabe und Verantwortung, die sportliche Gesamtentwicklung stetig im Auge zu haben und mir im Sinne des Clubs immer wieder die Frage zu stellen: Sind wir auf dem richtigen Weg?

Lasogga startet durch - auch neben dem Platz

„Aktuell wünschen wir uns, dass wir am Montag etwas Cooles machen.“ Viel mehr wollte Trainer Hannes Wolf heute nicht zum Thema DFB-Pokal-Achtelfinale sagen. Das hatte man durch das gestrige 3:0 in Wiesbaden erreicht, was wiederum souverän klingt - es aber eben nicht war. Man habe auch ein wenig Glück gehabt, gab Hannes Wolf in seiner bis heute auffällig ehrlichen und  selbstkritischen Art zu: „Wir wussten, wie schwer es wird. Das hat jeder gesehen. Wehen hat im DFB-Pokal am Limit gespielt, echt ein gutes Spiel gemacht und uns gefordert. Wir wissen, dass wir in einigen Momenten auch ein bisschen Glück hatten. Trotzdem freuen wir uns natürlich über den Sieg und über drei geschossene Tore. Das war gut.“

3:0 - Lasogga-Doppelpack entscheidet Spiel gegen mutige Wehener

Weiterkommen - nur darum ging es heute. Und dieses Ziel hat der HSV erreicht. Mit 3:0 bezwang die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf den lange Zeit tapfer mitspielenden Drittligisten Wehen Wiesbaden im Ergebnis deutlicher, als es sich auf dem Platz offenbarte. Pierre-Michel Lasogga und Douglas Santos sorgten  für die Treffer des HSV, der damit ins Achtelfinale einzieht. Es war der zweite Sieg im zweiten Spiel für Neutrainer Hannes Wolf, der wie angekündigt darauf verzichtete, zu rotieren. „Der HSV siegt klar“, titelte der „kicker“ - und das kann er nur für das Ergebnis gemeint haben.

Wolf setzt auf Kontinuität - Hwang fällt aus

Es waren nur noch wenige Minuten bis zum Trainingsende, als es dann doch passierte: Hee-chan Hwang musste das Training abbrechen. Er fasst sich an den Oberschenkel, humpelte an den Rand und wurde behandelt. Zum Weitermachen allerdings reichte das nicht. Der Südkoreaner verließ daher (kurz) vor den Teamkollegen den Platz vorzeitig. Und er war dann auch nicht in dem 18 Mann starken Aufgebot, das Trainer Hannes Wolf für das Spiel beim SV Wehen Wiesbaden berief. Pollersbeck, Lacroix, van Drongelen, Bates, Douglas, Narey, Holtby, Lasogga, Ito, Mickel, Moritz, Hunt, Arp, Janjicic, Jatta, Sakai, Mangala und Wintzheimer, der für Hwang nachnominiert wurde, reisten mit nach Wehen, um den Einzug in die dritte Runde des DFB-Pokals zu schaffen. Und wie ernst Trainer Wolf das morgige Pokalspiel nimmt, machte er bereits gestern in der Pressekonferenz deutlich.

Wolfs Politik der kleinen Schritte

Das nenne ich mal einen Spieltag, der viel besser für den HSV nicht hätte laufen können. Heute patzten nach dem 1. FC Köln gestern (nur 1:1 gegen Heidenheim) auch die Verfolger FC St. Pauli (0:1 gegen Holstein Kiel) und Union Berlin (0:0 gegen früh dezimierte Dresdener). Das bedeutet, nach dem DFB-Pokalspiel am Dienstag in Wiesbaden trifft am 5. November im Montagabendspiel also der Tabellenzweite (HSV) auf den Tabellenführer aus Köln - und das punktgleich. Das ist dann mal ein echtes Spitzenspiel. Leider noch eine Liga zu tief - aber okay. Freue wir uns einfach mal darüber, dass der HSV so weit oben dran bleibt. Mit dem neuen Trainer Hannes Wolf, dem die einleitenden Zeilen dieses Blogs sicher nicht gefallen würden. Denn Wolf ist, das machte er auf der heutigen Pressekonferenz mehr als deutlich, schon komplett auf das Spiel am Dienstag beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden eingestellt.

Guter Start für Wolf - Fans attackieren Vorstandsboss Hoffmann

Der Trainer wirkte erleichtert - aber erb ar zugleich auch schon mit der nötigen Spannung für das nächste Spiel ausgestattet. „Es wurde jetzt genug gelobt“, so Hannes Wolf heute nach dem Spiel-Ersatztraining. Jetzt gelte seine Aufmerksamkeit dem nächsten Spiel am Dienstag, wenn es im DFB-Pokal gegen Wehen Wiesbaden geht. Und das ist auch alles gut so - allerdings sollten zumindest wir hier noch mal rekapitulieren dürfen, was wir gestern in Magdeburg gezeigt bekommen haben.

Tabellenführung: HSV siegt unter Wolf in Unterzahl in Magdeburg

Hannes Wolf war natürlich ein gefragter Mann. Nach dem 1:0-Sieg in Magdeburg und der damit einhergehenden Tabellenführung ebenso wie schon vor seinem ersten Spiel als Tabellenführer. Und er stellte sich den Fragen - diesmal denen der Sky-Kollegen. HDabei gab er heute zu, doch erst einmal überlegt zu haben, als man ihm den Trainerjob beim HSV anbot.

Wolf verdient die nötige Offenheit

Es tut immer wieder gut, wenn man hitzige Diskussionen mit ein wenig Abstand rekapituliert. Und dass die Entlassung von Trainer Christian Titz kontroverser und teilweise auch hitziger geführt wird als bei seinen Vorgängern, das kann wohl niemand leugnen. Die einen sehen den Schritt als alternativlos an, weil der HSV einen Etat hat, der ihn dazu verpflichtet, jeden Gegner (Köln mal ausgenommen) nicht nur zu schlagen, sondern ihn dabei auch zu dominieren. Und das hat der HSV in den letzten Wochen tatsächlich nicht.

Der Nächste, bitte...

Es ist eigentlich gar nicht so überraschend. Nicht einmal ein echter „Hammer“, auch wenn ich das heute Nachmittag noch meinte. Vielmehr ist die Trainerentlassung von Christian Titz eine lange bereits erwartete und ebenso lang vorbereitete Aktion gewesen.

PARTNER VON

Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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