Hunt fehlt, Hwang dabei - morgen kommt die Bilanz

Oh Mann, das wird wieder unschön. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Wahl zum Präsidenten des e.V. zum großen Politikum wird.Und auch ich muss dieses Thema hier weiter behandeln, da es täglich Neues gibt - und geben wird. Dennoch will ich diesen Blog heute sportlich beginnen. Denn das ist und bleibt der Kern des Ganzen, angefangen beim Training der Profis, die sich heute Nachmittag nach drei freien Tagen wieder am Volkspark einfanden und von 16 Uhr an die finale Phase der Vorbereitung auf das nächste Topspiel begannen. Union Berlin steht in genau einer Woche auf dem Plan.

Eine Dosis HSV zum Frühstück

Heute um 16 Uhr geht es am Volkspark endlich auch sportlich weiter. Bis dahin müssen wir uns allerdings noch mit einigen Themen beschäftigen, die man als reiner Fußballfan so gar nicht mag. Hier allem voran: Football-Leaks. Die Enthüllungsplattform hat sich vor einiger Zeit auch dem HSV gewidmet und dessen Geschäfte mit einem berüchtigten Kredit-Institut gewidmet. Dazu gesellt sich natürlich - und das werden wir bis zur finalen Wahl am 19. Januar auch nicht mehr loswerden - das Thema Präsidenten-Wahl für den e.V. Ich habe mich all diesen Themen heute Morgen im MorningCall gewidmet.

Vorhang auf für ein kleines bisschen Horrorshow...

Wie gestern angekündigt, kommt der Blog heute in einem anderen Format, als Podcast. Klickt einfach drauf, dann könnt Ihr Euch anhören, was heute so über den HSV berichtet wird - und wie ich das eine oder andere Thema einsortiere. Unter anderem gibt es schon jetzt Äußerungen von Verantwortungsträgern vor der Wahl, die dieser eine unnötige Schärfe beifügen. Kurz gesagt: Sie sind einfach unpassend. Wie sangen schon die Toten Hosen vor ein paar Jahrzehnten? "Vorhang auf für ein kleines bisschen Horrorshow..." Aber hört selbst:

Große Unterhaltung? Nein, danke...!

Wie gestern angekündigt, kommt der Blog heute in einem anderen Format, als Podcast. Klickt einfach drauf, dann könnt Ihr Euch anhören, was heute so über den HSV berichtet wird - und wie ich das eine oder andere Thema einsortiere. Unter anderem gibt es schon jetzt Äußerungen von Verantwortungsträgern vor der Wahl, die dieser eine unnötige Schärfe beifügen. Kurz gesagt: Sie sind einfach unpassend. Aber hört selbst:

 

Wer gewinnt, hat recht...

Es ist jetzt nicht gerade so, dass er die Kamera sucht oder morgens aufwacht und sich der ganzen Welt unbedingt mitteilen will. Nein, Hannes Wolf redet zwar gern über Fußball. Allerdings will er dafür auf den Platz, in die Kabine - er will zur Mannschaft sprechen. Und selbst dann hält er sich betont kurz. „Das Prinzip ist am Anfang aber immer gleich: Du solltest nicht zu viel auf die Spieler einreden. Ganz klar und auf den Punkt und dann erst einmal raus und trainieren“, sagte er heute im Interview mit dem Abendblatt. „Daraus entwickeln sich dann die Themen, die du bearbeiten musst. So war es in Stuttgart, so war es beim HSV – und so war es auch bei der SG Eintracht Ergste in der Kreisliga.“

Ihr fragt - wir antworten

Zwei Einheiten standen heute auf dem Plan. Die erste mit einer Krafteinheit im Stadioneigenen Gym, die Nachmittagseinheit auf dem Platz. Gotoku Sakai fehlte dabei ebenso wie Aaron Hunt (Belastungssteuerng).

Auf dem Weg zum Pressingmonster

Der große Hamburger SV beim kleinen Erzgebirge Aue: Das roch im Vorhinein nach dem typischen Außenseiter-Favoriten-Duell. Also wieder einmal eine Partie, in der Hamburg den Ball laufen lässt? Weit gefehlt! Während die Auer mutig nach vorne spielten, setzte der HSV gerade in der zweiten Halbzeit auf ein schnelles Umschaltspiel. Die taktische Transformation unter Hannes Wolf schreitet voran.

Wolf: „Wir freuen uns über die Siege - aber wir feiern noch nichts…“

Auch sonst herrscht beim HSV derzeit gute Stimmung vor. Allen voran bei Sportvorstand Ralf Becker, der nach dem Trainerwechsel viel Kritik einstecken musste. Dementsprechend erleichtert ist er nach nunmehr vier Siegen aus vier Spielen unter Wolf dann auch: „Das waren gute 14 Tage. Wir freuen uns, dass wir vor der Länderspielpause noch mal nachlegen konnten. Man muss sich das Selbstvertrauen immer hart erarbeiten. Wir sind auf einem guten Weg, merken aber von Woche zu Woche, dass uns nichts geschenkt wird. Deswegen ist es so wichtig, dass man das Gefühl des Siegens in sich hat. In der einen oder anderen Situation kann das dann auch entscheidend sein. Heute waren wir nach dem 1:1 zehn, 15 Minuten etwas unsicher. Und dann kommt man aber nach der Halbzeit raus und legt direkt nach. Das ist wichtig, dass man auch mit so einem Rückschlag gut umgeht. Das sind alles Prozesse.“

„Erwachsenes“ 3:1 in Aue - Jatta trifft zum ersten Mal

Viertes Pflichtspiel für HSV-Trainer Hannes Wolf - und der vierte Sieg in Folge. Mit 3:1 siegte der HSV verdient beim zweifellos mutig mitspielenden FC Erzgebirge Aue und verteidigte so die Tabellenführung vor dem 1. FC Köln. Lasogga, Narey und Bakery Jatta mit seinem erste Profitor besorgten den Sieg vor der Löänderspielpause, während Auers Fendrich in der Zwischenzeit zum 1:1 vor 16.000 Zuschauern im Erzgebirgsstadion ausgeglichen hatte. „Wir haben hier 3:1 gewonnen. Wir wussten, wie schwer es wird. Gerade in der zweiten Halbzeit waren wir sehr gut und haben die Tore gemacht. Aue war sehr gut, daher haben wir auch noch zwei, drei Möglichkeiten zugelassen“, war HSV-Coach Wolf nach dem Spiel zwar zufrieden, deutete im selben Atemzug aber wieder an, dass es weiterhin viel Arbeit geben würde. Er kann einfach nicht aus einer Haut.

Ohne Hwang gegen die Auer Fünferkette

Es wird wenig Überraschungen geben, wenn man das heutige Abschlusstraining als Indiz nimmt. Denn in der vermeintlichen A-Elf gab es gegenüber de, Köln-Sieg keine einzige Umstellung. Pollersbeck - Sakai, Lacroix, van Drongelen, Santos - Mangala - Narey, Holtby, Hunt, Arp - Lasogga. Soll heißen, Leo Lacroix agierte erneut neben Rick van Drongelen in der Innenverteidigung, während Jann Fiete Arp erneut auf der linken Außenbahn spielte. Lacroix erhält offenbar den Vorzug vor dem wieder spielberechtigten David Bates und kann damit aktiv dabei helfen, sich seine Zukunft beim HSV zu sichern.

Santos - der etwas andere Topspieler

Er ist in bestechender Form - und das sogar sehr konstant. Douglas Santos zuzusehen als HSV-Fan macht einfach mächtig Spaß. Der Brasilianer ist bislang allen Gegenspielern überlegen. Hinten hat er die Außenstürmer kaltgestellt, während er nach vorn immer wieder gefährliche Situationen kreiert hat. Zuletzt gegen das Spitzenteam 1. FC Köln war er es schließlich, der mit einem fulminanten Sololauf samt Torschuss den spielentscheidenden Treffer initiierte - Lasogga brauchte nur noch abzustauben. Er gehöre in die Champions League, und,  er könne innerhalb des Teams immer wieder hervorstechen lobten Torhüter Julian Pollersbeck und Sportvorstand Ralf Becker den Linksverteidiger, der im Sommer noch auf einen Wechsel gedrängt hatte. Der HSV hatte ihm diesen Wunsch allerdings damals in Person Beckers verweigert und eine Mindestablösesumme in Höhe von 25 Millionen Euro für ihn aufgerufen. Daraufhin sprangen alle Interessenten ab. Zu teuer.

Der HSV zeigt sich von einer neuen Seite

Schön anzuschauen war es nicht, das Spitzenspiel der zweiten Liga zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln. Es war auch kein „Spiel für Taktikfüchse“, wie man bei solchen Kicks gerne zu sagen pflegt. Viele Ballverluste und starke Außenverteidiger auf beiden Seiten prägten die Partie. So seltsam es klingen mag: Dass kein Spielfluss aufkam, war die vielleicht größte Stärke des HSV an diesem Abend.

Wolfs Art kommt an

„Ich hatte die Möglichkeit, heute Abend zu spielen, weil David eine Rote Karte hatte. Und ich glaube auch, dass ich es ganz gut gemacht habe.“ So sah Leo Lacroix sein Spiel gegen den 1. FC Köln, in dem er niemand geringeres gegen sich hatte, als den erfolgreichsten Torschützen der Zweiten Liga. Wie das Duell mit Simon Terodde war? „Eigentlich nicht so hart. Aber ich weiß natürlich auch, dass er der erfolgreichste Torjäger der Zweiten Liga ist.“ Selbstbewusste Worte des 197 Zentimeter langen Innenverteidigers, der dem Trainer ob seiner Leistung gegen Köln ein Problem bereitet, dem sich dieser gern annimmt. Es sei kein Problem, wenn intern gute Konkurrenz herrscht, so Trainer Hannes Wolf heute.

Lasogga sorgt für verdienten Sieg - und die Tabellenführung

Das Gigantenduell der zweiten Liga. Das Duelle der Torjäger Lasogga und Terodde – dieses Duell des HSV gegen den 1. FC Köln hatte im Vorfeld viele wiederkehrende Bezeichnungen – aber heute nur noch eine Mannschaft, die sich am Ende den Sieg verdiente: den HSV. Während in der Nordkurve zusammen mit der Mannschaft gehüpft und der 1:0-Sieg gefeiert wurde, ernteten die Kölner auf der anderen Seite beim Gang zu ihren Fans Pfiffe. Pierre Michel Lasogga hatte das Duell in der 86. Minute vor 53.876 Zuschauern mit seinem Treffer des Tages entschieden und dem HSV somit zum Sprung an die Tabellenspitze verholfen. Übrigens: Mit 24 Punkten ist der HSV jetzt Erster, während dahinter der FC St. Pauli mit 22 Punkten den zweiten Rang einnimmt. Und ganz ehrlich: So darf es auch gern am Saisonende aussehen. Und: Macht der HSV so weiter, kann das tatsächlich so kommen.

Das System Wolf vor der ersten Härteprobe

Der Trainerwechsel von Christian Titz zu Hannes Wolf traf die HSV-Welt völlig unerwartet. Knapp zwei Wochen später ist der erste Schock verdaut. Für Wolf steht indes die erste echte Härteprobe an: Im Spitzenspiel geht es gegen den spielstarken 1. FC Köln. Was hat Wolf bisher beim HSV verändert? Und wie gut wird sein System gegen Markus Anfangs Kölner funktionieren? Wer nach der Entlassung von Titz auf eine große taktische Revolution gehofft hat, dürften die ersten beiden Pflichtspiele unter Wolf enttäuscht haben. Wolf baut behutsam auf dem Grundgerüst seines Vorgängers auf. So lässt auch Wolf seine Mannschaft aus einem 4-3-3-System ein ruhiges Ballbesitzspiel aufziehen, dass vornehmlich über die Innenverteidiger läuft.

Das riskante Spiel mit Lacroix

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber für mich ist es immer noch sehr ungewohnt, um 13 Uhr den Fernseher anzumachen, um die HSV-Konkurrenz live zu erleben. Mein Bio-Rhythmus ist noch immer auf 15.30 Uhr getrimmt. Wobei ich mir das auch inzwischen 43 Jahre lang antrainiert habe. Dennoch, heute war ich wieder zu spät dran mit der Zweiten Liga live. Aber aus gutem Grund, denn der HSV hat heute Vormittag schon trainiert.

Bei Wolf ist weniger oft mehr

Hannes Wolf ist kein Mann zu vieler Worte. Er reduziert sich auf das Nötigste, wie er selbst sagt. Und das gilt auch für die Mannschaft. Hier hatte der neue HSV-Trainer zuletzt auf Veränderung so weit wie möglich verzichtet. Wolf betonte immer wieder, dass er eine intakte Mannschaft vorgefunden habe und nur kleine Stellschrauben drehen müsse. Und diesem Motto bleibt er sich auch vor dem Spitzenspiel am Montag gegen den 1. FC Köln treu. Zumindest deutet vieles daraufhin.

Becker springt Hoffmann zur Seite

„Ich weiß, dass viele HSV-Anhänger unsere Entscheidung des Trainerwechsels nicht nachvollziehen konnten und daher frustriert oder sogar sauer sind. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal anmerken, dass es sich bei diesem Schritt nicht um eine Spontanentscheidung handelte, sondern um eine wohl überlegte, zu der ich weiterhin stehe. Als Sportvorstand ist es meine Aufgabe und Verantwortung, die sportliche Gesamtentwicklung stetig im Auge zu haben und mir im Sinne des Clubs immer wieder die Frage zu stellen: Sind wir auf dem richtigen Weg?

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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