5:3 gegen Erndtebrück - HSV sucht weiter nach defensiver Stabilität

Der DFB-Pokal hat schon immer für Überraschungen gesorgt. Auch heute, wo Ulm beispielsweise Titelverteidiger Eintracht Frankfurt rausgehauen hat. Und der HSV wollte genau das beim Oberligisten TuS Erndtebrück vermeiden – also zumindest im Ergebnis. In Sachen Aufstellung überraschte Titz allerdings dann doch. Mit Ambrosius in der Innenverteidigung. Und mit Tom Mickel im Tor anstelle der nominellen Nummer eins, Julian Pollersbeck. „Tom hat gegen Bayern gut gespielt, gut trainiert, und bekommt so weitere Spielpraxis“, hatte Trainer Christian Titz vor dem Spiel erklärt.

Gisdols Scheitern: Eine Frage des Kontexts, eine Lehre für jeden Trainer

Die Zeit zwischen zwei Saisons lädt stets dazu ein, Vergangenes zu reflektieren und daraus möglicherweise Rückschlüsse für die Zukunft zu ziehen – insbesondere, wenn wie im Fall des HSV das Resultat aus der Vergangenheit Abstieg lautete. Es gibt keinen besseren (und keinen schmerzhafteren) Ausgangspunkt für positiven Wandel als das eigene Versagen. Genau dies tat ich vor dem ersten Zweitligaspiel der Vereinsgeschichte und kann mit euch nun einen in zweifacher Sicht ungewöhnlichen Blick zurückwerfen: Einerseits ist Markus Gisdol bereits seit Januar schon nicht mehr Trainer des HSV, andererseits findet man höchst selten tatsächliche Analysen des Geschehens auf dem Trainingsplatz. Ich bin auf meiner ständigen Suche nach neuem Input und neuen Einblicken auf die zahlreichen Trainingsvideos bei Rautenperle.tv gestoßen. Nach einiger Beschäftigung mit diesen, entstand schließlich die Idee der Verarbeitung im Rahmen eines eigenen Artikels.

Verhandlung aufgenommen: Leverkusen vor Santos-Verpflichtung?

Ganz bitter für den Jungen! Aber Josha Vagnoman musste sich heute verletzt abmelden. Der Linksverteidiger hatte sich bei seinem starken Test gegen Bayern München früh eine Oberschenkelverletzung zugezogen und  trotzdem bis zur Halbzeit weitergespielt. Ebenfalls gegen den Oberligisten TuS Erndtebrück morgen um 18.30 Uhr nicht dabei sind Manuel Wintzheimer, Christoph Moritz, Leo Lacroix  und Bakery Jatta. Alle vier sollen morgen zeitgleich zu den Profis mit der Regionalligaelf bei Holstein Kiel II antreten. Revanche für das 0:3 am ersten Spieltag – auf Regionalliga-Ebene...

Das Rautenperle Community-Q&A #4 - Die Antworten

wie gewohnt habe ich eure Fragen gesammelt und beantwortet. Ohne weitere Umschweife gibt es jetzt die Antworten:

Kevin

17. August 2018

Spannende Entscheidungen stehen an

Das überrascht mich tatsächlich: Léo Lacroix ist nicht einmal im Kader für das Pokalspiel gegen TuS Erndtebrück am Sonnabend. Der Franzose soll sich – ebenso wie Christoph Moritz und Manuel Wintzheimer - bei der U21 Spielpraxis holen. Eine Entscheidung von Trainer Christian Titz, die er heute schon verkündete. Und das, obwohl ein Pokalspiel gegen einen unterklassigen Gegner wie den Oberligisten gern gerade dafür genutzt wird. Hier mit dem Vorteil, dass sich der Neue auf der einen Seite notwendige Spielpraxis holt und sich zeitgleich dabei an die neuen Mannschaftskameraden gewöhnen kann.

Das Rautenperle Community-Q&A #4

Moin zusammen,

heute melde ich mich ausnahmsweise zu etwas späterer Stunde bei euch. Es gab viel zu tun, auch das Testspiel ist mitunter Schuld an dieser kleinen Verspätung. Nichtsdestotrotz soll unsere Frage-und-Antwort-Runde natürlich stattfinden.

Ihr kennt den Ablauf ja bereits: Bis zum kommenden Freitag, den 17. August, sammele ich eure Fragen und liefere euch darauf die entsprechenden Antworten.

Kevin

15. August 2018

1:4 gegen die Bayern - ein gelungener Test

Selbst eine B-Elf des FC Bayern würde um die Deutsche Meisterschaft mitspielen. Und schon deshalb war klar, was hier heute auf den HSV zukommen würde: Schwerstarbeit. Eintracht Frankfurt hatte der FC Bayern am Sonntag erst mit 5:0 im Supercup deklassiert – und den HSV? „Wir freuen uns einfach riesig darauf, gegen die beste Mannschaft Deutschlands zu spielen“, hatte Ralf Becker vor dem Spiel gesagt. Und der Vorstand Sport war sich auch sicher, dass das Spiel keine negativen Folgen haben würde. Und ich behaupte: Becker behielt Recht.

Beckers Mission: Teil 1 steht kurz vor dem Abschluss

Die To-Do-Liste von Sportvorstand Ralf Becker ist nie leer. Logisch. Denn Kaderplanungen haben nie Pause. Parallel zu den Planungen für diese Saison laufen schon Vorbereitungen zur neuen Saison und auch für die Winterpause. „Es sind viele Konjunktive im Spiel“, sagte Becker zu Beginn seiner Zeit beim HSV. Damals hatte er die Aufgabe zu übernommen, die vor ihm verschiedene Sportchefs nicht zu meistern wussten. Teure Spieler verkaufen und günstig Spieler dazuholen.

Geduld zahlt sich aus

Eine Kiste war übriggeblieben. Und diese Kiste Bier brachte Christian Titz heute den Journalisten mit. Natürlich auch alkoholfrei. Es war der Rest dessen, was die Mannschaft gestern auf dem Rückweg nicht getrunken hatte. Und was auf der einen Seite eine nette Geste des Trainers war, zeigte auf der anderen Seite, dass die Mannschaft noch keinen Grund zum feiern erkannt haben will. Von zwei Kisten Bier blieb eine übrig.

Neue Features & Rautenperle.tv

Moin liebe Freunde der Rautenperle,

in den letzten Tagen hat sich einiges hinter den Kulissen getan, von dem ich euch heute gerne berichten möchte.

Kevin

13. August 2018

Ein historischer Sieg in Sandhausen ***und Ärger um Kostic***

Trainer Christian Titz war sichtlich erleichtert. Nach der bitteren 0:3-Pleite gegen Kiel, die eine überhöhte Diskussion um sein Spielsystem nach sich zog und an den wahren Fehlerquellen vorbeiging, schaffte es seine Mannschaft heute deutlich besser, die neuen Umstände der Zweiten Liga anzunehmen. „Wir haben das Spiel mit viel Ballbesitz und gutem Körpereinsatz dominiert. Das frühe Tor hat uns auch geholfen reinzukommen“, freute sich Doppeltorschütze Khaled Narey, der in der 7. und der 59. Minute jeweils nach Torwartfehlern von Sandhausens Keeper Schuhen traf.

Zeit, Vereinsgeschichte zu schreiben

Es dauerte nur 40 Minuten. Und mit dem einsetzenden Regen verließen die 18 Spieler den Trainingsplatz, die am Sonntag in Sandhausen die ersten Zweitligapunkte der HSV-Geschichte einfahren sollen. Währenddessen sprach Trainer Christian Titz mit den Spielern, die nicht dabei sein würden. Jonas David, Stephan Ambrosius und – selbstverständlich: Filip Kostic. Während die beiden Erstgenannten bei der U21 eingesetzt werden sollen, wird Kostic geschont. Der Serbe will und soll weiterhin teuer abgegeben werden. Da wird kein unnötiges Verletzungsrisiko mehr eingegangen.

Große Verstärkung

Er ist tatsächlich nicht zu übersehen. Und das nicht, weil er unmittelbar nach seiner Auskunft in der vermeintlichen A-Elf trainierte, sondern schon allein ob seiner Statur. 1,96 Meter groß und kräftig – da sieht ein Zweikampf mit Tatsuya Ito schon mal irgendwie „niedlich“ aus. Zumal dann, wenn der letzte HSV-Zugang Leo Lacroix dem kleinen Japaner das Leder lässig mit einem langen Bein abnimmt. Leo ist von seiner Erscheinung her schon ein sehr auffälliger Spieler. Er misst 1,97 Meter, eine sehr gute Größe.

Mangala empfiehlt sich - neuer Innenverteidiger gefunden?

Trainingsfreie Tage beim HSv sind immer nur für die frei, die ansonsten alles mitmachen konnte. Verletzte Spieler sind an solchen Tagen zugegen. Sie werden dann intensiv behandelt. Und in einigen Fällen wird sogar individuell trainiert. So wie heute. Da war Aaron Hunt im Stadion. Der Mannschaftskapitän, der an einem Faszienanriss oberhalb der Achillessehne laboriert, wurde ebenso wie Matti Steinmann (Oberschenkel) intensiv behandelt. Und nebenan wurde individuell trainiert.

Mangala kommt und soll sofort helfen

Die erste Nachricht war nicht gut: Aaron Hunt hat sich einen Faszienanriss knapp oberhalb des Achillessehnenansatzes zugezogen und fällt noch ein paar Wochen (mindestens in Sandhausen, höchstwahrscheinlich auch im DFB-Pokal) aus. Das ergab eine MRT-Untersuchung, die doch notwendig wurde, weil der Heilungsprozess entgegen der Hoffnung von Sportvorstand Ralf Becker nicht wie gewünscht voranschritt.

Der HSV holt Mangala - und der Blog verspätet sich ein wenig

So, liebe Alle!

Drei Dinge, die ihr sicher schon mitbekommen habt: Der HSV hat einen neuen Spieler verpflichtet. Orel Mangala kommt für ein jahr auf Leihbasis vom VfB Stuttgart zum HSV. Zudem hat der HSV das Training der Temperaturen wegen auf 18 Uhr verlegt und dadurch verspätet sich der heutige Blog leider ein wenig. Aktuell sitze ich gerade dran, den Blog zu verfassen und lade parallel dazu die Videos vom Training sowie das Interview mit Trainer Christian Titz dazu hoch. 

Bis gleich!

Scholle

Wider alle Hindernisse - die Fans ziehen schon mal mit

„Der HSV ist ein Brett“ waren vom Inhalt her nicht selten die einleitenden Sätze von neuen HSV-Trainern bei ihren Amtsantritten. Inzwischen werden derartige Lobhudeleien als populistische Schleimerei abgetan und nicht mehr als belächelt. Zurecht, wie ich im ersten Moment denken würde. Als ich aber heute morgen zum HSV fuhr, um zu sehen, wie der Kartenvorverkauf für das preislich überteuerte Stadtderby gegen den FC St. Pauli anlaufen würde, war ich anderer Meinung.

Becker demonstriert Ruhe - und sucht Verstärkung

Tropische Temperaturen sind ja inzwischen schon Usus in hamburg. Und trotzdem war das heutige Training anders. Die Niederlage gegen Kiel passte irgendwie nicht zur Sonne und der guten Laune der Zuschauer. „Lieber jetzt einmal deftig und daraus lernen, als am Anfang sechs Punkte, Tabellenführung und dann absteigen“, sagte mir ein Blogleser, der aus Stuttgart angereist war und den ich hiermit grüßen möchte. Ebenso wie das nette Ehepaar aus Thüringen natürlich, das hier in Hamburg trotz der Niederlage einen schönen Urlaub hatte und noch bis morgen hat.

Ruhe bewahren - und arbeiten lassen

Emotionen haben nur sehr selten etwas mit Rationalität zu tun. Und das ist auch gut so. Zumal dann, wenn man dadurch die notwendige Leidenschaft in Diskussionen bringt, die aus etwas normalem eben DAS Besondere machen. Fußball zum Beispiel. Da sitzen Millionen Menschen vor den Fernsehern und in den Stadien und haben fast ebenso viele bessere Wege als der jeweilige Trainer, Erfolg mit der geliebten Mannschaft zu feiern. Auch das ist normal und eigentlich kann damit auch jeder umgehen.

Selbstkritik statt Schönrederei

„So ein  Spiel braucht doch kein Mensch, oder?“, wurde ich gerade gefragt. Von einem guten Freund, der selbst begeisterter Fußballer ist und absolut nicht nachvollziehen kann, dass ich mir Greuther Fürth gegen den SV Sandhausen ansehe. Aber ganz ehrlich: Ich gucke das Spiel gern. Noch zumindest. Denn leistungstechnisch ist es nicht mit Erstligafußball zu vergleichen. Aber den haben wir in Hamburg auch nicht mehr. Von daher ist dieser „Neu-Effekt“ für mich noch sehr reizvoll. Denn auch dieses Spiel ist ein Indikator für das, was wir im Laufe dieser Saison zu erwarten haben.

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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