Bundesliga

Macht das Torwartspiel des HSV Schule?

Heute ist offiziell Ruhetag beim HSV. Was nicht bedeutet, dass es auch wirklich ruhig ist. Im Gegenteil. Gerade Sportvorstand Ralf Becker hat dieser Tage eine Menge zu tun. Hier und da trudeln Anfragen für Spieler ein, die es nach dem Grad der Ernsthaftigkeit zu sortieren gilt. Zudem ist die Causa Arp weiterhin ein schwebendes Verfahren. Einziger Unterschied zu den letzten Wochen: Der HSV drängt jetzt mit Vehemenz auf eine schnelle Entscheidung.

Drei Tage Pause bis zum Feinschliff

Heute war Abreisetag. Abreise aus Österreich. Sieben Tag Trainingslager sind zu Ende. Zeit, um ein erstes Resümee zu ziehen. „Ich bin zufrieden mit dem Stand der Dinge nach drei Wochen. Wir hatten jetzt drei Gegner nacheinander vor der Brust, die deutlich weiter in der Vorbereitung sind als wir. Und dann weiß ich auch, wie schwer das ist und wo wir stehen“, so Trainer Christian Titz nach dem 2:1-Erfolg bei Rapid Wien Und das, obwohl diese noch lange nicht komplett ist. Es werden noch Spieler gehen und andere kommen. Zumindest ist das so geplant.

HSV will Europaleague-Sieger holen

Jogi Löw macht weiter, der HSV ist an der Verpflichtung des ehemaligen Mainzers Jairo Sampaerio (auf dem Foto links) interessiert und wird seine Großverdiener Filip Kostic, Bobby Wood sowie  Kyriakos Papadopoulos noch nicht los. Aber bevor wir zum Tagesaktuellen kommen, noch ein Wort zum gestrigen Blog:

Kollateralschäden abarbeiten - Halilovic zum AC Mailand

Katerstimmung. Und eine gewisse Leere, die ich möglichst schnell mit möglichst viel HSV auffüllen muss. Denn ja, ich gebe es zu: Das WM-Aus nagt nachhaltig an mir. Selbst das HSV-Training bei bestem Sommerwetter heute konnte davon nur sehr bedingt ablenken. Ausscheiden in der Vorrunde, vor allem so – das tut weh. Ebenso wie  zwei Wochen WM ohne Deutschland. Alles zusammen ist für mich extrem schwer zu verdauen. Zumal es weniger an der individuellen Qualität der Spieler an sich lag, sondern am Zusammenwirken auf dem Platz, das alarmierend war.

Kühnes Rückzug kann auch eine Chance für den HSV sein

Deutschland ist ausgeschieden. Zurecht. Das heutige Spiel gegen Südkorea hat noch einmal gezeigt, dass dieser Mannschaft in vielen Teilen die Ideen und in einigen Teilen auch die richtge Einstellung fehlt. Jeder Angriff wurde erst einmal ganz ruhig begonnen, Tempo gab es in keiner Situation zu sehen. Bela Rethys Kommentar ("Das ist pbrigens keine Zeitlupe...") passte wie die Faust aufs Auge.

„Ich ordne mich dem Gesamterfolg unter. Immer.“

Wirklich ruhig wird es eben einfach nicht mehr. Daran wird sich Trainer Christian Titz als Bundesligatrainer gewöhnen müssen. Denn auch jetzt, wo er noch schnell ein paar freie Tage vor dem Vorbereitungsstart genießen wollte, muss der Trainer wieder aktiv werden. Er muss umplanen. Denn wie sich jetzt herausstellte, verlässt sein Cotrainer ihn. Und das, obwohl Christian Titz gern mit Soner Uysal weitergearbeitet hätte - und Soner Uysal auch gern mit Titz. Allein das von Vereinsseite unterbreitete Angebot lehnte Uysal ab und äußerte seine Vorstellungen.

Wird das der andere, bessere HSV?

**** Der heutige Blog kommt erst gegen Mitternacht***

 

In eigener Sache: Antwort an Fips...

Gestern gab es einen Top-Kommentar, der an mich gerichtet war und den ich gern an dieser Stelle beantworten möchte. Der User "Fips" hatte sich darin gegen unser neues System ausgesprochen und dies auch argumentiert. Zum Teil stellte er dabei auch Fragen in den Raum. Daher möchte ich heute, wo beim HSV nicht viel passiert ist (sieht man mal von dem Kompliment Chriistian Titz' an Kaus Michael Kühne ab), gern die Gelegenheit nutzen und den Dialog suchen. Los geht's:

Hoffmann lehnt Kühnes Wunsch begründet ab

Dass Aussagen von Klaus Michael Kühne Reaktionen hervorrufen ist grundsätzlich. Der Multimilliardär, der dem HSV in den letzten Jahren immer wieder mit Millionenspritzen geholfen hat, polarisiert. Und das mitunter auch ganz bewusst, wie zuletzt mit seiner Aussagen im Mopo-Interview, der HSV bräuchte finanzielle Hilfe, die er bieten wolle – gegen weitere Anteile über die 24,9 Prozent hinaus. Kühne brach damit erstmals öffentlich das Tabuthema auf.

Kühne bietet Hilfe an - gegen Anteile

Und täglich grüßt das Murmeltier. In diesem Fall Klaus Michael Kühne mit einem Interview, indem er auf der einen Seite vom neuen HSV-Konstrukt mit Trainer Christian Titz im Mittelpunkt schwärmt und seine Hilfe anbietet. Auf der anderen Seite wird dabei ein Thema aufgemacht, das im Winter bei den Wahlen zum e.V.-Präsidenten schon für viel Wirbel gesorgt hatte: Senn seine Hilfe werde es nur noch geben, wenn der HSV einem Anteilsverkauf über die 24,9 Prozent hinaus zustimmt.

Ihr fragt - wir antworten

***AKTUALISIERT: Vielen Dank für die vielen Fragen. Ich hoffe, ich konnte sie für alle ausreichend beantworten. Und, versprochen: Ich werde zusehen, dass wir diese Runde zeitnah wiederholen. Bis dahn!!****

So, liebe Leute!

Wie bereits angekündigt, werde ich Euch heute zwischen 10 und 12 Uhr für alle ernst gemeinten Fragen zur Verfügung stehen. Und für alle, die befürchten, nur eine Frage stellen zu können:

DEM IST NICHT SO!

Ihr könnt auf meine Antwort hin erneut eine Frage stellen.

Titz hofft weiter auf Arps Verbleib

„Julian Pollersbeck, Douglas Santos, Gideon Jung und Tatsuya Ito wollen wir unbedingt behalten.“ Wort von Sportvorstand Ralf Becker im „Kicker“, der in dieser Aufzählung noch die Spieler ungenannt ließ, deren Verträge gerade auch auf HSV-Wunsch hin verlängert wurden: Gotoku Sakai, Lewis Holtby und Aaron Hunt. Rechnet man dann noch Zugang Christoph Moritz sowie das Toptalent Josha Vagnoman dazu, sind das schon neun Spieler, die offenbar unverzichtbar sind.

Becker macht, was er machen kann

Tage wie heute sind eigentlich wunderbar dafür geeignet, Dinge in eigener Sache zu formulieren. Und deshalb werde ich das auch gleich machen. Allerdings vorweg noch zwei Dinge: Zum Einen, dass, wie hier am Wochenende schon angekündigt, jetzt die Unterschrift unter dem Vertrag von Josha Vagnoman tatsächlich getrocknet ist. Der umworbene U18-Nationalpsieler unterschrieb in Hamburg einen Vertrag bis 2021. Und sollte alles so kommen, wie Sportvorstand Ralf Becker es derzeit suggeriert, dann könnte Vagnoman in der kommenden Saison zusammen mit Pierre-Michel Lasogga auflaufen.

Beckers lange Liste - Diekmeier vor Wechsel nach Spanien?

Kostic, Mavraj, Papadopoulos, Walace, Ekdal, Wood, Arp, Lasogga – die Liste der noch zu verkaufenden Spieler beim HSV ist lang. Viel Arbeit für den neuen Vorstand Sport, Ralf Becker, der parallel dazu noch zwei Außenstürmer und einen Achter suchen soll. Zumindest ist das der aktuelle Stand, also noch ohne etwaige Verkäufe. Dass man dabei nicht wieder laut rausposaunt, wen man noch unbedingt loswerden will – logisch. Zumindest in diesem Punkt hat man beim HSV offenbar dazugelernt.

Das Personalkarussell nimmt Fahrt auf

***19.05 Uhr und nur zur Info: Wie gestern bereits angekündigt, werde ich heute aus privaten Gründen keinen neuen Blog schreiben. Bis morgen!!***

Es geht zur Sache beim HSV. Personell zumindest. Nachdem gestern bereits einige Entscheidungen verkündet worden waren, legte Nicolai Müller heute Vormittag via Instagram nach. Dort teilte der gerade wieder genesene Außenstürmer mit, dass er den HSV in diesem Sommer verlassen werde. Bis zuletzt hatten viele Fans gehofft, dass der Offensivspieler doch noch mal seinen vertrag in Hamburg verlängert. Erfolglos.

Den Blick aufs Wesentliche lenken

Selbst gerade frisch zum Vorstandsvorsitzenden des HSV befördert, übernahm Bernd Hoffmann auch gleich das erste Mal die Verantwortung und informierte im Namen des Aufsichtsrates Ralf Becker, dass dieser trotz anders ausgegangener Probeabstimmung (Abendlatt berichtet davon) nun doch den Vorzug vor seinem Paderborner Mitkonkurrenten Markus Krösche erhalten hatte. Dass diese Probeabstimmung schon wieder publik geworden ist, ist peinlich. Aber okay, es ist nicht das einzige bei diesem Aufsichtsrat, der Becker letztlich eine Zusage mit Auflagen erteilte.

Holtby setzt ein Zeichen

Es passiert etwas. Nicht nur Gutes. Aber bevor ich hier die angedachten Personalrochaden und politischen Machtkämpfe thematisiere, zunächst einmal zum Erfreulichen des Tages: Lewis Holtby hat einen neuen, bis 2019 laufenden Vertrag unterschrieben und seine bislang vereinbarten Bezüge von 3,4 Millionen Euro per annum drastisch gekürzt. „Für mich war schnell klar, dass ich beim HSV bleiben möchte. Die vergangenen Wochen waren hart, aber wir sind als Mannschaft und mit den Fans zu einer richtigen Einheit zusammengewachsen.

Moritz ist da - alte Probleme leider auch

Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn Spieler nicht erst bei uns durch die verschiedenen Medien laufen, ehe sie der HSV als Zugang vermelden kann. Und das ist in den letzten Monaten erstaunlich gut gelungen. Bei Christoph Moritz auch fast. Allerdings kamen hier auch aus dem direkten Umfeld des abgebenden Klubs Kaiserslautern Hinweise – zumindest war das bei mir so. Und deshalb war es keine große Überraschung, dass der HSV heute den 28 Jahre alten Mittelfeldspieler als dritten Zugang für die kommende Saison vermeldete.

Es passiert endlich etwas *Update: Waldschmidt nach Freiburg*

***Wie meine Kollegen von der BILD gerade berichten, ist der erwartete Wechsel von Luca Wladschmidt nach Freiburg perfekt. Die Breisgauer, die Waldschmidt schon vor der abgelaufenen Saison verpflichten wollten, überweisen demnach 5 Millionen Euro Ablösesumme an den HSV***

Alles neu beim HSV? Könnte passieren. Sollte es ja auch. Aber es scheint aktuell nicht so einfach zu sein. Bernd Hoffmann, der den HSV bereits zwischen Februar 2003 und März 2011 als Vorstandsvorsitzender führte, scheint aktuell der einzige Kandidat für den Vorstandsvorsitz zu sein.

Der Videobeweis hat ausgedient

Wer auch immer meint, der Videobeweis habe endgültig ausgedient, dem sage ich: schon längst! Ich bin wirklich komplett frei von überbordenden Sympathien für die Bayern oder die Eintracht aus Frankfurt. Von daher laufe ich auch nicht Gefahr, fälschlich Partei für eine Seite zu ergreifen. Aber wenn ich diese teilweise sinnbefreite Diskussion über das Foul von Boateng an Martinez höre, wird mir anders. Da trifft ein abwehrender Spieler im eigenen Sechzehner nur den Fuß seines angreifenden Gegners und es gibt keinen Elfer. Unfassbar.

PARTNER VON

Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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