Titz

Das Umfeld zum Erfolg zwingen ***Hoffmann für weitere drei Jahre HSV-Vorstandschef***

Es wird eine Zeitlang dauern, bis sich alle an die neue Liga gewöhnt haben  
Bei diesem personellen Umbruch und dem Setzen auf den „jungen Weg“ wird es Rückschläge geben  
Wir müssen Geduld haben  
Es geht nur darum, wieder aufzusteigen  
Wir dürfen niemanden unterschätzen und haben viele harte Duelle vor uns  
Dieser HSV braucht wieder eine Idee, eine Philosophie

Nur eine kleine Auswahl von Aussagen, die nach dem Abstieg und vor dem Beginn der neuen S

1:0-Sieg in Dresden - mit Glück und Hwang an die Tabellenspitze

Das erste Mal jubeln durften die Fans der SG Dynamo Dresden schon vor dem Spiel. Sponsoren hatten es ermöglicht, dass die Fans aus zwei Varianten den neuen und alten Namen des Stadions bestimmen durften: Rudolf Harbig Stadion. Viel mehr zu bejubeln gab es dann allerdings auch nicht, denn die Dresdner verloren am Ende gegen den HSV trotz einer Mehrzahl an Torchancen und großem Kampf mit 1:0. Neuzugang Hee-chan Hwang traf nach seiner Einwechslung mit einem genialen Schlenzer vor 30.723 Zuschauern im ausverkauften Stadion und besorgte dem HSV damit die Tabellenführung.

Titz lässt rochieren

Da hat Tobias Escher mal wieder tolle Arbeit geleistet! Alle Achtung, Tobi, für diese fundiert-analytische Betrachtung des Spiels gegen Heidenheim. Mit dem Fazit liegen wir auch recht nah beieinander. Der HSV ist weiterhin defensiv mit langen Bällen und bei schnellen Kontern zu anfällig. Zudem fehlt das klare Spiel aus der Viererkette nach vorn. Vor allem auch durchs Mittelfeldzentrum kam gegen Heidenheim nahezu nichts. Und erst mit den Wechseln und angetrieben vom 0:1-Rückstand bekam das HSV-Spiel nach vorn etwas mehr Zielstrebigkeit.So weit sind wir uns einig.

Titz' radikale Umstellungen begrenzen den Schaden, den er selbst angerichtet hat

Vor knapp drei Wochen – ja, solange ist das Hamburger 3:0 gegen Bielefeld schon her – feierte ich an dieser Stelle mein Debüt als Rautenperle-Taktikanalyst. Damals kritisierte ich Hamburgs Aufbauspiel. Zu selten habe man das Spiel ins Mittelfeld eröffnet, zu häufig direkt den Weg ins Angriffszentrum gesucht. Eine Analyse, die Christian Titz bei seinem Besuch bei unserem Live-Talk Rautenperle.tv unterschrieb. Dass der Cheftrainer nicht nur leere Worte sprach, unterstrich seine Aufstellung im Spiel gegen Heidenheim. Doch auch die neue Variante bot einiges zum Kritisieren.

Hauptsache, es wird gewonnen

Oh Mann, was habe ich diesen Satz immer gehasst: „Es kommt eben immer auch auf die Art und Weise an“, hieß es oft, wenn ich mal wieder etwas aufbrausender in der Diskussion war. Auch, wenn ich inhaltlich Recht hatte. Für mich war es oft nur Ablenkung vom Wesentlichen, irgendwie eine Art Alibi für diejenigen, die Unrecht hatten (jedoch etwas ruhiger als ich waren). Aber mit dem Alter kommt die Reife und heute weiß ich, dass es stimmt. Gestern sogar, was den HSV-Sieg betrifft. Denn die Art und Weise, wie dieses 3:2 gegen Heidenheim am Ende zustande kam, kann Gold wert sein.

Warum?

Titz wechselt Sieg ein - Lasogga trifft dreifach beim 3:2 gegen Heidenheim

Am Ende waren es die Wechsel, die dieses lange Zeit sehr zähe Spiel vor den Augen von 45.379 Zuschauern entschieden. Auf Heidenheimer Seite trafen die beiden Einwechselspieler Schmidt und Glatzel, beim HSV waren die eingewechselten Arp und Moritz zwei der drei Vorbereiter für den Hattrick des dritten Eingewechselten: Pierre Michel Lasogga. Denn Lasogga war es, der mit drei Toren in neun Minuten einen Rückstand in einen Sieg drehte. Mit 3:2 siegte der noch lange nicht stabil wirkende HSV gegen den 1.

Darf Hwang von Beginn an ran?

Und los geht es. Endlich wieder Livefußball mit dem HSV. Und dann auch noch im eigenen Stadion. Heidenheim kommt - und der HSV rechnet am morgigen Sonnabend (13 Uhr) mit rund 46.000 Zuschauern, die erleben wollen, wie der HSV seinen dritten Saisonsieg einfährt. „Es wird ein schweres Spiel“, warnt Titz wie immer vor dem kommenden Gegner, der am letzten Spieltag seine erste Saisonniederlage (0:1 gegen Darmstadt) hinnehmen musste und dementsprechend auf Wiedergutmachung pocht.

Hwang ist da - und Mavraj tritt nach

Seit dem Umzug in den Volkspark spricht man beim HSV davon, auch die Trainingsbedingungen zu professionalisieren. Und ganz ehrlich: Das hat man in fast allen Bereichen auch geschafft. Man hat drei Top-Rasenplätze mit Rasenheizung, einen Hybridrasen, zwei FIFA-taugliche Kunstrasenplätze und den Campus. Viel mehr geht nicht. Und viel mehr muss auch nicht. Allerdings gibt es eine Sache, die beim HSV seit 15 Jahren in der Planung steckt und noch immer nicht drin ist: Die Möglichkeit, auch mal etwas geheim einzustudieren. Selbst heute war das nicht möglich, obgleich es versucht wurde.

Eure Fragen - meine Antworten...

Wir haben uns zweifelsfrei den richtigen Tag für unsere Frage-Antwort-Runde ausgesicht. Denn heute ist beim HSV tatsächlich nahezu nichts passiert. Hee-chan Hwang landet heute Abend in Hamburg und wird morgen mittrainieren, ehe er im Anschluss an die erste Einheit mit seinen neuen Kollegen seinen Medizincheck absolviert. Zudem werden Pierre Michel Lasogga und Khaled Narey morgen wieder voll mittrainieren. Offen ist noch, ob auch Fiete Arp (Knie) und Lewis Holtby (Knöchel) dabei sein können. Die Wahrscheinlichkeit ist aber hoch, dass beide bis zum Anpfiff am Sonnabend wieder fit sind.

Lieber Paulinho...

Bevor ich heute auf das Tagesaktuelle eingehe, möchte ich die Gelegenheit nutzen und stellvertretend für einige Kommentare den von unserem User „Paulinho“ beantworten. Fett gedruckt seine Fragen/Aussagen, in normaler Schrift dann meine direkten Antworten:

Scholle träumt und träumt von Kühnes Millionen.

Es könnte so einfach sein...

Endlich wieder Fußball. Beim HSV gab es heute wieder Fußball auf dem Platz, um genauer zu sein. Die erste Trainingseinheit der Woche vor dem nächsten Ligaspiel gegen Heidenheim stand an. Und das ist auch gut so, denn hier hatte binnen kürzester Zeit den HSV wieder eingeholt, was man endlich dachte, losgeworden zu sein: Übersteigerte Vereinspolitik. Denn die tritt gerade wieder los. Anstoß gegeben hatte ein Interview von Klaus Michael Kühne in der „Welt am Sonntag“, in dem er angekündigt hatte, aussteigen zu wollen.

Der eigene Nachwuchs ist die Antwort

Hier in der Rautenperle war es nur ein Absatz, und heute ist es die Topmeldung verschiedener Zeitungen: Klaus Michael Kühne möchte seine Anteile verkaufen. Klar, das stimmt und ist schon länger so. Wie ich Euch am  3. September unter dem Titel „Gut - für den Moment“ berichtet hatte, hat Klaus-Michael Künhne seine Anteile schon verschiedenen Interessenten angeboten:

Ruhe, bitte!

Morgen geht es um mehr als nur die drei Punkte gegen den TSV Havelse. Wenn die U21 des HSV morgen um 14 Uhr in der Regionalliga auf der Wolfgang- Meyer-Sportanlage den Platz betritt, spielt bei den HSV-Verantwortlichen auch die Frage mit, ob die aktuelle Besetzung die richtige ist. Und es schwingt wieder jene verhängnisvolle Politik mit, die den HSV in den letzten zehn, 15 Jahren die Erstklassigkeit gekostet hat. Denn bei der Frage, ob der junge Trainer Steffen Weiß nach bislang zwei Siegen und sechs Niederlagen der richtige Trainer für die U21 ist.

Was Holtby und Hunt wertvoll macht

Am Ende interessiert und vor allem: belastet es fast immer mehr die Öffentlichkeit, als die Betroffenen selbst. Und deshalb wurde rund um das Nations-League-Spiel gegen Frankreich ein unfassbarer Hype darum gemacht, ob sich die Nationalelf unter Trainer Joachim „Jogi“ Löw in neuem Gewand und auch entsprechend verbessert gegenüber der WM präsentiert. Vorweg: Ich fand die Mannschaft gestern gut. Dabei hatte ich bei der Analyse-Pressekonferenz mit Löw eher das Gefühl, dass die Verantwortlichen beim DFB das Problem der Nationalmannschaft nicht annähernd so groß wähnten, wie wir von außen.

Guter Test: HSV schlägt Braunschweig 2:1

Wie in den Länderspielpausen inzwischen schon fast Usus, absolvierte der HSV auch diesmal in der ersten der beiden spielfreien Wochen ein Testspiel auf heimischem Geläuf. Gegner heute war der starke Drittligist Eintracht Braunschweig. Und obwohl der HSV dank einer stärkeren zweiten Halbzeit  am Ende völlig verdient mit 2:1 gewinnen konnte, war es ein hartes Stück Arbeit für die Männer von HSV-Trainer Christian Titz. „Der Gegner hat uns intensiv angelaufen und war sehr griffig. Wir hatten uns einen Testgegner gewünscht, der uns das Leben schwer macht, das haben sie getan.

Stresstest - fünf Spiele in 16 Tagen

Dass es kein Vorteil sein würde, war klar. Jetzt wurde das Nachholspiel gegen Dresden terminiert. Am Dienstag den 18. September geht es um 18.30 Uhr auswärts um die drei Punkte, die man eigentlich schon am vergangenen Wochenende ausgespielt haben wollte, sich aber dem Sicherheitsrisiko der verschiedenen politischen Demos beugen musste. Das bedeutet, der HSV muss nach der Länderspielpause fünf Spiele in 16 Tagen absolvieren. Darunter auch das Stadtderby gegen den FC St. Pauli am 30. September im Volksparkstadion. Die Englischen Wochen im Überblick:

Beim Nachwuchs läuft's nicht rund - aus Gründen

Länderspielpause, das ist bei einem Verein wie dem HSV immer gefährlich. Solange es nicht komplett rund läuft oder es gar irgendwas zu feiern gibt, drohen Ärgernisse. Vor allem, wenn es irgendwo nicht läuft. Wie im Unterbau. Wobei: Dass es im Nachwuchs nicht rund läuft, war zu erwarten. Die U21 wurde personell durch verschiedene Beförderungen quasi zerpflückt. Und wofür man Christian Titz auf der einen Seite („neuer Jugendstil“) feiert, will man jetzt Steffen Weiß in der U21 abwatschen? Nein. Das funktioniert nicht.

Gut - für den Moment

Er hat zumindest mal frei. Abschalten, Akkus wieder aufladen. „Leider kann ich nicht einfach mit allen in den Urlaub, weil Schule ist“, sagt Ralf Becker. Dennoch sei er sich sicher, dass ihm die Pause guttun werde und er sie genießen kann. Der Sportvorstand: „Ich werde versuchen, mal ein paar Tage ohne die Thematik Fußball auszukommen. So schwierig das sein wird – es ist tatsächlich mal wieder nötig.“ Zumal die Wintertransferperiode unmittelbar nach dem Ende der Sommertransferphase vorbereitet werden will. Sagt Becker.

Einfach mal die Ruhe bewahren

Eigentlich sollten heute und eventuell auch morgen noch (je nach Themenlage) Blogpausen eingelegt werden. Und bis zum Spiel des FC St. Pauli gegen Köln, das ich mir heute live angesehen habe, war ich auch fest davon überzeugt, dass das ginge. Geht aber nicht. Denn das Spiel der Kölner hat gezeigt, wie man in der Zweiten Liga aufsteigt: Wenn man auch in den brenzligsten Situationen die Ruhe bewahrt und seiner Überzeugung folgt.

„Wir wollen das Spiel schnellstmöglich nachholen“

Spielfreier Sonnabend – mitnichten. Statt des Topspiels in Dresden stand heute für die HSV-Spieler ein interner Vergleich an. Elf gegen Elf, wobei im B-Team auch Co-Trainer Andre Kilian (sehr stark!) mitmischte. Am Ende stand ein 2:1-Sieg für das vermeintliche A-Team fest. Wobei das nicht so interessant war wie der Umstand, dass heute im vermeintlichen B-Team Orel Mangala und Pierre Michel Lasogga mitmischten und die A-Elf wohl genau die Elf war, die in Dresden begonnen hätte.

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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