Titz

Santos - der etwas andere Topspieler

Er ist in bestechender Form - und das sogar sehr konstant. Douglas Santos zuzusehen als HSV-Fan macht einfach mächtig Spaß. Der Brasilianer ist bislang allen Gegenspielern überlegen. Hinten hat er die Außenstürmer kaltgestellt, während er nach vorn immer wieder gefährliche Situationen kreiert hat. Zuletzt gegen das Spitzenteam 1. FC Köln war er es schließlich, der mit einem fulminanten Sololauf samt Torschuss den spielentscheidenden Treffer initiierte - Lasogga brauchte nur noch abzustauben. Er gehöre in die Champions League, und,  er könne innerhalb des Teams immer wieder hervorstechen lobten Torhüter Julian Pollersbeck und Sportvorstand Ralf Becker den Linksverteidiger, der im Sommer noch auf einen Wechsel gedrängt hatte. Der HSV hatte ihm diesen Wunsch allerdings damals in Person Beckers verweigert und eine Mindestablösesumme in Höhe von 25 Millionen Euro für ihn aufgerufen. Daraufhin sprangen alle Interessenten ab. Zu teuer.

Das System Wolf vor der ersten Härteprobe

Der Trainerwechsel von Christian Titz zu Hannes Wolf traf die HSV-Welt völlig unerwartet. Knapp zwei Wochen später ist der erste Schock verdaut. Für Wolf steht indes die erste echte Härteprobe an: Im Spitzenspiel geht es gegen den spielstarken 1. FC Köln. Was hat Wolf bisher beim HSV verändert? Und wie gut wird sein System gegen Markus Anfangs Kölner funktionieren? Wer nach der Entlassung von Titz auf eine große taktische Revolution gehofft hat, dürften die ersten beiden Pflichtspiele unter Wolf enttäuscht haben. Wolf baut behutsam auf dem Grundgerüst seines Vorgängers auf. So lässt auch Wolf seine Mannschaft aus einem 4-3-3-System ein ruhiges Ballbesitzspiel aufziehen, dass vornehmlich über die Innenverteidiger läuft.

Bei Wolf ist weniger oft mehr

Hannes Wolf ist kein Mann zu vieler Worte. Er reduziert sich auf das Nötigste, wie er selbst sagt. Und das gilt auch für die Mannschaft. Hier hatte der neue HSV-Trainer zuletzt auf Veränderung so weit wie möglich verzichtet. Wolf betonte immer wieder, dass er eine intakte Mannschaft vorgefunden habe und nur kleine Stellschrauben drehen müsse. Und diesem Motto bleibt er sich auch vor dem Spitzenspiel am Montag gegen den 1. FC Köln treu. Zumindest deutet vieles daraufhin.

Becker springt Hoffmann zur Seite

„Ich weiß, dass viele HSV-Anhänger unsere Entscheidung des Trainerwechsels nicht nachvollziehen konnten und daher frustriert oder sogar sauer sind. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal anmerken, dass es sich bei diesem Schritt nicht um eine Spontanentscheidung handelte, sondern um eine wohl überlegte, zu der ich weiterhin stehe. Als Sportvorstand ist es meine Aufgabe und Verantwortung, die sportliche Gesamtentwicklung stetig im Auge zu haben und mir im Sinne des Clubs immer wieder die Frage zu stellen: Sind wir auf dem richtigen Weg?

Wolfs Politik der kleinen Schritte

Das nenne ich mal einen Spieltag, der viel besser für den HSV nicht hätte laufen können. Heute patzten nach dem 1. FC Köln gestern (nur 1:1 gegen Heidenheim) auch die Verfolger FC St. Pauli (0:1 gegen Holstein Kiel) und Union Berlin (0:0 gegen früh dezimierte Dresdener). Das bedeutet, nach dem DFB-Pokalspiel am Dienstag in Wiesbaden trifft am 5. November im Montagabendspiel also der Tabellenzweite (HSV) auf den Tabellenführer aus Köln - und das punktgleich. Das ist dann mal ein echtes Spitzenspiel. Leider noch eine Liga zu tief - aber okay. Freue wir uns einfach mal darüber, dass der HSV so weit oben dran bleibt. Mit dem neuen Trainer Hannes Wolf, dem die einleitenden Zeilen dieses Blogs sicher nicht gefallen würden. Denn Wolf ist, das machte er auf der heutigen Pressekonferenz mehr als deutlich, schon komplett auf das Spiel am Dienstag beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden eingestellt.

Guter Start für Wolf - Fans attackieren Vorstandsboss Hoffmann

Der Trainer wirkte erleichtert - aber erb ar zugleich auch schon mit der nötigen Spannung für das nächste Spiel ausgestattet. „Es wurde jetzt genug gelobt“, so Hannes Wolf heute nach dem Spiel-Ersatztraining. Jetzt gelte seine Aufmerksamkeit dem nächsten Spiel am Dienstag, wenn es im DFB-Pokal gegen Wehen Wiesbaden geht. Und das ist auch alles gut so - allerdings sollten zumindest wir hier noch mal rekapitulieren dürfen, was wir gestern in Magdeburg gezeigt bekommen haben.

Wolf verdient die nötige Offenheit

Es tut immer wieder gut, wenn man hitzige Diskussionen mit ein wenig Abstand rekapituliert. Und dass die Entlassung von Trainer Christian Titz kontroverser und teilweise auch hitziger geführt wird als bei seinen Vorgängern, das kann wohl niemand leugnen. Die einen sehen den Schritt als alternativlos an, weil der HSV einen Etat hat, der ihn dazu verpflichtet, jeden Gegner (Köln mal ausgenommen) nicht nur zu schlagen, sondern ihn dabei auch zu dominieren. Und das hat der HSV in den letzten Wochen tatsächlich nicht.

Titz' letztes Spiel als HSV-Trainer - Und täglich grüßt das Murmeltier

Langsam wird es anstrengend. Spieltag für Spieltag versuche ich, einen frischen Ansatz zu finden für meine Spielanalysen der HSV-Partien; einen besonderen taktischen Aspekt, einen einzigartigen Kniff, eine Veränderung im Hamburger Spiel. Doch nachdem dem Hamburger SV nun Spiel für Spiel dieselben Fehler unterlaufen, gehen mir mittlerweile die Ideen aus. Eigentlich könnte man auch eine der vergangenen Analysen an dieser Stelle einfügen. Copy & Paste. Seit der 0:5-Niederlage verlaufen Hamburger Spiele stets nach demselben Muster: Der HSV dominiert den Ballbesitz, die Verteidiger lassen die Kugel laufen – doch nach vorne gelangt der Ball nicht. Auch gegen den VfL Bochum tat sich der HSV schwer damit, Chancen herauszuarbeiten. Ein weiteres 0:0 – das dritte aus den vergangenen vier Spielen – ist das folgerichtige Ergebnis.

Der Nächste, bitte...

Es ist eigentlich gar nicht so überraschend. Nicht einmal ein echter „Hammer“, auch wenn ich das heute Nachmittag noch meinte. Vielmehr ist die Trainerentlassung von Christian Titz eine lange bereits erwartete und ebenso lang vorbereitete Aktion gewesen.

Hammer: Trainer Titz entlassen - Hannes Wolf übernimmt

Seit Monaten schwelt es. In den letzten Wochen verdichteten sich die Gerüchte, dass Trainer Christian Titz in Hamburg keine lange Zukunft mehr haben wird - und jetzt ist es tatsächlich soweit: HSV-Cheftrainer Christian Titz ist entlassen - Hannes Wolf, der zuletzt den VfB Stuttgart in die Erste Bundesliga führte, übernimmt ab sofort. Offiziell werden sportliche Gründe angeführt. Aber angesichts der nur zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer bleibt hier doch ein Geschmäckle. Vielleicht sogar mehr als das. Aber dazu später mehr, wenn ich mit allen Beteiligten habe sprechen können.

Lauerstellung allein reicht nicht

„Zu Hause wollen wir natürlich gewinnen. Das haben wir wieder nicht geschafft. Wir sind nicht zufrieden.“ Sätze, die so von jedem HSV-Spieler sowie von jedem Verantwortlichen hätten kommen können.

Nur 0:0 - HSV trifft zuhause nicht

Im sechsten Heimspiel hat der HSV zum vierten Mal keinen eigenen Treffer erzielen können. Mehr noch, der VfL Bochum hatte heute zwar weniger vom Spiel und mit etwas Glück zwei große Torchancen - aber das waren auch die besten des Spiels.

Die Qual der Wahl

Fiete Arp machte draußen weiter. Und während der Rest der Mannschaft ins Stadioninnere zog, um dort unter Ausschluss der Öffentlichkeit Standards und andere taktische  Dinge einzustudieren, absolvierte der HSV-Youngster auf dem Trainingsplatz eine ganze Menge individueller Läufe, bis hin zu längeren Sprints. Offenbar, und das bestätigte so auch der Trainer später, ohne weitere Probleme. Soll heißen: Stand heute Arp würde am Sonntag im Kader stehen, obwohl er sich einen Teilanriss des Außenbandes im Sprunggelenk zugezogen hatte.

Wie fit sind Arp und Hwang?

Der frisch zubereitete MorningCall vom Freitag, 19.10.2018

Es ist alles offen. „Fiete hat heute seinen Belastungstest gehabt.

Der HSV betritt den Weg der Vernunft

„Es geht darum, dass wir insgesamt angemessen wirtschaften. So wie andere Vereine auch.

Die Lasogga-Frage

Es ist immer wieder nett, am Trainingsplatz zu stehen und mit den Kollegen zu sprechen. Wir unterhalten uns dabei fast immer über das, was wir gerade auf dem Platz sehen, was kurz zuvor in der Liga zu sehen war - und natürlich immer auch über die Vereinspolitik beim HSV. Manchmal mischen sich diese Themen auch. Fast zwangsläufig ist das der Fall, wenn beispielsweise der Vorstand Sport mit im Spiel ist. Und das ist dieser immer, wenn es um die sportlichen Belange der Bundesligamannschaft geht. Insbesondere, wenn es um die Kaderzusammenstellung geht. Heute beispielsweise habe ich mit einem immer sehr gut informierten Kollegen darüber diskutiert, wie Pierre Michel Lasogga tatsächlich (sportlich) am gewinnbringendsten eingesetzt werden kann. Seine These war, dass man den Angreifer nach seinen Toren länger hätte spielen lassen und ihm das Vertrauen hätte schenken müssen. „So hätte man seinen positiven Lauf“ mitgenommen und er hätte sicher noch mehr als die bisherigen fünf Treffer erzielt. Eine These, die Lasogga im Abschlussspiel übrigens just in dem Moment, wo mein Kollege den Satz ausgesprochen hatte, mit einem sehr schönen Treffer per Kopf untermauerte.

Überragend. Danke!

Um 20 Uhr setzen wir uns zusammen, werden lecker was essen und dann sicher das Länderspiel schauen. Ganz entspannt bei dem einen oder anderen Getränk! Entspannt vor allem, weil es mal ein Spiel ist, über das wir nicht berichten müssen. Zudem ist es immer interessant, wenn wir auf unsere geliebten Nachbarn treffen. Kurz gesagt: Fußball zum Genießen wird es. Apropos, um den Geburtstag, den wir morgen begehen wollen, klangvoll einzuläuten, anbei eine Komposition des Wortspielers, der offenbar weiß, was wir (unter anderem) heute Abend trinken…

 

Mit Tempo zum 3:2 - HSV gewinnt Test gegen Aarhus

Revanche geglückt. Und das sogar überzeugender als es das Ergebnis vermuten lässt: Mit 3:2 (0:1) besiegte der HSV heute auf dem Trainingsplatz den dänischen Tabellen-Fünften Aarhus GF mit 3:2. Und das, nachdem man unmittelbar nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit sogar mit 0:2 in Rückstand geriet. Der beste Mann auf dem Platz, Aaron Hunt (58.), sowie der eingewechselte Bakery Jatta (64./FE.) und Khaled Narey trafen für den HSV, der zudem etliche gute Gelegenheiten ausließ.

Eure Fragen - unsere Antworten

Christoph Moritz ist angeschlagen, konnte aber nach kurzer Behandlung wieder mittrainieren. Dass der HSV-Vorstand beschlossen hat, den Anteilseigner Klaus Michael Kühne nicht mehr um Geld zu bitten, ist länger schon bekannt. Vor drei Wochen, so berichtet es die SportBild, hat man es auch Kühne selbst in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt. Ansonsten gibt’s sportlich und auch sonst vom HSV heute nicht viel zu vermelden. Außer, dass morgen zunächst nicht öffentlich und dann erst wieder am Montag trainiert wird. Also Zeit genug, dass wir uns mal mit uns selbst beschäftigen.

Einfach mal normal sein

Es ist immer wieder nett, wenn sich am Fuße Uwe Seelers neue Ehrungen abspielen. Diesmal waren es der abwesende Jürgen („Joschi“) Groh, Caspar Memering, Peter Hidien und Mladen Petric, die sich mit ihren Füßen rund um den großen Seeler-Fuß verewigten. Große Namen aus größeren HSV-Zeiten. Dieter Matz hatte die Laudatio gehalten und alle waren gut drauf, selbst das Wetter spielte perfekt mit. Es stimmte einfach. Umso erstaunter zeigte sich Mladen Petric, als er darauf angesprochen wurde, dass es beim HSV aktuell etwas unruhig ist. „Unruhe? Echt jetzt? Es läuft doch super!

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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