Hunt

Mit Personalproblemen ins Nordderby

Als der Rest zum Standards üben ins Stadioninnere ging – trotzdem kein Werder-Spion anwesend war -, blieb Vasilije Janjicic draußen. Zusammen mit den anderen Nichtnominierten (Waldschmidt, Schipplock, Thoelke) absolvierte er Zweikampf- und Schussübungen. Und um 17.17 offenbarte der HSV dann, was zu erwarten war: Der Unfallverursacher ist nicht im Kader für das Nordderby morgen bei Werder Bremen. Und das, obwohl der HSV durch den Ausfall von Ekdal und Holtby sowie der anstrengenden Rückreise Walaces aus Brasilien gerade auf seiner Position Bedarf hat. Ein klares Zeichen.

Marcus Scholz

23. Februar 2018

Hollerbach: "Die Messe ist noch lange nicht gelesen"

So funktioniert es. Der eine Trainer sagt halb im Spaß, halb ernsthaft etwas – und schon entsteht daraus eine dramatische Geschichte. „Werder-Trainer enttarnt HSV-Spion“ hieß es, nachdem Werder Bremens Trainer Florian Kohfeld von einem Zuschauer erzählt hatte, der versucht haben soll, das Geheimtraining der Bremer zu sehen. „Er sagte, er wolle Autogramme haben – und ich habe sie ihm zugesagt“, so Kohfeld im Spaß über eine Sache, die heute so alltäglich ist wie dumme Äußerungen von Donald Trump.

Marcus Scholz

22. Februar 2018

Hunt sieht sich in der Bringschuld

„Nein, mach einfach und halt’ du doch die Fresse“, schimpfte Kyriakos Papadopoulos in Richtung von Luca Waldschmidt, der sich heute einer Ansage des Griechen mit den Worten „Halt die Fresse“ zu entziehen versuchte. Es war tatsächlich Dampf drin im Trainingsspiel. Und rechnet man jetzt noch die tiefe Platzwunde von Lewis Holtby aus dem gestrigen Training hinzu, man könnte für einen kurzen Moment glauben, hier stellt sich tatsächlich sowas wie richtige Derbystimmung ein.

Marcus Scholz

21. Februar 2018

Eskalationsstufe Nummer eins

Nach einigen Wochen des Abtastens und Abwartens – zumindest, was die Öffentlichkeit betrifft – gehen die beiden Präsidentschaftskandidaten jetzt den harten Weg. Sie schaukeln sich via Zeitungsinterviews hoch. Meist beginnen die Sätze mit, „Mir liegt es fern, etwas über meinen Gegenkandidaten zu sagen“, und wird dann doch ergänzt mit, „aber trotzdem kann ich sagen, dass....“. So geschehen im Abendblatt per Interview – erst Bernd Hoffmann und dann an selber Stelle Jens Meier. Das Gleiche in der BILD und im TV.

Marcus Scholz

13. Februar 2018

Die Hoffnung schwindet - ein letzter Appell soll helfen

Seine Stimme klingt arg angekratzt. Von tag zu Tag wird Bernd Hollerbach heiserer. Und das nicht, weil er beim Training besonders laut schreit. Dafür hat er seine Trillerpfeife oder eben seine Assistenten dabei. „Der Fiete hat die Seuche angeschleppt und jetzt liegen alle flach“, flachst Hollerbach, angesprochen auf seine Stimme – und auf Lewis Holtby. Denn der Linksfuß fiel heute grippebedingt aus. Ob er am Wochenende einsetzbar sein wird, war noch nicht abzusehen, so der HSV-Cheftrainer, der heute im Training viel Wert auf Passspiel legte.

Marcus Scholz

7. Februar 2018

Der HSV zwingt sich selbst in die Knie

Die Aufregung ist groß. Und das zurecht. Ein Aufsichtsrat schreibt Kollegen an, um sie von der Notwendigkeit zu überzeugen, den Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen und den Sportchef Jens Todt zu kippen – was allein noch nicht schlimm ist. Dass diese Email aber wieder an die Öffentlichkeit lanciert wird, ist bezeichnend für die Lernunfähigkeit der HSV-Räte. Dennoch. Jens Todt hatte ich das erste Mal im Trainingslager unter vier Augen und anschließend vor zehn Tagen noch mal darauf angesprochen, dass es derartige Tendenzen gegen ihn im Kontrollgremium geben würde.

Marcus Scholz

2. Februar 2018

Handlungsunfähig

Na klar. Jetzt werden sie kommen, die Durchhalteparolen. Man habe großen Wert darauf gelegt, nichts zu machen, nur um etwas zu machen. Der Typ Soforthilfe war nicht zu bekommen. Und: Man will seinen Talenten nicht den Weg verbauen. So oder so ähnlich werden die Verantwortlichen in den nächsten Tagen argumentieren, weshalb sie in dieser Transferphase tatenlos geblieben sind. Dabei wäre diese Transferphase auch in einem Satz zusammengefasst: Wir haben kein Geld, keine Ideen und keinen Lösungsansatz. Punkt. Kurzum: Setzen, sechs. Mal wieder.

Marcus Scholz

31. Januar 2018

Hollerbach warnt: „Das ist noch kein Grund, um 'Juhu!' zu schreien“

Der Tag danach diente zuletzt immer ein wenig der Ruhe und Regeneration. Die Stammspieler absolvierten einen lockeren Lauf oder ließen sich nur behandeln, während die Reservisten auf dem Platz trainierten. Heute jedoch war das anders. „Für mich gibt es da kein Schema F“, so Neu-HSV-Trainer Bernd Hollerbach, der heute Morgen alle Spieler auf dem Platz versammelte und eine kernige, durchaus laufintensive Einheit (zumeist mit Ball) absolvieren ließ. Auslaufen? War gestern schon. Denn direkt nach dem Spiel liefen die HSV-Profis in der Red Bull Arena in Leipzig bereits aus.

Marcus Scholz

28. Januar 2018

Hollerbach deutet seine erste Elf an - mit Walace

Bernd Hollerbach hatte nicht viel zu erzählen. Obwohl, doch, er hätte sicher ganz viel zu sagen. Er tat es nur nicht. Er will sich schlichtweg noch nicht in die Karten gucken lassen. Und in einigen Dingen ist er sich wohl auch noch nicht hundertprozentig sicher. Erst heute Abend bespricht er sich beispielsweise abschließend mit seinem Torwarttrainer Stefan Wächter, wer denn unter ihm die Nummer eins im Tor sein wird. Im Training ist Christian Mathenia wie sonst auch deutlich präsenter, lauter und auffälliger.

Marcus Scholz

25. Januar 2018

Standortbestimmung á la Hollerbach

Nein, der Typ Magath ist er nicht. Sagt Bernd Hollerbach zumindest. Und dennoch behaupte ich, dass ich in der Mannschaft heute fünf Spieler mindestens finden würde, die das Gegenteil behaupten würden. Denn das, was Bernd Hollerbach an seinem ersten ganzen Trainingstag machte, hatte es in sich. In Vierergruppen sollten sich die Spieler zusammentun, ehe es um die beiden unteren Trainingsplätze ging. Drei Minuten waren pro Runde erlaubt. Für eine Profi absolut machbar, wenn man bedenkt, dass die geforderte Distanz rund 1000 Meter (zwei Runden á 500 Meter) betrug.

Marcus Scholz

23. Januar 2018

Entscheidung vertagt

Wenn es nicht läuft, wird es unruhig. Fast überall. Da macht der HSV keine Ausnahme. Schon in der Hinrunde war es laut geworden, als der HSV zuerst acht Spiele in Folge sieglos blieb (davon sogar sieben Spiele verlor) und letztlich auf einen Abstiegsplatz rutschte. Schon damals wurden alle in Frage gestellt – zurecht wohlgemerkt. Auch der Trainer. Allerdings passierte nichts. Fast alle wurden angezählt, nur verändert wurde nichts. Und das Ergebnis ist dementsprechend wenig verwunderlich gleichbleibend schlecht. Tendenziell sogar eher schlechter als besser.

Marcus Scholz

16. Januar 2018

Planlos auf allen Ebenen?

Es gibt sie immer noch. Diejenigen, die behaupten, der Kader sei gut genug für den Klassenerhalt. Und das, obgleich Wochenende für Wochenende vorgeführt wird, dass der HSV in der Breite einfach nicht ausreichend gut aufgestellt ist. Es mag sein, dass der HSV mit der ersten Elf die Möglichkeit hätte, zwei, drei Plätze weiter oben zu stehen. Meinetwegen auch vier oder fünf. Aber Fakt ist nunmal, dass man im Laufe einer Saison immer mehr als nur diese elf Spieler braucht.

Marcus Scholz

14. Januar 2018

Gisdol erhöht den Druck

Das neue Trainingsjahr begann, wie das alte Trainingsjahr aufgehört hatte. Also, zumindest in dem Part nach den Warmmachübungen beim Abschlussspiel der Vormittagseinheit. Auf verengtem Spielfeld wurde das schnelle Umschaltspiel geübt. Allerdings noch immer nicht so, dass Trainer Markus Gisdol zufrieden war. Immer wieder unterbrach er, korrigierte und forderte auf, schneller zu spielen, schärfer zu passen und generell einfach konzentrierter zu agieren. Zudem lobte er bei guten Aktionen.

Marcus Scholz

2. Januar 2018

Ein kurzer Blick zurück - und dann volle Fahrt voraus...!

So, das war es dann für dieses Jahr. 365 Tage, die uns in ein voraussichtlich erneut sehr aufregendes 2018 entlassen. Sportliche Fazits hatte ich hier in den letzten Tagen gezogen und dabei noch eine Abteilung unberührt gelassen: den Angriff. Vorausgeschickt: Dass man hier aktuell noch auf der Suche nach einem Zehner ist, spricht nicht für die eigene Offensivabteilung. Im Gegenteil: Es spricht dafür, dass man in einem Jahr in Sachen Kreativität keinen Fortschritt gemacht hat. Ein Armutszeugnis, das man gleich in verschiedene Richtungen aussprechen muss.

Marcus Scholz

31. Dezember 2017

Dauerbaustelle Doppelsechs

Es ist das Herzstück im Mittelfeld. Sagt Trainer Markus Gisdol. Von hieraus wird das Spiel gelenkt. Allerdings ist es beim HSV leider auch eine Art Dauerbaustelle: die Doppelsechs. Seit Jahren sucht der HSV hier nach der richtigen Rezeptur. Auch dieses Jahr wieder. Janjicic, Jung, Ekdal, Sakai, Walace, partiell Holtby, und selbst Aaron Hunt spielte schon auf dieser Position. Allein eine Dauerlösung konnte bis heute nicht gefunden werden.

Marcus Scholz

28. Dezember 2017

Frohe Weihnachten Euch allen!!

Okay, Ihr habt natürlich Recht: Die heilige Weihnacht ist erst am Montag. Aber die Zeit zum Wünschen und zum gemütlich mit der Familie feiern ist vorher. Und genau das wünsche ich Euch heute von Herzen. Es war eine sehr kurzentschlossene Reaktion auf verschiedene Umstände. Es war sicher mutig – aber es hat sich absolut gelohnt! Ihr habt uns in diesem Mut zu 1887 Prozent bestätigt. Nach zweieinhalb Monaten „Rautenperle“ kann ich Euch versichern, dass das zwar längst noch nicht alles ist, ganz im Gegenteil. Aber bis hierhin haben sich alle unsere Hoffnungen erfüllt. Dank Euch!

Marcus Scholz

24. Dezember 2017

Zeit für Konsequenzen

Der HSV überwintert nach dem Werder-Punkt gegen Mainz heute tatsächlich auf einem direkten Abstiegsplatz. Schon vorher herrschte hier die mehrheitliche Meinung vor: Markus Gisdol raus. Und mit nur 15 Punkten nach 17 Spielen hat der Trainer selbst tatsächlich nur sehr wenige Argumente, die für eine Fortsetzung seiner Tätigkeit beim HSV sprechen. Außer vielleicht den allgemeinen Wunsch nach Konstanz, dessen Forderung in diesem Fall eher ein Fall fürs Phrasenschwein denn sachliche Argumentation ist. Oder ist Gisdol doch richtig?

Marcus Scholz

16. Dezember 2017

HSV setzt Zeichen: Neue Verträge für Peters und Ito

Kurz vor Weihnachten und kurz vor Hinrundenende setzt der HSV vertragliche Zeichen. Heute wurden gleich zwei Weichen für die Zukunft gestellt. Sportdirektor Bernhard Peters hat seinen Vertrag bis 2020 verlängert, und einer „seiner“ Schützlinge, Tatsuya Ito, wurde bis 2021 an den HSV gebunden. Richtungsweisende Entscheidungen in der Geschäftsstelle – und das einen Tag vor einem ganz besonderen Spiel.

Marcus Scholz

14. Dezember 2017

20 schwache Minuten - bittere Niederlage gegen Frankfurt

Das letzte Heimspiel in 2017 ist gegen Eintracht Frankfurt mit 1:2 verloren gegangen. Bitter verloren, weil dafür 20 verpennte Minuten reichten. Dabei begann der HSV wie zuletzt so oft sehr offensiv ausgerichtet. Luca Waldschmidt ersetzte Tatsuya Ito, ansonsten spielte der HSV mit der Startelf die auch gegen Wolfsburg begonnen hatte. Allerdings, wie geschrieben, deutlich offensiver als am Sonnabend zu Beginn. Das Feuerwerk in beiden Fankurven spiegelte sich schnell auf dem Platz wieder und führte schon nach fünf Minuten zum ersten Treffer.

Marcus Scholz

12. Dezember 2017

Tradition ist keine Einbahnstraße - oder warum Ehemalige immer wieder gegen den HSV schießen...

Das Huhn oder das Ei – was war zuerst? Und vor allem, auf den HSV bezogen, wie bekommt man hier endlich wieder Grund rein und nutzt die Potenziale im Verein maximal, anstatt sie andauernd nur gegeneinander zu benutzen? Diese Frage stelle ich mir heute sicher schon das 100. Mal. Diesmal, nachdem ich das Gespräch mit Manfred Kaltz in der „SportBild“ gelesen habe. Dort erklärt der Rekordspieler des HSV:

Marcus Scholz

6. Dezember 2017

Partner von

Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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