Hoffmann

Becker springt Hoffmann zur Seite

„Ich weiß, dass viele HSV-Anhänger unsere Entscheidung des Trainerwechsels nicht nachvollziehen konnten und daher frustriert oder sogar sauer sind. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal anmerken, dass es sich bei diesem Schritt nicht um eine Spontanentscheidung handelte, sondern um eine wohl überlegte, zu der ich weiterhin stehe. Als Sportvorstand ist es meine Aufgabe und Verantwortung, die sportliche Gesamtentwicklung stetig im Auge zu haben und mir im Sinne des Clubs immer wieder die Frage zu stellen: Sind wir auf dem richtigen Weg?

Wolf setzt auf Kontinuität - Hwang fällt aus

Es waren nur noch wenige Minuten bis zum Trainingsende, als es dann doch passierte: Hee-chan Hwang musste das Training abbrechen. Er fasst sich an den Oberschenkel, humpelte an den Rand und wurde behandelt. Zum Weitermachen allerdings reichte das nicht. Der Südkoreaner verließ daher (kurz) vor den Teamkollegen den Platz vorzeitig. Und er war dann auch nicht in dem 18 Mann starken Aufgebot, das Trainer Hannes Wolf für das Spiel beim SV Wehen Wiesbaden berief. Pollersbeck, Lacroix, van Drongelen, Bates, Douglas, Narey, Holtby, Lasogga, Ito, Mickel, Moritz, Hunt, Arp, Janjicic, Jatta, Sakai, Mangala und Wintzheimer, der für Hwang nachnominiert wurde, reisten mit nach Wehen, um den Einzug in die dritte Runde des DFB-Pokals zu schaffen. Und wie ernst Trainer Wolf das morgige Pokalspiel nimmt, machte er bereits gestern in der Pressekonferenz deutlich.

Guter Start für Wolf - Fans attackieren Vorstandsboss Hoffmann

Der Trainer wirkte erleichtert - aber erb ar zugleich auch schon mit der nötigen Spannung für das nächste Spiel ausgestattet. „Es wurde jetzt genug gelobt“, so Hannes Wolf heute nach dem Spiel-Ersatztraining. Jetzt gelte seine Aufmerksamkeit dem nächsten Spiel am Dienstag, wenn es im DFB-Pokal gegen Wehen Wiesbaden geht. Und das ist auch alles gut so - allerdings sollten zumindest wir hier noch mal rekapitulieren dürfen, was wir gestern in Magdeburg gezeigt bekommen haben.

Wolf verdient die nötige Offenheit

Es tut immer wieder gut, wenn man hitzige Diskussionen mit ein wenig Abstand rekapituliert. Und dass die Entlassung von Trainer Christian Titz kontroverser und teilweise auch hitziger geführt wird als bei seinen Vorgängern, das kann wohl niemand leugnen. Die einen sehen den Schritt als alternativlos an, weil der HSV einen Etat hat, der ihn dazu verpflichtet, jeden Gegner (Köln mal ausgenommen) nicht nur zu schlagen, sondern ihn dabei auch zu dominieren. Und das hat der HSV in den letzten Wochen tatsächlich nicht.

Der Nächste, bitte...

Es ist eigentlich gar nicht so überraschend. Nicht einmal ein echter „Hammer“, auch wenn ich das heute Nachmittag noch meinte. Vielmehr ist die Trainerentlassung von Christian Titz eine lange bereits erwartete und ebenso lang vorbereitete Aktion gewesen.

Hammer: Trainer Titz entlassen - Hannes Wolf übernimmt

Seit Monaten schwelt es. In den letzten Wochen verdichteten sich die Gerüchte, dass Trainer Christian Titz in Hamburg keine lange Zukunft mehr haben wird - und jetzt ist es tatsächlich soweit: HSV-Cheftrainer Christian Titz ist entlassen - Hannes Wolf, der zuletzt den VfB Stuttgart in die Erste Bundesliga führte, übernimmt ab sofort. Offiziell werden sportliche Gründe angeführt. Aber angesichts der nur zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer bleibt hier doch ein Geschmäckle. Vielleicht sogar mehr als das. Aber dazu später mehr, wenn ich mit allen Beteiligten habe sprechen können.

Der HSV betritt den Weg der Vernunft

„Es geht darum, dass wir insgesamt angemessen wirtschaften. So wie andere Vereine auch.

Überragend. Danke!

Um 20 Uhr setzen wir uns zusammen, werden lecker was essen und dann sicher das Länderspiel schauen. Ganz entspannt bei dem einen oder anderen Getränk! Entspannt vor allem, weil es mal ein Spiel ist, über das wir nicht berichten müssen. Zudem ist es immer interessant, wenn wir auf unsere geliebten Nachbarn treffen. Kurz gesagt: Fußball zum Genießen wird es. Apropos, um den Geburtstag, den wir morgen begehen wollen, klangvoll einzuläuten, anbei eine Komposition des Wortspielers, der offenbar weiß, was wir (unter anderem) heute Abend trinken…

 

Eure Fragen - unsere Antworten

Christoph Moritz ist angeschlagen, konnte aber nach kurzer Behandlung wieder mittrainieren. Dass der HSV-Vorstand beschlossen hat, den Anteilseigner Klaus Michael Kühne nicht mehr um Geld zu bitten, ist länger schon bekannt. Vor drei Wochen, so berichtet es die SportBild, hat man es auch Kühne selbst in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt. Ansonsten gibt’s sportlich und auch sonst vom HSV heute nicht viel zu vermelden. Außer, dass morgen zunächst nicht öffentlich und dann erst wieder am Montag trainiert wird. Also Zeit genug, dass wir uns mal mit uns selbst beschäftigen.

2:1 in Darmstadt - ein Sieg, der für Klarheit sorgen sollte

Natürlich war es am Ende noch einmal knapp. Und das wiederum werden viele Kritiker dazu nutzen, um dem HSV wieder fehlende Qualität zu unterstellen und statt von einem wichtigen Auswärtssieg nur von einem "Zittersieg" sprechen. Trotz 89 Minuten anhaltender Überlegenhiet und Chancen, um das Spiel schon früher deutlich zu entscheiden. Und trotzdem bislang keine Mannschaft in dieser Liga derart dominant alle ihre Spiele gewinnt – scheißegal. Der HSV muss es einfach.

Was für ein völlig vermessener, arroganter Schwachsinn!

Die Hoffnung stirbt zuletzt...

Es geht nicht mehr nur um Punkte. Mal wieder nicht. Wenn, dann maximal, wenn selbige ausbleiben, um mal wieder eine Trainerdiskussion zu führen. Auch heute waren die Fragen in der Trainerrunde darauf aus, die Spannungen zwischen Vorstand und Trainer zu thematisieren. Ein Spiel verloren, zwei Unentschieden gespielt - das ist für HSV-Ansprüche zu wenig. Stimmt grundsätzlich. Auch weil man vorher die Gegner nicht komplett dominiert hat, was übrigens auch allen anderen Zweitligisten nicht gelungen ist. Nicht einmal dem Tabellenführer und nominell stärksten Team dieser Liga, dem 1. FC Köln.

Wie sich der HSV mal wieder selbst demontiert

„Titz unter Druck“ titeln heute die Kollegen von der BILD und suggerieren dem HSV-Trainer dessen Entlassung, sofern er die nächsten beiden Spiele verliert. Und die Kollegen von der „Mopo“ erkennen darin das Gipfeln einer länger andauernden Anti-Titz-Kampagne. Sie haben den Mut, das zu benennen, wovon man übrigens auch HSV-intern auf den verschiedensten Ebenen seit Wochen und Monaten weiß. Seitdem es durch verschiedenste, auch nicht sportliche Gründe zum Bruch gekommen ist, wurde dem Trainer schon vor Wochen von den Kollegen offen prophezeit, dass er hier schnell scheitern würde.

„Ich wollte vom ersten Tag an Einfluss beim HSV ausüben“

Bernd Hoffmann war auf die Fragen gut vorbereitet.  Viele kannte er noch von seiner ersten Amtszeit. Und diesmal brachte der Vorstandsvorsitzende der HSV Fußball AG  zudem noch die Gelassenheit eines frisch unterschriebenen Dreijahresvertrages im Rücken mit. Ergo: Er geriet selbst unter dem heißen Scheinwerferlicht der Mixed-Zone im Volksparkstadion bei den Fragen der knapp 15 Kollegen nicht ins Schwitzen. Im Gegenteil: Der ehemalige Interims- und seit gestern neue Vorstandsvorsitzende bis 2021 freute sich über das Interesse an seiner Person und gab sich optimistisch.

Hauptsache, es wird gewonnen

Oh Mann, was habe ich diesen Satz immer gehasst: „Es kommt eben immer auch auf die Art und Weise an“, hieß es oft, wenn ich mal wieder etwas aufbrausender in der Diskussion war. Auch, wenn ich inhaltlich Recht hatte. Für mich war es oft nur Ablenkung vom Wesentlichen, irgendwie eine Art Alibi für diejenigen, die Unrecht hatten (jedoch etwas ruhiger als ich waren). Aber mit dem Alter kommt die Reife und heute weiß ich, dass es stimmt. Gestern sogar, was den HSV-Sieg betrifft. Denn die Art und Weise, wie dieses 3:2 gegen Heidenheim am Ende zustande kam, kann Gold wert sein.

Warum?

Hwang ist da - und Mavraj tritt nach

Seit dem Umzug in den Volkspark spricht man beim HSV davon, auch die Trainingsbedingungen zu professionalisieren. Und ganz ehrlich: Das hat man in fast allen Bereichen auch geschafft. Man hat drei Top-Rasenplätze mit Rasenheizung, einen Hybridrasen, zwei FIFA-taugliche Kunstrasenplätze und den Campus. Viel mehr geht nicht. Und viel mehr muss auch nicht. Allerdings gibt es eine Sache, die beim HSV seit 15 Jahren in der Planung steckt und noch immer nicht drin ist: Die Möglichkeit, auch mal etwas geheim einzustudieren. Selbst heute war das nicht möglich, obgleich es versucht wurde.

Eure Fragen - meine Antworten...

Wir haben uns zweifelsfrei den richtigen Tag für unsere Frage-Antwort-Runde ausgesicht. Denn heute ist beim HSV tatsächlich nahezu nichts passiert. Hee-chan Hwang landet heute Abend in Hamburg und wird morgen mittrainieren, ehe er im Anschluss an die erste Einheit mit seinen neuen Kollegen seinen Medizincheck absolviert. Zudem werden Pierre Michel Lasogga und Khaled Narey morgen wieder voll mittrainieren. Offen ist noch, ob auch Fiete Arp (Knie) und Lewis Holtby (Knöchel) dabei sein können. Die Wahrscheinlichkeit ist aber hoch, dass beide bis zum Anpfiff am Sonnabend wieder fit sind.

Lieber Paulinho...

Bevor ich heute auf das Tagesaktuelle eingehe, möchte ich die Gelegenheit nutzen und stellvertretend für einige Kommentare den von unserem User „Paulinho“ beantworten. Fett gedruckt seine Fragen/Aussagen, in normaler Schrift dann meine direkten Antworten:

Scholle träumt und träumt von Kühnes Millionen.

Es könnte so einfach sein...

Endlich wieder Fußball. Beim HSV gab es heute wieder Fußball auf dem Platz, um genauer zu sein. Die erste Trainingseinheit der Woche vor dem nächsten Ligaspiel gegen Heidenheim stand an. Und das ist auch gut so, denn hier hatte binnen kürzester Zeit den HSV wieder eingeholt, was man endlich dachte, losgeworden zu sein: Übersteigerte Vereinspolitik. Denn die tritt gerade wieder los. Anstoß gegeben hatte ein Interview von Klaus Michael Kühne in der „Welt am Sonntag“, in dem er angekündigt hatte, aussteigen zu wollen.

Der eigene Nachwuchs ist die Antwort

Hier in der Rautenperle war es nur ein Absatz, und heute ist es die Topmeldung verschiedener Zeitungen: Klaus Michael Kühne möchte seine Anteile verkaufen. Klar, das stimmt und ist schon länger so. Wie ich Euch am  3. September unter dem Titel „Gut - für den Moment“ berichtet hatte, hat Klaus-Michael Künhne seine Anteile schon verschiedenen Interessenten angeboten:

Beim Nachwuchs läuft's nicht rund - aus Gründen

Länderspielpause, das ist bei einem Verein wie dem HSV immer gefährlich. Solange es nicht komplett rund läuft oder es gar irgendwas zu feiern gibt, drohen Ärgernisse. Vor allem, wenn es irgendwo nicht läuft. Wie im Unterbau. Wobei: Dass es im Nachwuchs nicht rund läuft, war zu erwarten. Die U21 wurde personell durch verschiedene Beförderungen quasi zerpflückt. Und wofür man Christian Titz auf der einen Seite („neuer Jugendstil“) feiert, will man jetzt Steffen Weiß in der U21 abwatschen? Nein. Das funktioniert nicht.

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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