Hoffmann

Der falsche Umgang mit Kühne

Ich weiß noch genau, wie der eine Teil der HSV-Mitglieder in der Kuppel in dem Moment tobte, als Bernd Hoffmann 2018 zum Präsidenten gewählt worden war. 12 Stimmen mehr als sein Vorgänger Jens Meier reichten am Ende zum knappsten Ergebnis der HSV-Geschichte. „So sehen Sieger aus“ sang der eine Teil der HSV-Mitglieder, während die anderen pfiffen und wütend aus dem Zelt marschierten. Worte wie „das wird sich rächen“ waren da noch die netteren Kommentare der Hoffmann-Gegner, die am Sonnabend gejubelt haben dürften, als der seit 2018 im Eiltempo zum Vorstandsvorsitzenden aufgestiegene Hoffmann vom Aufsichtsrat freigestellt worden war. Hoffmann selbst hat die Vorwürfe gegen ihn intern als „Putsch“ bezeichnet und sieht sich als Opfer einer Verschwörung. Fakt aber ist: Bernd Hoffmann startete 2018 als Präsident mit einer Hypothek und vorhersehbaren Problemen einen Neuanfang, der nie wirklich einer wurde. Weil es nie einer war. In etwa so wie jetzt, wo der nächste Neuanfang beginnt, indem Angstszenarien geschürt und Gerüchte mit Tatsachen vermischt werden.

Holpriger Start in den HSV-Neuanfang

Es war längst nicht das erste Mal, dass Marcell Jansen vor die Kameras trat. Aber sehr wohl die erste Pressekonferenz ohne direktes Publikum auf den Stuhlreihen vor ihm im Presseraum des Volksparkstadions. Stattdessen waren wir alle in einer in diesen Tagen nicht seltenen Videokonferenz zugeschaltet. Wer eine Frage hatte, meldete sich im Chat an und wurde anschließend aufgerufen. Das begann ein wenig holprig - kam letztlich aber gut in Fahrt. Eben so wie Jansen selbst. Denn natürlich musste der Exprofi und Neu-Aufsichtsratsvorsitzende heute ein ganzes Stück Zeit nehmen, um alle Fragen zu beantworten - was allerdings nur teilweise gelang. Denn nicht selten verlor sich Jansen in Öberflächlichkeiten und schob inhaltlich wichtige Themen gern unbeantwortet auf den Vorstand, der für das operative Geschäft verantwortlich ist. Vor allem aber musste Jansen heute deutlich erkennen, was in den nächsten Wochen und Monaten auf ihn zukommen würde. Es ist die Hypothek, mit der der nächste Neuanfang beim HSV beginnt: Das Thema Machteinfluss seitens Klaus Michael Kühne. Ob direkt oder indirekt.

Beben im Volkspark - Hoffmann muss gehen

Bernd Hoffmann ist nach 2011 zum zweiten Mal als Vorstandsvorsitzender des HSV freigestellt worden. Um 15.19 Uhr, also genau 4:19 Stunden nach beginn  der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung hatten die sieben Kontrolleure nacheinander den Campus neben dem Volksparkstadion verlassen. Im Gepäck ein internes Beben, mit dem allerdings in Teilen - gerechnet worden war. In Teilen aber auch nicht. Denn neben der etwattete Freistellung von Hoffmann traten auch seine größten Befürworter, Aufsichtsratsboss Max Arnold Köttgen und e.V.-Vizepräsident Thomas Schulz per sofort von ihren Ämtern im Kontrollrat zurück. „Die mehrheitlich gegen mein Votum getroffene Entscheidung des Aufsichtsrates, sich vom Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann zu trennen, bedeutet für mich, dass ich der HSV Fußball AG weder als Aufsichtsratsvorsitzender noch als normales Mitglied des Kontrollgremiums weiter zur Verfügung stehe“, so Köttgen in seinem vom HSV veröffentlichten Statement. „Diese Entscheidung treffe ich schweren Herzens, halte sie aber für notwendig.“

Tag der Entscheidung

Eigentlich soll dieser Blog sehr kurz werden. Es gibt nach nunmehr zehn Tagen Aufsichtsratssitzungen und Vorstandsstreitigkeiten kaum noch etwas Unerwähntes. Am morgigen Sonnabend bei der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung soll es ab 11 Uhr im Volksparkstadion dementsprechend noch einmal darum gehen, die vorgetragenen Vorwürfe von Finanzvorstand Frank Wettstein und Jonas Boldt gegen Vorstandsboss Bernd Hoffmann zu analysieren und aus den am Mittwoch geführten Einzelgesprächen mit den Vorständen ein Ergebnis abzuleiten. Dass dabei noch die zarte Hoffnung besteht, man könne mit einem verbalen Donnerwetter alle drei Vorstände noch einmal auf eine gemeinsame Spur bringen - sie ist genauso ehrenwert wie offenbar aussichtslos. Denn dafür waren die Vorwürfe von Boldt und Wettstein in Richtung Hoffmann wiederholt zu massiv.  Kompetenzübergriffe, Indiskretionen und Vertrauensbrüche stehen im Raum. Und der Aufsichtsrat ist jetzt dran, sie zu bewerten und in eine Konsequenz münden zu lassen. Auf jeden Fall aber wird es eine richtungsweisende Entscheidung.

Auf Euch kommt es jetzt an!

Die Verunsachlichung hat beim HSV irgendwie schon Prinzip. Und damit meine ich weniger die internen Abläufe sondern die öffentliche Wahrnehmung. Zur Erinnerung: Auf Vorstandsebene kam es in den letzten Monaten wiederholt zu Unstimmigkeiten. Diese basierten allerdings nicht auf inhaltlichen Diskussionen sondern wurden von den Vorständen Frank Wettstein und Jonas Boldt als Kompetenzübergriffe und Vertrauensbrüche geschildert und gegenüber dem Aufsichtsrat bestätigt. Inzwischen ja sogar schon mehrfach. Und während der Aufsichtsrat die Notwendigkeit erkannt hat, hier handeln zu müssen, gibt es unter den HSV-Anhängern oder -Interessierten nur zwei Fraktionen. Zum einen eine erstaunlich große Mehrheit, die Vorstandsboss Bernd Hoffmann eh beurlauben würde. Wobei es fast so wirkt, als hätten sie auch vor dem Bekanntwerden dieses Vorstandsstreits so entschieden. Und es gibt einige, die weniger über die Problem-Inhalte des HSV diskutieren als darüber, dass die seit längerem bekannten Streitpunkte öffentlich bekannt geworden sind. Hier „wissen“ sogar viele plötzlich, dass es ja nur der oder der gewesen sein kann, der geredet hat. Aber all diesen Verschwörungstheoretikern sei gesagt: Wie immer bei solchen Veranstaltungen habe ich (diesmal bis auf Peters) bei allen fünf Beteiligten angerufen. Und alle meine Kollegen von BILD, Mopo, Abendblatt, NDR etc. werden es mir pflichtbewusst gleichgetan haben. Von daher würde ich gerade in diesem Fall die Liste der vermeintlich „Verdächtigen“ lieber offen lassen, als sie auf eine Person zu beschränken.

Vorstand nicht zu retten - Entscheidung am Sonnabend?

Es gibt sie doch, die guten Nachrichten rund um den HSV. Denn während der HSV in Person der Aufsichtsräte Max Arnold Köttgen, Andreas Peters und Marcell Jansen gerade die Vorstände Bernd Hoffmann, Jonas Boldt und Frank Wettstein vorgeladen und zur Aussprache gebeten hatte, wurde bekannt, dass der Vertrag von Josha Vagnoman endlich fix ist. Nachdem man im Winter schon vor der Jahreswende mit der Unterschrift gerechnet hatte, soll diese jetzt in den nächsten Tagen gesetzt werden. Der junge Rechtsverteidiger verlängert seinen eh noch bis 2021 laufenden Vertrag demnach vorzeitig bis 2024. Ein gutes Zeichen in schweren Tagen der Corona-Krise. Offiziell mitgeteilt hatte Boldt das bislang noch nicht. Wohl auch, um den Verdacht zu vermeiden, mit derlei Meldungen die bevorstehenden Entscheidungen des Aufsichtsrates subtil beeinflussen zu wollen.

Butter bei die Fische!

Na denn! Das war doch schon ein mal ein Vorgeschmack auf das, was uns erwartet, wenn der Aufsichtsrat keine salomonische Lösung für das bestehende Kommunikation-und Vertrauensproblem im Vorstand des HSV findet. dann melden sich plötzlich von allen Seiten Leute, die Indizien gegen den einen oder eben den anderen finden. Heute war es Klaus Michael Kühne, der sich immer wieder die Freiheit gönnt, einfach geradeaus zu sagen, was er denkt. Ihn interessieren dabei seltenst die Folgen. Dass er gern Jansen im Vorstand sehen würde, hat er jetzt gesagt. Dass Jansen selbst zuvor Amtsgier nachgesagt wurde und Jansen selbst sagte, das Amt gar nicht ausüben zu wollen - es interessiert Kühne nicht. Vielmehr versucht er seine Interessen zu wahren und spricht unverhohlen aus, wie er sich diese umgesetzt wünscht. Mit anderen Worten: Kühne macht kein Geheimnis daraus, den eigenen Vorteil vorne an zu stellen. Was es inhaltlich aber nicht besser macht.

Einzelgespräche sollen Klarheit bringen

Dass in diesen Tagen Zusammenhalt besonders wichtig ist, muss ich nicht erwähnen. Das Erleben wir alle täglich und hautnah - wo auch immer auf der Welt wir uns gerade bewegen. und auch auf den HSV bezogen gilt diese Devise heute mehr denn je. Nur gelebt wird sie derzeit nicht. Stattdessen steht der HSV inmitten der weiterhin unberechenbaren Corona-Krise intern vor der nächsten Zerreißprobe. Noch diese Woche wollen die Aufsichtsräte alle drei Vorstände einzeln sprechen, um sich ein Bild über den Umfang des Schadens zu machen, der den Vorständen aktuell die konstruktive Zusammenarbeit erschwert - um nicht zu sagen, verhindert. Chefkontrolleur Max Arnold Köttgen, sein Stellvertreter Andreas Peters und e.V.-Präsident Marcell Jansen werden sich demnach jeweils einzel mit Vorstandsboss Bernd Hoffmann, Finanzvorstand Frank Wettstein und Sportvorstand Jonas Boldt hinsetzen. Anschließend soll entschieden werden, ob personelle Veränderungen erforderlich sind oder nicht.

HSV kämpft um Unabhängigkeit

Die Zahlen beunruhigen. In Hamburg steigen die Zahlen der Neuinfizierten weiter und schnell an. Und damit sind wir weder in Deutschland noch europaweit allein. Schon deshalb gibt es aktuell eine Milliarde Dinge und Themen, die wichtiger sind als der HSV. Und darum kümmere ich mich auch. ich versuche mich wie so viele positiv einzubringen und dort zu helfen, wo Hilfe benötigt wird. In meiner Familie ebenso wie bei meinen Nachbarinnen und Nachbarn. Heute etwas mehr als sonst. Und trotzdem bleibt mir wie vielen von Euch noch etwas Zeit, ein Stück weit Normalität beizubehalten - solange man beim HSV von „normal“ sprechen kann. Und nachdem die letzten Tage durch Vorstandstheater, Machtkämpfe und Aufsichtsrat viel Frust und Verdruss produziert haben, wollte ich heute (und morgen noch etwas intensiver) die aufkommende Diskussion in Sachen 50+1-Regelung aufgreifen, die Euch hier intensiv beschäftigt.

Wenn Politik den Sport auffrisst

Verwirrung zu stiften ist das Leichteste. Und das auch außerhalb der Corona-Zeiten. Immer alles in Zweifel setzen, selbst mit noch so wirren Thesen. „Trumpismus“ nenne ich das. Es funktioniert halt bei (viel zu) vielen. Beim HSV auch, zumindest in Teilen. Will ich etwas nicht wahrhaben, ist es eben nicht wahr. Gibt ja keinen Beweis. Auf das aktuelle Thema bezogen heißt das tatsächlich: So lange nicht Boldt, Wettstein und/oder Hoffmann selbst sich öffentlich hinstellen und zitieren lassen, wird selbst der von sieben Aufsichtsräten über etliche Stunden diskutierte und bestätigte sowie schon seit Wochen und Monaten bekannte Bruch des Vertrauensverhältnisses auf Führungseben einfach angezweifelt. Frei nach dem Motto: Was ich nicht sehe - das gibt es auch nicht. Aber wisst Ihr was? DAS wird NIE passieren.  Weil es demjenigen nur schaden würde und keiner der Verantwortlichen so dumm ist, sich so zu outen, wie einige hier es offenbar brauchen, um zu glauben, was alle wissen.

Keine Einigkeit in Sicht

Bis spät in die Nacht wurde getagt. Gute sechs Stunden saßen die Kontrolleure am gestrigen Donnerstag bis 23 Uhr im Besprechungssaal im Campus zusammen und diskutierten Themen, die für den HSV existenziell sein können. Die Corona-Krise und seine Folgen war ein naturgemäß und angemessen zeitaufwändiges Thema. Es wurde letztlich auch von Finanzvorstand Frank Wettstein so vorgetragen, dass die sieben Aufsichtsräte im Anschluss eine tiefe Sorgenfalte weniger hatten. Bis zum Sommer, so heißt es, ist der HSV liquide auch für den Fall, dass die Saison nicht mehr aufgegriffen und nicht mehr sportlich beendet werden kann. Ein Vorteil sehr vielen anderen Bundesligisten gegenüber - aber dazu morgen mehr. Denn neben diesem Thema war natürlich auch das in Schieflache geratene Vertrauensverhältnis auf Vorstandsebene ein einnehmendes Thema. Es war sogar DAS Thema des Abends.

Feuertaufe für die Kontrolleure

So ist das in diesen Tagen. Der Umgang mit Nachrichten, der schon in normalen Zeiten nicht leicht war und der zuletzt dank Fake-News immer weniger funktionierte, hat auch in diesen Tagen große Probleme. Noch immer gibt es selbst in Phasen, wo es um Menschenleben geht, zu viele unseriöse Quellen. Und nicht selten sind es dabei niedere Instinkte, die als Motivation diesen, die Leute bewusst falsch zu informieren. Selbst jetzt, wo Menschen um Ihre Leben und ihre Existenzen bangen müssen, verstehen viele nicht, dass ihr persönlicher kleiner Erfolg für den kurzen Moment am Ende nichts mehr wert ist, wenn sich das Ganze nicht erholt. Dumm und verantwortungslos ist das - aber offenbar nicht zu vermeiden. Leider. Das Verhalten vieler ist von einer Dummheit geprägt, die bestraft gehört. Und hierbei spreche ich nicht über den HSV, sondern über uns alle. Wobei es zwischen dem HSV und dem wahren Leben eigentlich nur einen echten Unterschied gibt: Uns fehlt ein guter Aufsichtsrat. Einer, der im richtigen Moment einschreitet und korrigiert.

HSV schickt Spieler ins Home-Office

Um 16 Uhr wurde es offiziell: Auch der HSV schickt seine Mitarbeiter geschlossen ins Home-Office. Für mindestens weitere sieben Tage sollen sich die Spieler, die allesamt mit individuellen Trainingsplänen ausgestattet wurden, zuhause selbst trainieren und ihren Fitnesslevel hoch halten. In der Pressemitteilung heißt es:  Der Hamburger SV hat den Trainingsbetrieb bereits nach dem ausgefallen Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth (13. März) vorübergehend ausgesetzt und am heutigen Dienstag (17. März) in enger Absprache zwischen Vorstand, Trainerstab, Staff und Mannschaft entschieden, dass auch in den nächsten sieben Tagen im individuellen Bereich gearbeitet wird. In diesem Kontext wurde vereinbart, dass das nächste Training im Volkspark am Dienstag in einer Woche (24. März) stattfinden soll. HSV-Sportvorstand Jonas Boldt sagt dazu: „Nach intensiven Gesprächen haben wir uns gemeinsam dazu entschieden, die Trainingssteuerung auf die aktuellen Umstände anzupassen. Wir wollen unseren Beitrag zur Eindämmung des Virus' leisten. Dementsprechend werden die Spieler zu Hause im individuellen Bereich arbeiten. Uns ist wichtig, dass wir auf alle Eventualitäten vorbereitet sind und die Wettkampf-Fitness so gut wie möglich wahren.“  Eine vernünftige, fast schon alternativlose Entscheidung, wie ich finde. Zumal heute bekannt wurde, dass sich bei Hertha BSC Berlin ein Spieler positiv auf das Corona-Virus getestet wurde und daraufhin alle Spieler, die zuvor per Sondergenehmigung trainiert hatten, ab sofort in Quarantäne sind.

DFL beschließt Liga-Pause - HSV-Zoff beschäftigt Aufsichtsrat

Gerade einmal acht Medienvertreter hatten es nach Frankfurt geschafft, um dort im Anschluss an das Treffen der 36 Profiklubs mit den Verantwortungsträgern der DFL der Pressekonferenz mit DFL-Boss Christian Seifert beizuwohnen. Sie stellten die Fragen und hörten, dass die Profiklubs die Empfehlung der DFL, den Ligabetrieb bis 2. April ruhen zu lassen, folgen würden. Und das sogar einstimmig. Somit fällt nach dem 26. Spieltag auch der 27. Spieltag, der zwischen dem 20. und 22. März angesetzt war, aus. Wegen der anschließenden Länderspielpause ruht der Ligabetrieb bis 2. April.

HSV-Machtkampf? Hintergründe zu Hoffmann und Boldt 

Beim Blick in die Zeitung, oder beim Hören des Morning-Calls ist dem einen oder anderen HSV-Fan am Mittwoch Morgen sicherlich das Frühstück im Halse stecken geblieben. Auf der aktuellen Titelseite des „Hamburger Abendblatts“ prangert ein großes Bild von HSV-Vorstandsboss Bernd Hoffmann, darunter die Zeile: „Machtkampf an der HSV-Spitze!“ Der Leitartikel selbst trägt die Überschrift: „Der große Krach.“ Die Protagonisten, um die es gehen soll: Bernd Hoffmann, Sportvorstand Jonas Boldt und eigentlich sogar alle Teile der HSV-Führungsebene. Der Artikel ist fundiert, der Rechercheaufwand groß, der Großteil der Indizien und Beispiele konkret belegt. Die Rautenperle liefert Hintergründe und Einordnungen zum angeblichen HSV-Knatsch. 

Keine falsche Arroganz mehr!

HSV-Vorstandsboss Bernd Hofffmann hatte es deutlich gesagt: Der HSV steckt ein einer Krise. Und glaubt man der Definition, Die Krise bezeichnet im Allgemeinen einen Höhepunkt oder Wendepunkt einer gefährlichen Konfliktentwicklung in einem natürlichen oder sozialen System, dem eine massive und problematische Funktionsstörung über einen gewissen Zeitraum vorausging und die eher kürzer als länger andauert… …nimmt die Entwicklung einen dauerhaft negativen Verlauf, so spricht man von einer Katastrophe (wörtlich in etwa „Niedergang“). dann hat Hoffmann sicher Recht. Die Frage ist aber, wie man sich dieser Krise entledigt. Sportlich. Denn Fakt ist, dass die Krise in den letzten Wochen nicht kleiner wird, sondern größter. Trotz gleichbleibender - nein: gerade wegen der gleichbleibenden Thematik.

Rückrundenauftakt 2020 für den HSV - der Leistungs-Check

Endlich geht es wieder los und alle können sich beweisen. Wie so oft ist auch in diesem Winter schwer zu sagen, wie weit der HSV ist. Testspiele geben hierbei zumeist nur sehr eingeschränkt Auskunft über den wahren Leistungsstand. Bislang zieht das Spiel gegen den 1. FC Nürnberg zu der wahrhaft ungünstigen Anstoßzeit von 20.30 Uhr auf einem Donnerstag nur wenige Zuschauer - zumindest am Durchschnitt des HSV bemessen. Knapp 40.000 Tickets gingen im Vorverkauf weg, mehr als 42.000 werden es wohl nicht. Um Euch dennoch so weit auf das Spiel einzustimmen, wie es aktuell möglich ist, haben Christian Hoch und ich uns mal um die wichtigsten Fragen und Duelle dieser Partie gekümmert. Unser ausführlicher Leistungscheck vorab: 

Zwei Alphatiere beim HSV auf Augenhöhe

Der HSV hat in den letzten Jahren wirklich eine ganze Menge dafür getan, in Fußballdeutschland den Ruf des Chaosklubs zu erlangen. Interne Machtkämpfe, redselige Funktionäre, ein nicht weniger redseliger Investor mit Haudrauf-Mentalität und etliche sinnlos verbrannte Millionen Euro haben den HSV Prestige gekostet. Viel Prestige. Sogar so viel, dass er noch immer sehr anfällig ist, wie sich gerade wieder herausstellt. Selbst ein Diebstahl wie der des Laptops von Vorstandsboss Bernd Hoffmann sorgt im Netz für Kommentare wie „typisch HSV“, „Rucksackgate 2.0“ etc., obgleich ein böswilliger Diebstahl wie dieser heute tun der BILD beschriebene jeder und jedem von uns passieren kann. Es mag ähnlich aussehen wie damals die Geschichte um den abhanden gekommenen Rucksack von Peter Knäbel mit heiklen Vertragsdaten. Die kamen damals heraus, weil die angeblich ehrliche Finderin den fragwürdigen Weg in die BILD-Redaktion suchte. Diesmal war es andersrum: Diesmal suchte der Vorstandsboss den Weg zur Polizei (und später zur BILD) - und konnte so einem größeren Schaden vorbeugen. Die Täter wurden sogar gefasst, wobei die dilettantische (fast schon niedlich-dumme) Art und Weise der Diebe eher auf Gelegenheitsdiebe denn auf professionelle Erpresser hindeutet.

Harmonie, Schaub, Vertrauen - so lief die HSV-Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung des HSV 2020 ist beendet. In einer außergewöhnlich harmonischen Veranstaltung wurden Ziele manifestiert, Gemeinsamkeit und Zusammenhalt gefordert und vor allem auch ein lang erwarteter Neuzugang vorgestellt. Der österreichische Nationalspieler Louis Schaub war schon gestern auf der Veranstaltung im offiziellen HSV-Outfit inmitten seiner neuen Kollegen vor Ort. Seine Verpflichtung wurde von Sportvorstand Jonas Boldt verkündet.

FAQs

 

Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.