Zweite Liga

Das Glück herausgefordert und gewonnen - 1:0-Sieg gegen Paderborn

Dem Mobiltelefon sei Dank: Unmittelbar nach Spielschluss schaltete das Stadionmanagement die Flutlichter aus und überließ es den 49.449 Zuschauern, den Abschluss eines bescheidenen Fußballjahres im Volksparkstadion doch noch mit einer Feier zu beschließen. 1:0 hatte die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf gegen den SC Paderborn gewonnen. Khaled Narey war der Torschütze des Tages und sorgte dafür, dass ein Großteil der Zuschauer trotz des bescheidenen Wetters bei Dauerregen im Stadion verweilte und die Tabellenführung feierte.

Pollersbeck wackelt ... ein bisschen

Mal eben durchzählen, was machen die Sorgenkinder? Hunt ist dabei, das sieht problemlos aus. Gideon Jung ebenfalls, zumindest teilweise. Bates oder Lacroix? Das werden wir beim Anpfiff der Partie gegen den SC Paderborn auf dem Rasen sehen. Also alle fit? Nicht ganz: Torwart Julian Pollersbeck fehlte heute beim Abschlusstraining  vor dem letzten Heimspiel in diesem Kalenderjahr. Trainer Hannes Wolf klärte heute Mittag bei der Pressekonferenz auf: „Julian hat gestern ein paar Rückenprobleme entwickelt, so dass wir ihn nicht trainieren lassen wollten. Es war eine Vorsichtsmaßnahme. Ich gehe davon aus, dass er morgen (Freitag) früh das kleine Training wieder mitmacht, so dass er dann auch spielen kann. Aber das entscheiden wir Freitag früh.“ Ohne Pollersbeck standen Tom Mickel und Morten Behrens auf dem Trainingsrasen. Im Hinterkopf muss sich Tom Mickel also mit seinem Startelf-Einsatz beschäftigen – noch allerdings rechnen die Verantwortlichen mit Pollersbeck.

Vagnoman ist aktuell der bessere Arp

Es hat immer auch etwas von Resignation, wenn der Trainer nach den geheimen Einheiten mit uns spricht. „Ach, was erzähl ich euch - ihr habt es ja selbst gesehen“, ist dann immer einer seiner Aussprüche. Zumeist mit einem leicht gequälten Lächeln dazu. Heute, wo eigentlich wieder eine nicht öffentliche Trainingseinheit anstand, verzichtete der Trainer schon ganz auf verschlossene Türen. Ebenso auf taktische Geschichten während der Einheit. kein Abschlussspiel, keine Standrads - nur technische Übungen mit viel Torabschlüssen. Die Psychologie des Erfolges - immer wieder gab es Torerfolge.

Den Blick für die Realität wahren

Dass der HSV es besser kann als gestern in der zweiten Halbzeit, ist klar. Derartige Leistungen haben unter Wolfs Vorgänger Christian Titz sogar zu völlig überhöhten Diskussionen und letztlich in Teilen auch zu dessen Demission geführt. DiebFrage: Warum bitteschön hat der HSV schon Punkte abgegeben und ist in jedem Spiel 90 Minuten lang seinen Gegnern hoch überlegen gewesen? Aber: Was ich damals schon für völlig verfehlt (und leider oft interessengesteuert) hielt, ist heute nicht richtiger. Zu erwarten, dass der HSV Ingolstadt schlägt ist zwar realistisch.

HSV bangt um Lasoggas Einsatz

Morgen früh wird es den entscheidenden Test geben. „Wir werden nicht viel machen, aber schon einige Abläufe, an denen man erkennen kann, ob es geht“, sagte Hannes Wolf heute auf der Pressekonferenz, als er auf die Verletzung von Pierre Michel Lasogga angesprochen wurde. Der Angreifer hatte heute das Training nach einer längeren Behandlungspause abbrechen müssen. Probleme mit der Wade, verriet Wolf, der im Training - für mich überraschend - Bakery Jatta als Lasogga-Ersatz ran ließ, während Fiete Arp im B-Team spielte. Morgen soll dann noch mal getestet werden und dann erst entschieden sein, ob Lasogga ausfällt oder nicht. Ansonsten präsentierte Wolf heute im vermeintlichen A-Team die Startelf, die sich in den letzten Tagen auch schon angedeutet hatte: Pollersbeck - Sakai, Lacroix, van Drongelen, Santos - Mangala - Narey, Hunt, Holtby - Hwang, Lasogga (Jatta).

Der HSV betritt den Weg der Vernunft

„Es geht darum, dass wir insgesamt angemessen wirtschaften. So wie andere Vereine auch.

Die Lasogga-Frage

Es ist immer wieder nett, am Trainingsplatz zu stehen und mit den Kollegen zu sprechen. Wir unterhalten uns dabei fast immer über das, was wir gerade auf dem Platz sehen, was kurz zuvor in der Liga zu sehen war - und natürlich immer auch über die Vereinspolitik beim HSV. Manchmal mischen sich diese Themen auch. Fast zwangsläufig ist das der Fall, wenn beispielsweise der Vorstand Sport mit im Spiel ist. Und das ist dieser immer, wenn es um die sportlichen Belange der Bundesligamannschaft geht. Insbesondere, wenn es um die Kaderzusammenstellung geht. Heute beispielsweise habe ich mit einem immer sehr gut informierten Kollegen darüber diskutiert, wie Pierre Michel Lasogga tatsächlich (sportlich) am gewinnbringendsten eingesetzt werden kann. Seine These war, dass man den Angreifer nach seinen Toren länger hätte spielen lassen und ihm das Vertrauen hätte schenken müssen. „So hätte man seinen positiven Lauf“ mitgenommen und er hätte sicher noch mehr als die bisherigen fünf Treffer erzielt. Eine These, die Lasogga im Abschlussspiel übrigens just in dem Moment, wo mein Kollege den Satz ausgesprochen hatte, mit einem sehr schönen Treffer per Kopf untermauerte.

Überragend. Danke!

Um 20 Uhr setzen wir uns zusammen, werden lecker was essen und dann sicher das Länderspiel schauen. Ganz entspannt bei dem einen oder anderen Getränk! Entspannt vor allem, weil es mal ein Spiel ist, über das wir nicht berichten müssen. Zudem ist es immer interessant, wenn wir auf unsere geliebten Nachbarn treffen. Kurz gesagt: Fußball zum Genießen wird es. Apropos, um den Geburtstag, den wir morgen begehen wollen, klangvoll einzuläuten, anbei eine Komposition des Wortspielers, der offenbar weiß, was wir (unter anderem) heute Abend trinken…

 

Es gibt Grund, zu feiern...

Es ist Länderspielpause - und wir haben einen Grund zum Feiern. Wir alle zusammen wohlgemerkt. Denn wir feiern unseren ersten Geburtstag. Am Sonntag vor einem Jahr, am 14. Oktober 2017, wurde die Rautenperle aus der Traufe gehoben. Feierlich eröffnet mit knapp 50 Blog-Usern, die (soweit ich weiß) auch heute noch alle aktiv dabei sind. Sie zusammen mit vielen neuen Userinnen und Usern, die täglich dazukommen. Und wenn man schon mal Geburtstag hat, dann darf man sich auch mal was wünschen - haben wir uns zumindest so gedacht.

Die Hoffnung stirbt zuletzt...

Es geht nicht mehr nur um Punkte. Mal wieder nicht. Wenn, dann maximal, wenn selbige ausbleiben, um mal wieder eine Trainerdiskussion zu führen. Auch heute waren die Fragen in der Trainerrunde darauf aus, die Spannungen zwischen Vorstand und Trainer zu thematisieren. Ein Spiel verloren, zwei Unentschieden gespielt - das ist für HSV-Ansprüche zu wenig. Stimmt grundsätzlich. Auch weil man vorher die Gegner nicht komplett dominiert hat, was übrigens auch allen anderen Zweitligisten nicht gelungen ist. Nicht einmal dem Tabellenführer und nominell stärksten Team dieser Liga, dem 1. FC Köln.

Es könnte so einfach sein...

Endlich wieder Fußball. Beim HSV gab es heute wieder Fußball auf dem Platz, um genauer zu sein. Die erste Trainingseinheit der Woche vor dem nächsten Ligaspiel gegen Heidenheim stand an. Und das ist auch gut so, denn hier hatte binnen kürzester Zeit den HSV wieder eingeholt, was man endlich dachte, losgeworden zu sein: Übersteigerte Vereinspolitik. Denn die tritt gerade wieder los. Anstoß gegeben hatte ein Interview von Klaus Michael Kühne in der „Welt am Sonntag“, in dem er angekündigt hatte, aussteigen zu wollen.

Der eigene Nachwuchs ist die Antwort

Hier in der Rautenperle war es nur ein Absatz, und heute ist es die Topmeldung verschiedener Zeitungen: Klaus Michael Kühne möchte seine Anteile verkaufen. Klar, das stimmt und ist schon länger so. Wie ich Euch am  3. September unter dem Titel „Gut - für den Moment“ berichtet hatte, hat Klaus-Michael Künhne seine Anteile schon verschiedenen Interessenten angeboten:

Was Holtby und Hunt wertvoll macht

Am Ende interessiert und vor allem: belastet es fast immer mehr die Öffentlichkeit, als die Betroffenen selbst. Und deshalb wurde rund um das Nations-League-Spiel gegen Frankreich ein unfassbarer Hype darum gemacht, ob sich die Nationalelf unter Trainer Joachim „Jogi“ Löw in neuem Gewand und auch entsprechend verbessert gegenüber der WM präsentiert. Vorweg: Ich fand die Mannschaft gestern gut. Dabei hatte ich bei der Analyse-Pressekonferenz mit Löw eher das Gefühl, dass die Verantwortlichen beim DFB das Problem der Nationalmannschaft nicht annähernd so groß wähnten, wie wir von außen.

Beim Nachwuchs läuft's nicht rund - aus Gründen

Länderspielpause, das ist bei einem Verein wie dem HSV immer gefährlich. Solange es nicht komplett rund läuft oder es gar irgendwas zu feiern gibt, drohen Ärgernisse. Vor allem, wenn es irgendwo nicht läuft. Wie im Unterbau. Wobei: Dass es im Nachwuchs nicht rund läuft, war zu erwarten. Die U21 wurde personell durch verschiedene Beförderungen quasi zerpflückt. Und wofür man Christian Titz auf der einen Seite („neuer Jugendstil“) feiert, will man jetzt Steffen Weiß in der U21 abwatschen? Nein. Das funktioniert nicht.

Gut - für den Moment

Er hat zumindest mal frei. Abschalten, Akkus wieder aufladen. „Leider kann ich nicht einfach mit allen in den Urlaub, weil Schule ist“, sagt Ralf Becker. Dennoch sei er sich sicher, dass ihm die Pause guttun werde und er sie genießen kann. Der Sportvorstand: „Ich werde versuchen, mal ein paar Tage ohne die Thematik Fußball auszukommen. So schwierig das sein wird – es ist tatsächlich mal wieder nötig.“ Zumal die Wintertransferperiode unmittelbar nach dem Ende der Sommertransferphase vorbereitet werden will. Sagt Becker.

Lasogga kommt an

Ist die Zeit des Ballbesitzfußballs vorbei? Das fragte Bundestrainer Joachim „Jogi“ Löw heute bei seiner WM-Analyse und Neu-Kadernominierung. Und er verneint. Er sprach stattdessen davon, dass es nur einer Anpassung bedarf, um diesen Spielstil erfolgreich spielen zu können. Sein größter Fehler sei gewesen, zu glauben, mit dem dominanten Ballbesitz allein schon durch die Vorrunde kommen zu können. Er hätte versucht die Mannschaft – und das sei schon fast arrogant gewesen – zu perfektionieren, anstatt sie zu stabilisieren.

Schweres 3:0 gegen Bielefeld - Lasogga trifft erneut doppelt

Die größte Frage vorher war: Wer beginnt ganz vorn? Aaron Hunt? Pierre Michel Lasogga? Oder doch Fiete Arp? Antwort: Der Doppeltorschütze aus dem Pokalspiel bei Erndtebrück, Pierre-Michel Lasogga, stand in der Startelf. Mit Hunt direkt dahinter. Trainer Christian Titz hatte die mutige, offensive Variante seines eh schon sehr offensiv ausgelegten Spiels gewählt und darauf gesetzt, dass sich Bielefeld tief in die eigene Hälfte fallen lassen würde. Mit Lasogga sollte dabei der dafür prädestinierte Strafraumstürmer unter den HSV-Stürmern als Abnehmer im gegnerischen Sechzehner bereitstehen.

Harter Gang gegen Bielefeld - mit Lasogga und Hunt

Sie kamen nur leicht verspätet – und sorgten für einen tiefen Atemzug bei den wenigen Zuschauern am Rande des Volksparkstadions: Tatsuya Ito und Douglas Santos schlenderten knapp zehn Minuten nach dem Rest der Mannschaft auf den Trainingsplatz. 20 Minuten hatte man vorher im Stadion Standards geübt, bevor es auf den Nebenplatz zum Abschlusstraining ging. Torabschlussübungen standen auf dem Plan. Und  in der vermeintlichen A-Elf durfte Pierre Michel Lasogga plötzlich vorne ran. Hinter ihm wechselten sich Aaron Hunt und Lewis Holtby auf der zehn immer wieder ab. Ergo: Titz lässt sich vor dem Spiel gegen Bielefeld am Montagabend um 20.30 Uhr nicht in die Karten schauen.

Zeit, Vereinsgeschichte zu schreiben

Es dauerte nur 40 Minuten. Und mit dem einsetzenden Regen verließen die 18 Spieler den Trainingsplatz, die am Sonntag in Sandhausen die ersten Zweitligapunkte der HSV-Geschichte einfahren sollen. Währenddessen sprach Trainer Christian Titz mit den Spielern, die nicht dabei sein würden. Jonas David, Stephan Ambrosius und – selbstverständlich: Filip Kostic. Während die beiden Erstgenannten bei der U21 eingesetzt werden sollen, wird Kostic geschont. Der Serbe will und soll weiterhin teuer abgegeben werden. Da wird kein unnötiges Verletzungsrisiko mehr eingegangen.

Der HSV holt Mangala - und der Blog verspätet sich ein wenig

So, liebe Alle!

Drei Dinge, die ihr sicher schon mitbekommen habt: Der HSV hat einen neuen Spieler verpflichtet. Orel Mangala kommt für ein jahr auf Leihbasis vom VfB Stuttgart zum HSV. Zudem hat der HSV das Training der Temperaturen wegen auf 18 Uhr verlegt und dadurch verspätet sich der heutige Blog leider ein wenig. Aktuell sitze ich gerade dran, den Blog zu verfassen und lade parallel dazu die Videos vom Training sowie das Interview mit Trainer Christian Titz dazu hoch. 

Bis gleich!

Scholle

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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