Hinterseer

Einmal ist keinmal - zweimal ist immer

Die Zeit eignet sich bestens dafür, in Fettnäpfchen zu treten. Corona hat die Menschen derart sensibilisiert, in Angst versetzt und leider in einigen Teilen auch in existenzielle Nöte gebracht, dass die Unsicherheit auch bei den ansonsten souveränen Menschen unter uns greifbar ist. Wie verhalte ich mich den anderen gegenüber, wenn ich sie auf der Straße treffe? Wie verhalte ich mich, wenn mir mal einer zu nah auf die Pelle rückt? Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber grundsätzlich empfinde ich den Umgang der Menschen in Deutschland noch immer als sehr diszipliniert und respektvoll. Anstehen vor Supermärkten ohne zu Meckern, Nachbarn, die sich gegenseitig im Bewältigen des Alltages helfen - die Maßgaben der Regierung werden befolgt. Und auch den Auftritt von DFL-Boss Seifert gestern empfand ich als sehr angemessen. Ganz im Gegensatz zu den Klubs, die im Anschluss an diese Pressekonferenz, die vielen Vereinen neue Hoffnung aufs Überleben gegeben hatte, nichts Besseres zu tun haben, als sich über vermeintlich entstehende Nachteile zu beschweren.

Heckings Wechselansage mit Bedacht

Er sagt selten bis nie etwas, was er sich nicht vorher gut überlegt hat. Dafür hat Dieter Hecking in den nunmehr knapp 20 Jahren als Trainer einfach zu viel Erfahrungswerte sammeln können. Sowohl, was seine Mannschaft betrifft als auch die öffentliche Wahrnehmung. „Jetzt beginnt die Phase, wo ich jeden brauche. In Hannover kann es Samstag zum ersten Mal Veränderungen geben. Martin schart mit den Hufen. Vielleicht ist das in Hannover ein Spiel für ihn. Ich will die ganze Qualität des Kaders nutzen…“, sagte der Trainer am Sonnabend unmittelbar nach der Pressekonferenz in einer separaten Runde mit uns Hamburger Journalisten - und das in dem fast sicheren Wissen, dass sich eine personelle Änderung schon von allein ergeben würde: Adrian Fein war zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg ins Krankenhaus und die Wahrscheinlichkeit, dass der Mittelfeldmann ausfällt war eher schon sehr hoch. Diesen Wink hatten ihm die Mannschaftsärzte nach Spielschluss bereits gegeben. Dass Hecking die Gelegenheit nutzte, um auch im restlichen Kader noch einmal den Konkurrenzkampf anzuheizen - taktisch clever.

HSV: Pyroaktion soll Win-Win-Situation werden

Die Laune ist gut. Wie auch sonst nach zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen und dem Bruch der Sieglosserie auf fremdem Geläuf? Als die Mannschaft nach dem sehr ballorientierten Training in die Kabine ging, spielten beispielsweise Lukas Hinterseer, Tim Leibold und Martin Harnik spontan noch eine Runde Fußball-Golf. Vom Spielfeld aus musste der Ball dabei per Fuß bis zur Kabine gespielt werden. Immer von dort aus weiterspielend, wo der Ball liegen blieb. Und während Harnik früh den Weg über den steilen Stadionaufgang hinweg gefunden hatte, brauchte Hinterseer zwei Versuche mehr - Leibold sogar so viele, dass wir am Ende aufhörten mitzuzählen. „Was ist denn los mit Dir, Leibe“, lachte selbst Trainer Dieter Hecking, der wie die Zuschauer angesteckt wurde von der guten Laune seiner Spieler.

HSV siegt beim FC Basel - Hecking plant Veränderung

Der Tag  begann mit eher wenig positiven Nachrichten. Zuerst wurde bekannt, dass Martin Harniks Verletzung doch etwas schlimmer als erwartet ist. Der Angreifer hatte schon in Portugal nur individuell arbeiten können und war am Freitag mit uns zusammen aus Lagos nach Hamburg geflogen, um sich hier einer MRT-Untersuchung zu unterziehen. Die wiederum ergab jetzt, dass sich der 32-Jährige einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen hat und voraussichtlich die nächsten zwei nWochen noch ausfallen word. Ergo: Das Nürnberg-Spiel am 30. Januar im Volksparkstadion wird Harnik nahezu sicher verpassen. Wenn es schlecht läuft auch noch das zweite Rückrundenspiel 2020 am 3. Februar in Bochum. Zudem vermeldete der HSV heute entgegen der ersten Ankündigung, dass das Testspiel beim FC Basel nicht live via HSV TV zu sehen sein wird. Grund dafür sei, dass sich die dafür verantwortliche Heimmannschaft mit keinem Produktionsfirma einigen konnte. Bitter.  Vor allem für uns, da wir uns darauf verlassen hatten, dass das Spiel zu sehen sein wird. Wir hatten auf den kostspieligen Trip in die Schweiz verzichtet, weil wir mit einem Kollegen vor Ort verbunden sind und dazu die TV-Bilder haben  - dachten wir. Aber es kam anders.

HSV verabschiedet sich aus Lagos

„Moin“ statt „bom dia“ heißt es heute. Denn auch einer ereignisreichen Rückreise haben wir es gestern noch kurz vor Landeverbot geschafft, in Hamburg Fuhlsbüttel zu landen, während die Mannschaft heute von Lagos aus nach Basel reist, um dort morgen um 15 Uhr zum Abschluss der Trainingslagerwoche gegen den FC Basel zu testen. Ein Test, den man als sowas wie die Generalprobe für den Rückrundenauftakt gegen den 1. FC Nürnberg sehen könnte. Zumindest war er so sicher angedacht. Denn danach gibt es nur noch einen Test gegen den unterklassigen Regionalligisten VfB Lübeck am kommenden Donnerstag. Der Fehler im System: In Basel muss der HSV auf eine offensiv stark dezimierte Mannschaft zurückgreifen. Mit der ersten Elf, die auch gegen Nürnberg beginnen soll, wird also aller Voraussicht nach nicht einmal zusammen getestet werden können.

Pollersbeck fällt sechs Wochen aus - Ewerton auch wieder?

Dieter Hecking war nicht nach Gesprächen zumute. „Nein“, so die kurze Antwort auf die Frage eines Kollegen, ob wir kurz über die gerade bekannt gewordene Verletzung von Julian Pollersbeck sprechen könnten. Verständlich. Denn gerade nach dem ganzen Theater um einen möglichen  Wechsel des Keepers im Winter und der Mut machenden Aussage Heckings an unter anderem auch Pollersbeck, dass alle drei Keeper jetzt die Chance hätten, auf sich aufmerksam zu machen, passt die Verletzung so gar nicht rein. Vier bis sechs Wochen Pause müssen bei Pollersbeck eingeplant werden, nachdem sich seine gestern zugezogene Verletzung als Bänderriss im Sprunggelenk entpuppte. Pollersbecks Kommentar? „Scheiße.“ Was auch sonst…

Nicht die Packung ist entscheidend, sondern der Inhalt

Die Feier am gestrigen Abend sei ungetrübt und „sehr lustig“ gewesen. Unter dem Motto „Casino Royale“ hatten Mannschaft und Offizielle des HSV ihre Weihnachtsfeier schon vor das letzte Spiel des Jahres gelegt, um so den Spielern die Möglichkeit zu geben, unmittelbar nach Schlusspfiff am 21. Dezember in Darmstadt ihren Heimaturlaub anzutreten. „Ich freue mich immer auf solche Feiern“, hatte Trainer Hecking zuvor angekündigt. Allerdings erst, nachdem er deutliche Worte in Richtung seiner Mannschaft gerichtet hatte, was seine Erwartungen für das letzte Spiel des Jahres betreffen. Und natürlich deutliche Worte in der Angelegenheit Gideon Jung, die Hecking etwas zu drastisch gewählt hatte. Zu drastische Worte - für viele.

Zeit für Experimente beim HSV

Nur fünf Punkte hat der Hamburger SV aus den vergangenen fünf Partien geholt. Zeit für Trainer Dieter Hecking, etwas zu verändern. Seine Startaufstellung gegen Sandhausen überraschte, funktionierte aber in der ersten Halbzeit keineswegs schlecht. Wirklich dominant trat der HSV aber erst auf, nachdem Hecking in der zweiten Halbzeit sein Team taktisch veränderte.

Zeit für einen Befreiungsschlag

Im Abschlusstraining hat Trainer Dieter Hecking in den letzten Wochen und Monaten eher selten die Startelf gezeigt. Vielmehr versuchte er immer, den Gegner zumindest nicht zu früh wissen zu lassen, wie er beginnen lassen würde. Und so ist es auch diesmal. Heute im Abschlusstraining hat der HSV-Coach zunächst mit Ewerton neben Letschert in der Innenverteidigung und parallel dazu vorn Kittel statt Hunt im Zentrum (Harnik auf Außen, Hinterseer im Sturmzentrum) spielen lassen.

Stürmerproblem - HSV sollte Hinterseer vertrauen

Seit dem 26. Oktober und dem 6:2-Sieg gegen den VfB Stuttgart ist der HSV insgesamt in eine erste Mini-Krise gerutscht - vor allem die Stürmer hat es dabei besonders heftig erwischt. Seit diesem Spiel sind Lukas Hinterseer (vier Saisontore), Martin Harnik (zwei Saisontore) und Bobby Wood (kein Saisontor) ohne eigenen Treffer geblieben. Das nominelle Sturm-Trio im absoluten Formtief. Alternativen im Kader? Bislang Fehlanzeige. Deswegen verwundert es nicht, dass die Verantwortlichen in Hamburg nach genau diesen im Winter suchen. Dabei sollten sie aber nicht vergessen, einem ihrer Stürmer das absolute Vertrauen auszusprechen. 

Endlich wieder zuhause - der HSV empfängt den 1. FC Heidenheim

Beim Abschlusstraining mischte Lukas Hinterseer das erste Mal wieder voll mit. Der Österreicher ist, wenn er denn selbst Grünes Licht gibt, überraschend ebenso wie Aaron Hunt, Xavier Amaechi und Jatta nach seiner abgesessenen Rotsperre wieder einsetzbar, wenn morgen das Spitzenteam des 1. FC Heidenheim im Volkspark zu Gast ist. Bislang wurden 41.000 Tickets abgesetzt, nur 400 davon gingen nach Heidenheim. Und nicht nur Trainer Dieter Hecking erwartet ein Duell nahezu auf Augenhöhe.

Hinterseer fällt aus - der Nachwuchs drückt (zu wenig)

Zugegeben, mir ging es beim gestrigen Blog darum, mehr Klicks als sonst zu bekommen. So habe ich nicht nur die Miete für diesen, sondern auch gleich für den nächsten Monat gesichert. Und das alles nur mit einer simplen Lüge über das gestrige Training. Ich habe einfach mal erfunden, was sich dort abgespielt haben soll. Mein Problem dabei: Einigen von Euch entgeht hier nichts. Einige wissen eben einfach mehr. Einige wissen einfach mehr als amtierende HSV-Vorstände und -Trainer. Insbesondere bei denen möchte ich mich entschuldigen.

Wood darf hoffen - und muss liefern

Es hätte lauter sein können. Nein, ich behaupte sogar, in jedem einzelnen der letzten fünf bis zehn Jahre wäre es deutlich lauter geworden, wenn ein stolzer Spieler wie Kyriakos Papadopoulos sich aus der Versenkung heraus gemeldet hätte. Es wären keine netten Worte in Richtung Klub gefallen. Und es wäre der aktuelle Trainer mehr oder weniger indirekt angegriffen worden. Schließlich stellt er ihn ja nicht mehr auf. Aber in diesem Fall war mal wieder die Überschrift das Dramatischte an der ganzen Geschichte über den bei der U21 zwischengeparkten Griechen, der gern eine neue herausfordernde Aufgabe hätte. Überraschend, da Papadopoulos durchaus bekannt dafür ist, sein Herz auf der Zunge zu tragen. Dass er letztlich aber die Möglichkeit eines ihm wohl gesonnenen Mediums nur dafür nutzt, um sich anderweitig beim 1. FC Köln anzubieten und beim HSV noch mal öffentlich über einen letzten Auftritt zu bitten - schon DAS allein ist ein sehr gutes Zeugnis für alle HSV-Verantwortlichen.

Die HSV-Offensive ist gut - und ausbaufähig

Auch heute stand beim HSV wieder eine Spielform mit vielen Torabschlüssen auf verkürztem Feld auf dem Trainingsplan. Denn sie treffen zu selten. Für Stürmer sind Tore entscheidend. Und davon gab es in dieser Saison noch deutlich zu wenig. Zumindest werden das Bobby Wood, Lukas Hinterseer und Co. so sehen. Und auch hier sind wir uns alle einig gewesen, dass beispielsweise ein Zweitliga-Toptorjäger wie Lukas Hinterseer allein schon vier, fünf Tore mehr hätte machen müssen. Oder?

Schockdiagnose: HSV-Verteidiger Vagnomann fällt monatelang aus

Zuerst dachte er an einen Krampf. So, wie der, den er schon beim Spiel in Bielefeld kurz vor Schluss hatte. Da er auch auf der Alm weiterspielen und sogar bis zum Schluss auf dem Feld stehen konnte, dachte er sich zunächst nichts Schlimmes. Zumindest nicht im ersten Moment. Dann aber bemerkte Josha Vagnoman, dass er nicht mehr richtig auftreten konnte und sackte wieder zu Boden, bis Hilfe kam. HSV-Mannschaftsarzt Wolfgang Schilling untersuchte den lädierten Fuß. Und es dauerte keine zwei Minuten, bis klar war, dass der junge Rechtsverteidiger nicht weiterspielen kann.

Wie ausgewechselt - HSV rotiert sich ins Pokal-Aus gegen starke Stuttgarter

Der HSV kann gegen den VfB Stuttgart einfach nicht gewinnen – zumindest nicht im DFB-Pokal. Wie in der Pokalgeschichte zuletzt in allen vier Duellen ging der HSV auch heute vor 45.503 Zuschauern als Verlierer vom Platz. Mit 2:1 behielten die Schwaben im zweiten Duell binnen drei Tagen die Oberhand - und das auch nicht unverdient. Der HSV war heute einfach nie in der Lage, das Spiel zu bestimmen, geschweige denn, sich echte Torchancen zu erspielen. „Die schlechteste Saisonleistung“, schrieb mir ein Ex-HSV-Prof direkt nach Schlusspfiff.

HSV gegen den VfB Stuttgart - heißer Kampf um die Zweitliga-Spitze

Das Abschlusstraining blieb unspektakulär. Wie fast immer. Einziger Höhepunkt war dien Rückkehr von Rick van Drongelen, der sich vor Beginn der Einheit noch auf dem Platz länger mit Trainer Dieter Hecking unterhielt. Dieser wiederum hatte zuletzt angedeutet, sich vorstellen zu können, van Drongelen mal eine Pause zu geben. Nachdem der Abwehrchef am Donnerstag mit einer Magenverstimmung ausgefallen war, kehrte er heute auf den Trainingsplatz zurück und dürfte in gesundem Zustand für das Spiel gegen Stuttgart gesetzt sein.

Was der HSV schnell lernen muss

Und plötzlich waren sie raus aus dem Spiel. Die Phase, in der Bielefeld am Montag nicht nur ausglich, sondern vielmehr auch hätte in Führung gehen können, beschränkte Trainer Dieter Hecking im Anschluss auf „50. bis zur 75. Minute“. Schuld daran hatte vor allem der Schiedsrichter, wie Hecking dazu wiederholt ausführte. Schiedsrichter Willenborg habe seine Linie verloren, so der HSV-Trainer, dem ich grundsätzlich auch nicht widersprechen würde. Denn Willenborg ließ etwas zu viel laufen, er ließ zu viel durchgehen. Dass sich letztlich - vor allen anderen der Gejagte Adrian Fein - niemand verletzte, man kann es als Glück für den HSV bewerten.

Bielefelds unorthodoxe Strategie verlangt HSV alles ab

In der Zweiten Bundesliga gibt es in jeder Saison eine Mannschaft, die alle Experten überrascht und unerwartet um den Aufstieg mitspielt. In diesem Jahr könnte diese Mannschaft Arminia Bielefeld heißen. Gegen den Hamburger SV zeigten sie eine Kostprobe, warum sie so schwer zu bespielen sind. Der HSV überzeugte zwar über weite Strecken mit einer ordentlichen Defensivtaktik. Gerade in der zweiten Halbzeit hatten sie jedoch Probleme, Bielefelds unkonventioneller Mischung aus Ballbesitz- und Kampffußball Paroli zu bieten.

Routine statt Youngster? Papa is back!

Trainer Dieter Hecking führte seine Mannschaft an, als es heute um 13.15 Uhr zum Abschlusstraining auf den Platz ging. Und alle warteten auf die beiden noch offenen Personalien: Kann Gideon Jung mittrainieren und seine Chance auf einen Einsatz gegen Fürth doch noch wahren? Und was ist mit Daniel Heuer Fernandes? Hält er die komplette Einheit durch. Die Antworten: Nein - und ja. Jung war heute schon nicht mehr dabei und steht auch nicht im Kader, während Heuer Fernandes im Training einen sehr guten Eindruck hinterließ.

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