Hollerbach sucht nach der Lösung - auch im Nachwuchs

Der Tag danach tut oft noch mehr weh. Oft entfalten Enttäuschungen mit ein wenig Abstand erst so richtig ihre Wirkung. So, wie das 1:1 gestern gegen Hannover bei mir heute. Mit Blick auf die Tabelle und den Erkenntnissen von gestern im Hinterkopf wird die Luft von Wochenende zu Wochenende dünner, der Glaube an die Rettung immer schwächer. Wenn ich dann noch das dilettantische Drumherum hinzuberechne – dann ist fußballerische Existenzangst die einzig logische Konsequenz. Vorne keine Torgefahr, hinten nicht zu Null – das ist eine dramatische Mischung. Zumal der HSV kämpferisch alles gibt.

Marcus Scholz

5. Februar 2018

1:1 - HSV holt nur einen Punkt gegen Hannover

Bernd Hollerbach wusste selbst nicht so recht, was er mit diesem Spiel nun anfangen sollte. Er konnte sich irgendwie nicht freuen. Zwar war seine Mannschaft gegen Hannover nach einem Rückstand erneut zurückgekommen. Allerdings offenbarte das 1:1 gegen bei Hollerbachs Heimdebüt gegen Hannover erneut, welche qualitative Mängel der HSV offensiv hat. So ideenlos, so uninspiriert wird es gegen jeden Gegner schwer, behaupte ich. Aber der Reihe nach:

Marcus Scholz

4. Februar 2018

Ein Neuanfang ist Pflicht - nicht nur sportlich

Das passt mir so gar nicht. Werder Bremen dreht das Spiel auf Schalke noch und erzielt in der dritten Minute der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer beim FC Schalke 04. Damit kann der HSV selbst im Falle eines Heimsieges gegen Hannover morgen Abend die Abstiegsplätze nicht verlassen. Schlimmer noch: Der HSV muss gewinnen, um nicht noch weiter abzufallen. 16 Punkte haben Hollerbach und Co. – der erste rettende Tabellenplatz wird inzwischen von Werder Bremen belegt, die 20 Punkte auf dem Konto haben. Übrigens genauso viele wie Mainz auf dem 16 Platz, dem also vor dem HSV. Bitter.

Marcus Scholz

3. Februar 2018

*GASTBEITRAG* Letzte Hoffnung: Tritt beim HSV der Stendel-Effekt ein?

Gerne würde ich – als langjähriger 96-Fan – den HSV weiterhin in der ersten Liga sehen. Der Hamburger SV ist, Tabellenplatzierung hin oder her, immer noch „der große HSV“, mit seiner Tradition, seiner glanzvollen Vergangenheit, seiner großartigen Stadt. Dennoch schrillen bei mir zurzeit die Alarmglocken, wenn ich mir die aktuelle Situation des HSV anschaue. Es gibt einfach zu viele Parallelen zu der Saison 2015/16, in der Hannover 96 als Tabellenletzter den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten musste. Die größte Parallele ist dabei die misslungene Kaderzusammenstellung.

Marcus Scholz

3. Februar 2018

Der HSV zwingt sich selbst in die Knie

Die Aufregung ist groß. Und das zurecht. Ein Aufsichtsrat schreibt Kollegen an, um sie von der Notwendigkeit zu überzeugen, den Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen und den Sportchef Jens Todt zu kippen – was allein noch nicht schlimm ist. Dass diese Email aber wieder an die Öffentlichkeit lanciert wird, ist bezeichnend für die Lernunfähigkeit der HSV-Räte. Dennoch. Jens Todt hatte ich das erste Mal im Trainingslager unter vier Augen und anschließend vor zehn Tagen noch mal darauf angesprochen, dass es derartige Tendenzen gegen ihn im Kontrollgremium geben würde.

Marcus Scholz

2. Februar 2018

Hollerbach lässt hoffen - wo der Glaube schon fehlt **ERGÄNZT**

Es war schwer, mich heute zu motivieren. In den letzten Wochen schwang im Gegensatz zum Tag 1 nach dem Ende der Transferperiode noch jedesmal latent die Möglichkeit mit, dass ich mich doch getäuscht haben könnte und hier einfach nur extrem diskret gearbeitet wird und die Namen der Kandidaten einfach nur unter Verschluss gehalten werden, bis einer oder sogar zwei, drei von ihnen verpflichtet sind. Aber wie wir alle wissen, kam es anders. Der HSV blieb tatenlos.

Marcus Scholz

1. Februar 2018

Handlungsunfähig

Na klar. Jetzt werden sie kommen, die Durchhalteparolen. Man habe großen Wert darauf gelegt, nichts zu machen, nur um etwas zu machen. Der Typ Soforthilfe war nicht zu bekommen. Und: Man will seinen Talenten nicht den Weg verbauen. So oder so ähnlich werden die Verantwortlichen in den nächsten Tagen argumentieren, weshalb sie in dieser Transferphase tatenlos geblieben sind. Dabei wäre diese Transferphase auch in einem Satz zusammengefasst: Wir haben kein Geld, keine Ideen und keinen Lösungsansatz. Punkt. Kurzum: Setzen, sechs. Mal wieder.

Marcus Scholz

31. Januar 2018

Sackgasse? Ein paar Stunden bleiben...

Noch knapp ein Tag bleibt. Dann ist das Transferfenster für diesen Winter wieder geschlossen. Und vieles deutet daraufhin, dass der HSV leer ausgeht. Zumindest Stand jetzt. Denn dem HSV fehlt das Geld für Neue. Von daher werden alle bislang genannten Namen sowieso schon abgetan mit den Worten: „Der wäre auch wirtschaftlich gar nicht machbar.“ Wobei in dieser Aussage eben auch jener Konjunktiv steckt, der offenlässt, ob sich das noch ändert.

Marcus Scholz

30. Januar 2018

Bernd Hoffmann startet Wahlkampf - mit Anlauf

Es geht los. Es ist Wahlkampf. Wobei, eigentlich hat dieser ja schon längst begonnen. Schon mit den Sätzen „wir halten uns zurück, um nicht unnötig von der sportlichen Situation abzulenken“ sind erste Bewerbungen – allerdings beiderseitig formuliert worden. Auch bei mir im Rautenperlen.tv-Talk vom Sonnabend saßen neben Thomas Reiher der Bald-Aufsichtsrat Marcell Jansen sowie Dr. Ralph Hartmann, seines Zeichens Schatzmeister im HSV-e.V.-Präsidium. Dass Letztgenannter natürlich die Fahnen für das aktuelle Präsidium hochhält – logisch. Wahlkampf eben.

Marcus Scholz

29. Januar 2018

Hollerbach warnt: „Das ist noch kein Grund, um 'Juhu!' zu schreien“

Der Tag danach diente zuletzt immer ein wenig der Ruhe und Regeneration. Die Stammspieler absolvierten einen lockeren Lauf oder ließen sich nur behandeln, während die Reservisten auf dem Platz trainierten. Heute jedoch war das anders. „Für mich gibt es da kein Schema F“, so Neu-HSV-Trainer Bernd Hollerbach, der heute Morgen alle Spieler auf dem Platz versammelte und eine kernige, durchaus laufintensive Einheit (zumeist mit Ball) absolvieren ließ. Auslaufen? War gestern schon. Denn direkt nach dem Spiel liefen die HSV-Profis in der Red Bull Arena in Leipzig bereits aus.

Marcus Scholz

28. Januar 2018

1:1 in Leipzig - ein verdienter Punkt, der hoffen lässt!

Die Überraschung war schon einige Stunden vor dem Spiel bekannt geworden. Die Kollegen der Mopo hatten früh vermeldet, dass Christian Mathenia wieder die Nummer eins wird. Bitter für Julian Pollersbeck, der sich in den letzten beiden Spielen tatsächlich ordentlich präsentiert hatte und fehlerlos blieb. Allerdings muss man anerkennen, dass Mathenia im Training deutlich präsenter ist. Mathenia ist einfach lauter, aktiver – und das schien Bernd Hollerbach gefallen zu haben.

Marcus Scholz

27. Januar 2018

Rautenperle.tv Live Talk - direkt nach dem Spiel um 17.45

Ich freue mich euch im Anschluss an das Auswärtsspiel - gegen 17:45 - wieder zum HSV-Talk „Rautenperle.tv live“ begrüßen zu dürfen. Meine Gäste sind der Schatzmeister des HSV e.V. und Präsidiumsmitglied Dr. Ralph Hartmann, den baldigen Aufsichtsrat und Ex-Profi Marcell Jansen sowie meinen Freund Thomas Reiher, der in Hamburg der erste Zeuge von Bernd Hollerbach als Trainer war und viele nette Anekdoten von damals zu erzählen hat.

Marcus Scholz

27. Januar 2018

Gestrichen: Holtby auch bei Hollerbach chancenlos

Unter Markus Gisdol holte der HSV in 48 Bundesliga-Spielen 52 Punkte (14 Siege, 10 Remis, 24 Niederlagen); er reihte sich mit dieser Bilanz (1,08 Punkte pro Spiel) nahtlos in die seiner Vorgänger ein: Unter Bruno Labbadia waren es 1,15 Punkte, unter Joe Zinnbauer 1,04, Mirko Slomka kam auf 0,75 und Bert van Marwijk auf 0,8. Besonders in der Offensive krankte es: In den 48 Gisdol-Spielen erzielte der HSV nur 46 Tore; das ist die schwächste Ausbeute aller HSV-Trainer, die mindestens 25 Bundesliga-Spiele an der Seitenlinie standen.

Marcus Scholz

26. Januar 2018

Vergesst das Dosen-Image: Auch Leipzigs Fans lieben ihren Klub

Wir starten ins Wochenende mit dem Auswärtsspiel in Leipzig vorweg mit einem kleinen Gastbeitrag:

Einfach ist das nicht. Als BVB-Fan und HSV-Sympathisant in Hamburg über RB Leipzig schreiben zu dürfen? Glauben Sie bloß nicht, dass ich dafür bei Bekanntgabe an Silvester 2016/2017 nicht genug auf die Hörner gekriegt habe. Viel mehr fußballerischer Exotismus geht eigentlich nicht.

Carsten Germann

26. Januar 2018

Hollerbach deutet seine erste Elf an - mit Walace

Bernd Hollerbach hatte nicht viel zu erzählen. Obwohl, doch, er hätte sicher ganz viel zu sagen. Er tat es nur nicht. Er will sich schlichtweg noch nicht in die Karten gucken lassen. Und in einigen Dingen ist er sich wohl auch noch nicht hundertprozentig sicher. Erst heute Abend bespricht er sich beispielsweise abschließend mit seinem Torwarttrainer Stefan Wächter, wer denn unter ihm die Nummer eins im Tor sein wird. Im Training ist Christian Mathenia wie sonst auch deutlich präsenter, lauter und auffälliger.

Marcus Scholz

25. Januar 2018

Walace bleibt - und will helfen

Viel zu erkennen war noch nicht. Zumindest nicht, was eine mögliche Aufstellung für das erste Spiel unter Bernd Hollerbach am Sonnabend in Leipzig betrifft. Im Training heute, das ohne härtere Lauf- oder Krafteinheit auskam, wechselte Hollerbach munter durch. Insbesondere in der Defensive durfte jeder mal mit jedem spielen. Einzige Konstante: Die Dreierkette. Offenbar plant der neue HSV-Trainer die Dreierkette spielen zu lassen, bei der die beiden Außenverteidiger in Ballbesitz offensiv vor den drei Verteidigern agieren und defensiv aus der Dreier- eine Fünferkette machen.

Marcus Scholz

24. Januar 2018

Standortbestimmung á la Hollerbach

Nein, der Typ Magath ist er nicht. Sagt Bernd Hollerbach zumindest. Und dennoch behaupte ich, dass ich in der Mannschaft heute fünf Spieler mindestens finden würde, die das Gegenteil behaupten würden. Denn das, was Bernd Hollerbach an seinem ersten ganzen Trainingstag machte, hatte es in sich. In Vierergruppen sollten sich die Spieler zusammentun, ehe es um die beiden unteren Trainingsplätze ging. Drei Minuten waren pro Runde erlaubt. Für eine Profi absolut machbar, wenn man bedenkt, dass die geforderte Distanz rund 1000 Meter (zwei Runden á 500 Meter) betrug.

Marcus Scholz

23. Januar 2018

Hollerbachs Auftritt macht Hoffnung - im doppelten Sinne

Um 12.43 Uhr betrat Bernd Hollerbach seine alte, neue Heimat Volksparkstadion, knapp eine Stunde später verkündete der HSV dann via soziale Netzwerke das, was alle bereits erwartet haben: Bernd Hollerbach ist der Nachfolger von dem am Sonntag geschassten Markus Gisdol als Cheftrainer des HSV. Der ehemalige Abwehrspieler des HSV unterschrieb heute seinen auch im Falle eines Abstieges weiterhin gültigen Vertrag bis Juni 2019 und leitete zwischen 14.53 Uhr und 16.38 Uhr seine erste Trainingseinheit mit der neuen Mannschaft.

Marcus Scholz

22. Januar 2018

Markus Gisdol ist raus - Bernd Hollerbach übernimmt

Bernd Hollerbach wird es. Am Montag soll der einst so rustikale Verteidiger einen Vertrag bis Sommer 2019 unterschreiben. Das ist also die „lustige Überraschung“, die mir heute früh angekündigt wurde. Wobei das mit dem „lustig“ jetzt auch verstanden habe. Denn während alle Kollegen und auch ich immer wieder den Namen Felix Magath in die Runde geworfen haben, wird es nun dessen Ziehsohn auf Fußballtrainer-Ebene.

Marcus Scholz

21. Januar 2018

Todt: Morgen fällt eine Entscheidung

Er war sichtbar genervt. Aber Mitleid darf Jens Todt nicht erwarten. Tut er auch nicht. Denn die Situation, die dem HSV-Sportchef so zu schaffen macht, liegt maßgeblich in seiner verantwortung. Mehr noch: Die nach wie vor offensichtlichste Schwäche des HSV-Kaders ist der Kader an sich. Und für den ist eben er als Sporchef bislang im Zusammenspiel mit Trainer Markus Gisdol, dessen Entlassung morgen bekanntgegeben werden soll, verantwortlich.

Marcus Scholz

20. Januar 2018

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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