Neues Jahrzehnt, neue Philosophie - wird das der neue HSV?

Die einen lesen diesen Blog vor Neujahr, die anderen erst danach. Von daher vorweg und gleichermaßen:

Ist Pollersbeck nur ein teures Missverständnis?

Ich weiß noch genau, wie wir telefoniert haben. Julian Pollersbeck hatte in der vergangenen Sommerpause aufregende Tage vor und teilweise auch schon hinter sich, als wir sprachen. Der HSV hatte ihm sehr deutlich gemacht und gesagt, dass er sich einen neuen Verein suchen solle, wenn er spielen wolle. Beim HSV war zudem bekannt geworden, dass man Daniel Heuer Fernandes als neue Nummer eins verpflichtet hatte. Für Pollersbeck, der schon in den letzten Monaten der Saison 2018/2019 verstärkt in die Kritik geraten war, eine schwierige Situation.

Der große Hinrundenrückblick 2/2

In unserem großen Hinrundenrückblick arbeiten wir alle großen und relevanten Themen der HSV-Hinrunde 2019 für euch auf. Mit unseren Experten-Gästen Jurek Rohrberg von Sky und Henrik Jacobs vom Hamburger Abendblatt spricht Rautenperle-Autor Marcus 'Scholle' Scholz im zweiten Teil u.a. über die Spieler der Hinrunde, die Performance der Neuzugänge und präsentiert die Wünsche für das neue HSV-Jahr.

Kevin

29. Dezember 2019

Der HSV plant seine Zukunft

Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind fußballerisch außerordentlich interessant - wenn man die Premier League mag. Und das tue ich. Sehr sogar. Allerdings sind eben jene Tage aus Hamburger Sicht eher ereignislos. Der Trainer macht Familienurlaub, die Trainerkollegen und Spieler machen es ihm gleich, während der Sportvorstand versucht umzusetzen, was man zuvor im Sportlichen Kompetenzteam (Hecking, Mutzel, Boldt) besprochen hat. „Dabei ist  nicht immer maßgebend, wann man etwas möchte, sondern wann man etwas kann, was man möchte“, sagte Boldt vor kurzem und beschrieb damit, was beim HSV noch immer gezwungenermaßen dazugehört: Geduld.

Der große HSV-Hinrundenrückblick 1/2

In unserem großen Hinrundenrückblick arbeiten wir alle großen und relevanten Themen der HSV-Hinrunde 2019 für euch auf. Mit unseren Experten-Gästen Jurek Rohrberg von Sky und Henrik Jacobs vom Hamburger Abendblatt spricht Rautenperle-Autor Marcus 'Scholle' Scholz in Teil 1 u.a. über die Causa Bakery Jatta und den Start von Dieter Hecking beim HSV.

Kevin

27. Dezember 2019

Das Wunder vom neuen HSV

Am 12.05.2018 um 17:37 Uhr war es vorbei. Im Alter von 54 Jahren, 261 Tagen, 36 Minuten und 6 Sekunden ging der Bundesliga-Dino von uns. Klar, er litt schon lange an schwerer Inkompetenz und chronischer Erfolgslosigkeit. Aber wird ein Abschied zur Realität, trifft es die Familie immer mitten ins Herz.

Eine HSV-Geschichte, die das Leben schreibt!

Ich saß am Montag nach dem Sandhausen Spiel in meinem Büro. Eigentlich wollte ich mir den Tag Zeit nehmen, um ein paar Angebote für das nächste Jahr fertig zu stellen, aber irgendwie ging mir dieses Spiel sowie einige Reaktionen diesbezüglich von Kollegen und Freunden nicht aus dem Kopf. Besonders beschäftigte mich eine Aussage von einem Blogger, zu dem ich auch privaten Kontakt pflege und der mich durch eine Aussage neulich daran erinnerte, wie es um unseren HSV steht.

HSK

26. Dezember 2019

Frohe Weihnachten!

Alle, die den MorningCall hören, wissen es schon. Für alle anderen fasse ich noch einmal in aller Kürze zusammen, was heute beim HSV wichtig zu wissen ist. da wäre zum einen ein Interview von Klubboss Bernd Hoffmann, der sich optimistisch zeigt, in der aktuellen Konstellation den Aufstieg zu realisieren. Im selben Moment nennt der Klubboss den Wiederaufstieg aber auch „Geschäftsgrundlage“ und erhöht sportlich den Druck und begründet ihn nachvollziehbar mit den finanziellen Folgen .

Dieses Konstrukt verdient Vertrauen

Er war auf dem Heimweg, als ich ihn erreichte. Dieter Hecking hatte am gestrigen Sonntag noch einmal Großkampftag mit seiner Sportlichen Leitung, ehe er von heute an für ein paar Tage komplett raus ist. Familienzeit zuhause. Nicht er, sondern Sportvorstand Jonas Boldt und Kaderplaner Michael Mutzel sind in den kommenden Tagen und Wochen diejenigen, die das umsetzen sollen und müssen, was der HSV-Trainer mit ihnen zusammen geplant hat. Ein Außenverteidiger und ein Offensivspieler sind geplant. Wobei sich der Plan offensiv ein wenig verschoben hat. Denn aus dem klaren Plan, einen Mittelstürmer zu holen, hat Aaron Hunts Verletzungsanfälligkeit einen variablen Plan werden lassen. Inzwischen schauen sich die HSV-Verantwortlichen auch nach einem offensiven Mittelfeldspieler um. Und das ist auch gut so.

Eine HSV-Hinrunde in einem Spiel

So richtig in die Spur findet der Hamburger SV derzeit nicht. Trainer Dieter Hecking ändert und ändert seine Startaufstellung; doch keine Variante bringt die gewünschten Ergebnisse. Auch beim 2:2 gegen den SV Darmstadt veränderte Hecking sein System. Manches funktionierte, manches nicht; ein Sinnbild einer wechselhaften HSV-Hinrunde.

Bitter! Strittige VAR-Entscheidung kostet HSV den Sieg

Zum Jahresabschluss 2019 hat der HSV bei Darmstadt 98 2:2-Unentschieden gespielt. Dabei führten die Hamburger zweimal. Mangelhaftes Abwehrverhalten bei beiden Gegentreffern und eine strittige VAR-Entscheidung in der 78. Spielminute kosteten der Mannschaft von Trainer Dieter Hecking den Sieg, der insgesamt nicht unverdient gewesen wäre.

„…einfach mal in Führung gehen…“

Dieter Hecking ist nicht wirklich bekannt dafür, dass er im Abschlusstraining zu viel preisgibt. Dennoch boten die Abschlusseinheiten vor Sandhausen (mit Jung auf der Sechs) und heute vor der Partie beim SV Darmstadt 98 interessante Ansätze in den Spielformen. Letzte Woche war Fein draußen, Jung auf der Sechs - und so kam es in Sandhausen auch. Heute waren Jung und Fein auf der Sechs - eine Möglichkeit für morgen? Absolut. Zumal Hecking so die Zweikamphärte im zentralen Mittelfeld hinter dem weitgehend körperlos spielenden Sonny Kittel (rückt wohl als Ersatz für Hunt wieder in die Startelf) wieder stärken würde. Alles, was es sonst noch vor dem letzten HSV-Spiel dieses Jahres  zu wissen gibt, hier: 

Hunt fällt mal wieder aus - und der HSV sucht seinen Nachfolger

Es war seine letzte Spieltags-Pressekonferenz in Hamburg. Und Dieter Hecking hatte gleich eine schlechte Nachricht parat: Aaron Hunt wird ausfallen. der HSV-Kapitän hat sich im gestrigen Training einen Bänderriss im linken Fuß zugezogen und wurde von Hecking vorzeitig in den Winterurlaub entlassen. „Er soll jetzt mal einen dicken Strich unter das Jahr 2019 machen und ein paar Tage Urlaub nutzen, und dann hakst du das Jahr ab. Er soll es genau so machen. Nicht zu viel drüber nachdenken, sondern sich gut auf die Rückrunde vorbereiten. Dann haben wir dreieinhalb Wochen Vorbereitungszeit, wo er sich wieder in die Verfassung bringen kann, um die Alternative zu werden, die wir in ihm sehen und auch benötigen, um uns dann beim großen Ziel auch mehr zu helfen als im Jahr 2019“, so Hecking auf der Pressekonferenz, die wir Euch hier im Blog noch einmal zusammengefasst haben in unserem neuen Format „PK+“. Bis zur Wintervorbereitung am 6. Januar soll der Kapitän jedenfalls wieder voll belastbar sein.

Harnik ist vom Erfolg überzeugt - Hunt muss Training abbrechen

Um einen Aaron Hunt aus seiner Haut fahren zu lassen, muss man schon ziemlich was anstellen. Der HSV-Kapitän gilt ansonsten als eher cooler, abgeklärter Typ. Nach außen wirkt seine Art oft etwas unterkühlt. Auf dem Platz sogar auf den einen oder anderen überheblich - wenn es nicht klappt. Oder es wird als fußballerisch genial gefeiert - wenn es denn funktioniert. Und ehrlich gesagt wüsste ich nicht, was ich gemacht hätte, wenn mir früher ein Mannschaftskollege so unnötig im Training in die Hacken gerauscht wäre wie es Youngster Xavier Amaechi heute bei dem HSV-Kapitän machte und ihn damit zum Trainingsabbruch zwang. Dick bandagiert und humpelnd ging es für Hunt nach einer längeren Behandlungsphase in die Kabine.

Nicht die Packung ist entscheidend, sondern der Inhalt

Die Feier am gestrigen Abend sei ungetrübt und „sehr lustig“ gewesen. Unter dem Motto „Casino Royale“ hatten Mannschaft und Offizielle des HSV ihre Weihnachtsfeier schon vor das letzte Spiel des Jahres gelegt, um so den Spielern die Möglichkeit zu geben, unmittelbar nach Schlusspfiff am 21. Dezember in Darmstadt ihren Heimaturlaub anzutreten. „Ich freue mich immer auf solche Feiern“, hatte Trainer Hecking zuvor angekündigt. Allerdings erst, nachdem er deutliche Worte in Richtung seiner Mannschaft gerichtet hatte, was seine Erwartungen für das letzte Spiel des Jahres betreffen. Und natürlich deutliche Worte in der Angelegenheit Gideon Jung, die Hecking etwas zu drastisch gewählt hatte. Zu drastische Worte - für viele.

Zeit für Experimente beim HSV

Nur fünf Punkte hat der Hamburger SV aus den vergangenen fünf Partien geholt. Zeit für Trainer Dieter Hecking, etwas zu verändern. Seine Startaufstellung gegen Sandhausen überraschte, funktionierte aber in der ersten Halbzeit keineswegs schlecht. Wirklich dominant trat der HSV aber erst auf, nachdem Hecking in der zweiten Halbzeit sein Team taktisch veränderte.

Zeit für einen Befreiungsschlag

Im Abschlusstraining hat Trainer Dieter Hecking in den letzten Wochen und Monaten eher selten die Startelf gezeigt. Vielmehr versuchte er immer, den Gegner zumindest nicht zu früh wissen zu lassen, wie er beginnen lassen würde. Und so ist es auch diesmal. Heute im Abschlusstraining hat der HSV-Coach zunächst mit Ewerton neben Letschert in der Innenverteidigung und parallel dazu vorn Kittel statt Hunt im Zentrum (Harnik auf Außen, Hinterseer im Sturmzentrum) spielen lassen.

Premiere für Ewerton? Heckings Bauch wird entscheiden

Dieter Hecking wird noch überlegen müssen. Und dafür hat er noch bios Sonntagmorgen Zeit, denn dann muss sie stehen, seine Startelf für das Auswärtsspiel beim  SV Sandhausen. Und dass er heute auf der Pressekonferenz nichts zu seiner Startelf verraten wollte - Usus. Das ist immer so. Und in diesem Fall glaube ich sogar, dass der Trainer tatsächlich noch nicht hundertprozentig weiß, welche Elf er bringt. Und das zieht sich von vorn bis hinten - oder andersrum. Von der Innenverteidigung bis in die Sturmspitze - wobei hier eigentlich nur genau diese zwei Personalien wirklich spannend sind.

Subscribe to

PARTNER VON

FAQs

Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.