12.08.20 10:28
Zuschauer-Verbot bis November? - Hamburg droht erstes Geister-Derby
Quelle: www.bild.de


Mittwoch, 12.08.2020
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11.08.20 17:25
Transfergerüchte um KSC-Torjäger Hofmann: Erste Liga, England oder weiter in Karlsruhe?
Quelle: bnn.de
11.08.20 15:12
Löst Karlsruhes Hofmann das Sturmproblem beim HSV?
11.08.20 15:09
HSV: Hitzewelle in Hamburg: So plant Thioune das Training bei 30 Grad
Quelle: www.mopo.de
11.08.20 10:34
Lasse Sobiech zum HSV? Das ist dran am Gerücht


Dienstag, 11.08.2020
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10.08.20 17:19
HSV-Torwart: Darum war Pollersbeck gegen Rostock nicht im Kader
Quelle: www.mopo.de
10.08.20 14:44
Positiver Corona-Test bei Drittliga-Aufsteiger VfB Lübeck
Quelle: www.ndr.de
10.08.20 13:35
HSV: Erster Test, erster Sieg - und erste Erkenntnisse!


Montag, 10.08.2020
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07.08.20 18:25
Beyer entschuldigt sich bei HSV-Fans und will mit Gladbach angreifen
07.08.20 17:15
Ewerton nach Tumor-OP: Alles gut, Rückkehr aber offen!
Quelle: www.bild.de
07.08.20 15:33
Hamburger SV lehnt Angebot für Vagnoman ab – Wäre teuerstes Eigengewächs seit Tah
07.08.20 12:19
HSV startet gegen Düsseldorf - Hamburger Derby am 6. Spieltag
07.08.20 11:43
Nachwuchstrainer stehen fest: Pit Reimers übernimmt U21
Quelle: www.hsv.de
07.08.20 10:33
Trotz Interesse aus Italien: Darum bleibt Josha Vagnoman dem HSV treu
Quelle: www.mopo.de
07.08.20 10:32
HSV: Der neue Sechser Klaus Gjasula: „Ich gehe mit dem Helm duschen"
Quelle: www.bild.de


Freitag, 07.08.2020
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06.08.20 15:10
Gjasula als Vorbild für den "neuen HSV"
06.08.20 14:17
Spielpläne: Die Besonderheiten der neuen Saison
06.08.20 12:29
Bericht: Serie A-Klub bietet für Vagnoman
06.08.20 11:47
HSV-Boss Jonas Boldt schiebt keine Transfer-Panik
Quelle: www.mopo.de
06.08.20 10:53
HSV: Bates vor Belgien-Wechsel


Donnerstag, 06.08.2020
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Darum schaffen es Talente beim HSV so selten

Die Sehnsucht beim HSV nach besseren Zeiten ist groß. Nicht selten sogar zu groß. Das wiederum mündet darin, dass sich in den letzten Jahren immer wieder Verantwortungsträger darin versuchten, Dinge größer und schöner auszumalen, als sie in Wirklichkeit waren – was selten bis wie funktionierte. Es führte dazu, dass diese Verantwortlichen ebenso schnell verschwanden wie die sie begleitende Hoffnung, dass es mit und durch sie besser wird. „Nur reden allein bringt keine Erfolge“, hatte Daniel Thioune daher bei seinem Amtsantritt in Hamburg gleich einmal klargestellt. Und zumindest bei mir hat er damit die Hoffnung geweckt, dass er es sein kann, der diese unsägliche Gerüst aus Selbstüberschätzung in Hamburg einreißt und gesund neu aufstellt. Kein „nur-der-Aufstieg-reicht“-Gefasel mehr, ehe auch der Kader dafür da ist, sondern ein den Umständen entsprechend formuliertes realistisches Ziel.

Erster HSV-Test, erster Sieg - und noch viel Luft nach oben

Bei allem, was er trainieren würde, wären letztlich Siege in Testspielen essentiell fürs Selbstvertrauen und die Entwicklung der Mannschaft. Das hatte der neue HSV-Trainer Daniel Thioune im Kennenlerngespräch erzählt. Und wenn es danach geht, darf der 45-Jährige nach dem ersten Sieg im ersten Testspiel mit  seinem Trainerdebüt im Volksparkstadion zufrieden sein. Oder? „Der Schwerpunkt lag heute auf der Defensive – und das hat weitestgehend gut funktioniert“, so Thioune nach dem 1:0-Sieg gegen den Drittligisten Hansa Rostock, den Stephan Ambrosius in der Schlussminute per Kopfballtreffer besorgt hatte. Schöner Nebeneffekt: Als Belohnung hatte Trainer Daniel Thioune seiner Mannschaft einen freien Vormittag versprochen, sollte das Spiel gewonnen werden. „Vieles von dem, was wir trainiert haben, haben wir heute umgesetzt“, so der Trainer zufrieden. Und: „Über allem steht immer der Erfolg“

HSV-Trainer Thiounes Baustellen

Heute ist hitzefrei - eigentlich. Und uneigentlich ist heute Trainingstag beim HSV und ein weiterer Tag im Blog der Rautenperle. Zumal morgen der erste Test der Sommervorbereitung und unter Neu-Trainer Daniel Thioune ansteht. Zwar leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Allerdings wird die Partie live bei HSV.tv übertragen. Aber das nur als Tipp für alle diejenigen, die schon einmal sehen wollen. Wie weit der HSV ist. Denn mehr als ein Testspiel wird es dann nicht sein können nach gerade einmal einer Woche im Training. Gespannt darf man sein, ob die von Thioune proklamierte Spielweise schon zu erkennen sein wird: defensiv stabil auf Ballgewinn und schnelles Umschalten ausgerichtet. Wobei die Frage sein wird, ob der Drittligist aus Rostock diese Spielweise überhaupt abfordert bzw. sinnvoll sein lässt.

Hammer-Auftakt für den HSV

Der HSV eröffnet die Saison der Zweiten Fußball-Bundesliga. Mal wieder! Das verkündete die Deutsche Fußball Liga (DFL) heute. Am 18. September geht es um 18.30 Uhr zuhause gegen Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf. Parallel trifft Jahn Regensburg auf den 1. FC Nürnberg. Diese beiden Partien sind die einzigen, die von der DFL bislang fest terminiert wurden. Und auch die darauf folgenden Gegner haben es für den HSV in sich: „Mit Düsseldorf, Paderborn und Aue haben wir ein ordentliches Auftaktprogramm und werden mit den beiden Bundesliga-Absteigern zum Start direkt gefordert. Die Hoffnung bleibt, dass unsere Heimspiele mit unseren Fans stattfinden“, freute sich Sportdirektor Michael Mutzel. Das brisante Stadtduell zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli findet am 6. Spieltag (30. Oktober bis 2. November) statt. Eine Woche nach dem Derby (6. bis 9. November) kommt es schon zum nächsten Nordduell, wenn die Kieler den HSV empfangen.

Gjasula: „Ich bin niemand, der Kollegen durch die Kabine prügelt"

Wir Journalisten haben es gut. Zum einen dürfen wir dem Training des HSV beiwohnen, zum anderen dürfen wir im Gegensatz zu den Spielern die wenigen schattigen Bereiche des Volksparks nutzen. Zuschauen statt ackern und dabei ein paar neunmalkluge Sprüche und Urteile rausposaunen - so einfach geht’s manchmal. Und während wir die ersten richtig schönen Sommertage seit Wochen genießen, avanciert das Auslaufen der Spieler zu einem wippenden Gang. Zu kaputt sind sie. Zum einen die Keeper, die von Torwarttrainer Kay Rabe gescheucht werden, zum anderen die Rekonvaleszenten um Jan Gyamerah, die Individualtraining absolvieren. Aber letztlich trifft es auch auf die anderen Feldspieler zu, die heute unter Neutrainer Daniel Thioune Passübungen absolvierten, die mir gefielen. Warum? Weil sie da ansetzen, wo (sicher nicht nur) ich beim HSV große Probleme ausgemacht hatte: dem Spieltempo.

Die neue Bescheidenheit beim HSV

Wettertechnisch hätte es der HSV kaum besser treffen können. Das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit strahlend blauer Himmel, dazu 28 Grad und eine nahezu perfekt dosierte Dosis Nordwind. „Sowas nennt ihr also Schietwetter?“, lachte HSV-Trainer Daniel Thioune nach seiner ersten knapp zweistündigen Trainingseinheit mit dem HSV auf dem ebenfalls perfekt präparierten Rasen neben dem Volksparkstadion. Dem neuen Coach hat bislang gefallen, was er bei seinem neuen Arbeitgeber vorgefunden hat. Es würde ihn nicht überraschen, sagte er uns heute, aber eben doch sehr freuen. Bei Thioune sind es auch die kleinen Dinge, die große Freude bereiten können. Und genau so äußerte sich der neue HSV-Trainer auch heute, als er auf die Ziele mit dem HSV angesprochen wurde.

Wie der HSV von einer Bundesliga-Reform profitieren würde

Der zweite Tag hatte lediglich einen Seitenwechsel zur Folge. Soll heißen, die Spieler, die gestern im UKE ihre medizinischen Leistungstests abgelegt hatten, waren heute im Gym des HSV-Campus am Volksparkstadion – und umgekehrt. Morgen soll es dann das erste Mal auf den Platz gehen mit allen Spielern. Alles unter Ausschluss von Zuschauern – leider. Und: Noch. Denn die DFL hat heute einen ersten Schritt hin zur Öffnung für Zuschauer bei Spielen gemacht. Der Weg zu Zuschauern beim Training dürfte dementsprechend ebenfalls nicht mehr weit sein. „Der Profifußball kann wie alle anderen Bereiche nur in Etappen zurückkommen in einen Normalbetrieb. Es wird nicht diesen einen initialen Moment geben, dass die Politik den Startschuss gibt für volle Stadien ab dem nächsten Spieltag“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert heute im Anschluss an die Vollversammlung der 36 DFL-Klubs. Ansätze wie „alle oder keiner“ seien zwar nachvollziehbar, so Seifert, aber eben auch nicht zielführend. Der DFL-Boss: „Der Fußball muss in kleinen Schritten die Normalität für uns zurückerobern, das geht nicht von null auf 100.“

Hrubeschs erste große Entscheidung

Seit heute morgen acht Uhr ist weder ordentlich Betrieb in den Räumlichkeiten des HSV-Stadions, dessen Namen noch zum Verkauf steht. In Vierergruppen hatte Trainer Daniel Thioune seine Mannschaft aufgeteilt. Während die erfahreneren Spieler um Noch-Kapitän Aaron Hunt, Neuzugang Klaus Gjasula, Tim Leibold und Co. in der Alexander-Otto-Akademie (Campus) sportliche Leistungstests in Bezug auf die Mobilität, Beweglichkeit und Balance testeten, weilten jüngeren Spieler wie Josha Vagnoman, Jonas David und Xavier Amaechi im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), um dort die medizinisch orientierten Untersuchungen (Augen-, Zahn- und Cardio-Untersuchungen) zu absolvieren. Hier ebenfalls vor Ort – allerdings nur zur Voruntersuchung für die anstehende Operation: Anssi Suhonen. Der junge Finne wird in dieser Woche am gerissenen Kreuzband operiert und konnte deswegen logischerweise keine Leistungstests absolvieren.

Nutzt diesen Neuanfang - es könnte der letzte sein...

„Der Neuanfang“ – Klappe Nummer…., ich weiß es schon gar nicht mehr. Aber es geht wieder los. Morgen früh, am Montagmorgen, treffen sich der neue Trainer Daniel Thioune, dessen Assistenten Melvin Polzin und Hannes Drews das erste Mal mit der gesamten Mannschaft zur Sommervorbereitung auf die Saison 2020/2021. Es wird ein Zusammentreffen sein, bei dem es darum gehen wird, erst einmal die Basis für die Vorbereitung zu legen. Kennenlernen, grundsätzliche Abläufe besprechen, Termine ankündigen und per Leistungstests den körperlichen Status Quo der Spieler ermitteln. Viel mehr wird es erst einmal nicht sein. Oder besser gesagt: viel mehr wird es noch nicht sein können, denn es gibt noch viele  offene Fragezeichen. Terminlich gab es nach Bekanntwerden der ersten beiden Testspiele gegen Hansa Rostock (09.08.2020) sowie gegen den VfB Lübeck am 14. August (beide Spiele in Hamburg unter Ausschluss der Öffentlichkeit) inzwischen das dritte Testspiel in der letzten Woche vor dem ersten Pflichtspiel im Pokal bei Dynamo Dresden. Berliner Meldungen zufolge testet der HSV am 5. September  (wieder in Hamburg unter Ausschluss der Öffentlichkeit) gegen den Bundesligisten Hertha BSC. Ein letzter Härtetest, bevor es dann wieder losgeht.

Der Rautenperle Vermarktungs-Check beim HSV

Hauptsponsor weg, Stadionsponsor weg, Massenkündigungen bei Logen und Business Seats: Auf den ersten Blick sieht die Sponsoring-Lage beim HSV verheerend aus. Dennoch zeichnete Hendrik Schiphorst vom HSV-Vermarkter Sportfive im Abendblatt-Interview am 10. Juli ein optimistisches Bild und sprach im Zusammenhang mit dem Emirates-Ausstieg von einer „großen Chance“. Doch wie steht der HSV denn nun wirklich da?

HSV-Coup: Hrubesch wird neuer Nachwuchsdirektor

Was lange währt, wird endlich gut. Heißt es. Und es ist zu hoffen, dass das auch so stimmt für die Personalie, die heute beim HSV natürlich alle Schlagzeilen dominiert: Horst Hrubesch ist zurück! „Ich habe in den vergangenen Jahren in regelmäßigen Abständen Kontakt zu Horst Hrubesch gehabt und mich mit ihm auch immer über Fußball und Entwicklungspotenziale unterhalten. Er verfügt über einen enorm wertvollen Erfahrungsschatz, trifft im Umgang mit jungen Fußballern den richtigen Ton und ist zudem ein echter HSVer. Ich hielte es für fahrlässig, in Sachen Nachwuchsarbeit keinen Austausch mit ihm zu suchen“, sagt Jonas Boldt. Auf der vereinseigenen Homepage, wo auch Horst Hrubesch zitiert wird: „Ich habe in den Gesprächen den Eindruck gewonnen, dass der HSV jetzt den richtigen Weg eingeschlagen hat. Es geht im Fußball nicht um kluges Reden, es geht um harte Arbeit, um Fleiß, Geduld und Überzeugung. Nur damit kann man weiterkommen“, sagt Hrubesch. Und damit hat er sicherlich Recht

Wie die DFL Zuschauer wieder ins Stadion lassen will

Wenn in 49 Tagen endlich wieder der Ball in den Bundesligen rollen soll, plant die DFL auch wieder Zuschauer zuzulassen und hat dafür am 15. Juli 2020 ein insgesamt 41 Seiten umfassendes Pamphlet erstellt, das mir vorliegt. Titel: „Grundlagen & Leitfaden für die Konzepterstellung zwecks Wiederzulassung von Stadionbesuchern“. Am kommenden Dienstag lädt die geschäftsführende Dachorganisation der Profiklubs zudem zu einer weiteren außerordentlichen Mitgliederversammlung der 36 Erst- und Zweitligisten. Dabei soll es vor allem darum gehen, „ein einheitliches Vorgehen aller Klubs zu gewährleisten", teilte die DFL am Dienstag mit. Vier Vorschläge sollen dabei zur Abstimmung gebracht werden, wobei jeweils eine einfache Mehrheit genügen würde: Es soll keine Stehplätze geben Es soll keinen Alkoholausschank im Stadion geben Gäsetefans sollen bis Jahresende nicht zugelassen werden Alle Zuschauer sollen datentechnisch erfasst werden. wobei jeweils eine einfache Mehrheit genügen würde: Und wer jetzt dachte, das sei doch alles ganz einfach, nicht im Land der Ingenieure. Denn hier wurden mathematische Rechenschlüssel erstellt, damit die unterschiedlich großen Stadien einen gemeinsamen Nenner in der Berechnung des erlaubten Publikums haben. Deutschland. Die Anordnungen der Sitzplätze bei 12,5 Prozent Auslastung sowie für 33,3 Prozent, 44,4% und für 50%. Immer geregelt sein muss dabei, dass „horizontal ein Abstand von 1,00 Meter“ und dass vertikal 1,60 Meter Abstand eingehalten werden. Auch die Nutzung der Treppenstufen auf den Sitzplatzbereichen wird geregelt.

Deshalb kommen Wagner und Choupo-Moting nicht zum HSV

Es ist 17.20 Uhr und ich bin gerade erst an den Rechner gekommen. Heute morgen Drehen im Büro, danach ein Termin mit einem HSV-Mitarbeiter, eine etwas längerer Arztbesuch und dann der Versuch, die Laptoptaste „i“ reparieren bzw. ersetzen zu lassen. 2,5 Stunden (inklusive An- und Abfahrt) AEZ – erfolglos. Und jetzt ist es spät. Zu spät. Eigentlich wollte ich Euch heute über „die Konzepterstellung zwecks Wiederzulassung von Stadionbesuchern“ berichten, wie das 41 Seiten umfassende Pamphlet der DFL heißt. Allerdings wird das jetzt etwas zu knapp. Das DFL-Konzept bedarf etwas mehr als diese zwei Stunden. Aber die werde ich mir nehmen – nach dem Blog von heute, der in Teilen auch in eigener Sache ist. Denn gestern hat sich hier etwas zugetragen, was ich zum einen für sehr schade halte – zum anderen aber auch nicht akzeptieren kann. Aber dazu am Schluss mehr

Thiounes Plan für den HSV-Kader

„Wer den Schaden hat, der braucht für Spott nicht zu sorgen“ - heißt es . Und auf wenige Klubs trifft das momentan noch mehr zu, als auf den HSV. Wobei, ein Verein würde mir da sofort einfallen: Der arg gebeutelte Clemens-Tönnies-Klub FC Schalke 04, dem nach etlichen auf Jahre bereits vorfinanzierte Einnahmen und dem Verlust von Milliardär Tönnies schnell ein sehr ähnliches Schicksal wiederfahren könnte, wie dem HSV. Dass sich heute ausgerechnet ein Schalke-Idol und einer meiner absoluten Lieblingsspieler aus meiner Jugend (vor allem wegen des geilen Fallrückziehertreffers im WM-Halbfinale 1982 gegen Frankreich) über den HSV ärgert – es entbehrt nicht einer gewissen Komik.

Beim HSV ist kein Platz für Eitelkeit

Wenn wir bei uns im Niendorfer TSV über die neue Saison sprechen, nehmen wir bei der großen Analyse immer alle mit ins Boot. Da sitzen dann vom U19-Trainer über den U23-Trainer bis hin zu Liga Trainer und -Manager alle an einem Tisch und tauschen sich aus. Zunächst wird die vorausgegangene Saison analysiert. Daraufhin wird der Status Quo erhoben und geschaut, welche Spieler aus dem aktuellen Kader bzw. aus den aktuellen Kadern uns qualitativ helfen und dementsprechend bleiben sollen. Im Anschluss daran werden Bedürfnisse erfasst und positionsbezogen über Namen gesprochen. Denn während wir in der Oberliga einen besonders guten Überblick haben, haben die U19-Trainer alle A-Jugendlichen und die U23-Trainer und -Manager die Landesligakicker im Blick. Da werden Talente empfohlen, die der ranghöchsten Mannschaft bei uns, der Liga, helfen. Und es werden durchaus auch höherklassige Spieler für die klassentiefere Mannschaft empfohlen – als Leader der jungen Talente. Eitelkeiten gibt es da nicht. Im Gegenteil. Wir verstehen uns als ein Verein mit einem gemeinsamen Ziel: Erfolg.

Onana und Gjasula: Wie aus U21-Kandidaten Profis wurden

„Beim HSV rückt alles enger zusammen“, hatte Marcell Jansen gesagt. Der Präsident des HSV e.V. wollte damit beschreiben, wie sich die Kultur innerhalb des HSV verändert hat. Es sei ein Klima des Vertrauens und der Produktivität entstanden. Man würde in den Abteilungen auf Augenhöhe agieren, was in den Jahren zuvor nie primär war. Wobei die aktuelle Situation das natürlich auch leichter macht. Denn während früher zwischen einem Regionalliga-Nachwuchstalent und den Zé Robertos, Petrics, Boatengs, Barbarez‘ und anderen europäischen Top-Spielern gleich mehrere Ligen lagen, ist das Leistungsniveau aktuell natürlich (und: leider!) deutlich enger zusammengewachsen. Daher ist der Übergang von U21 zu den Profis deutlich kürzer geworden.

Der Fußball verliert an Glaubwürdigkeit

Für viele Eltern klingt das alles erst einmal richtig gut und vernünftig.  Wenn die Profiklubs um die größten Talente kämpfen und  dabei Plätze in ihren Nachwuchsleistungszentren feilbieten, wird den abgebenden Eltern auch dargestellt, wie vollumfänglich die Ausbildung der Klubs inzwischen ist. Dem Fußballtraining  nachrangig werden die heranwachsenden Stars von morgen bei ihren Schulaufgaben begleitet und unterstützt. Sie bekommen Nachhilfe, sofern nötig. Und sie sollen auch sonst auf alle Lebensabschnitte vorbereitet werden. Soweit die Philosophie der allermeisten NLZs in Deutschland. In der Praxis aber sieht es oft anders aus. Denn letztlich haben die Internate weniger die intellektuelle und soziologische Ausbildung im Vordergrund, denn die Ausbildung künftiger Topstars. Und, Achtung Spoiler: Es funktioniert. Beim HSV wie anderswo.

„Der HSV muss beweisen, dass er Entwicklung ernst meint“

Es ist im Grunde genommen wie jedes Jahr. Der HSV proklamiert einen Neuanfang und betont dabei noch einmal die besondere Wichtigkeit, die eigenen Talente nachhaltiger auszubilden und vor allem an das Profiteam heran zu führen. Dazu wird der Cheftrainer ausgetauscht und durch einen Neuen ersetzt, der genau das als eines seiner größten Ziele formuliert. Und während es beim HSV in den letzten Jahren In aller Regelmäßigkeit nichts wurde, scheint es dieses Jahr fast schon alternativlos zu sein, auf eigene Talente zu setzen. Stichwort: finanzielle Schwierigkeiten. Auch deshalb haben sich die Verantwortlichen bei der Suche nach einem neuen Co-Trainer Eine interne Lösung überlegt: Hannes Drews Komma der bislang die U 21 trainierte, soll als Bindeglied zum Nachwuchs mit an Bord genommen werden. Mit anderen Worten: der HSV geht nominell den Weg über die eigenen Talente.

Moritz: „Der HSV war sechs Tage Spaß - und ein Tag Frust“

Mountainbiking steht heute auf dem Plan. Einfach nur ruhig dasitzen und die Sonne genießen, das ist nicht sein Ding. Es sei denn er spielt Schach. Oder er pokert online. „Ich liebe die Herausforderung und den Wettbewerb“, sagt Christoph Moritz, der aktuell im Schwarzwald weilt und seine freien Tage bis Saisonvorbereitungsbeginn auf seine ganz eigene , sehr sportliche Art genießt. Wobei aktuell noch nicht einmal klar ist, wo es für ihn weitergeht. „Es gab ein paar lose Gespräche, auch sehr interessante Gespräche“, verrät Moritz, „aber konkret ist hier noch nichts.“ Einzig, dass er weiter als Profi Fußball spielen will, das ist klar. Auch deshalb hatte er dem HSV jüngst abgesagt. Oder war das andersrum?

Wie lange dauert der Umbruch?

Seit Jahren wird er in Hamburg gefordert. Seit Jahren wird er versprochen. Scheinbar ist er immer da. Und doch nie so richtig: Der Umbruch. Fans und Verantwortliche verbinden mit ihm die Hoffnung auf bessere Zeiten. Wobei wir beim HSV in letzter Zeit mehrere Umbrüche erlebt haben. Die größeren Umbruchphasen lassen sich gut an den Amtszeiten der letzten drei Vorstandsvorsitzenden des HSV festmachen. Dietmar Beiersdorfer und die Ausgliederung verbunden mit der Hoffnung auf einen Platz im Europapokal. Heribert Bruchhagen und der Wunsch nach Konsolidierung im sicheren Mittelfeld. Und schließlich Bernd Hoffmann mit dem Versprechen eines Neuanfangs in der zweiten Liga, inklusive einem schnellen Wiederaufstieg. Nun ist auch dieser dritte Umbruchsversuch gescheitert. Der HSV verbringt ein drittes Jahr in der zweiten Liga und Bernd Hoffmanns zweite Amtszeit ist ebenfalls vorbei. Mir wird langsam immer klarer, dass der Umbruch vielleicht länger dauern könnte, als ich es mir jemals gewünscht und erhofft hatte.

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