Marcus Scholz

22. November 2018

Trainingsfreier Tag - zumindest fast. Denn die Youngster Fiete Arp, Josh Vagnoman, Jonas David und Bakery Jatta zogen auch am freien Tag durch. Sie absolvierten eine Einheit am Volkspark, während die Kollegen sich behandeln ließen oder einfach nur frei hatten. Scheinbar haben die jungen Talente verstanden, was in den nächsten Wochen ansteht. Sie wissen, dass es ein ganzes Stück weit härter wird, nachdem Trainer Hannes Wolf den Trainingskader der Profis reduzieren will. Morgen geht es dann mit einer nicht öffentlichen Einheit weiter, ehe am Sonnabend um 11 Uhr die letzte öffentliche Trainingseinheit ansteht. Sehr wahrscheinlich werden bis dahin auch die zuletzt grippekranken Aaron Hunt und Julian Pollersbeck wieder dabei sein können. Soweit zum Sportlichen.

 

Vereinspolitisch vergeht inzwischen kein Tag mehr, an dem ich nicht mindestens einmal angerufen werde von potenziellen Kandidaten für das Amt des Präsidenten und anderen teilweise in Funktionen für den HSV sitzenden Personen, die ihre Meinung mitteilen wollen. Oder es melden sich Experten zu Wort, die die HSV-Bilanz einordnen. Wirtschaftsprofessor Carl-Christian Freidank von der Universität Hamburg war dabei besonders deutlich. Er sagte dem Hamburg Journal (NDR) im Interview: „In der Privatwirtschaft würde dieses Unternehmen von einer 'Heuschrecke' gekauft, in seine Einzelteile zerlegt werden und höchstbietend vom Markt verschwinden.“ Der Uni-Professor ging sogar noch weiter und sprach davon, dass der HSV existenziell bedroht sei. „Da alle Kennzahlen dieser Bilanz einem vernünftigen Kreditmanager sagen würden, gib dem Verein nichts, wird es schwierig, an Fremdkapital zu kommen“, glaubt Freidank, angesprochen auf den Umstand, dass der HSV in 2019 die Fan-Anleihe von 17,5 Millionen Euro bedienen muss. Freidanks Schlussfazit ist dementsprechend drastisch. Selbst den Fall des direkten Wiederaufstiegs sieht er nicht als Rettungsring: „Man kann mit den Zahlen aus der Bilanz und den Prognosewerten finanziell in der Bundesliga nicht bestehen.“

Dass sich dann einer der letzten maßgelblich (Mit-)Verantwortlichen, Carl Jarchow, ebenfalls kritisch zu Wort meldet - es passt zur HSV-Situation und vor allem zur Selbsteinschätzung der ehemaligen wie aktuellen Führungskräfte beim HSV. „Ich sehe die wirtschaftliche Entwicklung des Vereins seit der 2014 erfolgten Ausgliederung äußerst negativ. Die Verantwortlichen sind damals angetreten, um für professionelle Strukturen zu sorgen. Leider muss man feststellen, dass das überhaupt nicht geklappt hat“, sagte der ehemalige Vorstandsvorsitzende, der Bernd Hoffmann 2011 als Vorstandsvorsitzenden beerbt hatte und den Verein bis 2015 geführt hatte. Vergessen dabei, dass unter ihm auch die Fan-Anleihe aufgesetzt worden war, die man dann dank des Kleingedruckten in der Broschüre (zweckentfremdet) komplett zur Deckung von bereits entstandenen Fehlbeträgen nutzte - und die dem Klub jetzt auf die Füße fällt.

Nein, Schuld sein will am Ende natürlich niemand. Dafür werden öffentlich einzelne Namen genannt. Dietmar Beiersdorfer vorneweg. Der ehemalige Sportchef und Vorstandsboss hatte nach der Ausgliederung zig Millionen Euro Transferverluste angehäuft. Allerdings hat der wirtschaftliche Misserfolg beim HSV inzwischen sogar mehr Namen als es  hier Trainer in den letzten 20 Jahren gab - und das soll schon was heißen. Jüngstes Beispiel: Allein die Tatsache, dass der aktuelle Aufsichtsrat (noch ohne Hoffmann) einen Mondvertrag wie den von Bernd Hollerbach (kassiert noch immer 15.000 Euro pro Punkt) absegnete, zeigt, dass auch die aktuell Verantwortlichen der Situation nicht gewachsen sind. Insofern kann ich der Forderung, alle Namen zu nennen, nur schwer nachkommen. Es sind einfach zu viele…

In diesem Sinne, bis morgen. Bis dahin wünsche ich Eich erst einmal einen schönen Abend und stelle Euch wie versprochen hier die Antworten auf Eure Fragen rein.

Bis morgen! Scholle

 

LACHENDERHASE: Ich hatte diese Frage schon an anderer Stelle gestellt. Wie lange guckt sich die DFL dieses Finanzchaos beim HSV noch an. Oder anders gefragt, wann droht dem HSV der Lizenzentzug? Ich denke an das Beispiel 1860 München.

Antwort: Glaubt man verschiedenen Experten, ist der HSV davon nicht weit entfernt. Eine mehr als nur noch latente Abhängigkeit zu Kühne ist in den Bilanzen ja zu erkennen. Die DFL indes beurteilt nur die finanzielle Situation. Und solange der HSV hier ausreichend handlungsfähig ist, oder glaubhaft zusichern kann, das zu werden - wird er die Lizenz erhalten. Sollte der HSV irgendwann nicht mehr liquide sein oder die 50+1-Regel brechen, droht allerdings der Lizenzentzug.

 

HAMBURG1961: Scholle was denkst du, wie unser HSV wieder auf einen grünen Zweig kommen soll und aber Konkurrenzfähigkeit sein kann? Ohne einen Investor ist das doch mit soviel Schulden unmöglich ! Oder?

Antwort: Das stimmt sehr wahrscheinlich. Heute sagte ein Finanzexperte, der HSV bräuchte 150 Millionen Euro, um bei Null beginnen zu können. Das ist aus dem normalen Wirtschaftsbetrieb ohne entsprechenden „Partner“ oder Investor nicht darstellbar. Insofern kann man nur den langen, mühsamen Weg der kleinen Schritte gehen und über den eigenen Nachwuchs kommen. Ohne weitere Anteilsverkäufe - die wurden von Bernd Hoffmann in seinen Wahlkampfreden kategorisch ausgeschlossen - ist es nicht möglich. Ohne einen strategischen Partner, der dem HSV ein derartiges Darlehen gewährt (müsste ohne Anspruch auf AG-Anteile passieren) geht es schlichtweg nicht.

 

KLAUS HENNING: Wo steckt Papa und macht er Reha? Vor spätem Frühjahr wird das wohl nichts mehr, oder eher gar nicht mehr?

Antwort: Eher nicht. Der Klub rechnet im Februar mit dem Griechen, der seine Reha aktuell an wechselnden Orten (auch in der Heimat in Griechenland) absolviert.

Gibt es irgendwo offene detaillierte Statistiken (Team und Einzelspieler) auch für die zweite Liga? Wenn ja, wo? Gibt es irgendwo offen die "Pack-Raten-Auswertung" von Reinartz/Hegeler?

Antwort: Es gibt die „Ran-Datenbank“ bei Sat1, die sehr zu empfehlen ist.

 

LEMIEUX: Hallo Scholle, rechnest du damit, dass Marcell Jansen zur Wahl des Präsidenten als Kandidat antritt?

Antwort: Ja. Er will antreten und ich kann mir nicht vorstellen, dass er vom Beirat nicht zugelassen wird.

 

 

WORTSPIELER: es wäre schön, wenn man einsehen könnte, welche user die kommentare "lesenswert" markiert und gespeichert haben statt nur die zahlen zu dokumentieren.

Antwort: Stimmt. Ist aber aktuell nicht in Planung.

nun ausgerechnet den top-kommentar nicht zu beantworten, führt euren modus operandi ad absurdum, um es mal auf spanisch auszudrücken...

Antwort: Wie bitte?

2) da sich die URL ändert, wenn du die überschrift änderst, würde ich vorschlagen, dass die URL in zukunft das datum des tages der erscheinung erhält, um ggf. auch via google suchen zu können.

3) ferner würde ich gerne die option nutzen, einzelne beiträge als link zu versenden, so dass jeder kommentar eine eigene URL erhält. das war im alten blog sehr hilfreich, wenn direkt zu einem kommenatr navigieren und/oder ihn verlinken konnte.

Antwort: Gebe ich an den IT-Techniker weiter. Damit kenne ich mich leider überhaupt nicht aus.

warst du bei dem hintergrundgespräch mit wettstein bzgl. der bilanz dabei...?! wurdest du hierzu eingeladen...? welche medien wurden hierzu eingeladen...? ist diese zweiklassengesellschaft ("ausgewählte journalisten") nicht ein schlag ins gesicht…?

Antwort: Ich war eingeladen. Und nein, es gibt seitdem ich HSV-Journalist bin immer wieder Runden in unterschiedlichen Besetzungen. Das ist akzeptiert. Da ist normalerweise niemand beleidigt.

 

PIT A. GORAS: Moin Scholle, wie lange stehen Gisdol und Hollerbach noch auf der HSV payroll?

Antwort: Beide bis Saisonende 2018/2019.

 

DARMZOTTE: Liest du auch andere HSV Blogs und wenn ja, wie findest Du diese?

Antwort: Zugegebenermaßen eher selten. Ich kenne ehrlich gesagt auch beim HSV keinen anderen HSV-Reporter, der täglich vor Ort ist, mit den Protagonisten persönlich spricht und bloggt. Dennoch gibt es auch aus Fansicht (Blogperlen, HeLuecht’s) immer wieder interessante Beiträge von Hobby-Bloggerinnen und -Bloggern, die ich dann auch (sehr gern) lese.

 

RAMBLING ROSE: Wird der Silvester auslaufende Sponsorenvertrag mit Emirates verlängert?

Antwort: Der HSV würde es sofort annehmen. Ist aber noch offen. Die Verhandlungen laufen.

 

BAJUWARENRAUTE: Servus Scholle!

Das unter Titz gespielte System mit dem hoch stehende Torwart wurde ja in den U-Mannschaften auch adaptiert. Wie wird da mittlerweile gespielt? Noch immer so, oder dürfen die jeweiligen Trainer ihre eigenen Ideen umsetzen?

Antwort: Es gibt kein MUSS. Die Torhüter werden aber auch weiterhin stark eingebunden ins Aufbauspiel - auch bei Hannes Wolf in der Zweiten Liga.

 

RAUTENWEBER: Hallo Herr Scholz, meine Frage zielt auf David Bates ab, sein Debüt gegen Albanien und auch sein Spiel gegen Israel waren solide (Scotsman Note 6 von 10). In verschiedenen Medien würde vom Interesse potentieller Premier League Clubs geschrieben. Was ist an diesen News dran?

Antwort: Nein, es gibt keine großen Interessenten.

 

JUPP KOITKA: Hallo Scholle, auch wenn ich gerne mal kritisch bin, gefällt mir das Projekt Rautenperle insgesamt gut. Dazu meine Fragen:

Wie refinanziert Ihr Euch dauerhaft und auf welchen Zeitraum ist das Projekt (vorerst) ausgelegt? Beim Abendblatt war das ja ein großes Problem. Gibt es mittelfristige Risiken hinsichtlich des Fortbestands des Blogs?

Antwort: Hier ist es anders. Das Projekt Rautenperle ist langfristig angelegt. Risiken gibt es immer. Aber nicht mehr und nicht weniger als in jedem anderen Unternehmen auch.  Aktuell wachsen wir hier kontinuierlich stark. Trotz des Abstieges. Und das ist sehr gut.

 

PITCH: Wie siehst Du die Verkleinerung des Kaders? Heißt es, dass nun die Talente wieder weiter von der ersten Mannschaft wegrücken? Ist das die Abkehr von dem Aufbau der Ersten auf Grundlage des Nachwuchses?

Antwort: Hannes Wolf klargemacht, dass kleine Trainingskader effektiver trainieren können. Die Talente, die nicht mehr dabei sind werden auch gut trainiert. Ob bei U21 oder U19 - überall hat der HSV sehr gute Trainer. Und wer es sich durch Leistung verdient, darf berechtigt auf seine Teilnahme bei den Profis hoffen. Das muss nicht zwangsläufig demotivierend sein.

 

KILL BILL: Moin Scholle, wer ist für Dich der geeignete e.V.-Präsi-Kandidat und warum?

Antwort: Einen Namen werde ich hier aus Gründen der Objektivität nicht nennen. Fakt ist, dass sich der neue Präsident bestens mit AG-Recht auskennen muss. Ich würde eine erfahrene, kompetente Wirtschaftsgröße begrüßen, die vorbehaltlos das Amt antreten kann. Der Fußballsachverstand ist gut - aber in der Position des.V.-Präsidenten sicher nicht oberstes Kriterium.

Liegt die Zahl der Rautenperlen-User weiterhin bei rund 9.000 oder wurde die 10.000er-Marke schon erreicht?

Antwort: Mit den 9000 Userinnen und Usern waren wir vor einigen Monaten schon sehr zufrieden. Wir sind es auch immer noch, denn wir wachsen weiterhin täglich und kontinuierlich.

Wer war/ist für Dich der beste HSV-Trainer der letzten 5 Jahre?

Antwort: Eine Frage, die man eigentlich im Ausschlussverfahren beantworten muss. Fakt aber ist, dass hier in Hamburg Rahmenbedingungen (vor allem bei Kaderzusammenstellungen) herrschen, unter denen auch gute Trainer schlecht arbeiten können. Die klarste Linie und Konsequenz hatte meiner Meinung nach Huub Stevens. Aber das ist schon mehr als fünf Jahre her. Danach kamen einige sehr interessante Trainer mit tollen Spielideen. Zuletzt Christian Titz und jetzt auch Hannes Wolf, den ich auch sehr schätze. Am wichtigsten hierbei ist aber auch nicht, wie gut der Trainer an sich ist, sondern wie gut seine Philosophie zur Verbesserung des HSV beitragen kann. Das bedeutet für den Moment, dass der HSV einen Ausbilder braucht, der jungen Talenten den Weg in den Profifußball ebnet. Und dafür ist Wolf zweifellos bekannt. Es gab mal den Satz von Thomas Tuchel nach seiner Absage, er habe das Gefühl gehabt, beim HSV mehr als nur Trainer sein zu müssen, um hier zu bestehen. Und da ist eine ganze Menge dran.

 

MARKOBODENSTEIN: Wie stehst du zur -vermeintlichen- Bewerbung von Marcell Jansen? Ich kenne nicht viel über den beruflichen Werdegang (neben dem Fußball) von MJ. Aus meiner Sicht entspricht er dem selbstauferlegtem Anforderungsprofil des Beirates nicht (vollständig). Siehst Du das ähnlich?

Antwort: Ich werde an dieser Stelle einzelne Namen von Kandidaten nicht beurteilen. Fakt ist, dass Jansen noch sehr jung ist und sich seit seinem frühen Rücktritt geschäftlich erfolgreich schlägt. Zudem bringt er ein hohes Maß an HSV-Identifikation mit. Weil Du mich gefragt hast: Ich schätze ihn persönlich sehr - aber das ist längst kein Indiz für oder wider seine Eignung.

 

FUSSBALL-MAGIER: Wie lange müssen wir noch unter den Altlasten leiden? Bis 2020 oder 2022 oder ....

Antwort: Es wird noch sehr viel länger dauern (s. Antwort oben).

 

IVANAUSKAS: Moin aus Hessen ..

Alle Welt spricht immer von seriösen Hamburger Kaufleuten, nur im HSV Bezug kann ich davon nichts erkennen. Man hat immer irgendwie den Eindruck, das alle rundherum im Norden dem Verein mehr schaden als nutzen bringen. Da fragt man sich hier in Mitteldeutschland mehrfach ob Ihr da oben, oder wir hier so verstrahlt sind, dass es auf Dauer keiner bemerkt, dass Hunke und Konsorten eigentlich längst Hausverbot haben sollten. Einhergehend mit der Frage, warum die Hamburger Presse diese Personen nicht längst ins Abseits geschrieben hat !?Warum um Himmelswillen "duldet" Ihr, insbesondere Du Scholle, diese Leute noch ? Ebenso Beiersdorfer ... selbst die Münchener TZ geht mit Rummenigge und Hoeness, die zum Teil nenen Betrügereien, richtig gute Arbeit leisten weniger sorgfältig um, wie die Hamburger Journalisten mit den Underperformern. Warum ?

Antwort: Hier wird nichts geduldet. Aber ein sorgfältiger Umgang ist unabdingbar. In der Sache wie mit den dazugehörigen Personen.

 

UWE GENANNT MUCKI: Welche Wahrscheinlichkeit ist höher? Dass Diekmeier einen neuen Verein findet oder dass Arp in der zwoten Liga irgendwann mal 'ne Bude macht?

Antwort: Arp wird sehr bald treffen, behaupte ich. Und Diekmeier wird zur Rückrunde einen neuen Arbeitgeber finden.

 

 

GIMLET: Hallo Scholle, Gimlet hier. Meine Frage lautet: Wenn der Trainingskader jetzt reduziert wird, um die vorhandenen Talente, die noch mitmachen dürfen, noch besser zu machen (was ja sehr wünschenswert wäre) möchte ich gerne wissen: Welche Spieler das denn genau sind.

Antwort: Das wird in den nächsten Tagen bekanntgegeben. Hier zu mutmaßen wäre respektlos den jeweils Genannten gegenüber.

 

KEULE1887: Tach Scholle, ist es deinerseits geplant hier im Blog ausführlich die Kandidaten für die im Januar bevorstehende Wahl des e.V. Präsidenten vorzustellen?

Antwort: Ja. Auch letztes Jahr hätten wir beide Kandidaten gern vorgestellt. Ich hatte beiden angeboten, eine gemeinsame Sendung zu produzieren - was leider nicht von beiden angenommen wurde.

 

 

KUCHI: In der Bilanz steht, dass noch Forderungen aus Transfer in Höhe von über 4 Mio Euro offen sind. Welcher Verein lebt denn ebenfalls auf Pump oder worum geht es da? Kann man das in Erfahrung bringen?

Antwort: Das weiß der Vorstand, spricht darüber aber nicht. Ergo: Ich weiß es nicht.

Zudem sind noch Beträge aus Einkäufen offen in Höhe von über 12 Mio Euro. Sind dies Verbindlichkeiten an Kühne oder anderen Vereinen?

Antwort: Klaus Michael Kühne streitet mit dem HSV noch über ein 12,5-Mio-Darlehen, das der Investor für Spielerkäufe zur Verfügung gestellt hatte.

Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr ungefähr gleich geblieben bei ca. 70 Mio. Euro. Wie hoch ist denn die erwartete Ersparnis nach Ablauf dieser Saison, wenn der Spieleretat angeblich drastisch gesenkt wurde?

Antwort: Der Spieleretat (zählt zu den Personalkosten) wurde um knapp 25 Mio. Euro gesenkt. Die sonstigen Personalkosten sind erschreckenderweise geblieben.

 

ABRAEUMER: Moin Scholle, was weißt du oder was wird auf den Fluren des HSV bekannt, über das Darlehen von Kühne für Santos. Muss der HSV bei einem Verkauf nur die von Kühne zur Verfügung gestellte Ablösesumme von 6,5 Mio zurückzahlen oder ist es ein Gesamtdarlehen und müssen die für Kostic und Walace eingetretenen Verluste bei einem Verkauf von Santos auch ausgeglichen werden, so dass bei einem Verkauf von Santos für 17 Mio diese Summe komplett an Kühne weitergegeben werden müsste. Ist schon etwas über das Konzept von Höper und Hunke bekannt und tritt Hunke mit Magath an?

Antwort: Wie weiter oben schon beantwortet, erwartet Kühne aus Spielerverkäufen zunächst etwas mehr als 12 Millionen Euro für sich. Erst danach würde der HSV Geld verdienen. Und ob Heinrich Höper mit Felix Magath antritt, kann ich nicht sagen. Bislang hat sich Höper auch noch nicht offiziell beim Beirat vorgestellt.

 

FRED STENDER: Auf einigen FB Seiten kam die Idee auf das wir als SC Club Mitglieder unserem HSV helfen .. unter die Arme greifen wollen.

bei zur Zeit 65.155 SC Mitgliedern ... und einer Einlage von z.B. 50 Euro pro Mitglied kommen dabei 3.257.750 Euro dabei raus .....um z.B. Anteile an der AG zu erwerben ...... ist das rechtlich überhaupt möglich .. wie stehst Du .. b.z.w. Ihr alle zu diesen Gedanken ...

Antwort: Interessanter Ansatz. Und ja, es ist möglich. Aber es wird vom HSV abgelehnt.

 

GV2: Hat oder hatte eine(r) der potentiellen Präsidentschaftsbewerber(innen) ein persönlich oder wirtschaftlich näheres Verhältnis zu diesem Blog als andere ?

Antwort: Nein.

 

KOCZY: Moin Scholle, wird es einen Gasttext von einem Finanzexperten geben, der die Bilanz näher beleuchtet?

ANTWORT: Ich würde es sicher veröffentlichen, wenn sich hier ein Finanzexperte findet, der die Bilanz faktisch seziert. Insofern dürfen sich alle Finanzexperten an dieser Stelle angesprochen fühlen. Schreibt mich gern an!

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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