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Bitter: Hwang fällt vier Wochen aus

Welch bittere Diagnose: Hee chan Hwang fällt für mindestens vier Wochen aus. Dass er gegen den FC St. Pauli am Sonntag nicht dabei sein würde, war ziemlich klar. Dass er sich allerdings gleich die Sehne im hinteren Oberschenkelmuskel angerissen hat und mindestens vier Wochen ausfallen wird ist dann doch ein Schock für den HSV. Damit fehlt der Angreifer, der schon seit der Winterpause bis in den Februar hinein verletzt war (Hüfte). Nach gerade mal drei Einsätzen also schon wieder das Aus für Hwang und der Startschuss für die alte Diskussion: Wie viel Spiele verträgt ein Fußballer? Immerhin hat Hwang seit knapp zwei Jahren keine richtig echte Erholungsphase gehabt - abgesehen von den Verletzungspausen, die sich langsam häufen. Mindestens die nächsten drei Spiele (St. Pauli, Darmstadt, Bochum) wird Hwang ausfallen. Glücklicherweise liegt zwischen Darmstadt und Bochum noch eine seit Jogi Löws Neustrukturierung (Hummels, Boateng und Müller sind raus) sehr interessante Länderspielpause, womit Hwang wenigstens eine spielfreie Woche zum Regenerieren dazugewinnt.

Hätte der HSV, dann wäre er...

Ärgerlich war es. Ärgerlich, weil das Remis das beste Ergebnis ist, wenn zwei Verfolger im Aufstiegsrennen aufeinandertreffen. Dass der FC St. Pauli dann am Ende doch noch durch einen späten Treffer in der 81. Minute knapp mit 1:0 gewinnt und so tabellarisch zum HSV bis auf einen Punkt aufschließt ist ärgerlich. Zumal der SC Paderborn in der vierten Minute der Nachspielzeit noch einen Lattentreffer hatte. Allerdings ist eines fast noch ärgerlicher als der heutige Spieltag: die Personalien Alex Meier. Denn der Winterzugang des FC St. Pauli ist seit Saisonbeginn auf dem Markt und wurde dem HSV mehrfach angeboten. Allerdings traute man dem Angreifer dessen aktuelle „Leistungsexplosion“ im Volkspark nicht zu - am Millerntor schon.

Narey und Sakai - zwei Allzweckwaffen sollen es richten

Am Ende war es dann deutlich. Mit 3:0 konnte das A-Team das gut 60 Minuten lang dauernde Abschlussspiel der heutigen Einheit für sich entscheiden und ließ somit den vermeintlichen Reservisten wenig Argumente, einen Startelfplatz zu fordern. Bakery Jatta, Pierre Michel Lasogga und Lewis Holtby trafen für die Stammelf in einem intensiv geführten Spiel. Nicht im A-Team - und damit die Antwort auf die Frage, wer für Rückkehrer Aaron Hunt weichen muss - war Berkay Özcan. Der Neuzugang aus Stuttgart, der noch auf Leihbasis beim HSV spielt, für den im Sommer aber seitens des HSV eine Kaufoption besteht, musste im B-Team ran und scheint damit auch für die Partie am Montag gegen Greuther Fürth nicht mehr erste Wahl zu sein.

HSV verliert in Regensburg Spiel und Spieler - selbst verschuldet

Der HSV hat verloren. Am Ende sogar zurecht, wie die Statistik es aussagt. Aber er hat sich diese Niederlage selbst zuzuschreiben. „Es ist enttäuschend, wir haben heute nicht gut genug gespielt. Wir hatten unsere Möglichkeiten, konnten sie aber nicht nutzen“, konstatierte David Bates, der den HSV zwar in Führung bringen konnte, letztlich aber mit ansehen musste, wie sein Team noch mit 1:2 bei Jahn Regensburg verlor. 

Überraschung gelungen - Mutzel kommt

Der HSV ist bemüht, öffentlich Druck aus dem Thema zu nehmen. Insolvenz, Zahlungsunfähigkeit und Konkurs – Begriffe, die intern auf dem Index stehen, die von Außenstehenden aber immer wieder genommen werden, um die finanzielle Situation des HSV zu beschreiben.

2:2 - gerechte Punkteteilung in Heidenheim

„Wir sind zwei Mal sehr gut zurückgekommen. Wir können daher mit dem Punkt zufrieden sein“, fasste Berkay Özcan das 2:2 beim FC Heidenheim unmittelbar nach Schlusspfiff zusammen. Und das stimmte. Denn trotz mehr Spielanteile war es am Ende eine absolut gerechte Punkteteilung in Heidenheim. „Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen sehr guten Gegner. Wir haben am Anfang vor allem Situationen verpasst, in denen wir schnell nach vorne spielen können. Dann bekommen wir durch einen Standard das 0:1, aber kommen nochmal ran“, so Trainer Hannes Wolf, der nicht zufrieden wirkte.

„Heidenheim ist die schwerste Aufgabe, die es aktuell gibt“

99 Tage in Folge ist der HSV nun (Stand 12.02.2019) Tabellenführer. Und das seit gestern auch wieder mit sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz drei. Auf den Tabellenzweiten, den 1. FC Köln, sind es ebenfalls vier Punkte. Allerdings haben die Kölner am 27. Februar noch ein Nachholspiel gegen Erzgebirge Aue, das sie aller Wahrscheinlichkeit nach auch für sich entscheiden werden. Ergo: Ein Punkt Vorsprung auf Köln, das ist dünn. Aber der erste Platz min der Tabelle wäre für mich am Ende eher nebensächlich, solange sich der HSV und Köln die beiden ersten Plätze irgendwie aufteilen und damit direkt aufsteigen. Und ich bin  mir sicher, das wird den allermeisten ähnlich gehen. „Wir wissen, dass das noch ein sehr weiter Weg für uns wird“, so Trainer Hannes Wolf heute. Wobei, heute? Nein, eigentlich ist das bei Wolf ja nicht nur heute so, sondern immer. Immer wieder aufs Neue warnt er vor falscher Zufriedenheit, da er befürchtet, irgendwann könnte irgendwer die Überlegenheit des HSV als selbstverständlich nehmen und dadurch unnötig Fehler machen.

Jansen steht vor schweren Entscheidungen - Jatta bleibt bis 2024

Ich hätte Euch gern sehr detailliert und umfangreich vom heutigen Training berichtet.  Aber ich konnte dem leider heute nicht beiwohnen, weil ich bei den Freunden von „Bohndesliga“ (www.Rocketbeans.tv) zu Gast war. Eine sehr lockere, launige Runde mit drei außergewöhnlich sympathischen Kollegen über den deutschen Fußball und den HSV im Speziellen. Dennoch, auch Trainingseindrücke wären eine gelungene Ablenkung von der drögen Vereinspolitik gewesen, die am Sonnabend ihren ersten Höhepunkt in 2019 hatte.

HSV bangt um Lasoggas Einsatz

Morgen früh wird es den entscheidenden Test geben. „Wir werden nicht viel machen, aber schon einige Abläufe, an denen man erkennen kann, ob es geht“, sagte Hannes Wolf heute auf der Pressekonferenz, als er auf die Verletzung von Pierre Michel Lasogga angesprochen wurde. Der Angreifer hatte heute das Training nach einer längeren Behandlungspause abbrechen müssen. Probleme mit der Wade, verriet Wolf, der im Training - für mich überraschend - Bakery Jatta als Lasogga-Ersatz ran ließ, während Fiete Arp im B-Team spielte. Morgen soll dann noch mal getestet werden und dann erst entschieden sein, ob Lasogga ausfällt oder nicht. Ansonsten präsentierte Wolf heute im vermeintlichen A-Team die Startelf, die sich in den letzten Tagen auch schon angedeutet hatte: Pollersbeck - Sakai, Lacroix, van Drongelen, Santos - Mangala - Narey, Hunt, Holtby - Hwang, Lasogga (Jatta).

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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