Narey

Narey und Sakai - zwei Allzweckwaffen sollen es richten

Am Ende war es dann deutlich. Mit 3:0 konnte das A-Team das gut 60 Minuten lang dauernde Abschlussspiel der heutigen Einheit für sich entscheiden und ließ somit den vermeintlichen Reservisten wenig Argumente, einen Startelfplatz zu fordern. Bakery Jatta, Pierre Michel Lasogga und Lewis Holtby trafen für die Stammelf in einem intensiv geführten Spiel. Nicht im A-Team - und damit die Antwort auf die Frage, wer für Rückkehrer Aaron Hunt weichen muss - war Berkay Özcan. Der Neuzugang aus Stuttgart, der noch auf Leihbasis beim HSV spielt, für den im Sommer aber seitens des HSV eine Kaufoption besteht, musste im B-Team ran und scheint damit auch für die Partie am Montag gegen Greuther Fürth nicht mehr erste Wahl zu sein.

Van Drongelen: „Es ist für uns alle gut, dass Gideon wieder fit ist“

Während sich der eine und andere die Arme in die Hüften stemmte, den Kopf in den Nacken fallen ließ und erschöpft durchatmete, ging Rick van Drongelen mit einem Lächeln vom Platz. Nach einer intensiven, knapp 100 Minuten andauernden Trainingseinheit mit vielen Zweikämpfen ließ Trainer Hannes Wolf seinen Worten Taten folgen. Er hatte eine intensive, anstrengende vierwöchige Vorbereitungszeit avisiert - und die langen Tempoläufe zum Abschluss einer eh schon lauf- und zweikampfintensiven Einheit sind genau das, was ein Spieler am wenigsten mag. Denn sie tun noch mal richtig weh. Müde Knochen noch mal aufraffen - aua. „Ein bisschen auslaufen ist doch ganz okay“, sagte van Drongelen zu den langen Läufen auf Zeit, die alle Spieler noch abreißen mussten, bevor sie unter die Duschen durften. Die meisten (Lasogga war wie abgesprochen schon vor Trainingsende in die Kabine gegangen) waren erschöpft - van Drongelen lächelte, als er vom Platz schlenderte: „Das ist schon okay. Das ist sogar ganz wichtig. Es gehört einfach harte Arbeit dazu. Wir wollen ja fit bleiben.“

Ganz vorn hat man alle Zutaten - es fehlt nur noch das beste Rezept

Dennis Diekmeier läuft am ersten Spieltag der Rückrunde 2019 aller Wahrscheinlichkeit nach im Volksparkstadion auf. Wer hätte das gedacht? Allerdings wird er nicht für den HSV auf dem Platz stehen, sondern für den ersten Gegner - den SV Sandhausen. Denn dort hat der zuletzt vereinslose Abwehrspieler einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020 unterschrieben, wechselt per sofort zum Tabellen-15. der Zweiten Liga. Und ist damit wie gesagt schon am 30. Januar im Volksparkstadion zu Gast. „Es tut richtig gut, wieder auf den Platz zu kommen, wieder dabei zu sein“, erzählte mir der Rechtsverteidiger und legte im Kicker nach: „Die guten Gespräche mit Trainer Uwe Koschinat und den Verantwortlichen des Vereins haben in mir eine große Vorfreude auf die neue Aufgabe am Hardtwald geweckt.

Offensiv ist der HSV gut aufgestellt - für den Moment

Das neue Jahr bei uns beginnt - und es beginnt vergleichsweise ruhig. Obwohl es nur noch etwas mehr als zwei Wochen bis zur Wahl des Präsidenten für den e.V. sind, sind die Kandidaten selbst weiterhin ruhig. Ebenso kommt der Transfermarkt ohne den HSV aus. Denn laut kann hier vom HSV eh keiner werden, dafür fehlen bekanntermaßen die Finanzen. Und verkauft wird derzeit auch nicht, dafür soll aber verhandelt werden: Mit Barry Jatta. Der Vertrag des Gambiers läuft am Saisonende aus und soll verlängert werden. Und ich weiß nicht, ob es der Umstand ist, dass in den letzten Jahren in der Regel mehr Personalien diskutiert wurden. Aber die Tatsache, dass Jatta hier für wiederholte Titelgeschichten sorgt, bevor überhaupt eine Entscheidung bezüglich seines Vertrages gefallen ist, das verwundert mich. Mehr noch: Es ist meiner Ansicht nach deutlich zu viel Theater um einen Fußballer, der als Typ ganz sicher eine außergewöhnliche (Lebens-)Geschichte erzählen kann - der aber sportlich zweifelsfrei limitiert ist. Trotz erkennbarer Steigerung.

Schöne Bescherung: Der HSV verliert in Kiel verdient mit 1:3

1:6 heißt es für den HSV, rechnet man das Hin- und das Rückspiel gegen Holstein Kiel zusammen. Denn nach dem 0:3 im Hinspiel im Volksparkstadion gab es auch heute beim KSV Holstein Kiel im Holstein-Stadion eine bittere Niederlage. Genau genommen ein hochverdientes, bitteres 1:3. Bitter, weil der HSV die komplette erste Halbzeit verpennte und sich nach dem schnellen Anschlusstreffer zu Beginn der zweiten Hälfte das 1:3 quasi selbst reinlegte.

Die Chance auf das (fast) perfekte Weihnachtsfest

Köln verliert am Freitagabend und eröffnet dem HSV die tolle Gelegenheit, seinen Herbst- und Weihnachtsmeister-Titel mit drei weiteren Punkten Vorsprung auf Rang zwei auszubauen. Also alles top, oder? Ja! Denn sportlich stimmt es tatsächlich. Heute konnten Leo Lacroix und auch Pierre Michel Lasogga sowie Hee-chan Hwang wieder voll mittrainieren und stehen allesamt morgen im Kader für das Spiel bei Holstein Kiel, das das erste Spiel der Rückserie ist und als Wiedergutmachung für das 0:3 aus dem Hinspiel herhalten soll.

2:1 in Duisburg - Hunts Geniestreich sichert die Herbstmeisterschaft

Die ganze Woche war er Thema - und er blieb es auch heute: Aaron Hunt. Unter der Woche lange fraglich, konnte der HSV-Kapitän gestern das Abschlusstraining schmerzfrei absolvieren und stand daher wie angekündigt in der Startelf. Wie wichtig das war, bewies der 32-Jährige dann in den heutigen 90 Minuten. Sein genialer Freistoßtreffer aus 18 Metern in der 18. Minute zum 2:1-Endstand entschied am Ende eine eher wenig spannende und niveauarme Partie beim MSV Duisburg und bescherte dem HSV die Herbstmeisterschaft.

Das Glück herausgefordert und gewonnen - 1:0-Sieg gegen Paderborn

Dem Mobiltelefon sei Dank: Unmittelbar nach Spielschluss schaltete das Stadionmanagement die Flutlichter aus und überließ es den 49.449 Zuschauern, den Abschluss eines bescheidenen Fußballjahres im Volksparkstadion doch noch mit einer Feier zu beschließen. 1:0 hatte die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf gegen den SC Paderborn gewonnen. Khaled Narey war der Torschütze des Tages und sorgte dafür, dass ein Großteil der Zuschauer trotz des bescheidenen Wetters bei Dauerregen im Stadion verweilte und die Tabellenführung feierte.

Pollersbeck wackelt ... ein bisschen

Mal eben durchzählen, was machen die Sorgenkinder? Hunt ist dabei, das sieht problemlos aus. Gideon Jung ebenfalls, zumindest teilweise. Bates oder Lacroix? Das werden wir beim Anpfiff der Partie gegen den SC Paderborn auf dem Rasen sehen. Also alle fit? Nicht ganz: Torwart Julian Pollersbeck fehlte heute beim Abschlusstraining  vor dem letzten Heimspiel in diesem Kalenderjahr. Trainer Hannes Wolf klärte heute Mittag bei der Pressekonferenz auf: „Julian hat gestern ein paar Rückenprobleme entwickelt, so dass wir ihn nicht trainieren lassen wollten. Es war eine Vorsichtsmaßnahme. Ich gehe davon aus, dass er morgen (Freitag) früh das kleine Training wieder mitmacht, so dass er dann auch spielen kann. Aber das entscheiden wir Freitag früh.“ Ohne Pollersbeck standen Tom Mickel und Morten Behrens auf dem Trainingsrasen. Im Hinterkopf muss sich Tom Mickel also mit seinem Startelf-Einsatz beschäftigen – noch allerdings rechnen die Verantwortlichen mit Pollersbeck.

2:1-Sieg beim FC Ingolstadt - der HSV verteidigt die Tabellenspitze

„Ich bin sehr glücklich. Vor dem Spiel habe ich mir Druck gemacht, weil ich lange nicht getroffen habe. Schön dass endlich wieder mit einem Tor geklappt hat.“ Worte des sichtbar glücklichen Siegtorschützen Hee-chan Hwang, der das 2:0 beim letztlich unnötig knappen 2:1-Auswärtssieg in Ingolstadt erzielt hatte. Dass er dafür keine Glanzleistung zeigen musste, war stellvertretend für die ganze Mannschaft des HSV, der mit David Bates neben Rick van Drongelen in der Innenverteidigung begann. Leo Lacroix musste nach seinen zuletzt schwachen Leistungen dafür zunächst auf die Bank. Ansonsten beließ es Trainer Hannes Wolf bei jener Startelf, die am Montag gegen Union in der Schlussminute den bitteren 2:2-Ausgleichstreffer hinnehmen musste. Der HSV-Coach setzt auf Konstanz - und Trainingsleistungen, was sich auf dem Platz in den ersten 45 Minuten auch sehr positiv auswirkte.

Reise ins Unbekannte - mit Bates statt Lacroix gegen Ingolstadt?

Etwas mehr als sechs Minuten hatte es gedauert - dann waren alle Fragen beantwortet. Oder besser gesagt: Es gab einfach keine Fragen mehr. Und die wohl kürzeste Pressekonferenz dieser Saison machte damit nur noch einmal deutlich, dass es vor diesem Spiel eigentlich auch nicht mehr viel zu sagen gibt. Der Tabellenführer beim Tabellenletzten - das klingt dabei auch erst einmal nach einer sehr klaren Rollenverteilung. Und doch täuscht die Situation. Denn der FC Ingolstadt galt vor der Saison nicht umsonst als eine der spielstärksten Mannschaften der Liga.

Alle Mann an Bord

Es ist schon brutal. Da spielt Darmstadt einen vergleichsweise richtig guten Ball, könnte sogar führen - und dann werden sie komplett überrollt. Wie aus dem Nichts schießen die Kölner drei Tore und entscheiden die Partie mal eben im Vorbeigehen noch vor der 70. Minute für sich. Brutal effizient schnappen sich die Kölner damit - hoffentlich vorübergehend - die Tabellenführung. Punktgleich mit dem HSV, der am Montag gegen Union Berlin nachlegen muss und sich die Tabellenspitze dann auch wieder zurückholen kann. In voller Besetzung, wie das heutige Training verdeutlichte. Wobei, nicht ganz.

Guter Start für Wolf - Fans attackieren Vorstandsboss Hoffmann

Der Trainer wirkte erleichtert - aber erb ar zugleich auch schon mit der nötigen Spannung für das nächste Spiel ausgestattet. „Es wurde jetzt genug gelobt“, so Hannes Wolf heute nach dem Spiel-Ersatztraining. Jetzt gelte seine Aufmerksamkeit dem nächsten Spiel am Dienstag, wenn es im DFB-Pokal gegen Wehen Wiesbaden geht. Und das ist auch alles gut so - allerdings sollten zumindest wir hier noch mal rekapitulieren dürfen, was wir gestern in Magdeburg gezeigt bekommen haben.

Tabellenführung: HSV siegt unter Wolf in Unterzahl in Magdeburg

Hannes Wolf war natürlich ein gefragter Mann. Nach dem 1:0-Sieg in Magdeburg und der damit einhergehenden Tabellenführung ebenso wie schon vor seinem ersten Spiel als Tabellenführer. Und er stellte sich den Fragen - diesmal denen der Sky-Kollegen. HDabei gab er heute zu, doch erst einmal überlegt zu haben, als man ihm den Trainerjob beim HSV anbot.

Lauerstellung allein reicht nicht

„Zu Hause wollen wir natürlich gewinnen. Das haben wir wieder nicht geschafft. Wir sind nicht zufrieden.“ Sätze, die so von jedem HSV-Spieler sowie von jedem Verantwortlichen hätten kommen können.

Lasogga oder Arp? Titz lässt Sturmfrage offen (plus Gastbeitrag)

Der HSV zog die neu angebauten Vorhänge zu. Standards bzw. verschiedene Standardvarianten standen auf dem Plan. Und während Tabellenführer 1. FC Köln in Kiel durch einen späten Gegentreffer nur einen Punkt holte und Fürth eine fulminante Aufholjagd in Bielefeld hinlegte, war es tatsächlich schwer, etwas zu erkennen. Außer, dass Pierre Michel Lasogga immer mittendrin war. Fast scheint es, als würde der bullige Angreifer auch für das Bochum-Spiel erste Wahl sein. Und das, obwohl Trainer Christian Titz Hee-chan Hwang und Fiete Arp morgen gegen den VfL Bochum dabei hat.

Taktik-Check: Leichte Verbesserung, viel Luft nach oben

In den vergangenen Wochen schlug unsere Taktikanalyse einen etwas kritischeren Ton an: zu selten gelangen die Hamburger durch das Mittelfeld nach vorne, zu leicht lassen sie sich im Spielaufbau schachmatt setzen. Nach dem (unnötig engen) 2:1-Erfolg über Darmstadt fällt das Fazit aus taktischer Sicht etwas positiver auf. Trainer Christian Titz überzeugte vor allem als Magier von der Bank.

Den Blick für die Realität schärfen

Es ist dramatisch. Kein Handy – und das im tiefsten Osten. Das passt ungefähr so gut zusammen wie der HSV und die Champions League – denn ich habe hier nach langer Recherche tatsächlich gar kein Chance, mich wieder zu mobilisieren. SIM-Karte nach drei falschen Eingaben (meines kleinen Sohnes) gesperrt – PUK in Hamburg. Und die Telekom-Hotline ist so hilfreich wie – ach, lassen wir die Vergleiche. Es ist auf jeden Fall hoffnungslos, daher konnte ich diesen Blog leider erst sehr spät anfertigen.

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.