Mickel

HSV-Trainer Thiounes Baustellen

Heute ist hitzefrei - eigentlich. Und uneigentlich ist heute Trainingstag beim HSV und ein weiterer Tag im Blog der Rautenperle. Zumal morgen der erste Test der Sommervorbereitung und unter Neu-Trainer Daniel Thioune ansteht. Zwar leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Allerdings wird die Partie live bei HSV.tv übertragen. Aber das nur als Tipp für alle diejenigen, die schon einmal sehen wollen. Wie weit der HSV ist. Denn mehr als ein Testspiel wird es dann nicht sein können nach gerade einmal einer Woche im Training. Gespannt darf man sein, ob die von Thioune proklamierte Spielweise schon zu erkennen sein wird: defensiv stabil auf Ballgewinn und schnelles Umschalten ausgerichtet. Wobei die Frage sein wird, ob der Drittligist aus Rostock diese Spielweise überhaupt abfordert bzw. sinnvoll sein lässt.

Der HSV sucht seine Nummer eins

Natürlich folge ich den HSV-Profis auf ihren Accounts im sozialen Web. Ebenso selbstverständlich meine Kollegen und tausende HSV-Fans. Und die Profis wissen inzwischen, dass ihre Posts sehr genau beäugt werden und nicht selten das Image maßgeblich mitprägen. Julian Pollersbeck beispielsweise hat 25.100 Follower auf Instagram – und er weiß das zu nutzen. Immer wieder postet der Keeper derzeit Bilder von sich und anderen Profis, die bei der Beraterfirma ROGON unter Vertrag stehen, um zu demonstrieren, wie fleißig er ist. Langhantel, Laufvideos, Stabilisationstraining und andere Trainingsformen sind zu sehen. Und die Kommentare dementsprechend positiv. Es wird wertgeschätzt, dass der HSV-Keeper in seinem Urlaub schuftet. Pollersbeck erweckt bei vielen Anhängern den Eindruck, die gerade erst in der Schlussphase der alten Saison zugestandene Position der Nummer eins beim HSV behalten zu wollen. Die Frage ist nur – wo…?

Die Probleme des Julian Pollersbeck

Er wird viel gelobt. Und obgleich ich anfangs dachte, dass es sich um eine taktische Maßnahme handeln würde, um einen drohenden Preisverfall bei einem aussortierten Torhüter zu vermeiden, so weiß ich inzwischen, dass ich mich geirrt habe. Julian Pollersbeck ist bei HSV-Trainer Dieter Hecking mit einem Meinungsdelta gestartet - und er hat sich da sukzessive herausgearbeitet. Wobei das Wort „Arbeiten“ hier wirklich zutrifft, denn Pollersbeck hat sich durch viele harte Monate hindurch im Training tagtäglich neu bewiesen. „Julian hat erkannt, worum es geht und zeigt uns das jeden Tag. Er ist auf einem sehr guten Weg“, hatte Hecking vor dieser Saison gesagt, ehe sich Pollersbeck erneut verletzte und ausfiel. Pollersbeck war zwischenzeitlich sogar wieder im Kader des HSV. Im Pokal zwar „nur“ - aber für einen Torhüter, dem man im Sommer bei einem potenziellen Käufer nicht im Wege gestanden hätte, schon mehr als man erwarten durfte.

Als Gravesen HSV-Trainer Pagelsdorf seinen nackten Hintern zeigte

Es gibt sie, diese eingefahrenen Abläufe. Die halten sich oft auch gegen alle gegenteiligen Entwicklungen. Und dann wird es gefährlich - weil es unsympathisch wird. Der FC St. Pauli beispielsweise hat im Umgang mit meinen Kollegen einen Umgang, wie ihn sportlich wohl (wenn überhaupt)  nur der FC Bayern beanspruchen dürfte. Und auch beim HSV haben sich in den letzten Jahren entgegen der sportlichen Entwicklung nach unten Verhältnisse eingeschlichen, wie sie so nicht zu vertreten sind. Aus Spielern werden kleine Popstars gemacht. Und als würden die sich einer unkontrollierten Teeny-Horde von Fans ausgesetzt sehen, müssen schon die fünf Meter vom Platz bis zu Stadiontreppe bei Trainingseinheiten streng abgesperrt und von mindestens zwei Ordnern behütet werden. Dabei stehen drumherum fast imm er nur Familien mit Kindern, die Autogramme oder Selfies mit ihren Idolen machen wollen. „Ja, aber was wäre, wenn…“ ist hier immer das Argument des HSV. Und das ist nicht so einfach zu widerlegen. Auch „bei den anderen ist es nicht anders“ wird gern genommen. Problem hierbei: Ich befürchte, dass die allermeisten Profiklubs demselben Irrglauben unterliegen.

Pollersbeck fällt sechs Wochen aus - Ewerton auch wieder?

Dieter Hecking war nicht nach Gesprächen zumute. „Nein“, so die kurze Antwort auf die Frage eines Kollegen, ob wir kurz über die gerade bekannt gewordene Verletzung von Julian Pollersbeck sprechen könnten. Verständlich. Denn gerade nach dem ganzen Theater um einen möglichen  Wechsel des Keepers im Winter und der Mut machenden Aussage Heckings an unter anderem auch Pollersbeck, dass alle drei Keeper jetzt die Chance hätten, auf sich aufmerksam zu machen, passt die Verletzung so gar nicht rein. Vier bis sechs Wochen Pause müssen bei Pollersbeck eingeplant werden, nachdem sich seine gestern zugezogene Verletzung als Bänderriss im Sprunggelenk entpuppte. Pollersbecks Kommentar? „Scheiße.“ Was auch sonst…

Heuer Fernandes nimmt den Druck an - Pollersbeck verletzt sich

Als wir heute mit Daniel Heuer Fernandes gesprochen haben, war noch nicht abzusehen, dass am Nachmittag nicht er, sondern ausgerechnet sein Torwartkollege, dessen Platz er inzwischen eingenommen hat,  im Mittelpunkt stehen würde. Zumal sich Julian Pollersbeck höchst unfreiwillig zum Thema machte, indem er sich nicht minder unglücklich verletzte. Beim Torwarttraining mit Kai Rabe arbeitete Pollersbeck gerade individuell, während der Rest auf dem Nebenplatz eine intensive Spielform absolvierte. Und plötzlich wurde es ein wenig hektisch. Rabe kümmerte sich kniend um den am Boden liegenden Pollersbeck, während der Physio gerufen wurde.  Dieser behandelte den verletzten Keeper schließlich eine Weile, ehe der Betreuer mit dem Golfcart kam und Pollersbeck vorzeitig in die Kabine abtransportiert wurde. Dem Vernehmen nach - genau mitbekommen hatte es wohl nur der Torwarttrainier - soll es der rechte Knöchel sein. Pollersbeck soll bei einer Sprungübung mit Ball unglücklich aufgekommen und dabei umgeknickt sein.

Hecking spricht Klartext - und Harnik trifft

Wer sich schon mal über die B4 von Hamburg aus in Richtung Wolfsburg aufgemacht hat, wird wissen, was ich meine, wenn ich sage: Was für ein schöner Ausflug! Um 16 Uhr war Anpfiff zum Testspiel des HSV beim VfL Wolfsburg – und das im schmucken Amateurstadion neben der Volkswagen-Arena. Immerhin 2189 Fans zog es in eben dieses AOK-Stadion – darunter mehr als die Hafte mit HSV-Utensilien.

Hecking rasiert Özcan - spielt Papadopoulos?

Wie beim letzten Spiel gegen den VfL Bochum haben wir uns auch für das Spiel beim Karlsruher SC am Sonntag wieder für Euch beim Gegner schlau gemacht, wie dort der Stand ist und wie man dort der Partie beim HSV begegnet. Wie das letzte Mal bei seinem VfL  Bochum ist es auch diesmal wieder mein neuer Blog-Co-Autor Christian Hoch, der die Karlsruher einmal durchleuchtet hat. Mit ihm zusammen werde ich Euch heute wieder beide Teams gegeneinander schneiden. Von daher ist die heutige Produktion eine Co-Produktion von mir mit Christian Hoch. Los geht’s mit dem Vergleich des KSC und dem HSV:

Alles ist neu - und wird noch neuer

Sie werden sich vorher schon intensiv ausgetauscht haben, auch wenn sie das niemandem erzählen durften, dürfen und auch nicht erzählen werden. Aber seit heute steht fest, dass HSV-Sportvorstand Jonas Boldt seine Scoutingabteilung umbesetzt. Anstelle des bisherigen Kaderplaners und Chefscouts Johannes Spors, der einvernehmlich mit dem HSV seinen laufenden Vertrag aufgelöst hat, wird Boldts Vertrauensmann und inzwischen Ex-Bayer-Chefscout Claus Costa die Rolle des ersten Mannes der HSV-Scoutingabteilung übernehmen.

Test gegen den FC Lugano - Hannes Wolf will noch mal alle(s) sehen

Immer wieder lagen sie mal am Boden. Zum Glück nur kurz und ohne schwere Verletzungen, aber es zeigte, was hier heute los war. „Morgen gibts Volldampf“, hatte Tom Mickel angekündigt. Und das Training hielt diese Versprechung. Immer wieder ging es in direkte Zweikampfsituationen, per Standards und in der zweiten Einheit auch im Spiel auf verkürztem Feld. Einheiten, die einem Fußballer Spaß machen. Und wenn es so munter zugeht, dem Zuschauer auch. Dementsprechend gab es heute hier und da auch Beifall von außen, wenn mal wieder ein Tor fiel.

Jansens klares Statement sorgt für Wirbel

Ablenkungen lässt Hannes Wolf im Trainingslager nicht zu. Aktuell vielleicht sogar noch weniger als sonst, denn die Mannschaft ist noch nicht im Soll. Im Gegenteil, die letzten Tage und insbesondere der Test gegen den FC St. Gallen waren so, dass Wolf noch eine klare Steigerung seiner Spieler einfordert. Lautstark. Aber, wie der Trainer selbst betont, nicht in dem Maße, in dem ich es gestern angesetzt hatte. „Ich habe mitbekommen, dass sie das meinen“, konterte der Trainer heute, „aber ich bin immer so. Ich bin nicht unzufrieden. Ich finde, dass die Jungs Gas geben. In der Ermüdung, im Spiel waren Abläufe nicht so gut. Das war so.“ Dass er im Training aber deshalb lauter geworden sei als sonst, sei nicht so. Wolf: „Ich bin immer dafür da, den Anspruch zu definieren, zu formulieren und auch durchzusetzen. Und das geht nicht, wenn du da immer stehst und sagst, alles sei gut. Da muss man halt weiter fordern. Das war gar nicht anders als sonst., wenn ich ehrlich bin. Vielleicht habt ihr es einfach mehr gehört. Aber so bin ich eigentlich immer.“

Zwischenzeugnis: Unbefriedigend

Das Training war sehr monothematisch angelegt. Passspiel stand auf dem Plan. Ewas, was ein Profi-Trainer wie Hannes Wolf normalerweise bei seinen Spielern voraussetzen darf. Vom ersten bis zum letzten Spieler im Kader. Allerdings schien seine Mannschaft gegen den FC St. Gallen gerade im Passspiel große Probleme zu haben. Rückblick: Es waren gerade zehn Minuten im ersten Testspiel 2019 gespielt, da sagte ich zu meinen Kollegen Kai Schiller und Simon Braasch, dass es mich verwundere, wie sicher Gotoku Sakai auf der Sechs als ständiger Anspielpunkt agierte. Der Japaner war ständig anspielbar unnd erteilte die Bälle sicher. Und damit bezweife ich nicht, dass er generell die technischen Fähigkeiten dafür hat. Nein, vielmehr ging es mir darum, dass der Japaner in den letzten Monaten oft Probleme hatte, seinerseits Sicherheit auszustrahlen. Und das auf der deutlich seltener frequentierten rechten Abwehrseite.

Bei den Torhütern hat der HSV die richtige Mischung gefunden

Womit wir sehr gut überleiten können zu Tom Mickel, der das Niveau unter den Torhütern als Nummer zwei hochhält. Mickel ist in etwa das, was man unter dem Begriff „Teamplayer“ versteht. Er gibt Vollgas, ist ehrgeizig, aber freut sich für seine Teamkameraden, wenn die besser sind und es am Ende für alle den gewünschten Erfolg bringt. Eine ganze Weile dachte ich, Mickel wäre nicht ehrgeizig genug. Anders konnte ich mir nicht erklären, wie man als zweiter (früher teilweise sogar dritter)  Torwart beim HSV verlängert in dem Wissen, eher keine Einsätze zu bekommen. Inzwischen weiß ich es besser: Mickels Verein ist der HSV. „Ich liebe den Klub - das lässt sich leider nicht ändern“, hatte Mickel mir zuletzt in einem unserer Tagebücher im Trainingslager gesagt.

Die Chance auf das (fast) perfekte Weihnachtsfest

Köln verliert am Freitagabend und eröffnet dem HSV die tolle Gelegenheit, seinen Herbst- und Weihnachtsmeister-Titel mit drei weiteren Punkten Vorsprung auf Rang zwei auszubauen. Also alles top, oder? Ja! Denn sportlich stimmt es tatsächlich. Heute konnten Leo Lacroix und auch Pierre Michel Lasogga sowie Hee-chan Hwang wieder voll mittrainieren und stehen allesamt morgen im Kader für das Spiel bei Holstein Kiel, das das erste Spiel der Rückserie ist und als Wiedergutmachung für das 0:3 aus dem Hinspiel herhalten soll.

Pollersbeck wackelt ... ein bisschen

Mal eben durchzählen, was machen die Sorgenkinder? Hunt ist dabei, das sieht problemlos aus. Gideon Jung ebenfalls, zumindest teilweise. Bates oder Lacroix? Das werden wir beim Anpfiff der Partie gegen den SC Paderborn auf dem Rasen sehen. Also alle fit? Nicht ganz: Torwart Julian Pollersbeck fehlte heute beim Abschlusstraining  vor dem letzten Heimspiel in diesem Kalenderjahr. Trainer Hannes Wolf klärte heute Mittag bei der Pressekonferenz auf: „Julian hat gestern ein paar Rückenprobleme entwickelt, so dass wir ihn nicht trainieren lassen wollten. Es war eine Vorsichtsmaßnahme. Ich gehe davon aus, dass er morgen (Freitag) früh das kleine Training wieder mitmacht, so dass er dann auch spielen kann. Aber das entscheiden wir Freitag früh.“ Ohne Pollersbeck standen Tom Mickel und Morten Behrens auf dem Trainingsrasen. Im Hinterkopf muss sich Tom Mickel also mit seinem Startelf-Einsatz beschäftigen – noch allerdings rechnen die Verantwortlichen mit Pollersbeck.

Reise ins Unbekannte - mit Bates statt Lacroix gegen Ingolstadt?

Etwas mehr als sechs Minuten hatte es gedauert - dann waren alle Fragen beantwortet. Oder besser gesagt: Es gab einfach keine Fragen mehr. Und die wohl kürzeste Pressekonferenz dieser Saison machte damit nur noch einmal deutlich, dass es vor diesem Spiel eigentlich auch nicht mehr viel zu sagen gibt. Der Tabellenführer beim Tabellenletzten - das klingt dabei auch erst einmal nach einer sehr klaren Rollenverteilung. Und doch täuscht die Situation. Denn der FC Ingolstadt galt vor der Saison nicht umsonst als eine der spielstärksten Mannschaften der Liga.

Titz lässt rotieren - van Drongelen auf die Bank?

Normalerweise kann man die Startelf im Laufe einer Woche immer ganz gut erkennen. Auch diesmal schien es relativ deutlich, wie Christian Titz gegen Regensburg spielen lassen wolle:

Titz lässt rochieren

Da hat Tobias Escher mal wieder tolle Arbeit geleistet! Alle Achtung, Tobi, für diese fundiert-analytische Betrachtung des Spiels gegen Heidenheim. Mit dem Fazit liegen wir auch recht nah beieinander. Der HSV ist weiterhin defensiv mit langen Bällen und bei schnellen Kontern zu anfällig. Zudem fehlt das klare Spiel aus der Viererkette nach vorn. Vor allem auch durchs Mittelfeldzentrum kam gegen Heidenheim nahezu nichts. Und erst mit den Wechseln und angetrieben vom 0:1-Rückstand bekam das HSV-Spiel nach vorn etwas mehr Zielstrebigkeit.So weit sind wir uns einig.

Die Wahrheit über die Wahrheit der echten Wahrheit über Arp und Bayern

„Die Wahrheit über den Arp-Vertrag mit dem HSV“ wird heute von meinen Kollegen getitelt und sich dabei auf einen „SportBild“-Artikel berufen. Die wiederum hat einen BILD-Artikel aus der letzten Woche zum Anlass genommen, noch mal nachzuforschen, nachdem die BILD schon „Die Wahrheit über Arp und Bayern“ vor etwas mehr als einer Woche verkündet hatte. Grund genug, auch noch mal in dieses Horn zu blasen. Ich will meinen Kollegen einfach in nichts nachstehen und verkünde hiermit die Wahrheit über die Wahrheit der Wahrheit zu wissen, weshalb Arp nicht zum FC Bayern wechselt:

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