Diekmeier

Narey oder Hwang - das ist die Frage...

Erlaubt mir einen kurzen Rückblick: Um 13 Uhr kommt heute die Meldung per Whattsapp, „1:0 in der zweiten Minute!“ - gemeint ist Niendorfs U19, die in der Bundesliga Nord/Nordost mit 1:0 gegen den haushohen Favoriten FC St. Pauli in Führung geht. Und keine fünf Minuten später schon das nächste Highlight aus Köln, wo Dennis Diekmeier im Trikot des SV Sandhausen seine beste Aktion für den HSV seit langem hat. Mit einem schönen Flankenlauf bereitet er das 1:0 für den SV Sandhausen vor, während sich der FC St.

Ganz vorn hat man alle Zutaten - es fehlt nur noch das beste Rezept

Dennis Diekmeier läuft am ersten Spieltag der Rückrunde 2019 aller Wahrscheinlichkeit nach im Volksparkstadion auf. Wer hätte das gedacht? Allerdings wird er nicht für den HSV auf dem Platz stehen, sondern für den ersten Gegner - den SV Sandhausen. Denn dort hat der zuletzt vereinslose Abwehrspieler einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020 unterschrieben, wechselt per sofort zum Tabellen-15. der Zweiten Liga. Und ist damit wie gesagt schon am 30. Januar im Volksparkstadion zu Gast. „Es tut richtig gut, wieder auf den Platz zu kommen, wieder dabei zu sein“, erzählte mir der Rechtsverteidiger und legte im Kicker nach: „Die guten Gespräche mit Trainer Uwe Koschinat und den Verantwortlichen des Vereins haben in mir eine große Vorfreude auf die neue Aufgabe am Hardtwald geweckt.

Was Holtby und Hunt wertvoll macht

Am Ende interessiert und vor allem: belastet es fast immer mehr die Öffentlichkeit, als die Betroffenen selbst. Und deshalb wurde rund um das Nations-League-Spiel gegen Frankreich ein unfassbarer Hype darum gemacht, ob sich die Nationalelf unter Trainer Joachim „Jogi“ Löw in neuem Gewand und auch entsprechend verbessert gegenüber der WM präsentiert. Vorweg: Ich fand die Mannschaft gestern gut. Dabei hatte ich bei der Analyse-Pressekonferenz mit Löw eher das Gefühl, dass die Verantwortlichen beim DFB das Problem der Nationalmannschaft nicht annähernd so groß wähnten, wie wir von außen.

Gute Nachrichten von der DFL und Vagnoman droht auszufallen

Das sind doch mal gute Nachrichten. Auf den ersten Blick auf jeden Fall. Zuerst kommt die Nachricht, dass der HSV mit Salim Khelifi von Eintracht Braunschweig einen neuen Angreifer ablösefrei zur neuen Saison verpflichtet hat, dann verkündet der HSV-Vorstand, dass die DFL dem HSV die Lizenz für erste wie für die zweite Bundesliga ohne Bedingungen und Auflagen erteilt habe. Genau genommen heißt es in der Pressemitteilung:

Schmerzen werden in Kauf genommen

Mann, was für ein Wetter! Beste Bedingungen am Volkspark, um Fußball zu spielen. Oder eben zu trainieren, wie heute gleich zweimal von Trainer Christian Titz angesetzt. Und die Spieler schienen ähnlich motiviert wie ich als Zuschauer, 7umindest ging es gleich mächtig zur Sache. Nach dem Aufwärmprogramm mit ein paar Läufen, Stabilisationstraining, einigen kognitiven Übungen sowie Überzahlsituationen Angriff vs. Abwehr ging es über in ein Turnier. Vier Mannschaften wurden gebildet und es spielten jeweils zwei auf einem stark verkürzten Feld gegeneinander.

Mit Personalproblemen ins Nordderby

Als der Rest zum Standards üben ins Stadioninnere ging – trotzdem kein Werder-Spion anwesend war -, blieb Vasilije Janjicic draußen. Zusammen mit den anderen Nichtnominierten (Waldschmidt, Schipplock, Thoelke) absolvierte er Zweikampf- und Schussübungen. Und um 17.17 offenbarte der HSV dann, was zu erwarten war: Der Unfallverursacher ist nicht im Kader für das Nordderby morgen bei Werder Bremen. Und das, obwohl der HSV durch den Ausfall von Ekdal und Holtby sowie der anstrengenden Rückreise Walaces aus Brasilien gerade auf seiner Position Bedarf hat. Ein klares Zeichen.

Das Wesentliche im Blick behalten

Wer sorgt endlich für Torgefahr?

Oder besser: Wer trifft endlich für den HSV?

DAS und nichts sonst sind die wichtigsten Fragen, die man sich beim HSV derzeit stellen muss. Aber DAS sind auch Fragen, die aktuell nahezu allem untergeordnet werden, was so beim HSV passiert. Selbst die Thematik, dass sich Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier und der HSV nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen konnten, sorgt für mehr Wirbel. Von dem ganzen Wahlprozedere mal komplett abgesehen. Nein, hier stimmen mal wieder die Gewichtungen nicht.

1:1 - HSV holt nur einen Punkt gegen Hannover

Bernd Hollerbach wusste selbst nicht so recht, was er mit diesem Spiel nun anfangen sollte. Er konnte sich irgendwie nicht freuen. Zwar war seine Mannschaft gegen Hannover nach einem Rückstand erneut zurückgekommen. Allerdings offenbarte das 1:1 gegen bei Hollerbachs Heimdebüt gegen Hannover erneut, welche qualitative Mängel der HSV offensiv hat. So ideenlos, so uninspiriert wird es gegen jeden Gegner schwer, behaupte ich. Aber der Reihe nach:

Ein Neuanfang ist Pflicht - nicht nur sportlich

Das passt mir so gar nicht. Werder Bremen dreht das Spiel auf Schalke noch und erzielt in der dritten Minute der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer beim FC Schalke 04. Damit kann der HSV selbst im Falle eines Heimsieges gegen Hannover morgen Abend die Abstiegsplätze nicht verlassen. Schlimmer noch: Der HSV muss gewinnen, um nicht noch weiter abzufallen. 16 Punkte haben Hollerbach und Co. – der erste rettende Tabellenplatz wird inzwischen von Werder Bremen belegt, die 20 Punkte auf dem Konto haben. Übrigens genauso viele wie Mainz auf dem 16 Platz, dem also vor dem HSV. Bitter.

Ein Hoffnungsträger wird erwachsen

Für Geburtstagsfeiern bleibt nicht viel Zeit. Das weiß nicht nur Sportchef Jens Todt, der heute hier im Trainingslager in Jerez seinen 48. Ehrentag begeht. Auch Jann-Fiete Arp, der morgen in die Volljährigkeit vorstößt, ist sich dessen bewusst. Er freue sich zwar darauf, endlich Auto fahren zu dürfen, im Sommer seine erste eigene Wohnung zu beziehen und auf alle sonstigen Vorzüge der Volljährigkeit, „aber hier in Jerez stehen andere Dinge im Vordergrund.

Diekmeier ist auf rechts alternativlos - sein neuer Vertrag auch

Die Probleme wurden klar benannt: Defensiv fehlte dem HSV vor der Saison bzw. schon in der Vorsaison mächtig Stabilität. Es fehlte die Führung, zudem in der Innenverteidigung Quantität wie Qualität. Deshalb wurden Führungsspieler Kyriakos Papadopoulos sowie das Talent Rick van Drongelen (und Ergänzungsspieler Bjarne Thoelke) geholt. Zudem sollte die linke Seite der Viererkette mit einem Backup für Douglas Santos ausgestattet werden, was nicht passierte. Und rechts? Nichts.

Bernd Hoffmann ist die logische Folge

Heribert Bruchhagen bleibt, Bernd Hoffmann möchte zurück zum HSV – wenn auch erst einmal zum e.V. als Präsident – und dort den Platz von Jens Meier einnehmen, der gar nicht gehen möchte. Zudem wird der Aufsichtsrat im Februar neu besetzt, während „Football Leaks“ interne Dokumente des HSV veröffentlicht, die den HSV zu einer Strafanzeige gegen Unbekannt sowie interne Ermittlungen veranlassen. Es scheint alles gerade gut genug, um vom Wesentlichen abzulenken.

Die Frage Diekmeier ist eigentlich ganz einfach

Es gab eine Phase, in der hat es mir einfach keinen Spaß gemacht, Länderspiele zu schauen. Genau genommen war es so zwischen 1998 und 2002. Und zwar, weil mir der Fußball nicht gefiel. Vor allem aber hatte ich für mich einen Gradmesser ausgemacht: Carsten Ramelow. Der Leverkusener Mittelfeldspieler zählte zu der Kategorie Mentalitätsspieler. Das wird ganz oft gesagt, wenn Spieler über ein an sich normales aber inzwischen schon als außergewöhnlich gekennzeichnetes hohes Maß an Einsatzbereitschaft verfügen. Sie sind zuverlässig. Man weiß einfach genau, was man von ihnen bekommt.

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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