Arminia Bielefeld

Zu zehnt lässt sich kein Pressing spielen

Eine frühe Rote Karte wirbelt den taktischen Plan des Hamburger SV durcheinander. Unser Taktikanalyst erklärt, wie Wolfs eigentlicher Plan aussah – und wieso dieser nach der frühen Rote Karte nicht mehr aufging. „Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch 'nen zweiten Plan. Geh‘n tun sie beide nicht.“ Das Zitat von Bertolt Brecht beschreibt die Misere, in der sich der HSV beim Spiel gegen Arminia Bielefeld befand. HSV-Coach Hannes Wolf hatte den Gegner intensiv beobachtet und einen detaillierten Matchplan entworfen. Nach der Roten Karte gegen Gotoku Sakai (12.) war der Plan jedoch zerstört – und damit auch das HSV-Spiel.

Personalnot zur Unzeit

Mit Beginn der heutigen Pressekonferenz hatte HSV-Trainer Hannes Wolf zur Abwechslung auch einmal eine Bitte an die Journalisten. Als er nach den Namen derjenigen Spieler gefragt wurde, die angeschlagen oder verletzt sind, fragte Wolf nach Unterstützung, falls er einen vergessen würde. Und tatsächlich präsentierte Wolf dann eine ganze Latte von Namen, die Verletzungen haben. Dass Aaron Hunt und Hee Chan Hwang mit ihren Muskelverletzungen noch einige Zeit ausfallen werden, ist bereits bekannt.

Titz' Spielsystem kämpft mit zahlreichen Kinderkrankheiten

Seit seinem Amtsantritt beim Hamburger SV hat Christian Titz einem Thema besondere Bedeutung zugemessen: der Taktik. Titz hat genaue Vorstellungen, wie sein Hamburger SV spielen soll: offensiv, viel Ballbesitz, schnelle Spielzüge. Auch beim 3:0-Erfolg über Arminia Bielefeld gab es typischen Titz-Fußball zu bestaunen. Der HSV hatte über sechzig Prozent Ballbesitz, spielte 200 Pässe mehr als der Gegner und erzielte nebenbei – im Fußball nicht ganz unwichtig – drei Tore. Dennoch ist nicht alles Gold, was glänzt. Das Hamburger System hat noch mit vielen Kinderkrankheiten zu kämpfen.

Schweres 3:0 gegen Bielefeld - Lasogga trifft erneut doppelt

Die größte Frage vorher war: Wer beginnt ganz vorn? Aaron Hunt? Pierre Michel Lasogga? Oder doch Fiete Arp? Antwort: Der Doppeltorschütze aus dem Pokalspiel bei Erndtebrück, Pierre-Michel Lasogga, stand in der Startelf. Mit Hunt direkt dahinter. Trainer Christian Titz hatte die mutige, offensive Variante seines eh schon sehr offensiv ausgelegten Spiels gewählt und darauf gesetzt, dass sich Bielefeld tief in die eigene Hälfte fallen lassen würde. Mit Lasogga sollte dabei der dafür prädestinierte Strafraumstürmer unter den HSV-Stürmern als Abnehmer im gegnerischen Sechzehner bereitstehen.

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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