Christian Hoch

8. September 2019

Scholle: 

Die Zweite verliert, die Damen sind im Pokal im Elfmeterschießen gescheitert und der HSV hat trainingsfrei. Es gibt schönere Tage für mich als HSV-Reporter. Aber alles ist relativ – so auch das. Denn für mich ist heute ein richtig guter Tag. Und zwar aus Blog-Sicht. Denn während wir an allen Ecken und Kanten wachsen, wachsen wir jetzt auch redaktionell: Christian Hoch wird uns ab sofort als HSV-Reporter unterstützen. Ein Reporter, der sich seine Meriten vor allem im Pott als VfL-Bochum- und Schalke 04-Reporter verdienen konnte und verdient, dessen Herz aber seit frühester Kindheit für den HSV schlägt. Ein Umstand, den wir uns zunutze gemacht haben und ihn an uns gebunden haben. In den vergangenen Monaten hat er immer mal wieder für uns berichtet (Gyamerah-Wechsel, Hinterseer-Transfer, Spiele gegen Bochum), und war zuletzt auch bei den Heimsiegen gegen den VfL und Hannover 96 dabei. Und gestern hatte er Euch mit der schönen Titz-Story Hintergründe geliefert. Insofern wisst Ihr eh schon alle, wen ich meine.

Ab morgen stürze ich mich zusammen mit ihm im Doppelpack in eine Woche voller Überraschungen für euch. Ihr könntet beim Blick auf den Spielplan der zweiten Bundesliga unter Umständen darauf kommen, um was es dabei gehen könnte (Zwinkersmiley). Und eines kann ich schon sagen: Christian hat sich an dieser Stelle gleich maximal-kreativ eingebracht. Allein der Umstand, dass wir uns jetzt nicht mehr nur zu zweit (der gute Kevin ist und bleibt natürlich auch mit an Bord!) Gedanken machen, sondern dann drei Köpfe über Themen sinnieren, sie recherchieren und ich nicht mehr allein vor Ort sein werde – alleine davon verspreche ich mir für die nächsten Wochen, Monate und Jahre eine ganze Menge. Auch kurzfristig übrigens. Denn, ein gutes Omen hierbei: Auch beim bis dato letzten Stadtderby saß Christian neben mir im Millerntorstadion Seite an Seite. Das Ergebnis ist bekannt...

Von daher noch mal von dieser Stelle: Herzlich Willkommen, Christian! Nur zu gern überlasse ich Dir hier jetzt das Wort!

Christian:

Ich danke dir sehr für die lieben Worte, Scholle! Anmerkung von mir: Die hat er nicht mit mir abgesprochen. Darüber hinaus danke ich dir und der gesamten Rautenperle-Redaktion für das Vertrauen in mich und die Chance, mich als Co-Autor und HSV-Reporter bei der Rautenperle beweisen zu dürfen. Als selbstverständlich erachte ich das nicht an. Deswegen freue ich mich schon sehr auf die kommende Zeit, unsere Projekte und den Redaktionsalltag. Und vor allem freue ich mich kurzfristig auf die kommende Woche. Ich kann euch, liebe Leserinnen und Leser, versprechen: Wir haben mit euch richtig etwas vor. Genug der Vorrede.

Beginnen möchte ich diesen persönlichen Sonntags-Blog mit einem freundlichen: „Moin und Glück Auf!“ Scholle hat es bereits eingangs erwähnt: Gebürtig komme ich aus dem Ruhrgebiet, genauer gesagt: aus Gelsenkirchen. Damit bin ich sozusagen auch „auf Kohle“ geboren. Es wäre daher nicht komplett authentisch für mich, diese Zeilen ausschließlich mit einem „Moin“ einzuleiten -  fehlen darf es natürlich trotzdem nicht. Denn: Ich liebe nicht nur die Stadt Hamburg, sondern mein Fußballerherz schlägt seit der ersten Minute auch für den HSV. Sicherlich denkt ihr euch an dieser Stelle: „Der spinnt doch. Wie soll das denn gehen? Ein Gelsenkirchener als HSV-Fan.“ Ich kann euch sagen: Irgendwie hat es und wird es immer funktionieren. Obwohl dieses Unterfangen natürlich nicht immer so leicht gewesen ist, weil die Kollegen aus der Schulzeit und im Umfeld fast ausschließlich Blau-Weiße sind. Bereits in Kindertagen stellte mein Vater aber - zum Glück - die notwendigen Weichen in die richtige Richtung. Einer der prägendsten Sätze aus meiner Kindheit war nämlich: „Junge, wenn du Schalke-Fan wirst, dann bekommst du bei mir nichts mehr zu essen.“ Natürlich verfolge ich den FC Schalke 04 aufgrund meiner Heimat schon immer, und durch meine Tätigkeit als Reporter und Kommentator auch mittlerweile seit drei Jahren beruflich, aber eine Fan-Perspektive für diesen Verein hatte ich nie und werde sie auch nie haben. Klar, ich schaue schon intensiv, was S04 treibt, aber generell gilt für mich als Fußball-Fan: Einmal HSV, immer HSV!

Sportjournalist werden - auch dieser Traum begleitet mich seit meinen Kindertagen. Umso dankbarer und glücklicher bin ich, diesen Traumberuf bereits seit mittlerweile drei Jahren als Bochum- und Schalke-Reporter für verschiedene Medien als freier Journalist ausüben zu dürfen. Themenwechsel: Die Verbindung zu Scholle und mir besteht übrigens auch schon fast genau seit drei Jahren. Noch während meiner Schulzeit startete ich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion einen Fußball-Podcast, um erste Erfahrungen im Umgang mit einem Mikrofon zu sammeln. Die Themen: Bundesliga, Motorsport, aber schwerpunktmäßig natürlich der HSV. Und so stieß ich damals - wie konnte es anders passieren - bei meiner Gästeauswahl auf Scholle. Ich schrieb ihn auf Twitter an, lud ihn in meine Sendung ein und fühlte mich geehrt, dass er ohne großes Nachdenken zusagte. Nach unserer Aufzeichnung redeten wir bestimmt noch zwei Stunden off-record - die Chemie passte von Beginn an.

Im Oktober 2016 spielte der HSV dann auswärts bei Borussia Mönchengladbach. Mit drei Kollegen war ich nach Hamburg gereist und war durch Zufall im selben Burgerladen essen, wo Scholle in der Vergangenheit „Matz ab - live“ produziert und aufgenommen hatte. Ich sendete ihm ein Bild. Seine Antwort traf mich dann wie ein Blitz: „Du, mir ist ein Gast für meine Sendung abgesprungen. Hättest du nicht Lust, dabei zu sein?“ Da musste ich nicht zweimal überlegen. Spätestens nach unserem persönlichen Treffen war dann klar: Die Beziehung zwischen mir und Scholle passte. Nun arbeiten wir zusammen, was mich mindestens so sehr freut, wie Scholle es schon für sich eingangs beschrieben hat.

Jetzt möchte ich euch an dieser Stelle aber nicht zu sehr auf die Nerven mit meinen persönlichen Anekdoten gehen - bereits gestern hatten einige von euch den Sinn der Titz-Geschichte, der mittlerweile bei uns in Essen Trainer ist, nicht verstanden. Umso weniger verstehen dann manche von euch sicherlich, wieso es an diesem Sonntag nun also fast ausschließlich um mich geht. Von mir selbst aus spreche ich ohnehin nicht gerne über mich - das überlasse ich lieber anderen. Wenn mich aber jemand fragt - und für diesen Blog hat mich eben Scholle gefragt - dann beantworte ich gerne alles.

Ich freue mich ab Montag den einen oder anderen von euch - wenn er denn Bock hat - persönlich am HSV-Gelände zu treffen. Für Fragen, Anregungen, konstruktive Kritik bin ich immer offen. Wundert euch aber nicht zu sehr, wenn ich Dinge unter der Gürtellinie, unkommentiert lasse.

Beim HSV ist am Montag noch Pause - wir aber werden euch auf allen Kanälen in unsere Pläne für die kommende Woche einweihen. Stay tuned! 

Reinhauen! - *das sagt man bei uns im Pott so natürlich nur zur Verabschiedung

Christian

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.