Opoku

Genau DAS ist der HSV von heute

Es muss eigentlich gar nicht mehr so schwer genommen werden, denn genau DAS ist der HSV von heute. Das nur vorweg. Denn ich weiß, dass das Thema Nachwuchs hier seit jeher ein sehr heiß diskutiertes Thema ist. Zugegeben: Weil der HSV sich auf diesem Gebiet in den letzten Jahren nicht besonders erfolgreich angestellt hat. Wenn mal etwas aufgebaut wurde, dann zerschossen es sich die Verantwortlichen schnell wieder selbst. Dass sich dennoch in den letzten Jahren Spieler wie Jonathan Tah und jetzt Josha Vagnoman entwickeln konnten – es ist im dreifachen Sinne sogar zunächst einmal großes Glück für den HSV. Denn zum einen gab es viel Geld für Tah, zum anderen hat man mit Vagnoman sportlich eine neue Konstante gefunden – und zuletzt können die beiden als Erfolgsgeschichten in die Vita der Nachwuchsarbeit eingetragen werden.

Opokus Vertragsverlängerung ist ein gutes Zeichen

„Im Rahmen einer ersten Welle sind seit Donnerstag insgesamt 1724 Corona-Tests bei den 36 Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga erfolgt. Dabei wurden Proben von Spielern und weiterem Mannschaftspersonal wie Trainerstab und Physio-Therapeuten entnommen und von fünf Fachlabor-Verbünden im gesamten Bundesgebiet untersucht. Zehn Infektionsfälle konnten identifiziert und den Gesundheitsämtern gemeldet werden.“ Das teilte die DFL heute mit, nachdem bekanntgeworden war, dass inzwischen nach den drei Fällen in Köln zehn der insgesamt 1724 Corona-Tests positiv ausgefallen waren. Welche anderen Klubs nun betroffen sind, gab die DFL nicht bekannt. Beim HSV sollen zwar alle gesund sein, heißt es. Dennoch dürften auch die HSV-Offiziellen die neuen Zahlen mit Schrecken vernommen haben. Denn diese zeigen zwar, dass das neue Kontrollsystem funktioniert. Aber eben auch, wie nahe das Virus auch an den Spielern und derem direktem Umfeld sind.

Gute Aussichten

Um 11 Uhr war Schluss. Auslaufen für die Startelfspieler von gestern, während die Reservisten auf dem Platz ein entspanntes, launiges Kreisspiel absolvierten. Mittendrin die Cotrainer Dirk Bremser und Tobias Schweinsteiger. Wobei Letztgenannter mächtig reinholzte, wie Analyst Alexander Hahn leidlich zu spüren bekam. Der guten Laune beim HSV tat das allerdings keinen Abbruch, im Gegenteil. Alle nahmen es mit Humor. Auch Ewerton, der gestern in Braunschweig sein Debüt für den HSV feierte und dabei in der zehnten Minute das 0:1 verschuldete, wollte heute nur das Positive sehen.

Alle Uhren wieder auf Null

Öffentlich gesprochen wird erst morgen wieder. Das stellte Dieter Hecking heute schon früh klar. Es gibt auch nicht viel zu sagen, abgesehen davon, dass dem HSV am Sonnabend in Regensburg vor einer erneut schwierigen Aufgabe steht. Hecking stellte dieUhren wieder auf Null und ließ im Training erst gar keinen Zweifel daran aufkommen, dass der HSV weiter vor einem langen und steinigen Weg steht, der harte Trainingsarbeit unabdingbar macht. Zwei intensive Einheiten über jeweils 90 Minuten bei mehr oder weniger starkem Regenfall standen heute auf dem Plan. Und Hecking lobte wie immer viel - aber er wurde auch laut, wenn es mal nicht passte. Und zum Abschluss einer intensiven Nachmittagseinheit gab es für die Spieler obendrauf noch eine ganz besondere Überraschung: Streigerungsläufe von Sechzehner zu Sechzehner. 15 Sekunden hatten die Profis für die Distanz. Und das nach dem Ende der zweiten Einheit an diesem Tag, die letztlich ein teil nicht mitmachen konnte/sollte.

Spielfreude: 18 Tore im ersten Test gegen Büdelsdorf

Mit großer Spannung erwartet wurde der Spielplan, den die DFL heute per Liveschalte um 12 Uhr veröffentlichte. Und die DFL meint es gut mit dem HSV. Sehr gut sogar, immerhin wurde das erste Zweitligaspiel der Vereinsgeschichte zum Auftaktspiel auf den Freitag gelegt. Am 3. August um 20.30 Uhr kommt dafür ein Stück jüngster Vergangenheit von Sportvorstand Ralf Becker ins Volksparkstadion: Holstein Kiel. Der Klub, den Becker in der letzten Saison fast zum Aufstieg in die Erste Bundesliga gemanagt hatte.

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