Leistner

Beim HSV ist weniger tatsächlich mehr

Wie entspannt man an solchen Tagen Fußball gucken kann – schon erstaunlich. Zumindest ist es ein selten gewordenes Gefühl. Gestern und heute die Erst- und Zweitligaspiele zu gucken, ohne irgendwem besonders die Daumen drücken zu müssen – entspannt. Vor allem aber wurde mit beim Gucken der anderen Partien auch noch einmal deutlich, dass der HSV am Freitag tatsächlich gegen eine der besseren Mannschaften der Liga gespielt und gewonnen hat. Wobei ich auch betonen möchte, dass der erste Spieltag nicht stellvertretend für die gesamte Saison zu sehen ist. Aber im Spiel am Freitag deuteten die Düsseldorfer nicht nur einmal  an, dass sie Ansprüche auf die oberen Tabellenplätze anmelden – was den Sieg des HSV zusätzlich wertvoll macht. Zumal der HSV in einer Woche beim zweiten Bundesligaabsteiger in Paderborn ran muss – und diese Aufgabe wird nicht leichter. Wer sich das Spiel der Paderborner bei auffällig starken Kielern gesehen hat, wird das bestätigen können.

Heyer ist da - und soll sofort helfen

Das Transferkarussell dreht sich noch einmal für den HSV, der sich noch einmal verstärkt hat. Zumindest ist das die Hoffnung bei der Verpflichtung von Moritz Heyer. Der 25 Jahre alte Innenverteidiger kommt vom Ligarivalen VfL Osnabrück Heyer unterschreibt bis 2023 an der Elbe. „Moritz ist ein athletisch starker Defensivspieler, der auf mehreren Positionen eingesetzt werden kann. Die Tatsache, dass er schon in Osnabrück mit Daniel Thioune zusammengearbeitet hat, wird seine Integration in das Team erleichtern“, erklärte HSV-Sportdirektor Michael Mutzel, während Heyer erklärt: „Es ist ein sehr schönes Gefühl, jetzt hier zu sein. Der Verein genießt ein sehr hohes Ansehen. Dazu kenne ich den Trainer, von dem ich eine sehr hohe Meinung habe, sehr gut. Jetzt gilt es, möglichst schnell auch die Mannschaft kennenzulernen“, sagte Neuzugang Heyer, der die Rückennummer drei erhält.

Das Problem mit der Torwart-Frage beim HSV

Heute in 14 Tagen geht es in Dresden ins erste Pflichtspiel. Im Pokal bei Dynamo Dresden will der HSV den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals klarmachen. Keine einfache Aufgabe bei den gerade erst in die Dritte Liga abgestiegenen Sachsen, die unter der Führung von Sportchef Ralf Becker das große Ziel Wiederaufstieg verfolgen. Es ist zudem der einzige Wettbewerb, in dem sich der HSV sportlich zusätzliche  Einnahmen erwirtschaften kann. Gelder, die man aktuell weder durch Sponsoring noch aus den zentral vermarkteten TV-Einnahmen generiert. Im Gegenteil: Der HSV steht aktuell nackter da denn je. Kein Namensgeber fürs Stadion, kein neuer Trikotsponsor. Die Gespräche hierfür seien sehr weit und man gehe fest davon aus, dass man bis zum ersten DFB-Pokalspiel mit dem neuen HSV-Hauptsponsor auf der Brust auflaufen werde, heißt es. Aber das eben auch schon seit einigen Wochen.

Thiounes Lehren aus dem Trainingslager

Morgen geht es schon wieder zurück nach Hamburg. Eine Woche Trainingslager im österreichischen Bad Häring gehen zu Ende und haben den neuen HSV-Trainer zweifellos schlauer gemacht. Er weiß inzwischen, was seine Youngster in der Defensive leisten können – und was man auf kurze Sicht erwarten darf. Soll heißen: Er weiß, dass ein Jonas David und ein Stephan Ambrosius Spieler sind, mit denen man auf lange Sicht im Abwehrzentrum planen kann. Mindestens auf Zweitliganiveau. Er weiß aber auch, dass die beiden zusammen noch nicht reichen, um in dieser Saison die eigenen Ziele zu erreichen. Mehr noch: Thioune holte sich über mutiges Testen die Bestätigung, dass ein erfahrener Abwehrchef neben einem der beiden Youngster ebenso für den Moment hilft, die Abwehr zu stabilisieren, wie es dem jeweils neben dem „Säulenspieler“ eingesetzten Youngster hilft, sich zu entwickeln. Eine Win-Win-Situation.

Guter 1:0-Sieg gegen Feyenoord - Leistner kommt für zwei Jahre

Endlich! Das hat mir nach einer gefühlt langen Phase mit durchwachsenen Partien echt mal wieder gut gefallen. Bis auf die individuellen Unachtsamkeiten von anfangs Josha Vagnoman und später noch Julian Pollersbeck sowie Tom Mickel und Jung in der zweiten Halbzeit hat der HSV heute mit der Dreierkette gegen den niederländischen Topklub Feyenoord Rotterdam richtig gut gearbeitet. Klar, die kapitalen Fehler dürfen nicht passieren und hätten den HSV auch 0:2 oder gar 0: 3 zurückliegen lassen können – aber diese Fehler sind mit etwas mehr Konzentration und etwas weniger müden Beinen abstellbar. Zudem muss ich sagen, dass mir in der Offensive die Umstellung von Sonny Kittel auf die Zehn sehr gut gefallen hat. Ebenso wie der erneut sehr fleißige Manuel Wintzheimer, der sich mit seinem Sieg-Treffer erneut zu empfehlen wusste. Dass zudem die rechte Seite mit Vagnoman hinter Narey besser harmonierte als gestern Bakery Jatta mit Vagnoman – es passte in das insgesamt gute Spiel des HSV und sorgte für den überraschenden, aber verdienten 1:0-Sieg des HSV gegen Feyenoord Rotterdam…

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