Ito

Mit Personalproblemen ins Nordderby

Als der Rest zum Standards üben ins Stadioninnere ging – trotzdem kein Werder-Spion anwesend war -, blieb Vasilije Janjicic draußen. Zusammen mit den anderen Nichtnominierten (Waldschmidt, Schipplock, Thoelke) absolvierte er Zweikampf- und Schussübungen. Und um 17.17 offenbarte der HSV dann, was zu erwarten war: Der Unfallverursacher ist nicht im Kader für das Nordderby morgen bei Werder Bremen. Und das, obwohl der HSV durch den Ausfall von Ekdal und Holtby sowie der anstrengenden Rückreise Walaces aus Brasilien gerade auf seiner Position Bedarf hat. Ein klares Zeichen.

Ein kurzer Blick zurück - und dann volle Fahrt voraus...!

So, das war es dann für dieses Jahr. 365 Tage, die uns in ein voraussichtlich erneut sehr aufregendes 2018 entlassen. Sportliche Fazits hatte ich hier in den letzten Tagen gezogen und dabei noch eine Abteilung unberührt gelassen: den Angriff. Vorausgeschickt: Dass man hier aktuell noch auf der Suche nach einem Zehner ist, spricht nicht für die eigene Offensivabteilung. Im Gegenteil: Es spricht dafür, dass man in einem Jahr in Sachen Kreativität keinen Fortschritt gemacht hat. Ein Armutszeugnis, das man gleich in verschiedene Richtungen aussprechen muss.

Hätte man wenigstens alles versucht....

Letztlich blieb es beim Versuch, ihn zu halten. Der U23-Angreifer Törles Knöll wechselt im Januar, so sieht es Stand heute aus, weg vom HSV. Ob es letztlich Sandhausen wird, wie es zuletzt vermutet wurde, ist noch offen. Klar ist nur, dass der 20 Jahre alte Angreifer vom HSV nicht die Perspektive bekommt, in der Bundesliga ausreichend Spielzeit zu sammeln, während Knöll selbst nicht verliehen werden möchte. Er wolle eine Entscheidung „ganz oder gar nicht“ hieß es von Seiten seines Beraters. Und deshalb lässt der HSV seinen Toptorjäger in der U21 ziehen.

HSV setzt Zeichen: Neue Verträge für Peters und Ito

Kurz vor Weihnachten und kurz vor Hinrundenende setzt der HSV vertragliche Zeichen. Heute wurden gleich zwei Weichen für die Zukunft gestellt. Sportdirektor Bernhard Peters hat seinen Vertrag bis 2020 verlängert, und einer „seiner“ Schützlinge, Tatsuya Ito, wurde bis 2021 an den HSV gebunden. Richtungsweisende Entscheidungen in der Geschäftsstelle – und das einen Tag vor einem ganz besonderen Spiel.

Die „W-Frage“ - Wood oder Waldschmidt?

Wenn das Wörtchen wenn nicht wär’...

...dann hätte ich heute traumhafte Tore in dem gewohnt preisverdächtigen Video und nicht nur reine Spielszenen. Dann würde mein nachfolgender Text auch verständlicher werden. Denn der beschäftigt sich mit einem Spieler, den der HSV beim Aufbau toller Talente nicht links liegen lassen darf: Luca Waldschmidt. Der Linksfuß, der im direkten Zweikampf noch immer zu weich und leicht ist, hat ein unfassbares Talent, offensiv Chancen zu kreieren und selbst zu nutzen.

Es wird Zeit, sich selbst zu beschenken

Heute steht der Tag ganz im Zeichen der guten Tat. Genau 707 Wünsche für bedürftige Kinder hatte der HSV an seinen 12 Weihnachtsbäumen aufgehängt, und Freiwillige haben diese erfüllt. Heute war im Bereich West des Volksparkstadions die feierliche Übergabe mit der Mannschaft, die die Geschenke entgegennahm du diese weiterleiten wird. Eine tolle Aktion, die der „Hamburger Weg“ in diesem Jahr bereits zum zehnte Mal veranstaltet. Und nirgendwo ist die Nachwuchsförderung so erfolgreich und konstant wie hier. Leider.

Gutes Spiel wird nicht belohnt - 0:2 auf Schalke

Am Ende war es Enttäuschung. Nichts anderes als Enttäuschung über eine Niederlage, die es so nicht hätte geben dürfen. Mit 0:2 musste sich der HSV auf Schalke geschlagen geben, obwohl man teilweise sogar spielerisch besser war als der deutlich effektiver spielende Gastgeber. Di Santo per Elfer-Geschenk in der ersten und Burgstaller in der zweiten Hälfte trafen für die Schalker, die damit auf Rang zwei vorrücken, während der HSV Tabellen-15. bleibt und aus diesem Spiel den Schluss ziehen darf, dass es spielerisch zwar besser wird. Aber eben auch, dass der letzte Punch vor dem Tor fehlt.

Bruchhagen erhöht den Druck

Es war schon augenscheinlich und sehr gut hörbar, dass Heribert Bruchhagen den Druck, der auf dem Ergebnis von Sonnabend gegen den VfB Stuttgart liegt, nicht leugnen will. Immer wieder wurde er auf verschiedenste Weisen gefragt, inwieweit der Trainer das Vertrauen genießt. Und er machte deutlich, was eigentlich alle wussten. „Wir spielen gegen den Aufsteiger Stuttgart. Unser Anspruch und Notwendigkeit ist, in diesem Spiel zu Punkten zu kommen“, so Bruchhagen, der auch Gisdol in die Pflicht nimmt.

Du spielst, wie du trainierst

Ich werde nie Trainer, da bin ich mir ziemlich sicher. Zumindest werde ich nie im Erwachsenenbereich trainieren, weil mir dafür einfach die Geduld fehlt. Selbst, wenn ich versuche, das Positive zu sehen, fallen bei mir in der Nachbetrachtung die negativen Dinge deutlich schwerer ins Gewicht. Das habe ich im Amateurbereich für mich längst erkannt – und im Profibereich noch deutlicher. Ich bin einfach nicht der Typ, der Unzulänglichkeiten auf dem Platz lange ertragen kann. Mich nervt Stargehabe.

Gern noch mehr Mut zum Risiko, Herr Gisdol!

Den trainingsfreien Tag wissen die Spieler in der Regel für sich zu nutzen. Familie, Freunde, oder eben ab zum Stadion und sich pflegen lassen. Für uns hier heißt das noch, Dinge voranzutreiben, die den Blog verbessern. Neue Dinge ausprobieren. Und das habe ich bis gerade eben (Stand 18.52 Uhr) auch gemacht. Daher auch der späte Blogeintrag, der mit einer erfreulichen Nachricht beginnen kann, denn Tatsuya Ito will seinen in Hamburg am Saisonende auslaufenden Vertrag verlängern. Das hat sein Berater unlängst verlautbart.

0:1 gegen Bayern - starke Leistung des HSV wird nicht belohnt

Sie wollen nicht mehr sagen, dass sie zwar verloren, aber gut gegengehalten haben. Das hatten Sportchef Jens Todt und Trainer Markus Gisdol vor der Partie gesagt und darauf verwiesen, dass man immer etwas holen wolle. Und tatsächlich präsentierte sich der HSV heute auch so. Und dass es am Ende wie im Vorjahr schon ein 0:1 gegen den FC Bayern zu verzeichnen gab, war bitter.

Der HSV hat plötzlich ein Torwartproblem

Ich hatte es gestern ganz bewusst außen vorgelassen. Mir war wichtig, mich zuerst selbst über alle Umstände zu informieren. Denn beim allerbesten Willen konnte ich mir nicht vorstellen, dass ein HSV-Kapitän einen Youngster so an den Pranger stellt. Schon gar nicht Sakai seinen Landsmann und Freund Ito. Und tatsächlich war es auch nicht so, wie es viele interpretierten. Zumindest haben die beiden Hauptakteure, Gotoku Sakai als Kritiker und Tatsuya Ito als Kritisierter es nach eigenen Aussagen weder so gemeint noch so verstanden. „Er ist noch jung.

Gisdol: Die Kritik an ihm ist vor allem eines - selbst verschuldet

Spricht man derzeit mit den HSV-Spielern, hört man selbst im inoffiziellen Teil selten bis nie wirklich Negatives über den Trainer, was beim HSV auch durchaus schon mal anders war. Diesmal aber loben die Spieler den fairen Umgang des Trainers, der trotz seiner Rettungsgeschichte und seiner großen Verdienste aus der Vorsaison inzwischen unter Zugzwang steht. Nach nur einem Punkt aus den letzten sechs Spielen ist das sicher nicht verwunderlich – und vor einem Spiel gegen den FC Bayern natürlich zusätzlich mit einer recht miesen Aussicht auf Besserung ausgestattet.

FAQs

 

Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.