Fürth

Zum Sieg gequält

Gewonnen. Vier Punkte vor St. Pauli und wieder Tabellenzweiter. Soweit, so gut. Denn mehr Gutes gab es heute tatsächlich nicht. Im Gegenteil: Das Spiel erinnerte an dunkelste Abstiegskampf-Phase. Krisenfußball par excellence. Und just in dem Moment, wo Fürth das Spiel sogar in den Griff bekommen zu haben schien, bedurfte es mal wieder einer glückliche Fügung für den HSV, um dieses Spiel am Ende sehr glücklich zu gewinnen. Ausgerechnet Ex-HSVer Julian Green tat dem HSV den Gefallen und flog mit gelbrot vom Platz. „Das war heute wirklich von uns ein richtig schlechtes Spiel“, fasste es Siegtorschütze Aaron Hunt, der dem HSV vor 36.560 Zuschauern in der 86. Minute den so immens wichtigen Dreier sicherte. „Der Schiedsrichter hat das Spiel entschieden“, ärgerte sich Fürths Trainer Stefan Leitl über die Gelbrote Karte – und die aus Gästesicht völlig unnötige Niederlage.

Diesmal muss ein Dreier her

Personell ist eigentlich alles klar. Auch der Rückkehr von Fiete Arp scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Oder besser gesagt seiner Reservistenrolle morgen Abend (20.30 Uhr, Volksparkstadion) gegen die SpVgg Greuther Fürth, denn die Startelf scheint festzustehen. Pollersbeck - Narey, Bates, van Drongelen, Santos - Sakai - Hwang, Holtby, Hunt, Jatta - Lasogga  - so hatte der Trainer eigentlich die ganze Woche über seine A-Elf trainieren lassen. Und er wird davon aller Voraussicht nach auch morgen Abend nicht von abrücken. Womit ich den Blog für heute an sich schon wieder abschließen könnte - das aber natürlich nicht mache. Denn zwei zuletzt hier beschriebene Themen scheinen bei einigen für Diskussionsbedarf gesorgt zu haben: Alex Meier und Gotoku Sakai.

Chance vertan

Das Thema wird sicherlich noch eine Weile anhalten, viele werden sich mächtig darüber aufregen - und dann ist es irgendwann alles wieder vergessen. Zumindest war es bislang in der Vergangenheit immer so, wenn der HSV mit exorbitanten Ticketpreisen auf sich aufmerksam machte. „Das ist doch okay am letzten Spieltag“, sagen die einen, während andere den Gegner als Maßstab nehmen. „Für ein Spiel gegen den aktuell Tabellenletzten ist das eine Frechheit.“ Letztlich aber ist es so, dass die Tickets trotzdem verkauft werden. Rund 45.000 Tickets sind im Vorverkauf für die Mitglieder am ersten tag weggegangen und alle rechnen damit, dass in den nächsten tagen schon „ausverkauft“ gemeldet wird. Ergo: Alles okay. Und der HSV ist im Recht. Oder?

Nur 0:0 - HSV trifft zuhause nicht

Im sechsten Heimspiel hat der HSV zum vierten Mal keinen eigenen Treffer erzielen können. Mehr noch, der VfL Bochum hatte heute zwar weniger vom Spiel und mit etwas Glück zwei große Torchancen - aber das waren auch die besten des Spiels.

Defensiv verbessert – doch der Angriff bleibt auf der Strecke

Eigentlich ist Fußball ein einfaches Spiel. Ziel ist es, möglichst ein Tor mehr zu erzielen als der Gegner. Zu diesem Ziel zu gelangen ist allerdings alles andere als einfach, wie der Hamburger SV derzeit zu spüren bekommt. Christian Titz findet einfach nicht die richtige Balance aus Toreschießen und Toreverhindern. Das 0:5 gegen Jahn Regensburg war ein Weckruf für den Hamburger SV und Trainer Christian Titz: Regensburg bewies der Liga, wie viel Angriffsfläche der riskante Spielaufbau der Hamburger bietet. Nach Ballverlusten im Aufbau verblieben meist nur zwei bis drei Verteidiger hinter dem Ball, um den Gegner zu stoppen – zu wenige angesichts der Vielzahl Hamburger Fehlpässe. Vor dem Auswärtsspiel bei Greuther Fürth wechselte Titz daher die Marschrichtung. Sein HSV gestaltete das Spiel wesentlich risikoärmer als in den vergangenen Wochen.

0:0 - HSV verpasst Sieg in Fürth

Den ersten Sieg durfte der HSV schon am Nachmittag feiern: Deutschland stattet 2024 die EM aus - und Hamburg ist als Spielort dabei.„Das ist ein toller Erfolg für den DFB und auch für Hamburg ein riesiger Gewinn! Wir freuen uns schon jetzt auf internationale Gäste, spannende Spiele und wollen wie bei der WM 2006 hervorragende Gastgeber sein“, so HSV-Vorstandsboss Bernd Hoffmann. „Bis es soweit ist, haben wir mit der Stadt noch eine Menge Hausaufgaben zu erledigen. Diese gehen wir ab Montag sehr motiviert an.“ Also nach dem Derby.

Sicherheit ist Trumpf

Die Sicherheit ist das wahrscheinlich größte Thema beim HSV derzeit. Dort vor allem natürlich in Hinsicht auf das Stadtderby am Sonntag. Und dafür fand heute im Volksparkstadion die große Sicherheits-Pressekonferenz statt, in der die Bundespolizei, die Hamburger Polizei, die beiden Pressesprecher sowie Stadionmanager Kurt Krägel Auskünfte gaben (siehe Video). Auskünfte, die weiterhin den Verdacht nähren, dass vor, während und nach dem Derby mit massiven Ausschreitungen bzw. einem stark erhöhten Risiko diesbezüglich zu rechnen ist.

PARTNER VON

FAQs

Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

Kategorien