2. Bundesliga

1. Spieltag und Statistiken 18/19

Heute Abend starten Tobias Escher mit seiner Saisonvorschau sowie natürlich auch die 2. Bundesliga mit dem Auftaktspiel zwischen Stuttgart und Hannover in die Saison 2019/20. Doch bevor die Spiele beginnen, präsentiert euch SpotProphets.com - der Partner unser Rautenperle Tippgemeinschaft - noch ein paar Statistiken der vergangenen Saison 2018/19 gepaart mit den Quoten zum 1. Spieltag.

Die Tippgemeinschaft startet

Der erste Spieltag in der 2. Bundesliga steht vor der Tür und auch unsere Tippgemeinschaft nimmt den regulären Spielbetrieb auf. An dieser Stelle will ich mich zunächst einmal für eure zahlreiche Teilnahme bedanken! Das hat uns bei der Rautenperle echt vom Hocker gehauen – gerechnet haben wir damit nicht. Wir haben aber auch festgestellt, dass viele noch Fragen haben oder nicht ganz mit der umfangreichen Plattform von SpotProphets zurechtkommen. Darum haben wir uns dafür eingesetzt, dass euer Feedback auch Gehör findet und dass ihr von unserem Partner SpotProphets im Laufe der Zeit mit immer mehr Informationen und Hilfestellungen versorgt werdet. Dazu jedoch mehr am Ende des Beitrags.

Sakai-Abschied rückt näher - ein unrühmliches Ende

Er verzerrte das Gesicht, drehte den Kopf, hob beide Arme und ließ sie wieder fallen. Gotoku Sakai machte nach dem 1:1 des SV Rugenbergen im Testspiel des HSV seine in der Vergangenheit oft gesehene Pose nach Gegentoren. Diese Szene könnte eine der letzten von Sakai im Trikot des Hamburger Sportvereins gewesen sein - genau wie diese 90 Minuten gegen den Oberligisten, den die Hamburger letztlich noch mit 4:1 besiegten, wohl seine letzten Spielminuten in Hamburg waren. Der Abschied des Japaners rückt immer näher.

Im Soll - aber für die Spitze muss nachgebessert werden

An jedem Ende der Trainingslager werden in aller Regel erste Fazits gezogen. So auch diesmal. Allerdings muss man klar festhalten, dass dieser Kader in der Form eher nicht in die Saison starten wird. Denn sowohl auf der Ein- als auch auf der Verkaufsliste befinden sich weiterhin Namen, die von Sportvorstand Jonas Boldt umgesetzt werden sollen. Hierbei werden immer auch Gotoku Sakai und David Bates genannt, mit denen ich das Kitzbühel-Fazit beginnen möchte.

HSV setzt Lotto ab - und muss nachbessern

Der Ruf nach Veränderungen beim HSV ist in den letzten Jahren von Saison zu Saison lauter geworden. Alles, was anders ist, zählt beim HSV als potenziell besser. Auf dem Platz führte das zu den irrwitzigsten Profipremieren in den letzten Jahren. Spieler kamen und gingen. Aus „Toptalenten“ wurden schnell Rohrkrepierer. Und teure Soforthilfen gingen nicht selten vor Vertragende mit Abfindung. Ebenso Trainer. Der HSV verfeuerte die geliehenen Millionen von Klaus Michael Kühne, als stünde im Keller des Volksparkstadions eine Gelddruckmaschine. Und plötzlich war nichts mehr da. Die Führungen sind gegangen, das Geld ist weg - und der HSV ist zweitklassig. Leichtes Spiel für diejenigen, die sich an die Macht hieven wollen, hieß es. Und so kam es dann ja auch. Bernd Hoffmann katapultierte sich im Eiltempo an die Klubspitze. Aber: „Leicht“ war nur der Weg an die Spitze. Denn auch Hoffmann steht inzwischen unter dem Zwang, erkennbare Veränderungen herbeizuführen - und vor allem, damit auch Erfolg zu haben.

+++ Rick van Drongelen für Friedrich nach Augsburg? +++ Transferticker +++

+++ Sonntag, 30.06.2019 +++

Van Drongelen im Wechsel für Marvin Friedrich nach Augsburg?

Interessante Rochade: Nach ersten Gerüchten um den PSV Eindhoven scheint es jetzt auch aus der Bundesliga einen Interessenten zu geben. Angeblich ist der FC Augsburg an der Verpflichtung von Rick van Drongelen interessiert. Im Gegenzug könnte Marvin Friedrich, den der HSV schon zu dessen Schalker Zeiten auf dem Zettel hatte, aus Augsburg zum HSV kommen.

Jugendstil im Spiel um die goldene Ananas

21,5. So lautete das Durchschnittsalter der zehn Feldspieler, die Hannes Wolf im finalen Saisonspiel gegen den MSV Duisburg auf das Feld schickte. Es ging für den Hamburger SV nur noch um einen versöhnlichen Abschluss einer verkorksten Saison. Da erschien es logisch, der Jugend eine Chance zu geben. Das Spezielle an der Situation des HSV: Fast alle dieser jungen Spieler waren bereits in dieser Saison fester Bestandteil des HSV-Kaders – und ein Großteil von ihnen wird im kommenden Jahr das Rückgrat der HSV-Elf stellen. Und doch wird der entscheidende Akteur den HSV verlassen. Es lohnt sich also, Hamburgs Abschlussspiel unter die Lupe zu nehmen.

Mit völlig neuer Taktik ins Verderben

Hannes Wolf hat bereits in den vergangenen Wochen taktisch viel ausprobiert – um es positiv zu formulieren. Woche für Woche schickte er eine neue Elf in einer neuen Formation auf das Feld, stets von der Hoffnung beseelt, dieses Mal die richtige Variante gefunden zu haben. Selten waren seine taktischen Wechsel katastrophal, oft brachten sie dem Team sogar eine gewisse defensive Stabilität. Doch die großen Schwächen des Teams – das Kreieren von Torchancen sowie das Aufbäumen nach Rückständen – bekam Wolf nicht behoben.

Neue Formation, neue Probleme

Sechs Liga-Spiele, drei Punkte: Die Bilanz des HSV seit dem 4:0-Derby-Sieg las sich vor dem Spiel gegen Ingolstadt katastrophal. Hannes Wolf blieb gar nichts Anderes übrig, als seine Formation zu verändern. Doch seine Idee, Hee-Chan Hwang als Zehner aufzustellen, ging nicht auf. Die Nervosität der Mannschaft trug ihr Übriges dazu bei, dass der HSV bei der 0:3-Niederlage gegen Ingolstadt die Partie nie dominieren konnte.

Wolf sucht, aber findet nicht

Die Krise des Hamburger SV ist nicht wegzudiskutieren. Viele HSV-Fans fragen sich: Wie viel Schuld trifft Hannes Wolf an der Abwärtsspriale? Sein taktischer Plan gegen Union Berlin funktionierte in der ersten Halbzeit noch halbwegs stabil. Nach der Pause stellte er mehrfach um – doch keine seiner Umstellungen stabilisierte das verunsicherte Team. Bereits gegen RB Leipzig hatte Wolf mit einer neu formierten Abwehr überrascht. Die Fünferkette blieb gegen Union Berlin bestehen, doch es änderten sich die Spielerrollen: Während Vasilije Janjicic wieder auf die Sechser-Position rückte, agierte Gideon Jung zunächst als Innenverteidiger. Douglas Santos begann erneut als halblinker Sechser. Aaron Hunt und Berkay Özcan bildeten eine Doppelzehn hinter dem einzigen Stürmer Bakary Jatta. Hamburgs System ähnelte einem 5-2-3.

Alles (leider) beim Alten

Die Saison neigt sich dem Ende entgegen. Fußballerische oder taktische Innovationen sind jetzt kaum mehr zu erwarten. So bot auch die Hamburger Partie gegen Aue wenig Neues für den taktisch interessierten Betrachter. Viel eher war das Spiel eine Fortführung der wechselhaften Rückrunde – mit allen guten und schlechten Eigenheiten, die den HSV in dieser Spielzeit auszeichnen. HSV-Coach Hannes Wolf kehrte zum 4-2-3-1-System zurück. Nachdem die Außenverteidiger zuletzt klassisch den Flügel beackerten, rückten sie gegen Aue wieder stark ein. Bakary Jatta und Khaled Narey sorgten auf den Flügeln für Breite. Der grundsätzliche Plan blieb derselbe wie so häufig, wenn der HSV auf Außenseiter traf: Der Gegner sollte über das Ballbesitzspiel dominiert und die Läufer auf den Flügeln freigespielt werden.

Enttäuschendes 1:1 gegen Aue - es wird immer enger

Der HSV schafft es einfach nicht, zuhause gegen die Kellerkinder der Liga zu gewinnen. Gegen den FC Erzgebirge Aue gab es vor 52.354 Zuschauern bei herrlichem Sommerwetter am Ende ein enttäuschendes 1:1. Auch, weil man wieder einmal die erste Halbzeit verpennte und sich mal wieder einen Standargegentreffer einfing. Manuel Wintzheimer konnte mit seinem Treffer in der 53. Minute nur noch ausgleichen. Und am Ende verhinderte die Latte bei einem Hunt-Freistoß kurz vor Schluss den ersten Heimsieg seit dem 1:0 gegen Greuther Fürth am 4. März.

„Nicht wettbewerbsfähig“

Der große Saal im Erdgeschoss des Überseeclubs an der Binnenalster war randvoll gefüllt. 200 Zuschauer hatten sich angemeldet zur Podiumsdiskussion über den HSV mit den Gästen Bernd Hoffmann und Marcell Jansen. Sogar auf den Treppenstufen saßen die Zuhörer. Die Warteliste war noch einmal beinahe so lang. Obwohl in diesem speziellen Ambiente viele Staatsgäste zu Vorträgen und Diskussionen waren, hat auch hier der HSV ganz besonders gezogen. Vorstände großer Firmen mit Sitz oder Außenstelle in Hamburg waren vertreten, das  Gästebuch des Überseeclubs wies den lettischen Staatspräsidenten als letzten hochrangigen Besucher aus vor dem HSV.

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FAQs

Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.