1. FC Nürnberg

Mit Dribblings & Kontern zum Erfolg

So zufrieden hatte man die Verantwortlichen des Hamburger SV lange nicht erlebt. Der 4:0-Erfolg über den 1. FC Nürnberg war – neben dem Derby-Sieg in der Vorsaison – nicht nur der höchste Sieg der (kurzen) Hamburger Zweitliga-Geschichte. Die Partie bewies auch, in welchen Bereichen sich der HSV unter Dieter Hecking weiterentwickelt hat. Wahr ist aber auch: Die schwache Leistung des Gegners war ein gewichtiger Grund für den auch in der Höhe verdienten Erfolg.

Der Erstligist mit der Zweitligataktik

Über 60% Ballbesitz, 20:1 Torschüsse: Der Hamburger SV siegte im DFB-Pokal-Achtelfinale souverän gegen den 1. FC Nürnberg. Unser Taktikanalyst Tobias Escher erklärt, wieso Hannes Wolfs Team die Partie derart dominierte – und wieso sie trotzdem nur ein Tor schossen. Wenn im DFB-Pokal ein Erstligist auf einen unterklassigen Klub trifft, ist das zumeist eine undankbare Aufgabe. Der unterklassige Klub verbarrikadiert sich häufig in der eigenen Hälfte, und selbst wenn man die gegnerische Mauer knackt, erhält man selten Lob von den Fans und Medien – ein Sieg gegen einen unterklassigen Gegner sei schließlich Pflicht! Das Spiel des Hamburger SV gegen den 1. FC Nürnberg war insofern ein besonderer Kick: Nicht nur, dass der Tabellenführer der Zweiten Liga als leichter Favorit in die Partie ging. Es war am Ende der Siebzehnte der Ersten Liga, der eine Taktik spielte, die normalerweise das unterklassige Team wählt.

Zu zehnt lässt sich kein Pressing spielen

Eine frühe Rote Karte wirbelt den taktischen Plan des Hamburger SV durcheinander. Unser Taktikanalyst erklärt, wie Wolfs eigentlicher Plan aussah – und wieso dieser nach der frühen Rote Karte nicht mehr aufging. „Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch 'nen zweiten Plan. Geh‘n tun sie beide nicht.“ Das Zitat von Bertolt Brecht beschreibt die Misere, in der sich der HSV beim Spiel gegen Arminia Bielefeld befand. HSV-Coach Hannes Wolf hatte den Gegner intensiv beobachtet und einen detaillierten Matchplan entworfen. Nach der Roten Karte gegen Gotoku Sakai (12.) war der Plan jedoch zerstört – und damit auch das HSV-Spiel.

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.