Neue Saison, neue Trainer, neue Taktik

Ich muss gestehen: Ich habe nicht damit gerechnet, dass der Hamburger SV den Saisonauftakt gegen Absteiger Fortuna Düsseldorf gewinnt. Nach dem Debakel in Dresden hatte ich erwartet, dass Trainer Daniel Thioune noch lange Zeit brauchen wird, um seine Spielphilosophie umzusetzen. Doch gegen Düsseldorf griffen bereits einige Rädchen ineinander, auch wenn der HSV gerade nach der Pause offensive Präsenz vermissen ließ.

HSV - Düsseldorf LIVE

Nach Dresden ist vor Düsseldorf. Diese Woche sollte mit ihren zwei HSV-Pflichtspielen innerhalb von fünf Tagen die Basis für einen erfolgreichen Saisonstart der Rothosen legen. Nach dem bitteren Pokal-Aus am Montag ist das allerdings nur noch in der Liga möglich. Mit Fortuna Düsseldorf kommt zum Saisonauftakt ein ambitionierter Bundesliga-Absteiger in den Volkspark. Abermals wird Fußball-Deutschland auf den HSV gucken. Abermals werden wir von der Rautenperle ganz genau hinschauen.

Kevin

18. September 2020

Heyer ist da - und soll sofort helfen

Das Transferkarussell dreht sich noch einmal für den HSV, der sich noch einmal verstärkt hat. Zumindest ist das die Hoffnung bei der Verpflichtung von Moritz Heyer. Der 25 Jahre alte Innenverteidiger kommt vom Ligarivalen VfL Osnabrück Heyer unterschreibt bis 2023 an der Elbe. „Moritz ist ein athletisch starker Defensivspieler, der auf mehreren Positionen eingesetzt werden kann. Die Tatsache, dass er schon in Osnabrück mit Daniel Thioune zusammengearbeitet hat, wird seine Integration in das Team erleichtern“, erklärte HSV-Sportdirektor Michael Mutzel, während Heyer erklärt: „Es ist ein sehr schönes Gefühl, jetzt hier zu sein. Der Verein genießt ein sehr hohes Ansehen. Dazu kenne ich den Trainer, von dem ich eine sehr hohe Meinung habe, sehr gut. Jetzt gilt es, möglichst schnell auch die Mannschaft kennenzulernen“, sagte Neuzugang Heyer, der die Rückennummer drei erhält.

Der Zweitliga-Check

Na, ihr Gesinnungs-und Leidensgenossen. Kribbelt es bei euch auch schon so wie bei mir? Nur noch zwei Tage sind es bis zum Zweitligastart. In dem heutigen Blog will ich die 17 Gegner des HSV mal kurz und stenogrammartig unter die Lupe nehmen und tippe gleichzeitig den Spielausgang des Hinrundenspiels aus Sicht des Dinos. Dabei ist mir natürlich bewusst, dass ein heute gewagter Tipp für den 13. Spieltag genau soviel Aussagekraft hat wie der Wetterbericht für den betreffenden Tag, aber als kleine Spielerei sei es allemal gestattet. 

Rautenperle Challenge - Wir gegen die Buchmacher

Es geht wieder los! Die deutschen Ligen starten und Hamburgs Tippkönig, Helm-Peter, geht mit euch All-in: in der Rautenperle Challenge zusammen gegen die Buchamcher! Tippt euch an die Spitze unseres Community-Tippspiels, gewinnt eine fette Freiwette und rasiert mit dem Tippkönig die Buchmacher!

Kevin

16. September 2020

Leistners Ausraster ist nicht das größte Problem

Okay, wir müssen das Thema Leistner hier abarbeiten. Logisch. So ein Vorfall zieht einen Rattenschwanz an Berichten nach sich, die unerfreulich sind und bleiben werden. Und auch bei Euch ist die Diskussion natürlich längst in vollem Gange. Von „unverzeihbar“ über „der muss suspendiert werden“ bis hin zu „schade, dass er dem Dresdner nicht aufs Maul gehauen hat“ und „ich hätte genauso gehandelt – pro Leistner“ oder auch „Toni Leistner - Ehrenmann“ ist alles dabei. Von vielen Seiten erhält der HSV-Profi dabei tatsächlich Zuspruch für sein Handeln. Nun hat sich mit Christopher Quiring auch einer seiner ehemaligen Mitspieler gemeldet. Quiring, der einst bei Union Berlin zusammen mit Leistner spielte, schrieb auf seinen Instagram-Account: „Familie beleidigen und deiner Frau eine Fehlgeburt wünschen! Du bist Vorbild hast dich absolut unprofessionell verhalten. Beim nächsten Mal benutze deine Faust. Wir stehen hinter dir.“ Kann man so denken – muss man aber nicht…

Dresden - HSV auf der LIVECOUCH

Nach einer etwas anderen Sommerpause ist der HSV zurück. Und mit ihm unsere Livecouch. Gleich zu Beginn, in der ersten Runde des DFB-Pokals, erwartet die Rothosen ein (bekannter) Kracher: Dynamo Dresden. Der Zweitliga-Absteiger hat sicher noch ordentlich Wut im Bauch. Schließlich lief der Re-Launch nach der Zwangspause für die Dresdener katastrophal - ohne eigenes Verschulden. Der HSV hat sich indes an vielen Positionen neu aufgestellt und will beweisen, dass man den richtigen Weg eingeschlagen hat. Es erwatet uns nichts weniger als ein feuriger Pokal-Fight.

Kevin

14. September 2020

Pflichtspielstart für den HSV - Leibold ist der neue Kapitän

Es gab kurz Applaus, als Trainer Daniel Thioune Tim Leibold aufrief. Der Linksverteidiger trat aus dem Mannschaftskreis in die Mitte des selbigen und empfing die Ehre der Kollegen mit einer kurzen Verbeugung. Anlass des Prozederes war die Wahl zum Mannschaftskapitän. „Er hat eine gute Saison gespielt und viele Torvorlagen gegeben. Sein Wort hat Gewicht in der Mannschaft. Tim Leibold wird ein guter Kapitän sein“, begründete Thioune seine Entscheidung pro Leibold und schob auf der anschließenden Pressekonferenz noch hinterher, dass man den Linksverteidiger ein wenig in die neue Rolle schubsen müsse.

Terodde oder Hinterseer? Es kann nur einen geben...

Morgen noch eine Trainingseinheit, dann geht es endlich wieder los. Per Bus geht es nach Dresden, wo dann am Montag das erste Pflichtspiel bei Dynamo bevorsteht. Ein schwieriges Spiel gegen einen gerade erst in die Dritte Liga abgestiegenen Traditionsklub, der seinerseits große Ziele hat und sich dafür gern einen Motivationsschub via Pokalsensation mit in die eigene Saison nehmen will. „Wir wissen um die Schwere der Aufgabe“, betont Trainer Daniel Thioune seit Bekanntwerden der Auslosung immer wieder. Und er zeigt auch im Training mit seinen klaren, lautstarken Ansagen sehr deutlich, dass es ernster wird. Auch für die Spieler, deren Vorbereitung jetzt in Form von Nominierung und Nichtnominierung von Trainerseite abschließend beurteilt wird.

Manches ändert sich nie, und: Thioune gibt Kapitän bekannt

Heute um 11 Uhr wurde es offiziell bekanntgegeben: Der HSV hat einen neuen Hauptsponsor. Orthomol heißt dieser, und das wisst Ihr alle natürlich auch schon seit gestern. Da war der Deal tatsächlich keine 15 Minuten nach Unterschrift bekanntgeworden. Zumindest haben wir von der Rautenperle um kurz nach 16 Uhr schon die Nachricht mit dem Wortlaut erhalten, „Orthomol ist der neue Hauptsponsor des HSV“. Wobei ich hierbei nicht vergessen darf und unbedingt noch einmal lobend erwähnen erwähnen will, dass die Zusammenarbeit mit meinen Freunden von „HSV1887tv“ herausragend war. Sie brachten die ganze Geschichte ins Rollen und baten mich, diese Meldung zu verifizieren – was ich tat. Ergebnis: Alles korrekt.

Wo sind die Führungsspieler?!

Es wird viel über “Führungsspieler” gesprochen, genauer gesagt: über deren Abwesenheit. Auch beim HSV wird immer wieder das Fehlen von Führungsspielern beklagt. Daher möchte ich einmal erklären, was Führung ist und was Führungspersönlichkeiten auszeichnet.

Thioune schöpft brachliegendes Potenzial aus

Die nächsten zwei Wochen werden spannend. In allen Bereichen. Im Sponsoring soll sich in den nächsten Stunden/Tagen entscheiden, wer der neue Partner wird. Zudem ist  noch offen, ob Klaus Gjasula rechtzeitig für das Spiel in Dresden am Montag die Freigabe vom Gesundheitsamt bekommt. Zudem kehren einige Spieler aus Verletzungen/Pausen in den Kader zurück und erhöhen den Konkurrenzkampf. Wie sich dieser nach sechs Wochen Vorbereitung entschieden hat, werden wir ansatzweise am Montag gegen Dresden sehen. Das vorläufige Ergebnis dann am Freitag darauf im Eröffnungsspiel der zweiten Liga gegen Fortuna Düsseldorf. Ergo: Die Generalprobe dessen, was sich Trainer Daniel Thioune vorstellt sehen wir am Montag in Dresden. Wie gut das Ganze ist dann am Freitag gegen Düsseldorf.

Einfach zu viel Gesabbel

Ich muss mich heute kurz halten. Termine, die keiner braucht, haben mich heute ganz schön ins Straucheln gebracht, da sie so nicht eingeplant waren. Aber so ist das manchmal. Geht Euch und dem HSV ja auch nicht anders. Da läuft auch nicht alles nach Plan. So hat der HSV als einzige Mannschaft sein neues Trikot noch nicht vorgestellt – weil man noch keinen Hauptsponsor hat. Die Gespräche laufen gut und in die richtige Richtung heißt es. Aber inzwischen ist klar, dass der HSV seine ursprünglich erhoffte Summe von rund 3 Millionen Euro pro Jahr nicht erreichen wird. Inzwischen ist es eh ein Kampf gegen die Uhr – und je länger es dauert, desto schwieriger wird die Verhandlungsposition für den HSV, der öffentlich eh schon unter Druck steht.

Wenn Trennung das Vernünftigste ist...

Zwei Tage haben die HSV-Profis von Trainer Daniel Thioune freibekommen. Das dürfte reichen, um mal so richtig durchzuschnaufen und ab Mittwochnachmittag wieder voll anzugreifen. Immerhin sind es dann auch nur noch fünf Tage Vorbereitung auf den ersten echten Härtetest im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden am kommenden Montag – wo wir übrigens auch mit der ersten Auswärtscouch der Saison 2020/21 für Euch dabei sein werden. Aber das ist jetzt (noch) nicht das Thema. Interessant sind die Personalien des HSV, die bis zum Ende dieser Transferfrist noch zu klären sind. Allesamt auf ihre ganz individuelle Art und Weise. Also selbst die, bei denen es so aussieht, als könnten sie gar nicht mehr sauber gelöst werden. Wie bei Julian Pollersbeck zum Beispiel.

Der neue Trainer kennt den Weg

Ok, das jetzt ist wieder einer dieser Momente, in denen man viel falsch machen kann. Es ist das Ende der Vorbereitung und der HSV hat in einem Test gegen einen guten Gegner ein wirklich gutes Spiel gemacht. Er hat sogar gewonnen. Hinten zu null – vorne gleich zweimal erfolgreich. Mit einem Aaron Hunt als Leader auf dem Platz, wie ich ihn in der abgelaufenen Saison nur ein- oder zweimal gesehen habe. Mit einem Sonny Kittel, der Ballverlusten nachjagte, Zweikämpfe annahm und nach vorn kreativ wirkte. Lukas Hinterseer, dem seine HSV-Zeit in den letzten Wochen in Hamburg nicht wirklich leichtgemacht wurde, traf und Debütant Tomi Leistner machte trotz einiger natürlicher Abstimmungsprobleme einen guten Eindruck. Und dann scheint heute auch noch die Sonne – also alles gut? Mitnichten. Aber es ist ein Weg, der richtig gut werden kann…!

2:0 gegen Hertha - HSV überzeugt bei Generalprobe

Einige offene Fragen sollten heute ihre Beantwortung finden. Zum Beispiel die Torwartfrage, Und die dürfte zumindest für Julian Pollersbeck nach den klaren Aussagen von Daniel Thioune („Die Entscheidung ist gefallen – gegen Pollersbeck!“) geklärt sein. Und während Pollersbeck zwar auf dem Spielberichtsbogen stand, standen lediglich Tom Mickel und Daniel Heuer Fernandes auf dem Platz. Der frisch Degradierte postete stattdessen leicht provokante Bilder von sich in HSV-Montur via Instagram, die vermuten lassen, dass er mit der Entscheidung nicht zufrieden ist. Trainer Thioune sagte nach dem Spiel noch, dass er eine gewisse mentale Müdigkeit bei Pollersbeck ausgemacht habe. Aber: Fortsetzung folgt. Da bin ich mir ziemlich sicher. Leider.

Generalprobe für den „halben HSV“

Der HSV hat sich abgeschottet. Heute Nachmittag ging es zum Abschlusstraining v0r dem Abschlusstest morgen gegen Hertha BSC ins Stadion. Dort wurden letzte Details einstudiert vor dem letzten Testspiel dieser Sommervorbereitung – und es kommt mir so vor, als sei der HSV tatsächlich noch nicht im Ansatz fertig mit dem, was Daniel Thioune einstudieren wollte. Ebenso wenig steht der finale Kader -aber das war ja auch so zu erwarten. Auch deshalb wird es sehr interessant sein, morgen zu sehen, wen Thioune aufstellt. Und vor allem, in welchem System er agieren lässt. Zwei Sechser? Oder Dreierkette? Doppelspitze oder nur ein Stürmer?

Wie sich der Fußball (zu) wichtig macht...

Ich habe ihn bisher viel gelobt. Und ich glaube auch heute noch, dass Seifert im Sinne seines Jobs sehr viel richtig macht. Auch heute. „Die Organisation und Durchführung dieser Spielzeit wird um ein Vielfaches komplizierter als die Beendigung der letzten Spielzeit“, betonte Christan Seifert da am Nachmittag. Der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga sprach nach der virtuellen Mitgliederversammlung der 36 Erst- und Zweitligisten in Frankfurt mit Nachdruck und gab sich fast schon staatsmännisch auf der Pressekonferenz. „Man muss kein Philosoph und kein Prophet sein, um die Aussage zu treffen, dass dies die anspruchsvollste und schwierigste Spielzeit des professionellen Fußballs in Deutschland wird.“

Wagt doch mal was mit Vagnoman!

Die Coronakrise bringt es nach sich, dass die diesjährige Sommer-Transferperiode vielleicht die schleppendste aller Zeiten ist. Die späteste (denn sie endet erst Anfang Oktober) ist sie sowie schon. Allerorten agieren die Klubs äußerst vorsichtig, denn niemand kann heute mit Bestimmtheit sagen, wie lange das Ganze noch dauert. Also bleiben die Geldschatullen für größere Verpflichtungen erstmal geschlossen. Das gilt für die Big Shots der Branche genauso wie für die Kleineren. 

Die Basis ist da - jetzt kommt's auf Thioune an

Es sind noch knapp fünf Wochen, die der HSV hat, um seinen Kader final zusammenzustellen. Das Trainingslager ist absolviert und am Sonnabend findet sogar schon der letzte Test vor Saisonbeginn statt, wenn es im Volksparkstadion gegen den Erstligisten Hertha BSC geht. Es wird die letzte Möglichkeit für die Spieler sein, sich im Spiel für einen Stammplatz zu empfehlen. Und es ist tatsächlich ein guter  Moment, um einmal ein erstes Fazit zu ziehen, wie weit der HSV insgesamt schon ist. Und dafür zähle ich gern einmal auf, was ich vor dieser Wechselperiode als größte Baustellen erachtet hatte: Der HSV hatte keine klare Nummer eins. Der HSV hatte immer wieder Probleme bei hohen Bällen in den eigenen Sechzehner. In der Innenverteidigung fehlte Kopfballstärke und Tempo. Auf der Außenbahn rechts kam zu wenig offensiv. Auf der Sechs fehlte der Abräumfaktor. Auf der zehn fehlte das Tempo im Umschaltspiel. Auf der Neun fehlte nach dem Abgang von Pohjanpalo der Knipser. Der HSV-Kader war nicht stabil genug, um Talente zu tragen und zu entwickeln.

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