Hunt

Wolfs Art kommt an

„Ich hatte die Möglichkeit, heute Abend zu spielen, weil David eine Rote Karte hatte. Und ich glaube auch, dass ich es ganz gut gemacht habe.“ So sah Leo Lacroix sein Spiel gegen den 1. FC Köln, in dem er niemand geringeres gegen sich hatte, als den erfolgreichsten Torschützen der Zweiten Liga. Wie das Duell mit Simon Terodde war? „Eigentlich nicht so hart. Aber ich weiß natürlich auch, dass er der erfolgreichste Torjäger der Zweiten Liga ist.“ Selbstbewusste Worte des 197 Zentimeter langen Innenverteidigers, der dem Trainer ob seiner Leistung gegen Köln ein Problem bereitet, dem sich dieser gern annimmt. Es sei kein Problem, wenn intern gute Konkurrenz herrscht, so Trainer Hannes Wolf heute.

Wolf verdient die nötige Offenheit

Es tut immer wieder gut, wenn man hitzige Diskussionen mit ein wenig Abstand rekapituliert. Und dass die Entlassung von Trainer Christian Titz kontroverser und teilweise auch hitziger geführt wird als bei seinen Vorgängern, das kann wohl niemand leugnen. Die einen sehen den Schritt als alternativlos an, weil der HSV einen Etat hat, der ihn dazu verpflichtet, jeden Gegner (Köln mal ausgenommen) nicht nur zu schlagen, sondern ihn dabei auch zu dominieren. Und das hat der HSV in den letzten Wochen tatsächlich nicht.

Lasogga oder Arp? Titz lässt Sturmfrage offen (plus Gastbeitrag)

Der HSV zog die neu angebauten Vorhänge zu. Standards bzw. verschiedene Standardvarianten standen auf dem Plan. Und während Tabellenführer 1. FC Köln in Kiel durch einen späten Gegentreffer nur einen Punkt holte und Fürth eine fulminante Aufholjagd in Bielefeld hinlegte, war es tatsächlich schwer, etwas zu erkennen. Außer, dass Pierre Michel Lasogga immer mittendrin war. Fast scheint es, als würde der bullige Angreifer auch für das Bochum-Spiel erste Wahl sein. Und das, obwohl Trainer Christian Titz Hee-chan Hwang und Fiete Arp morgen gegen den VfL Bochum dabei hat.

Mit Tempo zum 3:2 - HSV gewinnt Test gegen Aarhus

Revanche geglückt. Und das sogar überzeugender als es das Ergebnis vermuten lässt: Mit 3:2 (0:1) besiegte der HSV heute auf dem Trainingsplatz den dänischen Tabellen-Fünften Aarhus GF mit 3:2. Und das, nachdem man unmittelbar nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit sogar mit 0:2 in Rückstand geriet. Der beste Mann auf dem Platz, Aaron Hunt (58.), sowie der eingewechselte Bakery Jatta (64./FE.) und Khaled Narey trafen für den HSV, der zudem etliche gute Gelegenheiten ausließ.

Warum nicht einfach mal einfach?

Heute kommen wir gleich mal in dreifacher Ausführung rüber. Zunächst mit der Taktikanalyse von Tobi am Morgen, jetzt mit einem kurzen Schriftblog - und parallel dazu mit einem Video-Blog, den ich heute mit Kevin aufgenommen habe und der hier ab 20 Uhr zu sehe sein wird. Darin behandeln wir eigentlich alle Themen, die sich rund um den HSV ergeben haben und weiterhin aktuell sind. Deshalb kann und werde ich diesen Blog hier auch kurz halten.

2:1 in Darmstadt - ein Sieg, der für Klarheit sorgen sollte

Natürlich war es am Ende noch einmal knapp. Und das wiederum werden viele Kritiker dazu nutzen, um dem HSV wieder fehlende Qualität zu unterstellen und statt von einem wichtigen Auswärtssieg nur von einem "Zittersieg" sprechen. Trotz 89 Minuten anhaltender Überlegenhiet und Chancen, um das Spiel schon früher deutlich zu entscheiden. Und trotzdem bislang keine Mannschaft in dieser Liga derart dominant alle ihre Spiele gewinnt – scheißegal. Der HSV muss es einfach.

Was für ein völlig vermessener, arroganter Schwachsinn!

Defensiv verbessert – doch der Angriff bleibt auf der Strecke

Eigentlich ist Fußball ein einfaches Spiel. Ziel ist es, möglichst ein Tor mehr zu erzielen als der Gegner. Zu diesem Ziel zu gelangen ist allerdings alles andere als einfach, wie der Hamburger SV derzeit zu spüren bekommt. Christian Titz findet einfach nicht die richtige Balance aus Toreschießen und Toreverhindern. Das 0:5 gegen Jahn Regensburg war ein Weckruf für den Hamburger SV und Trainer Christian Titz: Regensburg bewies der Liga, wie viel Angriffsfläche der riskante Spielaufbau der Hamburger bietet. Nach Ballverlusten im Aufbau verblieben meist nur zwei bis drei Verteidiger hinter dem Ball, um den Gegner zu stoppen – zu wenige angesichts der Vielzahl Hamburger Fehlpässe. Vor dem Auswärtsspiel bei Greuther Fürth wechselte Titz daher die Marschrichtung. Sein HSV gestaltete das Spiel wesentlich risikoärmer als in den vergangenen Wochen.

Sicherheit ist Trumpf

Die Sicherheit ist das wahrscheinlich größte Thema beim HSV derzeit. Dort vor allem natürlich in Hinsicht auf das Stadtderby am Sonntag. Und dafür fand heute im Volksparkstadion die große Sicherheits-Pressekonferenz statt, in der die Bundespolizei, die Hamburger Polizei, die beiden Pressesprecher sowie Stadionmanager Kurt Krägel Auskünfte gaben (siehe Video). Auskünfte, die weiterhin den Verdacht nähren, dass vor, während und nach dem Derby mit massiven Ausschreitungen bzw. einem stark erhöhten Risiko diesbezüglich zu rechnen ist.

Regensburg bestraft die Schwächen des Titz'schen Systems

0:5 gegen Jahn Regensburg – au weia! War die deftige Klatsche nur ein einmaliger Ausrutscher? Oder stecken tiefere Probleme hinter den fünf Gegentoren? Auch, wenn es eine Hamburger Leistung voller Pleiten, Pech und Pannen war: Manche Probleme deuteten sich bereits seit Wochen an, wurden aber erstmals in dieser Saison von einem torhungrigen Gegner bestraft.

Einfach mal erfolgreich Fußball spielen...

Er ist angeschlagen. Sichtbar. Und das ist auch herauszuhören. Angesichts der jüngsten Entwicklungen beim HSV vermuteten viele, dass die ungewöhnlich zurückhaltende Art heute bei der Pressekonferenz mit der Demission von Bernhard Peters zusammenhängen könnte. Der Nachwuchschef hatte Titz maßgeblich gefördert - und soll jetzt selbst gehen. „Es ist ja bekannt, dass Bernhard Peters bei mir eine hohe Wertschätzung genießt", so Titz heute, „er hat mich immer sehr gefördert und unterstützt.“ Allerdings konnte sich Titz ebenso wie Peters schon länger auf diesen Tag vorbereiten.

Titz lässt rochieren

Da hat Tobias Escher mal wieder tolle Arbeit geleistet! Alle Achtung, Tobi, für diese fundiert-analytische Betrachtung des Spiels gegen Heidenheim. Mit dem Fazit liegen wir auch recht nah beieinander. Der HSV ist weiterhin defensiv mit langen Bällen und bei schnellen Kontern zu anfällig. Zudem fehlt das klare Spiel aus der Viererkette nach vorn. Vor allem auch durchs Mittelfeldzentrum kam gegen Heidenheim nahezu nichts. Und erst mit den Wechseln und angetrieben vom 0:1-Rückstand bekam das HSV-Spiel nach vorn etwas mehr Zielstrebigkeit.So weit sind wir uns einig.

Darf Hwang von Beginn an ran?

Und los geht es. Endlich wieder Livefußball mit dem HSV. Und dann auch noch im eigenen Stadion. Heidenheim kommt - und der HSV rechnet am morgigen Sonnabend (13 Uhr) mit rund 46.000 Zuschauern, die erleben wollen, wie der HSV seinen dritten Saisonsieg einfährt. „Es wird ein schweres Spiel“, warnt Titz wie immer vor dem kommenden Gegner, der am letzten Spieltag seine erste Saisonniederlage (0:1 gegen Darmstadt) hinnehmen musste und dementsprechend auf Wiedergutmachung pocht.

Der eigene Nachwuchs ist die Antwort

Hier in der Rautenperle war es nur ein Absatz, und heute ist es die Topmeldung verschiedener Zeitungen: Klaus Michael Kühne möchte seine Anteile verkaufen. Klar, das stimmt und ist schon länger so. Wie ich Euch am  3. September unter dem Titel „Gut - für den Moment“ berichtet hatte, hat Klaus-Michael Künhne seine Anteile schon verschiedenen Interessenten angeboten:

Guter Test: HSV schlägt Braunschweig 2:1

Wie in den Länderspielpausen inzwischen schon fast Usus, absolvierte der HSV auch diesmal in der ersten der beiden spielfreien Wochen ein Testspiel auf heimischem Geläuf. Gegner heute war der starke Drittligist Eintracht Braunschweig. Und obwohl der HSV dank einer stärkeren zweiten Halbzeit  am Ende völlig verdient mit 2:1 gewinnen konnte, war es ein hartes Stück Arbeit für die Männer von HSV-Trainer Christian Titz. „Der Gegner hat uns intensiv angelaufen und war sehr griffig. Wir hatten uns einen Testgegner gewünscht, der uns das Leben schwer macht, das haben sie getan.

Aaron Hunt soll die Lösung sein

Es passiert viel. Nur zu sehen und zu verkünden gibt es noch nichts. Dennoch befinden sich die Verantwortlichen beim HSV schon in „Habachtstellung“. Noch eine Woche ist das Transferfenster geöffnet und es muss (mindestens) noch ein Offensivspieler her. Ralf Becker hat das Handy immer am Mann, selbst heute beim nicht öffentlichen Training telefonierte er immer wieder auf dem Platz, während im Hintergrund Christian Titz versuchte, eine neue Lösung für die Offensive gegen Bielefeld zu finden. „Jairo war sehr gut drauf“, verriet der Trainer, der mit dem Spanier auf der Außenbahn geplant hatte.

Kostic nach Frankfurt - Beckers (vorerst) letzter Akt

Zu glauben, man könne die Fehler der letzten 10 bis 15 Jahre in einer Transferperiode aufarbeiten, ist absurd. Das wissen alle. Auch, wenn es in bestimmten Situationen immer wieder gern vergessen wird. Bei der Bilanz von Ralf Becker zum Beispiel. Ich hatte letzte Woche geschrieben, „Beckers Mission: Teil 1 steht kurz vor dem Abschluss“ – und heute war es soweit: Filip Kostic, der letzte Topverdiener (Pierre Michel Lasogga mal ausgenommen) und Wechselwillige, verlässt den HSV, wie der Klub heute offiziell verkündete:

Dieser HSV hat viel Arbeit vor sich

Es ist ja bekannt, dass im Nachhinein alle alles besser wissen. Einige davon schreiben es auch jedes mal – SELBSVERSTÄNDLICH erst im Nachhinein - auf und denken tatsächlich, sie verstünden etwas von Fußball. Dazu werden noch ein paar völlig aus dem Zusammenhang gerissene Zitate herbeigezogen und fertig ist das Bild. Leugnen, falsche Zusammenhänge für ebenso falsche Behauptungen herbeiziehen. Und die, die andere Meinungen vertreten, lügen eh. Immer. Man schreibt selbst dann Falsches,  wenn man es eigentlich besser weiß. Es geht nur noch darum, zu kritisieren – nicht um Inhalte. Bitter.

Spannende Entscheidungen stehen an

Das überrascht mich tatsächlich: Léo Lacroix ist nicht einmal im Kader für das Pokalspiel gegen TuS Erndtebrück am Sonnabend. Der Franzose soll sich – ebenso wie Christoph Moritz und Manuel Wintzheimer - bei der U21 Spielpraxis holen. Eine Entscheidung von Trainer Christian Titz, die er heute schon verkündete. Und das, obwohl ein Pokalspiel gegen einen unterklassigen Gegner wie den Oberligisten gern gerade dafür genutzt wird. Hier mit dem Vorteil, dass sich der Neue auf der einen Seite notwendige Spielpraxis holt und sich zeitgleich dabei an die neuen Mannschaftskameraden gewöhnen kann.

Große Verstärkung

Er ist tatsächlich nicht zu übersehen. Und das nicht, weil er unmittelbar nach seiner Auskunft in der vermeintlichen A-Elf trainierte, sondern schon allein ob seiner Statur. 1,96 Meter groß und kräftig – da sieht ein Zweikampf mit Tatsuya Ito schon mal irgendwie „niedlich“ aus. Zumal dann, wenn der letzte HSV-Zugang Leo Lacroix dem kleinen Japaner das Leder lässig mit einem langen Bein abnimmt. Leo ist von seiner Erscheinung her schon ein sehr auffälliger Spieler. Er misst 1,97 Meter, eine sehr gute Größe.

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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