Holtby

Das Personalkarussell nimmt Fahrt auf

***19.05 Uhr und nur zur Info: Wie gestern bereits angekündigt, werde ich heute aus privaten Gründen keinen neuen Blog schreiben. Bis morgen!!***

Es geht zur Sache beim HSV. Personell zumindest. Nachdem gestern bereits einige Entscheidungen verkündet worden waren, legte Nicolai Müller heute Vormittag via Instagram nach. Dort teilte der gerade wieder genesene Außenstürmer mit, dass er den HSV in diesem Sommer verlassen werde. Bis zuletzt hatten viele Fans gehofft, dass der Offensivspieler doch noch mal seinen vertrag in Hamburg verlängert. Erfolglos.

Veränderungen allerorten

***UPDATE: Nicolai Mülller hat gerade via Instagram mitgeteilt, dass er den HSV verlässt. Der Angreifer wechselt somit ablösefrei. Wohin es geht, verrät Müller noch nicht. Sein Post:

 

Holtby setzt ein Zeichen

Es passiert etwas. Nicht nur Gutes. Aber bevor ich hier die angedachten Personalrochaden und politischen Machtkämpfe thematisiere, zunächst einmal zum Erfreulichen des Tages: Lewis Holtby hat einen neuen, bis 2019 laufenden Vertrag unterschrieben und seine bislang vereinbarten Bezüge von 3,4 Millionen Euro per annum drastisch gekürzt. „Für mich war schnell klar, dass ich beim HSV bleiben möchte. Die vergangenen Wochen waren hart, aber wir sind als Mannschaft und mit den Fans zu einer richtigen Einheit zusammengewachsen.

Den Weg im Blick behalten

Es passiert tatsächlich das, was man sich nur wünschen konnte. In der Stunde des größten Misserfolges bilden sich neue Allianzen, während sich bereits bestehende verfestigen. 500 neue Mitgliedsanträge sind seit dem Abstieg beim HSV eingegangen. Der Schulterschluss, der sich am Sonnabend in den Minuten der Entscheidung manifestierte, hält also an. Und auch der HSV reagierte. Mit einem Plakat, auf dem man sich einerseits beiden Anhängern für den Frust und die Trauer entschuldigte, um im nächsten Satz für die Treue zu danken. Eine gute Aktion, wie ich finde.

Letzte Chance: Wunder oder Abstieg...

Relegation zu spielen ist hart. Zwei Spiele, in denen alles passieren kann. So, wie die HSV-Fans gegen Fürth und noch mehr gegen Karlsruhe durchleiden mussten. Jeweils mit einem glücklichen Ausgang, okay. Aber der Weg dahin war schon so, dass alle gesagt haben: „Darauf können wir sehr gut verzichten.“ Und trotzdem ist man aktuell wieder in der Situation, dass man sich das wünschen muss, was man eigentlich nie wieder haben wollte: die Relegation. Ein Sieg gegen Gladbach, parallel dazu muss Köln in Wolfsburg gewinnen - es gab zweifelsfrei schon wahrscheinlichere Szenarien.

Titz bleibt HSV-Trainer - ligaunabhängig!

Ein befreundeter Bloguser sagte mir heute, ich solle es hier einmal so erklären, wie ich es ihm in einer kurzen Mail erklärt hatte. Aber ganz ehrlich: Das bringt gar nichts. Wenn hier wirklich noch welche glauben, „die Presse“ wolle dem HSV schaden und denke sich deshalb irgendwelche Dinge aus wie beispielsweise das Interesse des HSV an Rouven Schröder, dann ist es sinnlos. Zumal es eigentlich demnach sogar die gesamte Presselandschaft wäre, die dem HSV gegenüber bösartig veranlagt ist. Auch die in Mainz, um es mal genau zu nehmen... Klar, das kann man so denken – sollte man aber nicht.

„Wir müssen liefern - bis zum Schluss...“

Alle Mann sind an Bord. Mit Ausnahme von Fiete Arp, der wie erwartet am Sonnabend um 13 Uhr zum Saisonfinale mit der U19 des HSV bei Werder Bremen um den Staffelmeistertitel der Bundesliga Nord kämpfen wird. Ansonsten waren alle wider im Training dabei. Auch Kyriakos Papadopoulos und Aaron Hunt, die gestern noch individuell trainierten, werden am Sonnabend in Frankfurt zum so genannten „Halbfinale“ einsetzbar sein. Und wenn nicht alles täuscht, dürfte bei der Eintracht die identische Startelf der Vorwoche auflaufen.

Wenn alles außer Siegen nebensächlich wird...

....sollte man trotzdem Anstand bewahren. Aber dazu gleich mehr...

Der HSV hat trainingsfrei und darf einmal durchatmen. Einmal kurz, denn morgen geht es gleich mit zwei Einheiten um zehn und um 15 Uhr weiter. Vorbereitung auf das zweifelsfrei schwierige Spiel bei Eintracht Frankfurt am kommenden Sonnabend.

Die großen Entscheidungen sind fällig

Und plötzlich wird wieder diskutiert. Ist Holtby einer, der dem HSV helfen kann? Immerhin macht er es aktuell. ER trifft sogar und gilt als der verlängerte Arm des Trainers, den viele für seine neuen Methoden und Taktiken feiern. Dass Holtby zuvor dreieinhalb Jahre lang nahezu wirkungslos bis aussortiert war – vergessen. Denn bis vor kurzem hat der Linksfuß den HSV sehr viel Geld gekostet. 7,5 Millionen Euro Ablösesumme zuzüglich rund 3,5 Millionen Euro Festgehalt per annum – das macht bis Saisonende 21,5 Millionen Euro für 104 Pflichtspiele mit einem Schnitt von 1,06 Punkten.

1:0-Sieg gegen Freiburg lässt hoffen

Es ist die berühmte Situation, keine Chance mehr zu haben – und eben diese doch zu nutzen. Diese Vorform der Hoffnungslosigkeit, die im letzten Moment doch noch einmal ungeahnte Kräfte freisetzt. „Wir haben nichts mehr zu verlieren“, hatte Freiburgs Verteidiger Gulde vor dem Spiel gesagt und vielleicht gehofft, diese Form der Stimmung in sein Team zu bekommen. Allerdings haben die Freiburger sehr wohl noch was zu verlieren.

Gute Nachrichten von der DFL und Vagnoman droht auszufallen

Das sind doch mal gute Nachrichten. Auf den ersten Blick auf jeden Fall. Zuerst kommt die Nachricht, dass der HSV mit Salim Khelifi von Eintracht Braunschweig einen neuen Angreifer ablösefrei zur neuen Saison verpflichtet hat, dann verkündet der HSV-Vorstand, dass die DFL dem HSV die Lizenz für erste wie für die zweite Bundesliga ohne Bedingungen und Auflagen erteilt habe. Genau genommen heißt es in der Pressemitteilung:

Abschiedstournee - mit einem letzten Funken Hoffnung

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann hatte es angekündigt: Es wurde ein Spiel werden, das dem gegen den 1. FC Köln sehr ähnelt. Das hatten die Sinsheimer mit 6:0 gewonnen. Parallele zu heute: Auch der HSV kam mit einem gut herausgespielten Sieg und neuem Selbstvertrauen zur TSG in die Wirsol-Rhein-Neckar-Arena - und lief ins offene Messer. Wie gegen Köln nutzten die Hoffenheimer ihr Tempo in der Offensive und überrannten den HSV schnell. „Wir haben heute das Spiel in der ersten Halbzeit schon verloren, weil wir nicht in unser Spiel gekommen sind.

Die Geier kreisen schon - aber noch ist es ruhig

Es ist tatsächlich noch erstaunlich ruhig beim HSV. Normalerweise kreisen die Geier deutlich länger über den potenziellen Absteigern. Sie hoffen auf eine gute Gelegenheit, gute Einzelspieler günstig herauskaufen zu können. Über den Toptalenten wie Jan-Fiete Arp, Tatsuya Ito und Joscha Vagnoman sowieso. Diese Erfahrung haben wir schon allein mit Bayer Leverkusen einige Male machen dürfen bzw. müssen. Insofern verwundert es mich nicht, dass jetzt Namen von HSV-Spielern bei anderen Vereinen gehandelt werden. Arp zu Bayern? Ja, dass da etwas dran ist, wissen wir seit Wochen.

Fan-Ärger vor dem Spiel gegen Schalke 04

Die Zahlen sprechen für sich. Und es klingt alles auch echt gut. In den zwei Spielen unter Trainer Christian Titz spielte der HSV 516 Pässe pro Spiel bei einer Passquote von 83,4 Prozent. Der Bundesliga-Schnitt liegt bei 424 Pässen pro Spiel und einer Passquote von 81,7 Prozent. Zudem ging man jeweils mit 1:0 in Führung – und dennoch sprang nur ein Punkt aus den beiden Spielen heraus. Und das wiederum ist zu wenig. „Wir müssen Spiele gewinnen und Ergebnisse erzielen“, hatte Titz nach dem 1:1 beim VfB Stuttgart gefordert. Und nur darum darf es morgen gegen Schalke gehen.

Titz plant Offensiv-Rochade im „Abnutzungskampf“ gegen Schalke

„Wir haben doch eh nichts mehr zu verlieren.“ Diesen Satz hört man beim HSV derzeit inflationär oft. Und er stimmt ja auch. Zumindest, wenn man ihn auf die aktuelle Saison bezieht, wo eigentlich niemand mehr wirklich daran glaubt, dass der Abstieg noch verhindert werden kann. Gehofft wird hier und da noch – aber der echte Glaube fehlt. Und diese Situation bietet dem neuen Trainer Christian Titz gleich mehrere Chancen: Er kann sich selbst präsentieren und für einen Vertrag als Bundesligatrainer empfehlen, klar.

Besser, aber nicht gut genug - nur ein Punkt beim VfB

Einen Punkt in Stuttgart geholt - okay. Das ist an sich nicht schlecht, beachtet man die Serie der Schwaben, die in den letzten acht Spielen ungeschlagen sind und daraus 18 Punkte geholt haben. Zum Vergleich: Der HSV hat insgesamt 19 Punkte aus nunmehr 28 Spielen, davon sechs an den ersten beiden Spieltagen... Nein, es war auch angesichts der Aufstellung nicht zwingend von einem Sieg auszugehen. Immerhin brachte Christian Titz heute mit Mohamed Gouaida und Stephan Ambrosius zwei weitere U21-Spieler von Beginn an brachte.

Titz setzt weiter auf Verjüngung - und auf Waldschmidt

Wenn sich ein Großteil der Fragen um Spieler dreht, die irgendwas falsch gemacht haben bzw. sogar aussortiert wurden, dann ist das zunächst einmal kein besonders gutes Zeichen. Wenn die Antworten darauf dann aber entsprechend schlüssig sind, kann sich das schnell ins Positive verkehren. So, wie heute bei Christian Titz, der sich zunächst zu den Spielern äußern musste, die im Laufe der Länderspielpause zum Rapport hatten antreten müssen. Namentlich waren das Walace, Mergim Mavraj und Kyriakos Papadopoulos.

Sieben Spiele zum Üben - oder für's Wunder?

Es war am Ende der, der sich während der Trainingseinheit am meisten verbale Schläge eingehandelt hatte, der das Duell für seine Mannschaft per verwandelten Elfer im Elfmeterschießen entschied: Bakery Jatta. Mit viel Dusel, aber er traf. Sehr zur Freude seiner Kollegen, die sich durch den knappen Sieg einen Bowlingabend auf Kosten ihrer gegnerischen Mannschaftskollegen verdient hatte. „Die Verlierermannschaft lädt die Gewinner auf eine Runde Bowling ein“, so Titz zum Wetteinsatz, nachdem er das gestrige Ergebnis übrigens korrigiert hatte.

Zeit zum (Aus-)Sortieren

Die Länderspielpause wird lang – aber der HSV kann sie sehr gut gebrauchen. Oder besser gesagt: Der neue Trainer Christian Titz kann sie sehr gut gebrauchen, um sein neues Spielsystem mit seinem neuen Kader einzustudieren. Wer am Ende noch alles zu diesem Kaderdazugehört ist derzeit noch offen. Klar, Kyriakos Papadopoulos wird sich nach seinem unnötigen Vorstoß nach dem Spiel den Verantwortlichen stellen müssen. Und das zurecht.

Reife schlägt Mut -Titz' Premiere geht 1:2 verloren

Der neue Trainer hatte Veränderungen angekündigt und damit nicht gegeizt. Auch Kyriakos Papadopoulos blieb noch draußen und war nach den gar nicht nominierten Dennis Diekmeier, Mergim Mavraj, Andre Hahn und Walace der fünfte im Bunde, der höchst unzufrieden ins letztlich sehr unglückliche Debüt von Trainer Christian Titz gegangen ist. Nach einer interessanten, mutigen ersten Halbzeit und der einhergehenden 1:0-Führung musste sich der HSV auch heute geschlagen geben.

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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