Becker

Die Lasogga-Frage

Es ist immer wieder nett, am Trainingsplatz zu stehen und mit den Kollegen zu sprechen. Wir unterhalten uns dabei fast immer über das, was wir gerade auf dem Platz sehen, was kurz zuvor in der Liga zu sehen war - und natürlich immer auch über die Vereinspolitik beim HSV. Manchmal mischen sich diese Themen auch. Fast zwangsläufig ist das der Fall, wenn beispielsweise der Vorstand Sport mit im Spiel ist. Und das ist dieser immer, wenn es um die sportlichen Belange der Bundesligamannschaft geht. Insbesondere, wenn es um die Kaderzusammenstellung geht.

Eure Fragen - unsere Antworten

Christoph Moritz ist angeschlagen, konnte aber nach kurzer Behandlung wieder mittrainieren. Dass der HSV-Vorstand beschlossen hat, den Anteilseigner Klaus Michael Kühne nicht mehr um Geld zu bitten, ist länger schon bekannt. Vor drei Wochen, so berichtet es die SportBild, hat man es auch Kühne selbst in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt. Ansonsten gibt’s sportlich und auch sonst vom HSV heute nicht viel zu vermelden. Außer, dass morgen zunächst nicht öffentlich und dann erst wieder am Montag trainiert wird. Also Zeit genug, dass wir uns mal mit uns selbst beschäftigen.

Einfach mal normal sein

Es ist immer wieder nett, wenn sich am Fuße Uwe Seelers neue Ehrungen abspielen. Diesmal waren es der abwesende Jürgen („Joschi“) Groh, Caspar Memering, Peter Hidien und Mladen Petric, die sich mit ihren Füßen rund um den großen Seeler-Fuß verewigten. Große Namen aus größeren HSV-Zeiten. Dieter Matz hatte die Laudatio gehalten und alle waren gut drauf, selbst das Wetter spielte perfekt mit. Es stimmte einfach. Umso erstaunter zeigte sich Mladen Petric, als er darauf angesprochen wurde, dass es beim HSV aktuell etwas unruhig ist. „Unruhe? Echt jetzt? Es läuft doch super!

Den Blick für die Realität schärfen

Es ist dramatisch. Kein Handy – und das im tiefsten Osten. Das passt ungefähr so gut zusammen wie der HSV und die Champions League – denn ich habe hier nach langer Recherche tatsächlich gar kein Chance, mich wieder zu mobilisieren. SIM-Karte nach drei falschen Eingaben (meines kleinen Sohnes) gesperrt – PUK in Hamburg. Und die Telekom-Hotline ist so hilfreich wie – ach, lassen wir die Vergleiche. Es ist auf jeden Fall hoffnungslos, daher konnte ich diesen Blog leider erst sehr spät anfertigen.

2:1 in Darmstadt - ein Sieg, der für Klarheit sorgen sollte

Natürlich war es am Ende noch einmal knapp. Und das wiederum werden viele Kritiker dazu nutzen, um dem HSV wieder fehlende Qualität zu unterstellen und statt von einem wichtigen Auswärtssieg nur von einem "Zittersieg" sprechen. Trotz 89 Minuten anhaltender Überlegenhiet und Chancen, um das Spiel schon früher deutlich zu entscheiden. Und trotzdem bislang keine Mannschaft in dieser Liga derart dominant alle ihre Spiele gewinnt – scheißegal. Der HSV muss es einfach.

Was für ein völlig vermessener, arroganter Schwachsinn!

Die Hoffnung stirbt zuletzt...

Es geht nicht mehr nur um Punkte. Mal wieder nicht. Wenn, dann maximal, wenn selbige ausbleiben, um mal wieder eine Trainerdiskussion zu führen. Auch heute waren die Fragen in der Trainerrunde darauf aus, die Spannungen zwischen Vorstand und Trainer zu thematisieren. Ein Spiel verloren, zwei Unentschieden gespielt - das ist für HSV-Ansprüche zu wenig. Stimmt grundsätzlich. Auch weil man vorher die Gegner nicht komplett dominiert hat, was übrigens auch allen anderen Zweitligisten nicht gelungen ist. Nicht einmal dem Tabellenführer und nominell stärksten Team dieser Liga, dem 1. FC Köln.

0:0 - HSV verpasst Sieg in Fürth

Den ersten Sieg durfte der HSV schon am Nachmittag feiern: Deutschland stattet 2024 die EM aus - und Hamburg ist als Spielort dabei.„Das ist ein toller Erfolg für den DFB und auch für Hamburg ein riesiger Gewinn! Wir freuen uns schon jetzt auf internationale Gäste, spannende Spiele und wollen wie bei der WM 2006 hervorragende Gastgeber sein“, so HSV-Vorstandsboss Bernd Hoffmann. „Bis es soweit ist, haben wir mit der Stadt noch eine Menge Hausaufgaben zu erledigen. Diese gehen wir ab Montag sehr motiviert an.“ Also nach dem Derby.

Wie sich der HSV mal wieder selbst demontiert

„Titz unter Druck“ titeln heute die Kollegen von der BILD und suggerieren dem HSV-Trainer dessen Entlassung, sofern er die nächsten beiden Spiele verliert. Und die Kollegen von der „Mopo“ erkennen darin das Gipfeln einer länger andauernden Anti-Titz-Kampagne. Sie haben den Mut, das zu benennen, wovon man übrigens auch HSV-intern auf den verschiedensten Ebenen seit Wochen und Monaten weiß. Seitdem es durch verschiedenste, auch nicht sportliche Gründe zum Bruch gekommen ist, wurde dem Trainer schon vor Wochen von den Kollegen offen prophezeit, dass er hier schnell scheitern würde.

„Ich wollte vom ersten Tag an Einfluss beim HSV ausüben“

Bernd Hoffmann war auf die Fragen gut vorbereitet.  Viele kannte er noch von seiner ersten Amtszeit. Und diesmal brachte der Vorstandsvorsitzende der HSV Fußball AG  zudem noch die Gelassenheit eines frisch unterschriebenen Dreijahresvertrages im Rücken mit. Ergo: Er geriet selbst unter dem heißen Scheinwerferlicht der Mixed-Zone im Volksparkstadion bei den Fragen der knapp 15 Kollegen nicht ins Schwitzen. Im Gegenteil: Der ehemalige Interims- und seit gestern neue Vorstandsvorsitzende bis 2021 freute sich über das Interesse an seiner Person und gab sich optimistisch.

Das Umfeld zum Erfolg zwingen ***Hoffmann für weitere drei Jahre HSV-Vorstandschef***

Es wird eine Zeitlang dauern, bis sich alle an die neue Liga gewöhnt haben  
Bei diesem personellen Umbruch und dem Setzen auf den „jungen Weg“ wird es Rückschläge geben  
Wir müssen Geduld haben  
Es geht nur darum, wieder aufzusteigen  
Wir dürfen niemanden unterschätzen und haben viele harte Duelle vor uns  
Dieser HSV braucht wieder eine Idee, eine Philosophie

Nur eine kleine Auswahl von Aussagen, die nach dem Abstieg und vor dem Beginn der neuen S

Hwang ist da - und Mavraj tritt nach

Seit dem Umzug in den Volkspark spricht man beim HSV davon, auch die Trainingsbedingungen zu professionalisieren. Und ganz ehrlich: Das hat man in fast allen Bereichen auch geschafft. Man hat drei Top-Rasenplätze mit Rasenheizung, einen Hybridrasen, zwei FIFA-taugliche Kunstrasenplätze und den Campus. Viel mehr geht nicht. Und viel mehr muss auch nicht. Allerdings gibt es eine Sache, die beim HSV seit 15 Jahren in der Planung steckt und noch immer nicht drin ist: Die Möglichkeit, auch mal etwas geheim einzustudieren. Selbst heute war das nicht möglich, obgleich es versucht wurde.

Eure Fragen - meine Antworten...

Wir haben uns zweifelsfrei den richtigen Tag für unsere Frage-Antwort-Runde ausgesicht. Denn heute ist beim HSV tatsächlich nahezu nichts passiert. Hee-chan Hwang landet heute Abend in Hamburg und wird morgen mittrainieren, ehe er im Anschluss an die erste Einheit mit seinen neuen Kollegen seinen Medizincheck absolviert. Zudem werden Pierre Michel Lasogga und Khaled Narey morgen wieder voll mittrainieren. Offen ist noch, ob auch Fiete Arp (Knie) und Lewis Holtby (Knöchel) dabei sein können. Die Wahrscheinlichkeit ist aber hoch, dass beide bis zum Anpfiff am Sonnabend wieder fit sind.

Der eigene Nachwuchs ist die Antwort

Hier in der Rautenperle war es nur ein Absatz, und heute ist es die Topmeldung verschiedener Zeitungen: Klaus Michael Kühne möchte seine Anteile verkaufen. Klar, das stimmt und ist schon länger so. Wie ich Euch am  3. September unter dem Titel „Gut - für den Moment“ berichtet hatte, hat Klaus-Michael Künhne seine Anteile schon verschiedenen Interessenten angeboten:

Ruhe, bitte!

Morgen geht es um mehr als nur die drei Punkte gegen den TSV Havelse. Wenn die U21 des HSV morgen um 14 Uhr in der Regionalliga auf der Wolfgang- Meyer-Sportanlage den Platz betritt, spielt bei den HSV-Verantwortlichen auch die Frage mit, ob die aktuelle Besetzung die richtige ist. Und es schwingt wieder jene verhängnisvolle Politik mit, die den HSV in den letzten zehn, 15 Jahren die Erstklassigkeit gekostet hat. Denn bei der Frage, ob der junge Trainer Steffen Weiß nach bislang zwei Siegen und sechs Niederlagen der richtige Trainer für die U21 ist.

Was Holtby und Hunt wertvoll macht

Am Ende interessiert und vor allem: belastet es fast immer mehr die Öffentlichkeit, als die Betroffenen selbst. Und deshalb wurde rund um das Nations-League-Spiel gegen Frankreich ein unfassbarer Hype darum gemacht, ob sich die Nationalelf unter Trainer Joachim „Jogi“ Löw in neuem Gewand und auch entsprechend verbessert gegenüber der WM präsentiert. Vorweg: Ich fand die Mannschaft gestern gut. Dabei hatte ich bei der Analyse-Pressekonferenz mit Löw eher das Gefühl, dass die Verantwortlichen beim DFB das Problem der Nationalmannschaft nicht annähernd so groß wähnten, wie wir von außen.

Guter Test: HSV schlägt Braunschweig 2:1

Wie in den Länderspielpausen inzwischen schon fast Usus, absolvierte der HSV auch diesmal in der ersten der beiden spielfreien Wochen ein Testspiel auf heimischem Geläuf. Gegner heute war der starke Drittligist Eintracht Braunschweig. Und obwohl der HSV dank einer stärkeren zweiten Halbzeit  am Ende völlig verdient mit 2:1 gewinnen konnte, war es ein hartes Stück Arbeit für die Männer von HSV-Trainer Christian Titz. „Der Gegner hat uns intensiv angelaufen und war sehr griffig. Wir hatten uns einen Testgegner gewünscht, der uns das Leben schwer macht, das haben sie getan.

Stresstest - fünf Spiele in 16 Tagen

Dass es kein Vorteil sein würde, war klar. Jetzt wurde das Nachholspiel gegen Dresden terminiert. Am Dienstag den 18. September geht es um 18.30 Uhr auswärts um die drei Punkte, die man eigentlich schon am vergangenen Wochenende ausgespielt haben wollte, sich aber dem Sicherheitsrisiko der verschiedenen politischen Demos beugen musste. Das bedeutet, der HSV muss nach der Länderspielpause fünf Spiele in 16 Tagen absolvieren. Darunter auch das Stadtderby gegen den FC St. Pauli am 30. September im Volksparkstadion. Die Englischen Wochen im Überblick:

Beim Nachwuchs läuft's nicht rund - aus Gründen

Länderspielpause, das ist bei einem Verein wie dem HSV immer gefährlich. Solange es nicht komplett rund läuft oder es gar irgendwas zu feiern gibt, drohen Ärgernisse. Vor allem, wenn es irgendwo nicht läuft. Wie im Unterbau. Wobei: Dass es im Nachwuchs nicht rund läuft, war zu erwarten. Die U21 wurde personell durch verschiedene Beförderungen quasi zerpflückt. Und wofür man Christian Titz auf der einen Seite („neuer Jugendstil“) feiert, will man jetzt Steffen Weiß in der U21 abwatschen? Nein. Das funktioniert nicht.

Gut - für den Moment

Er hat zumindest mal frei. Abschalten, Akkus wieder aufladen. „Leider kann ich nicht einfach mit allen in den Urlaub, weil Schule ist“, sagt Ralf Becker. Dennoch sei er sich sicher, dass ihm die Pause guttun werde und er sie genießen kann. Der Sportvorstand: „Ich werde versuchen, mal ein paar Tage ohne die Thematik Fußball auszukommen. So schwierig das sein wird – es ist tatsächlich mal wieder nötig.“ Zumal die Wintertransferperiode unmittelbar nach dem Ende der Sommertransferphase vorbereitet werden will. Sagt Becker.

Titz: Dresden wird ein heißer Ritt!

Zwei Tage vor dem Spiel ist es immer das selbe Prozedere: Der HSV trainiert nicht öffentlich und wir stehen am Rand mit ein paar wenigen Zuschauern, um zu sehen, welche erste Elf der Trainer vorhat, im kommenden Spiel auf das Feld zu schicken. Meistens sind auch immer erste deutliche Indizien zu erkennen. Heute leider nicht. Trainer Christian Titz mischte die beiden Mannschaften im Abschlussspiel munter durch. Konstant im A-Team spielten nur Julian Pollersbeck, Rick van Drongelen, Douglas Santos – und Matti Steinmann.

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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