Becker

Der Entscheider

Vier Spiele sind es noch. Erstmals geht eine HSV-Saison dabei sogar bis zum Vortag des Heiligabends. Also so lange wie noch nie. Und dennoch muss Sportvorstand Ralf Becker (nicht erst) jetzt ein klares Fazit der Hinrunde ziehen um zu sehen, ob, wo und wie nachgebessert werden muss in der Winterpause.  Dass man immer wieder betont, mit dem aktuellen Kader zufrieden zu sein, ist normal. Als Tabellenführer ist man zudem voll im Soll. Dennoch gibt es intern schon längst eine Prioritätenliste - allerdings mit außergewöhnlich vielen Konjunktiven.

Wolf muss die nächsten Wochen ohne Pierre Michel Lasogga planen

Oha. Drei Wochen Pause. Trotz des ganzen Ärgers über den verzockten Sieg gegen Union Berlin wog die Nachricht, dass Pierre Michel Lasogga mit einem Muskelfaserriss die nächsten drei Wochen ausfällt und somit frühestens zum letzten Spiel des Jahres, am 23.12. in Kiel wieder bei sein kann.

Was plant Wolf?

Kalt ist es. Aber dafür geht es auf dem Trainingsplatz des HSV hoch her. Der Kampf um die Plätze im Trainingskader wurde unlängst durch die Ankündigung des Trainers, selbigen zusammenkürzen zu wollen, befeuert. Zudem kehren mit Hee-chan Hwang und den Nationalspielern etliche Spieler zurück, die den Anspruch erheben, am Montag gegen Union Berlin in der Startelf zu stehen. Und sollte mich nicht alles täuschen, dann plant Wolf auch taktisch etwas Neues. Zumindest deutete heute im Training einiges daraufhin, dass er Hee-chan Hwang ohne feste Position im Angriff neben/hinter/an der Seite von Pierre Michel Lasogga spielen lassen will, während Douglas Santos auf der linken Seite mehr Freiraum für seine Ausflüge in die Offensive bekommen soll. Als Absicherung muss hierbei immer ein Spieler aus dem Zentrum kommen. Im Training heute waren das Holtby, Janjicic oder der Belgier Orel Mangala, womit ich beim Thema des Tages bin.

Eine Dosis HSV zum Frühstück

Heute um 16 Uhr geht es am Volkspark endlich auch sportlich weiter. Bis dahin müssen wir uns allerdings noch mit einigen Themen beschäftigen, die man als reiner Fußballfan so gar nicht mag. Hier allem voran: Football-Leaks. Die Enthüllungsplattform hat sich vor einiger Zeit auch dem HSV gewidmet und dessen Geschäfte mit einem berüchtigten Kredit-Institut gewidmet. Dazu gesellt sich natürlich - und das werden wir bis zur finalen Wahl am 19. Januar auch nicht mehr loswerden - das Thema Präsidenten-Wahl für den e.V. Ich habe mich all diesen Themen heute Morgen im MorningCall gewidmet.

Große Unterhaltung? Nein, danke...!

Wie gestern angekündigt, kommt der Blog heute in einem anderen Format, als Podcast. Klickt einfach drauf, dann könnt Ihr Euch anhören, was heute so über den HSV berichtet wird - und wie ich das eine oder andere Thema einsortiere. Unter anderem gibt es schon jetzt Äußerungen von Verantwortungsträgern vor der Wahl, die dieser eine unnötige Schärfe beifügen. Kurz gesagt: Sie sind einfach unpassend. Aber hört selbst:

 

Wer gewinnt, hat recht...

Es ist jetzt nicht gerade so, dass er die Kamera sucht oder morgens aufwacht und sich der ganzen Welt unbedingt mitteilen will. Nein, Hannes Wolf redet zwar gern über Fußball. Allerdings will er dafür auf den Platz, in die Kabine - er will zur Mannschaft sprechen. Und selbst dann hält er sich betont kurz. „Das Prinzip ist am Anfang aber immer gleich: Du solltest nicht zu viel auf die Spieler einreden. Ganz klar und auf den Punkt und dann erst einmal raus und trainieren“, sagte er heute im Interview mit dem Abendblatt. „Daraus entwickeln sich dann die Themen, die du bearbeiten musst. So war es in Stuttgart, so war es beim HSV – und so war es auch bei der SG Eintracht Ergste in der Kreisliga.“

Ihr fragt - wir antworten

Zwei Einheiten standen heute auf dem Plan. Die erste mit einer Krafteinheit im Stadioneigenen Gym, die Nachmittagseinheit auf dem Platz. Gotoku Sakai fehlte dabei ebenso wie Aaron Hunt (Belastungssteuerng).

Wolf: „Wir freuen uns über die Siege - aber wir feiern noch nichts…“

Auch sonst herrscht beim HSV derzeit gute Stimmung vor. Allen voran bei Sportvorstand Ralf Becker, der nach dem Trainerwechsel viel Kritik einstecken musste. Dementsprechend erleichtert ist er nach nunmehr vier Siegen aus vier Spielen unter Wolf dann auch: „Das waren gute 14 Tage. Wir freuen uns, dass wir vor der Länderspielpause noch mal nachlegen konnten. Man muss sich das Selbstvertrauen immer hart erarbeiten. Wir sind auf einem guten Weg, merken aber von Woche zu Woche, dass uns nichts geschenkt wird. Deswegen ist es so wichtig, dass man das Gefühl des Siegens in sich hat. In der einen oder anderen Situation kann das dann auch entscheidend sein. Heute waren wir nach dem 1:1 zehn, 15 Minuten etwas unsicher. Und dann kommt man aber nach der Halbzeit raus und legt direkt nach. Das ist wichtig, dass man auch mit so einem Rückschlag gut umgeht. Das sind alles Prozesse.“

Bei Wolf ist weniger oft mehr

Hannes Wolf ist kein Mann zu vieler Worte. Er reduziert sich auf das Nötigste, wie er selbst sagt. Und das gilt auch für die Mannschaft. Hier hatte der neue HSV-Trainer zuletzt auf Veränderung so weit wie möglich verzichtet. Wolf betonte immer wieder, dass er eine intakte Mannschaft vorgefunden habe und nur kleine Stellschrauben drehen müsse. Und diesem Motto bleibt er sich auch vor dem Spitzenspiel am Montag gegen den 1. FC Köln treu. Zumindest deutet vieles daraufhin.

Becker springt Hoffmann zur Seite

„Ich weiß, dass viele HSV-Anhänger unsere Entscheidung des Trainerwechsels nicht nachvollziehen konnten und daher frustriert oder sogar sauer sind. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal anmerken, dass es sich bei diesem Schritt nicht um eine Spontanentscheidung handelte, sondern um eine wohl überlegte, zu der ich weiterhin stehe. Als Sportvorstand ist es meine Aufgabe und Verantwortung, die sportliche Gesamtentwicklung stetig im Auge zu haben und mir im Sinne des Clubs immer wieder die Frage zu stellen: Sind wir auf dem richtigen Weg?

Guter Start für Wolf - Fans attackieren Vorstandsboss Hoffmann

Der Trainer wirkte erleichtert - aber erb ar zugleich auch schon mit der nötigen Spannung für das nächste Spiel ausgestattet. „Es wurde jetzt genug gelobt“, so Hannes Wolf heute nach dem Spiel-Ersatztraining. Jetzt gelte seine Aufmerksamkeit dem nächsten Spiel am Dienstag, wenn es im DFB-Pokal gegen Wehen Wiesbaden geht. Und das ist auch alles gut so - allerdings sollten zumindest wir hier noch mal rekapitulieren dürfen, was wir gestern in Magdeburg gezeigt bekommen haben.

Wolf verdient die nötige Offenheit

Es tut immer wieder gut, wenn man hitzige Diskussionen mit ein wenig Abstand rekapituliert. Und dass die Entlassung von Trainer Christian Titz kontroverser und teilweise auch hitziger geführt wird als bei seinen Vorgängern, das kann wohl niemand leugnen. Die einen sehen den Schritt als alternativlos an, weil der HSV einen Etat hat, der ihn dazu verpflichtet, jeden Gegner (Köln mal ausgenommen) nicht nur zu schlagen, sondern ihn dabei auch zu dominieren. Und das hat der HSV in den letzten Wochen tatsächlich nicht.

Der Nächste, bitte...

Es ist eigentlich gar nicht so überraschend. Nicht einmal ein echter „Hammer“, auch wenn ich das heute Nachmittag noch meinte. Vielmehr ist die Trainerentlassung von Christian Titz eine lange bereits erwartete und ebenso lang vorbereitete Aktion gewesen.

Hammer: Trainer Titz entlassen - Hannes Wolf übernimmt

Seit Monaten schwelt es. In den letzten Wochen verdichteten sich die Gerüchte, dass Trainer Christian Titz in Hamburg keine lange Zukunft mehr haben wird - und jetzt ist es tatsächlich soweit: HSV-Cheftrainer Christian Titz ist entlassen - Hannes Wolf, der zuletzt den VfB Stuttgart in die Erste Bundesliga führte, übernimmt ab sofort. Offiziell werden sportliche Gründe angeführt. Aber angesichts der nur zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer bleibt hier doch ein Geschmäckle. Vielleicht sogar mehr als das. Aber dazu später mehr, wenn ich mit allen Beteiligten habe sprechen können.

Lauerstellung allein reicht nicht

„Zu Hause wollen wir natürlich gewinnen. Das haben wir wieder nicht geschafft. Wir sind nicht zufrieden.“ Sätze, die so von jedem HSV-Spieler sowie von jedem Verantwortlichen hätten kommen können.

Der HSV betritt den Weg der Vernunft

„Es geht darum, dass wir insgesamt angemessen wirtschaften. So wie andere Vereine auch.

Die Lasogga-Frage

Es ist immer wieder nett, am Trainingsplatz zu stehen und mit den Kollegen zu sprechen. Wir unterhalten uns dabei fast immer über das, was wir gerade auf dem Platz sehen, was kurz zuvor in der Liga zu sehen war - und natürlich immer auch über die Vereinspolitik beim HSV. Manchmal mischen sich diese Themen auch. Fast zwangsläufig ist das der Fall, wenn beispielsweise der Vorstand Sport mit im Spiel ist. Und das ist dieser immer, wenn es um die sportlichen Belange der Bundesligamannschaft geht. Insbesondere, wenn es um die Kaderzusammenstellung geht. Heute beispielsweise habe ich mit einem immer sehr gut informierten Kollegen darüber diskutiert, wie Pierre Michel Lasogga tatsächlich (sportlich) am gewinnbringendsten eingesetzt werden kann. Seine These war, dass man den Angreifer nach seinen Toren länger hätte spielen lassen und ihm das Vertrauen hätte schenken müssen. „So hätte man seinen positiven Lauf“ mitgenommen und er hätte sicher noch mehr als die bisherigen fünf Treffer erzielt. Eine These, die Lasogga im Abschlussspiel übrigens just in dem Moment, wo mein Kollege den Satz ausgesprochen hatte, mit einem sehr schönen Treffer per Kopf untermauerte.

Eure Fragen - unsere Antworten

Christoph Moritz ist angeschlagen, konnte aber nach kurzer Behandlung wieder mittrainieren. Dass der HSV-Vorstand beschlossen hat, den Anteilseigner Klaus Michael Kühne nicht mehr um Geld zu bitten, ist länger schon bekannt. Vor drei Wochen, so berichtet es die SportBild, hat man es auch Kühne selbst in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt. Ansonsten gibt’s sportlich und auch sonst vom HSV heute nicht viel zu vermelden. Außer, dass morgen zunächst nicht öffentlich und dann erst wieder am Montag trainiert wird. Also Zeit genug, dass wir uns mal mit uns selbst beschäftigen.

Einfach mal normal sein

Es ist immer wieder nett, wenn sich am Fuße Uwe Seelers neue Ehrungen abspielen. Diesmal waren es der abwesende Jürgen („Joschi“) Groh, Caspar Memering, Peter Hidien und Mladen Petric, die sich mit ihren Füßen rund um den großen Seeler-Fuß verewigten. Große Namen aus größeren HSV-Zeiten. Dieter Matz hatte die Laudatio gehalten und alle waren gut drauf, selbst das Wetter spielte perfekt mit. Es stimmte einfach. Umso erstaunter zeigte sich Mladen Petric, als er darauf angesprochen wurde, dass es beim HSV aktuell etwas unruhig ist. „Unruhe? Echt jetzt? Es läuft doch super!

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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