Quo vadis, Jonas Boldt?

Rom. Die Ewige Stadt. Wird sie wieder zum Schicksal für den HSV? Die Alteingesessenen unter Euch werden wissen, worauf ich anspiele: im Sommer 1991, nach nur einer Saison in der Hansestadt, wechselte Thomas Doll zum damals aufstrebenden Serie A - Klub Lazio Rom. Italiens Liga war zu diesem Zeitpunkt das Nonplusultra in der Welt. Die Laziali zahlten satte 15 Millionen DM für den flinken Angreifer, der die Herzen der Hamburger im Sturm erobert hatte. Die Finanzen des damals schon am Rande des Ruins wandelnden Traditionsklubs waren somit zwar auf einen Schlag saniert - doch die sportliche Zukunft der Mannschaft war im selben Moment erheblich in Frage gestellt. 

Boldt-Entscheidung nächste Woche - HSV, was geht ab

"HSV, was geht ab" - so lautet der Name unseres neuen interaktiven Live-Formats: der HSV-News-Show. Um 18 Uhr beantworten wir euch die Frage, was beim HSV abgeht. Seid dabei, diskutiert mit und stimmt ab - alles im Live-Chat. Heute u.a. mit den neuesten Entwicklung zum kolportierten Boldt-Abgang nach Rom und mit allen wichtigen Infos zur anstehenden Partie der Rothosen gegen Greuther Fürth. Einschalten!

Kevin

16. Oktober 2020

Fest und flexibel

Mit einem Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth startet der HSV am Samstag in eine Woche, die durch das Nachholspiel gegen Aue zu einer englischen wird. Der Eindruck vom Saisonstart ist nach drei Wochen Pause schon verblasst. Im Spiel gegen Fürth kann der HSV diesen guten Eindruck nun wieder hervorholen und bestätigen – oder eben nicht. Trotz ihrer Spielstärke glaube ich, dass Fürth eine Mannschaft ist, die dem HSV durchaus liegen könnte. Heute gab Daniel Thioune die Pressekonferenz vor dem Spiel auf der ich für euch dabei war.

Erwartungshaltung und Druck im Profifußball

Die Macher der „Rautenperle“ baten mich, aus psychologischer Sicht etwas zum Thema „Umgang mit Druck“ zu sagen. Aktueller Anlass dieser Bitte ist natürlich die momentane Situation des  HSV. Es wurde viel darüber spekuliert, ob der HSV in den letzten beiden Saisons an dem zu hohen Erwartungsdruck gescheitert ist, unbedingt aufsteigen zu müssen/sollen. Die vielen Niederlagen durch Gegentore in den Schlussminuten wurden durchaus zutreffend als „Versagensangst“ beschrieben. Daraus hat der HSV – zu Recht – die Konsequenz gezogen, vor der aktuellen Saison verbal kleinere Brötchen zu backen. Es wurde sogar davon geredet, dass der HSV nun ein etablierter Zweitligaverein wäre, auch wenn er natürlich zum Kreis der Aufstiegsfavoriten gehöre. Nach den ersten zwei Spieltagen lässt sich nun nicht verleugnen, dass der HSV der Favorit für den Aufstieg ist.

Zeit für Kontinuität

Gestern war ich am Volksparkstadion. Wollte einfach mal mit eigenen Augen sehen, ob Daniel Thioune die Wohlfühl-Oase etwas trockengelegt hat. Eines vorweg: an der Intensität der zweistündigen Trainingseinheit gab es meines Erachtens nichts zu bekritteln. Einem gut viertelstündigen lockeren Aufgalopp folgten Sprints über eine kleine Steigung (nicht zu vergleichen mit dem berühmt-berüchtigten Magath-Hügel in Wolfsburg - oder war es auf Schalke?) - aber immerhin.

Jetzt anmelden: Rautenperle Challenge Woche 8

Tippt euch an die Spitze unserer Community-Challenge, gewinnt eine fette Wette auf unseren Nacken und rasiert mit dem Tippkönig die Wettanbieter!

Kevin

13. Oktober 2020

Es war zu sehen, wohin das Fürth

Es ist immer noch Länderspielpause. Doch wenigstens beginnt jetzt die Vorbereitung auf den nächsten Gegner. Am Samstag wartet die SpVgg Greuther Fürth auf den HSV. Wenn Aue für Daniel Thioune ein gewachsener Zweitligist ist, dann ist Fürth das gleich in absoluter Reinform. Seit 1997 spielt der Verein in der zweiten Bundesliga. Bis auf einen Ausflug in die Bundesliga in der Saison 2012/13, der aber auf Platz 18 und dem direkten Wiederabstieg endete. Ein Jahr später waren die Fürther dann der Gegner beim Relegationsdebüt des HSV.

HSV, was geht ab

"HSV, was geht ab" - so lautet der Name unseres neuen interaktiven Live-Formats: der HSV-News-Show. Um 18 Uhr beantworten wir euch die Frage, was beim HSV abgeht. Seid dabei, diskutiert mit und stimmt ab - alles im Live-Chat.

Kevin

12. Oktober 2020

Heute krankheitsbedingt kein Blog

Leider können wir euch heute krankheitsbedingt keinen Blog liefern. Das tut uns leid. Ich bin sicher, dass ihr dafür Verständnis habt. Morgen, am Montag, geht es hier aber wieder ganz normal weiter. Da kann ich euch übrigens ein neues Format ans Herz legen: "HSV, was geht ab". Was es damit auf sich hat, das erfahrt ihr ab 18 Uhr live auf Twitch (wird natürlich hier im Blog eingebettet). Seid gespannt!

Kevin

11. Oktober 2020

Ist das Fußball - oder kann das weg?

Ein guter Bekannter von mir, nicht ganz so fußballverrückt wie ich, fragte mich neulich: “Guido, was hat es eigentlich mit dieser Nations League auf sich? Ist die wichtig? Oder muss man die nicht sehen?” Es klang in meinen Ohren wie: “Ist das Kunst - oder kann das weg?”, und ich musste lauthals auflachen. Ich erklärte ihm, dass es eine bessere Art von Freundschaftsspielen sei. “Besser” im Sinne von “lukrativer”. Und wer immer auch über diese - zugegeben - etwas dürre Information hinaus den Modus dieses Wettbewerbs wirklich verstehen und nachvollziehen wolle, dem sei ein mehrtägiges Seminar, finanziert vom imaginären Bund deutscher Fußballfans, empfohlen. Und wenn es tatsächlich jemand schaffen sollte, ihn zu kapieren und auch anderen Leuten (wie mir) verständlich zu erklären, bliebe mir nur noch, ihm gegenüber meinen imaginären Hut zu zücken.

Am Besten nichts Neues

Letzte Woche hab ich noch darüber geschrieben, wie viel innerhalb kurzer Zeit passieren kann. Jetzt liegt die ereignisloseste HSV-Woche seit langem hinter uns. Auch gut. Denn wie oft hat der HSV in letzter Zeit solche Pausen genutzt, um Querelen im Vorstand, der Mannschaft oder dem Aufsichtsrat auszufechten? Manchmal sind keine Neuigkeiten auch die besten Neuigkeiten. Wobei, ein paar Themen gab es doch noch. Die vielleicht beste Nachricht vorneweg: Die Cléber-Millionen sind da. In der letzten Zeit waren die ausstehenden 3,1 Mio., die der FC Santos dem HSV schuldete fast zum Running Gag geworden. Doch jetzt wurden ca. 2 Mio. auf einen Schlag überwiesen. Der Rest folgt in Raten. Es geschehen noch Zeichen und Wunder.

Nur zwei Konkurrenten bieten dem HSV die Stirn

„Wir haben zwar gesagt, dass wir kleinere Brötchen backen müssen, aber das heißt ja nicht automatisch, dass die Brötchen nicht auch schmecken dürfen“, sagte HSV-Sportvorstand Jonas Boldt nach der überraschenden wie spektakulären Verpflichtung von Bayern-Keeper Sven Ulreich. Wenn die Verantwortlichen des Klubs bis zu diesem Deal versuchten hatten, ihre Ambitionen herunterzuspielen, so war spätestens nach diesem Transfer auch dem letzten Beobachter klar: Es geht für den HSV auch in Jahr drei in Liga zwei ausschließlich um die Rückkehr in die herbeigesehnte Bundesliga. Entwicklung der Spieler? Klar, wäre schön und sehr hilfreich. Entwicklung des Vereins? Die hat auf direktem Wege stattzufinden und im Aufstieg zu münden, und zwar nicht irgendwann, sondern ganz eindeutig schon 2020/21.

Uns Ulle

Das Transferfenster ist zu und der Königstransfers des HSV ist ein Ersatztorwart aus der Bundesliga. Das könnte ein Zeichen sein, dass unser Verein bescheidener geworden ist. Und dass Transfers beim inzwischen eindeutiger auf die Lücken im Kader reagieren. Denn einen Torwart, der dem HSV Spiele gewinnt und Punkte rettet haben wir hier lange nicht mehr gesehen. In meinem Porträt lest ihr, wie Sven Ulreich an Drucksituationen gewachsen ist – und was er sich nicht gefallen lässt.

Der Deadline Day des HSV im Check

Die Würfel sind gefallen. Zumindest was die Zugänge von anderen Vereinen betrifft, können deutsche Klubs jetzt nicht mehr zuschlagen. Oder, um es an einem trüben Herbsttag mit Rilke zu sagen: Wer jetzt keinen Kader hat, baut sich keinen mehr. Somit natürlich auch nicht der HSV. Verkäufe sind dagegen in bestimmte Ligen auch über den heutigen Tag hinaus noch möglich. 

Pause nervt

Was ist das schlimmste Ereignis in der Fußballsaison für das der HSV nicht selber etwas kann? Natürlich die Länderspielpause zu Saisonbeginn. Da geht die Liga gerade erst los und schon wird sie wieder für Länderspiele unterbrochen. Mich nervt diese Pause ungemein.

HSV - AUE fällt aus

Das für heute geplante Heimspiel des HSV gegen den FC Erzgebirge Aue muss aufgrund von zwei Corona-Fällen im Team der Auer ausfallen. Entsprechend werden wird unsere geplante Livecouch ebenfalls nicht stattfinden. Die Rothosen haben stattdessen um 10 Uhr eine Trainignseinheit absolviert. Mit von der Partie: Neuzungang im Tor Sven Ulreich.

Aue ist Alltag

Der HSV ist mit zwei Siegen gut in die Saison gestartet. Zumindest auf dem Papier. Das Spiel gegen Düsseldorf war tatsächlich auch souverän. Und es hätte die Pokalniederlage gegen Dresden fast vergessen gemacht, wenn es im Spiel gegen Paderborn nicht die Gegentore in der Vorwärtsbewegung gegeben hätte, die erschreckend stark an das Spiel in Dresden erinnert haben. Und genau nach diesen Gegentoren hab ich Daniel Thioune auch auf der gestrigen Pressekonferenz gefragt. Aber dazu komme ich gleich.

Torwart, Trikots und Transfers

Im Fußball passiert oft so viel, dass ich am Ende einer Woche schon fast ihren Anfang vergessen habe. Also nicht aktiv vergessen. Ich erinnere mich schon noch an den Montag und das Spiel in Paderborn, in dem mein Herz mehrmals stillstand. Erst nach dem erlösenden 4:3 und dem Schlusspfiff war ich mir halbwegs sicher, dass es weiter schlagen würde. Aber es ist doch so, dass manches durch die täglichen Neuigkeiten in den Hintergrund rückt, was eben noch wichtig schien. Weil so viel passiert ist, möchte ich noch einmal die Woche mit rekapitulieren. Wobei die spannendsten Dinge dann doch am Freitag passiert sind. Damit meine ich neben den Ulreich-Meldungen auch ein Interview, das Sportvorstand Jonas Boldt der FAZ gegeben hat.

Thioune lässt Leistner und Heuer Fernandes zappeln

Die Corona-Zahlen in Hamburg steigen signifikant. Nicht wenige rechnen damit, dass es in Sachen Stadionbesuch nach der kurzen Lockerung seitens der Stadt schon bald wieder neue Einschränkungen geben wird. Und auch im Umfeld vom nächsten HSV-Gegner FC Erzgebirge Aue ist ein Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Aues Profis zuletzt nur individuell trainieren. „Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme unsererseits. Nach einem weiteren Test können wir hoffentlich wieder in das Mannschaftstraining einsteigen. Alles andere wäre sehr kontraproduktiv für uns“, sagte FC-Trainer Dirk Schuster. Dass die Sachsen als Tabellenzweiter zum Spitzenreiter nach Hamburg reisen, wollte Schuster angesichts des frühen Zeitpunkts nicht überbewerten. „Ich möchte trotz der Tabellenkonstellation nach dem zweiten Spieltag nicht von einem Spitzenspiel sprechen. Die Unterschiede zwischen beiden Vereinen sind einfach zu groß“, erklärte der 52-Jährige.

Zeit für Tacheles

Die nächsten Tage werden nur zwei Themen haben: Wer kommt noch – und wer geht? Wobei auch klar ist, dass das eine das andere beim HSV bedingt. Soll heißen: Durch den Abgang von Julian Pollersbeck braucht der HSV auf der Torwartposition noch einen Zugang. Die Frage hier ist nur: Kommt eine neue  Nummer eins oder holt sich der HSV einen jungen, talentierten Mann? Zuletzt wurden unerschwinglich scheinende Kandidaten wie Bayerns Ersatzkeeper Alexander Nübel und Sven Ullreich genannt. Beide suchen offenbar nach einem Verein ohne Manuel Neuer vor sich – und der HSV könnte das bieten. Allerdings sind sie preislich nicht realisierbar. Und die Frage ist auch: Wäre einer der beiden auf Leihbasis sinnvoll? Ich sage: nein.

Quo vadis, Jonas Boldt?

Rom. Die Ewige Stadt. Wird sie wieder zum Schicksal für den HSV? Die Alteingesessenen unter Euch werden wissen, worauf ich anspiele: im Sommer 1991, nach nur einer Saison in der Hansestadt, wechselte Thomas Doll zum damals aufstrebenden Serie A - Klub Lazio Rom. Italiens Liga war zu diesem Zeitpunkt das Nonplusultra in der Welt. Die Laziali zahlten satte 15 Millionen DM für den flinken Angreifer, der die Herzen der Hamburger im Sturm erobert hatte. Die Finanzen des damals schon am Rande des Ruins wandelnden Traditionsklubs waren somit zwar auf einen Schlag saniert - doch die sportliche Zukunft der Mannschaft war im selben Moment erheblich in Frage gestellt. 

Boldt-Entscheidung nächste Woche - HSV, was geht ab

"HSV, was geht ab" - so lautet der Name unseres neuen interaktiven Live-Formats: der HSV-News-Show. Um 18 Uhr beantworten wir euch die Frage, was beim HSV abgeht. Seid dabei, diskutiert mit und stimmt ab - alles im Live-Chat. Heute u.a. mit den neuesten Entwicklung zum kolportierten Boldt-Abgang nach Rom und mit allen wichtigen Infos zur anstehenden Partie der Rothosen gegen Greuther Fürth. Einschalten!

Kevin

16. Oktober 2020

Fest und flexibel

Mit einem Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth startet der HSV am Samstag in eine Woche, die durch das Nachholspiel gegen Aue zu einer englischen wird. Der Eindruck vom Saisonstart ist nach drei Wochen Pause schon verblasst. Im Spiel gegen Fürth kann der HSV diesen guten Eindruck nun wieder hervorholen und bestätigen – oder eben nicht. Trotz ihrer Spielstärke glaube ich, dass Fürth eine Mannschaft ist, die dem HSV durchaus liegen könnte. Heute gab Daniel Thioune die Pressekonferenz vor dem Spiel auf der ich für euch dabei war.

Erwartungshaltung und Druck im Profifußball

Die Macher der „Rautenperle“ baten mich, aus psychologischer Sicht etwas zum Thema „Umgang mit Druck“ zu sagen. Aktueller Anlass dieser Bitte ist natürlich die momentane Situation des  HSV. Es wurde viel darüber spekuliert, ob der HSV in den letzten beiden Saisons an dem zu hohen Erwartungsdruck gescheitert ist, unbedingt aufsteigen zu müssen/sollen. Die vielen Niederlagen durch Gegentore in den Schlussminuten wurden durchaus zutreffend als „Versagensangst“ beschrieben. Daraus hat der HSV – zu Recht – die Konsequenz gezogen, vor der aktuellen Saison verbal kleinere Brötchen zu backen. Es wurde sogar davon geredet, dass der HSV nun ein etablierter Zweitligaverein wäre, auch wenn er natürlich zum Kreis der Aufstiegsfavoriten gehöre. Nach den ersten zwei Spieltagen lässt sich nun nicht verleugnen, dass der HSV der Favorit für den Aufstieg ist.

Zeit für Kontinuität

Gestern war ich am Volksparkstadion. Wollte einfach mal mit eigenen Augen sehen, ob Daniel Thioune die Wohlfühl-Oase etwas trockengelegt hat. Eines vorweg: an der Intensität der zweistündigen Trainingseinheit gab es meines Erachtens nichts zu bekritteln. Einem gut viertelstündigen lockeren Aufgalopp folgten Sprints über eine kleine Steigung (nicht zu vergleichen mit dem berühmt-berüchtigten Magath-Hügel in Wolfsburg - oder war es auf Schalke?) - aber immerhin.

Jetzt anmelden: Rautenperle Challenge Woche 8

Tippt euch an die Spitze unserer Community-Challenge, gewinnt eine fette Wette auf unseren Nacken und rasiert mit dem Tippkönig die Wettanbieter!

Kevin

13. Oktober 2020

Es war zu sehen, wohin das Fürth

Es ist immer noch Länderspielpause. Doch wenigstens beginnt jetzt die Vorbereitung auf den nächsten Gegner. Am Samstag wartet die SpVgg Greuther Fürth auf den HSV. Wenn Aue für Daniel Thioune ein gewachsener Zweitligist ist, dann ist Fürth das gleich in absoluter Reinform. Seit 1997 spielt der Verein in der zweiten Bundesliga. Bis auf einen Ausflug in die Bundesliga in der Saison 2012/13, der aber auf Platz 18 und dem direkten Wiederabstieg endete. Ein Jahr später waren die Fürther dann der Gegner beim Relegationsdebüt des HSV.

HSV, was geht ab

"HSV, was geht ab" - so lautet der Name unseres neuen interaktiven Live-Formats: der HSV-News-Show. Um 18 Uhr beantworten wir euch die Frage, was beim HSV abgeht. Seid dabei, diskutiert mit und stimmt ab - alles im Live-Chat.

Kevin

12. Oktober 2020

Heute krankheitsbedingt kein Blog

Leider können wir euch heute krankheitsbedingt keinen Blog liefern. Das tut uns leid. Ich bin sicher, dass ihr dafür Verständnis habt. Morgen, am Montag, geht es hier aber wieder ganz normal weiter. Da kann ich euch übrigens ein neues Format ans Herz legen: "HSV, was geht ab". Was es damit auf sich hat, das erfahrt ihr ab 18 Uhr live auf Twitch (wird natürlich hier im Blog eingebettet). Seid gespannt!

Kevin

11. Oktober 2020

Ist das Fußball - oder kann das weg?

Ein guter Bekannter von mir, nicht ganz so fußballverrückt wie ich, fragte mich neulich: “Guido, was hat es eigentlich mit dieser Nations League auf sich? Ist die wichtig? Oder muss man die nicht sehen?” Es klang in meinen Ohren wie: “Ist das Kunst - oder kann das weg?”, und ich musste lauthals auflachen. Ich erklärte ihm, dass es eine bessere Art von Freundschaftsspielen sei. “Besser” im Sinne von “lukrativer”. Und wer immer auch über diese - zugegeben - etwas dürre Information hinaus den Modus dieses Wettbewerbs wirklich verstehen und nachvollziehen wolle, dem sei ein mehrtägiges Seminar, finanziert vom imaginären Bund deutscher Fußballfans, empfohlen. Und wenn es tatsächlich jemand schaffen sollte, ihn zu kapieren und auch anderen Leuten (wie mir) verständlich zu erklären, bliebe mir nur noch, ihm gegenüber meinen imaginären Hut zu zücken.

Am Besten nichts Neues

Letzte Woche hab ich noch darüber geschrieben, wie viel innerhalb kurzer Zeit passieren kann. Jetzt liegt die ereignisloseste HSV-Woche seit langem hinter uns. Auch gut. Denn wie oft hat der HSV in letzter Zeit solche Pausen genutzt, um Querelen im Vorstand, der Mannschaft oder dem Aufsichtsrat auszufechten? Manchmal sind keine Neuigkeiten auch die besten Neuigkeiten. Wobei, ein paar Themen gab es doch noch. Die vielleicht beste Nachricht vorneweg: Die Cléber-Millionen sind da. In der letzten Zeit waren die ausstehenden 3,1 Mio., die der FC Santos dem HSV schuldete fast zum Running Gag geworden. Doch jetzt wurden ca. 2 Mio. auf einen Schlag überwiesen. Der Rest folgt in Raten. Es geschehen noch Zeichen und Wunder.

Nur zwei Konkurrenten bieten dem HSV die Stirn

„Wir haben zwar gesagt, dass wir kleinere Brötchen backen müssen, aber das heißt ja nicht automatisch, dass die Brötchen nicht auch schmecken dürfen“, sagte HSV-Sportvorstand Jonas Boldt nach der überraschenden wie spektakulären Verpflichtung von Bayern-Keeper Sven Ulreich. Wenn die Verantwortlichen des Klubs bis zu diesem Deal versuchten hatten, ihre Ambitionen herunterzuspielen, so war spätestens nach diesem Transfer auch dem letzten Beobachter klar: Es geht für den HSV auch in Jahr drei in Liga zwei ausschließlich um die Rückkehr in die herbeigesehnte Bundesliga. Entwicklung der Spieler? Klar, wäre schön und sehr hilfreich. Entwicklung des Vereins? Die hat auf direktem Wege stattzufinden und im Aufstieg zu münden, und zwar nicht irgendwann, sondern ganz eindeutig schon 2020/21.

Uns Ulle

Das Transferfenster ist zu und der Königstransfers des HSV ist ein Ersatztorwart aus der Bundesliga. Das könnte ein Zeichen sein, dass unser Verein bescheidener geworden ist. Und dass Transfers beim inzwischen eindeutiger auf die Lücken im Kader reagieren. Denn einen Torwart, der dem HSV Spiele gewinnt und Punkte rettet haben wir hier lange nicht mehr gesehen. In meinem Porträt lest ihr, wie Sven Ulreich an Drucksituationen gewachsen ist – und was er sich nicht gefallen lässt.

Der Deadline Day des HSV im Check

Die Würfel sind gefallen. Zumindest was die Zugänge von anderen Vereinen betrifft, können deutsche Klubs jetzt nicht mehr zuschlagen. Oder, um es an einem trüben Herbsttag mit Rilke zu sagen: Wer jetzt keinen Kader hat, baut sich keinen mehr. Somit natürlich auch nicht der HSV. Verkäufe sind dagegen in bestimmte Ligen auch über den heutigen Tag hinaus noch möglich. 

Pause nervt

Was ist das schlimmste Ereignis in der Fußballsaison für das der HSV nicht selber etwas kann? Natürlich die Länderspielpause zu Saisonbeginn. Da geht die Liga gerade erst los und schon wird sie wieder für Länderspiele unterbrochen. Mich nervt diese Pause ungemein.

HSV - AUE fällt aus

Das für heute geplante Heimspiel des HSV gegen den FC Erzgebirge Aue muss aufgrund von zwei Corona-Fällen im Team der Auer ausfallen. Entsprechend werden wird unsere geplante Livecouch ebenfalls nicht stattfinden. Die Rothosen haben stattdessen um 10 Uhr eine Trainignseinheit absolviert. Mit von der Partie: Neuzungang im Tor Sven Ulreich.

Aue ist Alltag

Der HSV ist mit zwei Siegen gut in die Saison gestartet. Zumindest auf dem Papier. Das Spiel gegen Düsseldorf war tatsächlich auch souverän. Und es hätte die Pokalniederlage gegen Dresden fast vergessen gemacht, wenn es im Spiel gegen Paderborn nicht die Gegentore in der Vorwärtsbewegung gegeben hätte, die erschreckend stark an das Spiel in Dresden erinnert haben. Und genau nach diesen Gegentoren hab ich Daniel Thioune auch auf der gestrigen Pressekonferenz gefragt. Aber dazu komme ich gleich.

Torwart, Trikots und Transfers

Im Fußball passiert oft so viel, dass ich am Ende einer Woche schon fast ihren Anfang vergessen habe. Also nicht aktiv vergessen. Ich erinnere mich schon noch an den Montag und das Spiel in Paderborn, in dem mein Herz mehrmals stillstand. Erst nach dem erlösenden 4:3 und dem Schlusspfiff war ich mir halbwegs sicher, dass es weiter schlagen würde. Aber es ist doch so, dass manches durch die täglichen Neuigkeiten in den Hintergrund rückt, was eben noch wichtig schien. Weil so viel passiert ist, möchte ich noch einmal die Woche mit rekapitulieren. Wobei die spannendsten Dinge dann doch am Freitag passiert sind. Damit meine ich neben den Ulreich-Meldungen auch ein Interview, das Sportvorstand Jonas Boldt der FAZ gegeben hat.

Thioune lässt Leistner und Heuer Fernandes zappeln

Die Corona-Zahlen in Hamburg steigen signifikant. Nicht wenige rechnen damit, dass es in Sachen Stadionbesuch nach der kurzen Lockerung seitens der Stadt schon bald wieder neue Einschränkungen geben wird. Und auch im Umfeld vom nächsten HSV-Gegner FC Erzgebirge Aue ist ein Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Aues Profis zuletzt nur individuell trainieren. „Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme unsererseits. Nach einem weiteren Test können wir hoffentlich wieder in das Mannschaftstraining einsteigen. Alles andere wäre sehr kontraproduktiv für uns“, sagte FC-Trainer Dirk Schuster. Dass die Sachsen als Tabellenzweiter zum Spitzenreiter nach Hamburg reisen, wollte Schuster angesichts des frühen Zeitpunkts nicht überbewerten. „Ich möchte trotz der Tabellenkonstellation nach dem zweiten Spieltag nicht von einem Spitzenspiel sprechen. Die Unterschiede zwischen beiden Vereinen sind einfach zu groß“, erklärte der 52-Jährige.

Zeit für Tacheles

Die nächsten Tage werden nur zwei Themen haben: Wer kommt noch – und wer geht? Wobei auch klar ist, dass das eine das andere beim HSV bedingt. Soll heißen: Durch den Abgang von Julian Pollersbeck braucht der HSV auf der Torwartposition noch einen Zugang. Die Frage hier ist nur: Kommt eine neue  Nummer eins oder holt sich der HSV einen jungen, talentierten Mann? Zuletzt wurden unerschwinglich scheinende Kandidaten wie Bayerns Ersatzkeeper Alexander Nübel und Sven Ullreich genannt. Beide suchen offenbar nach einem Verein ohne Manuel Neuer vor sich – und der HSV könnte das bieten. Allerdings sind sie preislich nicht realisierbar. Und die Frage ist auch: Wäre einer der beiden auf Leihbasis sinnvoll? Ich sage: nein.

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Über uns

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Die Rautenperle ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren, zum Mitfiebern, zum Mitmachen.