Marcus Scholz

29. März 2018

Er war da, als wäre nichts passiert. Kyriakos Papadopoulos wirbelte und grätschte auf dem Trainingsplatz wie immer. Und er wirkte gelöst, nachdem er zuvor in einem längeren intensiven Gespräch mit dem Trainer Christian Titz seine Verfehlungen nach dem Hertha-Spiel besprochen und sie letztlich auch abhaken können. In der Pressemitteilung hieß es:

Papadopoulos entschuldigt sich bei Trainer und Mannschaft

Der 26-jährige Innenverteidiger zeigt sich einsichtig und bleibt Bestandteil des Profi-Kaders.

Kyriakos Papadopoulos hat sich für sein Fehlverhalten gegenüber dem Trainer und der Profi-Mannschaft entschuldigt. Vorausgegangen war ein persönliches, klärendes Gespräch von Direktor Sport Bernhard Peters, Trainer Christian Titz und Thomas von Heesen mit dem griechischen Verteidiger nach dessen Rückkehr von der Nationalmannschaft.

"Wir haben klargestellt, dass wir kritische Spieler wie ihn mögen, aber in der internen Kommunikation", erklärte Peters und ergänzte: "Der Trainer hat Papa die Erwartungen an seine sportliche Entwicklung aufgezeigt. Papa hat das voll akzeptiert und sieht sich, so wie wir ihn auch, als wichtiges Mitglied des Kaders."

Papadopoulos hatte sich nach dem Heimspiel gegen Hertha BSC mit Äußerungen unangemessen gegenüber dem Verein, dem Trainer und seinen Mitspielern verhalten.

 

Im Gegensatz zu Walace und Mergim Mavraj durfte „Papa“ also heute wieder bei den Profis mittrainieren. Allerdings im vermeintlichen B-Team. Denn Trainer Titz ließ heute – im Vergleich zu sonst eher unüblich – in der gesamten Trainingszeit eine Elf zusammenspielen. Allerdings ohne Lewis Holtby, der heute mit Leistenproblemen aussetzte und individuell trainierte. Für ihn rückte Gouaida in das vermeintliche A-Team, das morgen sicher noch einmal etwas modifiziert wird. Aber seht selbst, so spielte Titz im Training heute: Pollersbeck – Sakai, Ambrosius, Jung, Santos – Steinmann – Kostic, Gouaida, Hunt, Ito – Waldschmidt. Ergänzen wir noch Holtby für Gouaida und den gerade von der Länderspielreise zurückgekehrten Rick van Drongelen für Ambrosius, dann kommen wir der Startelf vom Stuttgart-Spiel zumindest schon sehr nahe, sage ich.

Dass Fiete Arp zunächst einmal auf der Bank Platz nehmen könnte, hatte sich ja in den letzten Tagen schon angedeutet. Sportlich vertretbar ist es auch, zumal Waldschmidt in den Abschlussspielen der Trainingseinheiten auch jedes mal traf. Heute auch wieder. Parallel dazu kümmerte sich Titz auch heute wieder zusammen mit seinem Cotrainer Soner Uysal intensiv um Waldschmidt und korrigierte jeden kleinen Fehler. Dass sie irgendwas mit Waldschmidt planen scheint jedenfalls klar zu sein. Und ich hoffe, dass Waldschmidt endlich auch in der Liga wieder trifft. Denn obwohl ihm in einigen Situationen noch die nötige Zweikampfhärte fehlt, hat er einfach ein riesengroßes (bislang zu selten gezeigtes) Potenzial.

In diesem Sinne, heute mal in aller Kürze. Eigentlich war heute nach langer Zeit mal wieder ein freier Tag eingeplant – der leider ausfallen musste. Und morgen ist zwar Feiertag – dennoch melde ich mich natürlich an dieser Stelle wieder. Dann auch mit der Pressekonferenz, die morgen um elf Uhr stattfindet und auf unserer Facebookseite live zu sehen sein wird.

Bis dahin Euch allen einen Schönen Abend!

Scholle

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Marcus Scholz

Der HSV stand und steht immer im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt des Blogs Rautenperle.com ebenso wie natürlich beim Blogautor Marcus Scholz, der sich ein Leben ohne den HSV gar nicht mehr vorstellen kann. Von klein auf an vom HSV-Virus infiziert, zog es Marcus „Scholle“ Scholz nach seinem Studium der Rechtswissenschaften im Jahr 2000 zum Hamburger Abendblatt, wo er von Beginn an die Stelle des HSV-Reporters der auflagenstärksten Tageszeitung Hamburgs innehatte. In dieser Zeit erwarb sich der ehemalige Leistungsfußballer einen Namen in der deutschen Sportjournalistenbranche und ist ein gern gesehener Gast in den verschiedensten TV-Formaten.
Nach vier Jahren als verantwortlicher Blogautor des damals größten, täglichen Fußballblogs Deutschlands hat sich um Scholle herum eine große, fachkundige und diskussionsfreudige Gemeinde gebildet, die hier ihre Heimat gefunden hat. Scholle hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinem Co-Autor Lars Pegelow 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für Euch beim HSV am Ball zu bleiben. Beim Training, bei den Spielen, in Interviewterminen mit den Spielern und Vereinsbossen – die Rautenperle ist immer dabei und liefert Euch exklusive Inhalte, täglich die neuesten Nachrichten sowie alle wesentlichen Entwicklungen in und um den HSV herum.
Und dabei scheuen wir uns nicht, immer bis tief auf den Grund zu tauchen und langen Atem zu beweisen. So, wie einst die berühmten Perlentaucher. Für Euch. Für uns. Für den HSV.

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